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Die Tribute Von Panem. Flammender Zorn

Электронная книга - «Die Tribute Von Panem. Flammender Zorn». Краткое содержание книги:

Möge das Gute siegen! Möge die Liebe siegen! Das grandiose Finale! Katniss gegen das Kapitol! Schwer verletzt wurde Katniss von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Doch ihre einzige Sorge gilt Peeta, der dem Kapitol in die Hände gefallen ist. Die Regierung setzt alle daran, seinen Willen zu brechen, um ihn als Waffe gegen die Rebellen einsetzen zu können. Gale hingegen kämpft weiterhin an der Seite der Aufständischen, und das, zu Katniss' Schrecken, ohne Rücksicht auf Verluste. Als sie merkt, dass auch die Rebellen versuchen, sie für ihre Ziele zu missbrauchen, wird ihr klar, dass sie alle nur Figuren in einem perfiden Spiel sind. Es scheint ihr fast unmöglich, die zu schützen, die sie liebt.
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»Genau. Und die hat ja super funktioniert, oder?«, sagt Beetee.

Ja … unheimlich, denke ich.

Finnick und ich wollen in die Kommandozentrale, wo die Nachrichten über die Rettungsaktion als Erstes eingehen werden, doch sie lassen uns nicht hinein, weil dort wichtige Kriegsangelegenheiten besprochen werden. Wir weigern uns, die Waffenabteilung zu verlassen, und warten schließlich im Kolibriraum auf Neuigkeiten.

Machen Knoten. Noch mehr Knoten. Kein Wort. Noch mehr Knoten. Tick, tack. Nur eine Uhr. Nicht an Gale denken. Nicht an Peeta denken. Knoten machen. Wir möchten kein Abendessen. Finger rau und blutig. Finnick gibt schließlich auf und kauert sich hin wie bei dem Angriff der Schnattertölpel in der Arena. Ich perfektioniere meine kleine Schlinge. Jetzt habe ich wieder den »Henkersbaum« im Kopf. Gale und Peeta, Peeta und Gale.

»Hast du dich in Annie sofort verliebt, Finnick?«, frage ich.

»Nein.« Er schweigt lange, bevor er hinzufügt: »Sie hat sich in mich eingeschlichen.«

Ich durchforste mein Herz, aber im Moment ist der Einzige, den ich heranschleichen fühle, Präsident Snow.

Es muss schon Mitternacht sein, es muss schon der nächste Tag sein, als Haymitch die Tür aufmacht. »Sie sind zurück. Wir werden auf der Krankenstation gebraucht.« Ich öffne den Mund zu einem Schwall von Fragen, doch er schneidet mir das Wort ab. »Mehr weiß ich nicht.«

Ich will losrennen, aber Finnick benimmt sich so merkwürdig, als könnte er sich auf einmal nicht mehr bewegen, also nehme ich seine Hand und führe ihn wie ein kleines Kind. Durch die Waffenabteilung, in den Aufzug, der hierhin und dorthin fährt, dann weiter zum Krankenhaustrakt. Dort herrscht Chaos, Ärzte rufen sich Anweisungen zu und Verwundete werden durch die Flure zu ihren Betten geschoben.

Eine Trage streift uns, auf der eine bewusstlose junge Frau liegt, ausgezehrt und mit rasiertem Kopf. Ihr Körper ist mit Blutergüssen und eitrigen Wunden bedeckt. Johanna Mason. Sie kannte Geheimnisse über die Rebellen, jedenfalls das eine über mich. Und so hat sie dafür bezahlt.

Durch eine Tür erhasche ich einen Blick auf Gale, nackt bis zur Taille. Der Schweiß läuft ihm über das Gesicht, während ein Arzt ihm mit einer langen Pinzette etwas unter dem Schulterblatt entfernt. Er ist verwundet, aber er lebt. Ich rufe ihn, will zu ihm gehen, doch eine Krankenschwester schiebt mich zurück und macht mir die Tür vor der Nase zu.

»Finnick!« Ein Schrei zwischen Schreck und Freude. Eine reizende, wenn auch etwas schmutzige junge Frau - dunkles wirres Haar, meergrüne Augen - läuft, nur in ein Laken gewickelt, auf uns zu. »Finnick!« Und auf einmal scheint es nur noch diese beiden auf der Welt zu geben, die aufeinander zufliegen. Sie umarmen sich, verlieren das Gleichgewicht und krachen gegen die Wand. Dort bleiben sie, halten sich so fest, dass sie eins sind. Unzertrennlich.

Ich spüre einen Stich der Eifersucht. Nicht auf Finnick oder Annie, sondern auf ihre Gewissheit. Niemand, der sie sieht, könnte an ihrer Liebe zweifeln.

Boggs, der ziemlich fertig aussieht, aber unverletzt ist, entdeckt Haymitch und mich. »Wir haben alle rausgeholt. Außer Enobaria. Aber sie ist aus Distrikt 2, bestimmt wird sie nicht festgehalten. Peeta ist am Ende des Flurs. Die Wirkung von dem Gas lässt gerade nach. Am besten bist du bei ihm, wenn er aufwacht.«

Peeta.

Wohlbehalten - oder jedenfalls am Leben. Weg von Snow. Außer Gefahr. Hier. Bei mir. Gleich kann ich ihn anfassen. Sein Lächeln sehen. Sein Lachen hören.

Haymitch grinst mich an. »Komm schon«, sagt er.

