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Die Tribute Von Panem. Flammender Zorn

Электронная книга - «Die Tribute Von Panem. Flammender Zorn». Краткое содержание книги:

Möge das Gute siegen! Möge die Liebe siegen! Das grandiose Finale! Katniss gegen das Kapitol! Schwer verletzt wurde Katniss von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Doch ihre einzige Sorge gilt Peeta, der dem Kapitol in die Hände gefallen ist. Die Regierung setzt alle daran, seinen Willen zu brechen, um ihn als Waffe gegen die Rebellen einsetzen zu können. Gale hingegen kämpft weiterhin an der Seite der Aufständischen, und das, zu Katniss' Schrecken, ohne Rücksicht auf Verluste. Als sie merkt, dass auch die Rebellen versuchen, sie für ihre Ziele zu missbrauchen, wird ihr klar, dass sie alle nur Figuren in einem perfiden Spiel sind. Es scheint ihr fast unmöglich, die zu schützen, die sie liebt.
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»Ja«, sagt sie, offensichtlich erleichtert. »Wie geht es dir?«

»Miserabel. Wo sind wir? Was ist passiert?«, fragt Peeta. »Jetzt kommt’s«, sagt Haymitch.

»Ich habe ihr gesagt, sie soll auf keinen Fall Katniss oder das Kapitol erwähnen«, sagt Plutarch. »Wir wollen nur sehen, wie viele Erinnerungen an die Heimat sie wachrufen kann.«

»Tja … wir sind in Distrikt 13. Hier leben wir jetzt«, sagt Delly.

»Das haben die Leute auch gesagt. Aber ich verstehe das nicht. Wieso sind wir nicht zu Hause?«, fragt Peeta.

Delly beißt sich auf die Lippe. »Es gab … einen Unfall. Ich habe auch großes Heimweh. Gerade musste ich daran denken, wie wir immer mit Kreide auf die Steine gemalt haben. Du konntest so toll zeichnen. Weißt du noch, als du in jeden Pflasterstein ein anderes Tier gemalt hast?«

»Ja. Schweine und Katzen und so«, sagt Peeta. »Du hast was … von einem Unfall gesagt?«

Ich sehe Schweiß auf Dellys Stirn glänzen, sie versucht die Frage zu umgehen. »Das war schlimm. Keiner … konnte dableiben«, sagt sie stockend.

»Halte durch, Mädchen«, sagt Haymitch.

»Aber hier wird es dir bestimmt gefallen, Peeta. Alle sind so freundlich zu uns. Es gibt immer was zu essen und saubere Kleider und in der Schule ist es viel interessanter als zu Hause«, sagt Delly.

»Warum hat meine Familie mich noch nicht besucht?«, fragt Peeta.

»Das geht nicht.« Jetzt ist Delly wieder den Tränen nahe. »Viele haben es nicht geschafft, aus 12 rauszukommen. Wir müssen uns hier jetzt ein neues Leben aufbauen. Einen guten Bäcker können sie hier garantiert brauchen. Weißt du noch, als wir bei deinem Vater Mädchen und Jungen aus Teig machen durften?«

»Es hat gebrannt«, sagt Peeta unvermittelt.

»Ja«, flüstert sie.

»12 ist abgebrannt, oder? Und sie ist schuld«, sagt er wütend. »Katniss ist schuld!« Er reißt an seinen Fesseln.

»Oh nein, Peeta. Sie konnte nichts dafür«, sagt Delly.

»Hat sie dir das gesagt?«, zischt er sie an.

»Holt sie da raus«, sagt Plutarch. Sofort wird die Tür geöffnet und Delly geht langsam rückwärts.

»Das brauchte sie gar nicht. Ich hab …«, setzt Delly an.

»Weil sie lügt! Sie ist eine Lügnerin! Glaub ihr kein Wort! Sie ist eine Mutation, die das Kapitol erschaffen hat und jetzt gegen uns einsetzt!«, ruft Peeta.

