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Die Tribute Von Panem. Flammender Zorn

Электронная книга - «Die Tribute Von Panem. Flammender Zorn». Краткое содержание книги:

Möge das Gute siegen! Möge die Liebe siegen! Das grandiose Finale! Katniss gegen das Kapitol! Schwer verletzt wurde Katniss von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Doch ihre einzige Sorge gilt Peeta, der dem Kapitol in die Hände gefallen ist. Die Regierung setzt alle daran, seinen Willen zu brechen, um ihn als Waffe gegen die Rebellen einsetzen zu können. Gale hingegen kämpft weiterhin an der Seite der Aufständischen, und das, zu Katniss' Schrecken, ohne Rücksicht auf Verluste. Als sie merkt, dass auch die Rebellen versuchen, sie für ihre Ziele zu missbrauchen, wird ihr klar, dass sie alle nur Figuren in einem perfiden Spiel sind. Es scheint ihr fast unmöglich, die zu schützen, die sie liebt.
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Langsam setze ich mich auf und trinke einen Schluck Wasser. »Was meinst du mit verlustreich?«

Er zuckt die Achseln. »Es werden Leute auffliegen. Manche bezahlen vielleicht mit dem Leben. Aber vergiss nicht, dass jeden Tag welche draufgehen. Und wir wollen nicht nur Peeta rausholen, sondern auch Annie für Finnick.«

»Wo ist er?«, frage ich.

»Hinter dem Vorhang, schläft sein Beruhigungsmittel aus. Gleich nachdem wir dir die Spritze verpasst hatten, ist er ausgeklinkt«, sagt Haymitch. Ich lächele ein wenig, jetzt komme ich mir nicht mehr ganz so schwach vor. »Ja, das war wirklich ein toller Dreh. Ihr beide mit Nervenzusammenbruch und Boggs allein vor der Aufgabe, Peetas Befreiung zu organisieren. Wir strahlen jetzt Wiederholungen aus.«

»Wenn Boggs sich um die Sache kümmert, ist das ja schon mal gut«, sage ich.

»Oh ja, er hat alles im Griff. Sie haben Freiwillige gesucht, aber meine Hand hat er sicherheitshalber übersehen«, sagt Haymitch. »Siehst du? Damit hat er doch schon ein gutes Urteilsvermögen bewiesen.«

Irgendwas stimmt da nicht. Haymitch versucht ein bisschen zu sehr, mich aufzuheitern. Das sieht ihm so gar nicht ähnlich. »Und wer hat sich noch gemeldet?«

»Ich glaube, es waren insgesamt sieben«, sagt er ausweichend.

Ich habe ein unangenehmes Gefühl in der Magengrube. »Wer, Haymitch?«

Schließlich gibt er das Theater auf. »Das weißt du doch, Katniss. Du weißt, wer als Erster vorgetreten ist.«

Natürlich weiß ich es.

Gale.

12

Heute könnte ich sie beide verlieren. Ich versuche mir eine Welt vorzustellen, in der sowohl Gales als auch Peetas Stimme verstummt sind. Die Hände reglos. Die Augen starr. Ich stehe vor ihren Körpern, schaue sie ein letztes Mal an, verlasse den Raum, in dem sie liegen. Doch als ich die Tür öffne und in die Welt hinaustrete, ist da nur eine riesengroße Leere. Meine Zukunft ein blassgraues Nichts.

»Sollen sie dich betäuben, bis es vorbei ist?«, fragt Haymitch. Das ist kein Scherz. Er hat jahrelang an der Flasche gehangen und versucht, sich gegen die Verbrechen des Kapitols zu betäuben. Bestimmt hatte der sechzehnjährige Junge, der einst das zweite Jubel-Jubiläum gewonnen hat, Menschen, die er geliebt hat - Verwandte, Freunde, vielleicht eine Liebste - und zu denen er zurückwollte. Wo sind sie jetzt? Wie kommt es, dass es, bis er Peeta und mich am Bein hatte, niemanden in seinem Leben gab? Was hat Snow mit ihnen gemacht?

»Nein«, sage ich. »Ich will mit ins Kapitol. Ich will bei der Rettungsmission dabei sein.«

»Sie sind schon weg«, sagt Haymitch.

»Wann sind sie aufgebrochen? Ich könnte sie einholen. Ich könnte …« Was? Was könnte ich tun?