Mir ist ganz schwindelig. Was soll ich sagen? Ach, ist doch egal, was ich sage. Peeta wird überglücklich sein, ganz gleich, was ich mache. Wahrscheinlich wird er mich sowieso küssen. Ich frage mich, ob seine Küsse sich so anfühlen werden wie die letzten Küsse am Strand in der Arena, über die ich bis jetzt nicht gewagt habe nachzudenken.

Peeta ist schon wach, er sitzt auf dem Bettrand und sieht verwirrt aus, während drei Ärzte ihn zu beruhigen versuchen, ihm in die Augen leuchten, seinen Puls fühlen. Ich bin enttäuscht, dass mein Gesicht nicht das erste war, das er nach dem Aufwachen gesehen hat, aber jetzt sieht er es. In seiner Miene lese ich Unglauben und eine stärkere Regung, die ich nicht richtig einordnen kann. Verlangen? Verzweiflung? Bestimmt beides, denn er stößt die Ärzte zur Seite, springt auf und kommt auf mich zu. Mit ausgebreiteten Armen laufe ich ihm entgegen. Auch er streckt die Hände nach mir aus, bestimmt, um mein Gesicht zu streicheln.

Meine Lippen formen gerade seinen Namen, da schließt er die Hände um meine Kehle.

13

Mit der kalten Halskrause, die an meinem Hals scheuert, kann ich das Zittern noch schlechter kontrollieren. Wenigstens stecke ich nicht mehr in der klaustrophobischen Röhre, umgeben von tickenden und surrenden Maschinen und einer körperlosen Stimme, die mir befiehlt stillzuhalten, während ich mich davon überzeuge, dass ich noch atmen kann. Selbst jetzt, mit der Gewissheit, dass ich keine bleibenden Schäden davontragen werde, lechze ich nach Luft.

Die größten Sorgen der Ärzte - Schädigung des Rückenmarks, der Luftwege, Adern und Arterien - konnten zerstreut werden. Blutergüsse, Heiserkeit, wunder Kehlkopf, dieses merkwürdige Hüsteln - das ist alles nicht dramatisch. Das geht vorüber. Der Spotttölpel wird seine Stimme nicht verlieren. Kann bitte mal ein Arzt feststellen, ob ich den Verstand verliere? Aber im Moment soll ich nicht sprechen. Ich kann noch nicht mal Boggs danken, als er mich besucht. Er schaut mich genau an und sagt, wenn die Soldaten Würgegriffe übten, komme es manchmal zu viel schlimmeren Verletzungen.

Es war Boggs, der Peeta mit einem einzigen Hieb bewusstlos geschlagen hat, bevor er größeren Schaden anrichten konnte. Haymitch hätte mich gerettet, das weiß ich, wäre er nicht völlig unvorbereitet gewesen. Es kommt nicht oft vor, dass jemand sowohl mich als auch Haymitch überrascht. Aber wir waren beide so darauf aus gewesen, Peeta zu retten, und hatten so sehr darunter gelitten, ihn in den Händen des Kapitols zu wissen, dass wir vor Erleichterung, ihn zurückzuhaben, blind waren. Hätte ich mich mit Peeta allein getroffen, hätte er mich umgebracht. Jetzt, da er geisteskrank ist.

Nein, nicht geisteskrank, erinnere ich mich. Eingewebt. Ich habe gehört, wie das Wort zwischen Plutarch und Haymitch hin-und herging, während ich im Flur an ihnen vorbeigeschoben wurde. Eingewebt. Ich weiß nicht, was das bedeuten soll.

Prim, die kurz nach Peetas Angriff aufgetaucht ist und mir seitdem nicht von der Seite weicht, legt noch eine Decke über mich. »Sie nehmen dir die Halskrause bestimmt bald ab, Katniss. Dann ist dir nicht mehr so kalt.« Meine Mutter, die bei einer komplizierten Operation assistiert hat, weiß immer noch nicht, was passiert ist. Prim nimmt meine Hand, die ich zur Faust geballt habe, und massiert sie, bis ich sie öffne und das Blut wieder durch meine Finger fließt. Sie macht sich an die andere Faust, dann kommen die Ärzte, nehmen die Halskrause ab und verpassen mir eine Spritze gegen die Schmerzen und die Schwellungen. Ich halte den Kopf still, wie verordnet, damit die Verletzungen am Hals nicht schlimmer werden.

Plutarch, Haymitch und Beetee haben im Flur gewartet, jetzt lassen die Ärzte sie zu mir. Ich weiß nicht, ob sie es Gale erzählt haben - vermutlich nicht, sonst wäre er sicher auch hier. Plutarch schickt die Ärzte hinaus und versucht, auch Prim loszuwerden, aber sie sagt: »Nein. Wenn Sie mich wegschicken, gehe ich sofort in die Chirurgie und erzähle alles meiner Mutter. Und ich warne Sie, von einem Spielmacher, der über Katniss’ Leben bestimmt, hält sie garantiert nicht viel. Schon gar nicht, wenn er so schlecht auf sie aufpasst.«

Plutarch sieht beleidigt aus, aber Haymitch kichert. »Gib’s lieber auf, Plutarch«, sagt er. Und Prim bleibt.

»Katniss, Peetas Zustand hat uns alle erschreckt«, fährt Plutarch fort. »Bereits in den letzten beiden Interviews deutete sich an, dass sein Zustand sich sehr verschlechtert hat. Es war offensichtlich, dass er misshandelt worden war, und wir haben seine psychische Verfassung darauf geschoben. Jetzt glauben wir, dass es nicht nur das war. Sondern dass das Kapitol ihn einer ungewöhnlichen Technik ausgesetzt hat, die als Einweben bekannt ist. Beetee?«

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