»Nein, Peeta. Das ist sie nicht …«, versucht Delly es erneut.

»Trau ihr nicht über den Weg, Delly«, sagt Peeta außer sich. »Ich hab ihr vertraut, und sie hat versucht, mich umzubringen. Sie hat meine Freunde umgebracht. Meine Familie. Geh nicht in ihre Nähe! Sie ist eine Mutation!«

Eine Hand schiebt sich durch die Tür, Delly wird hinausgezogen, dann geht die Tür zu. Peeta schreit immer weiter. »Eine Mutation! Sie ist eine widerliche Mutation!«

Nicht nur, dass er mich hasst und umbringen will, er glaubt gar nicht mehr, dass ich ein Mensch bin. Das ist noch schmerzhafter, als gewürgt zu werden.

Die Mitglieder des Genesungsteams um mich herum kritzeln wie verrückt, sie halten jedes Wort fest. Haymitch und Plutarch fassen mich an den Armen und schieben mich aus dem Raum. Sie lehnen mich an eine Wand im Flur, wo nichts zu hören ist. Aber ich weiß, dass Peeta hinter der Tür und dem Glas immer noch schreit.

Prim hat sich geirrt. Peeta kann nicht geheilt werden. »Ich kann hier nicht mehr bleiben«, sage ich wie betäubt. »Wenn ihr wollt, dass ich der Spotttölpel bin, müsst ihr mich wegschicken.«

»Wo willst du hin?«, fragt Haymitch.

»Ins Kapitol.« Das ist der einzige Ort, an dem ich etwas ausrichten könnte.

»Ausgeschlossen«, sagt Plutarch. »Nicht, bevor alle Distrikte sicher sind. Die gute Nachricht ist, dass die Kämpfe fast überall vorüber sind, außer in Distrikt 2. Aber der ist eine harte Nuss.«

Genau. Erst die Distrikte. Dann das Kapitol. Und dann bringe ich Snow zur Strecke.

»Gut«, sage ich. »Dann schickt mich nach 2.«

14

Distrikt 2 ist erwartungsgemäß groß, er besteht aus mehreren verstreuten Bergdörfern. Ursprünglich gehörte jedes Dorf zu einem Bergwerk oder Steinbruch, doch in diesen Zeiten haben sich viele darauf verlegt, Friedenswächter zu beherbergen und auszubilden. Da die Rebellen Luftunterstützung aus Distrikt 13 haben, stellen die Dörfer kein Problem dar. Eine Herausforderung gibt es aber doch: Im Zentrum des Distrikts befindet sich ein nahezu undurchdringlicher Berg, in dem das militärische Herz des Kapitals schlägt.

Seit ich Plutarchs Spruch von der »harten Nuss«, die wir knacken müssen, an die müden und entmutigten Rebellenführer weitergegeben habe, nennen wir den Berg nur noch »die Nuss«. Er wurde gleich nach den Dunklen Tagen errichtet, als das Kapital Distrikt 13 verloren hatte und dringend einen neuen unterirdischen Stützpunkt brauchte. Ein Teil der Streitkräfte war zwar in den Randgebieten des Kapitals stationiert - Atomraketen, Flugzeuge, Kampftruppen -, aber ein beachtlicher Teil befand sich jetzt in der Hand des Feindes. Distrikt 13 zu kopieren, stand nicht zur Debatte, denn der Aufbau war die Arbeit von Jahrhunderten gewesen. Da boten sich die alten Bergwerke des nahe gelegenen Distrikts 2 förmlich an. Aus der Luft sah die Nuss aus wie ein gewöhnlicher Berg mit mehreren Zugängen. Doch im Innern fanden sich riesige Höhlen, aus denen der Stein in Platten gebrochen, zutage gefördert und über schmale, rutschige Wege fortgeschafft worden war, um irgendwo weit entfernt Gebäude daraus zu erbauen. Es gab sogar eine unterirdische Bahnstrecke, auf der die Bergarbeiter von der Nuss bis in den Hauptort des Distrikts gebracht wurden. Sie führte direkt zu dem Platz mit dem Justizgebäude, auf dessen breiter Marmortreppe Peeta und ich damals während der Tour der Sieger gestanden und es vermieden hatten, allzu genau zu den trauernden Familien von Cato und Clove zu sehen, die versammelt vor uns standen.

Das Gelände war nicht gerade ideal, immer wieder wurde es von Erdrutschen, Überschwemmungen und Steinlawinen heimgesucht. Doch die Vorteile überwogen. Die Arbeiter hatten sich tief in die Berge hineingewühlt und große Pfeiler und Wände aus Stein hinterlassen, die die Schächte abstützten. Das Kapitol ließ sie verstärken und begann dort einen neuen Stützpunkt zu errichten. Es wurden Computer aufgestellt, Besprechungszimmer, Kasernen und Waffenlager errichtet. Die Zugänge wurden erweitert, damit die Hovercrafts aus der Flughalle herauskonnten, Raketenabschussvorrichtungen wurden installiert. Äußerlich wurde der Berg weitgehend so belassen, wie er war. Ein raues, felsiges Gewirr aus Bäumen und Wildnis. Eine natürliche Festung zum Schutz des Kapitols vor seinen Feinden.

Im Vergleich zu den anderen Distrikten wurden die hiesigen Einwohner regelrecht gepäppelt. Man brauchte die Rebellen von Distrikt 2 nur anzuschauen, um zu sehen, dass sie als Kinder gut ernährt und versorgt worden waren. Manche wurden Arbeiter in den Steinbrüchen und Bergwerken. Andere wurden für Tätigkeiten in der Nuss ausgebildet oder in den Rang eines Friedenswächters erhoben. Schon frühzeitig wurden sie hart für den Kampf trainiert. Die Hungerspiele boten die einzigartige Gelegenheit, zu Ruhm und Wohlstand zu gelangen. Die Leute in Distrikt 2 schluckten die Propaganda des Kapitols natürlich leichter als wir anderen und machten sich die Gebräuche des Kapitols zu eigen. Aber letztendlich waren sie doch Sklaven. Und wenn es auch jenen, die Friedenswächter wurden oder in der Nuss arbeiteten, nicht bewusst war, die Steinmetze begriffen es sehr wohl, und sie bildeten den Kern des Widerstands.

Ich bin jetzt zwei Wochen hier und die Lage ist unverändert. Die am Rande gelegenen Dörfer sind in der Hand der Rebellen, die Stadt ist geteilt und die Nuss ist unerreichbar wie eh und je. Die wenigen Eingänge sind stark befestigt, das Herzstück ist sicher in den Berg eingebettet. Während sich alle anderen Distrikte frei gekämpft haben, bleibt Distrikt 2 weiterhin zu einem Gutteil in der Gewalt des Kapitols.

Jeden Tag tue ich, was ich kann, um zu helfen. Ich besuche die Verwundeten. Nehme mit meinem Kamerateam kurze Propos auf. Richtig mitkämpfen darf ich nicht, aber ich darf beim Kriegsrat dabei sein, und das ist schon viel mehr als in Distrikt 13. Meine Situation hier ist viel besser. Ich habe mehr Freiheiten, keinen Tagesplan auf dem Arm, weniger Verpflichtungen. Ich wohne oberirdisch in den Dörfern der Rebellen oder in den Höhlen der Umgebung. Aus Sicherheitsgründen muss ich das Quartier häufig wechseln. Ich habe die Erlaubnis, tagsüber zu jagen, solange ich eine Leibwache mitnehme und mich nicht zu weit entferne. Aus der dünnen, kalten Bergluft strömt wieder ein wenig Energie in meinen Körper, der Nebel in meinen Gedanken lichtet sich. Allerdings begreife ich mit dieser Klarheit noch deutlicher, was sie Peeta angetan haben.

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Сюжет
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