Haymitch schüttelt den Kopf. »Kommt nicht infrage. Du bist zu wertvoll und zu angreifbar. Es stand zur Debatte, dich in einen anderen Distrikt zu schicken, um das Kapital während der Rettungsaktion abzulenken. Aber wir hatten alle das Gefühl, dass es dich überfordern würde.«

»Bitte, Haymitch!« Jetzt flehe ich ihn an. »Ich muss irgendwas machen. Ich kann nicht hier rumsitzen und abwarten, ob sie sterben. Es muss doch irgendwas geben, was ich tun kann!«

»Na gut. Ich rede mit Plutarch. Du rührst dich nicht vom Fleck.« Aber das ist unmöglich. Haymitchs Stimme hallt noch im Flur, als ich durch den Spalt im Vorhang zum Nachbarbett schlüpfe. Finnick liegt ausgestreckt auf dem Bauch, die Hände ins Kopfkissen vergraben. Obwohl es feige ist und auch grausam, ihn aus dem schemenhaften, gedämpften Land der Drogen in die harte Wirklichkeit zu holen, wecke ich ihn, weil ich es allein nicht ertragen kann.

Als ich ihm unsere Situation erkläre, legt sich seine anfängliche Aufregung seltsamerweise. »Verstehst du nicht, Katniss? Jetzt wird sich alles entscheiden. So oder so. Heute Abend sind sie entweder tot oder bei uns. Das ist… das ist mehr, als wir uns erhoffen konnten!«

Das ist wirklich eine entspannte Sicht auf die Lage. Und doch liegt etwas Beruhigendes in dem Gedanken, dass diese Qual bald ein Ende haben könnte.

Der Vorhang wird zur Seite gerissen. Haymitch. Wenn wir uns zusammenreißen, hat er eine Aufgabe für uns. Es wird immer noch Bildmaterial von Distrikt 13 nach der Bombardierung gebraucht. »Wenn wir das in den nächsten Stunden kriegen, kann Beetee es während der Rettungsaktion ausstrahlen und das Kapital damit möglicherweise ablenken.«

»Ja, ein Ablenkungsmanöver«, sagt Finnick.

»Wir brauchen etwas, das die Leute so fesselt, dass selbst Präsident Snow sich nicht losreißen kann. Hättet ihr da was auf Lager?«, fragt Haymitch.

Jetzt, mit einer Aufgabe, die für die Rettungsaktion vielleicht wichtig ist, kann ich mich wieder konzentrieren. Während ich mein Frühstück herunterschlinge und zurechtgemacht werde, überlege ich, was ich sagen könnte. Präsident Snow fragt sich bestimmt, wie der blutbespritzte Fußboden und seine Rosen auf mich gewirkt haben. Wenn er mich kaputt haben will, muss ich eben heil sein. Aber es wird bestimmt nicht genügen, ein paar trotzige Phrasen in die Kamera zu brüllen. Außerdem würde die Rettungsmannschaft dadurch keine Zeit gewinnen. Ausbrüche sind schnell vorbei. Geschichten dagegen brauchen ihre Zeit.

Ich weiß nicht, ob es funktionieren wird, aber als das Fernsehteam oben versammelt ist, bitte ich Cressida, mich nach Peeta zu fragen. Ich setze mich auf die umgestürzte Marmorsäule, wo ich meinen Zusammenbruch hatte, und warte auf das rote Licht und Cressidas Frage.

»Wie hast du Peeta kennengelernt?«, fragt sie.

Und dann mache ich das, was Haymitch sich schon bei meinem ersten Interview gewünscht hat, ich öffne mich. »Als ich Peeta kennenlernte, war ich elf Jahre alt und halb tot.« Ich erzähle von dem schrecklichen Tag, als ich versuchte, im Regen Babysachen zu verkaufen, wie Peetas Mutter mich vom Eingang der Bäckerei verjagt hat und wie er Prügel dafür bezog, dass er mir die Brote besorgte, die meiner Familie und mir das Leben retteten. »Wir haben kein Wort miteinander gewechselt. Das erste Mal habe ich mit Peeta gesprochen, als wir zusammen im Zug zu den Spielen saßen.«

»Aber da war er schon in dich verliebt«, sagt Cressida.

»Kann gut sein.« Ich gestatte mir ein kleines Lächeln.

»Wie kommst du mit der Trennung zurecht?«, fragt sie.

»Nicht gut. Ich weiß, dass Snow ihn jeden Moment umbringen könnte. Vor allem, seit Peeta Distrikt 13 vor der Bombardierung gewarnt hat. Es ist entsetzlich, damit zu leben«, sage ich. »Aber weil sie ihm so etwas antun, gibt es für mich auch keinen Grund mehr, mich zurückzuhalten. Ich kann jetzt alles daransetzen, das Kapitol zu zerstören. Endlich bin ich frei.« Ich schaue nach oben und sehe einen Bussard am Himmel fliegen. »Präsident Snow hat mir einmal gestanden, das Kapitol sei wacklig. Damals wusste ich nicht, was er damit meinte. Ich konnte nicht klar denken, weil ich solche Angst hatte. Jetzt habe ich keine Angst mehr. Das Kapitol ist wacklig, weil es in jeder Hinsicht von den Distrikten abhängig ist. Lebensmittel, Energie, selbst die Friedenswächter, die uns in Schach halten. Wenn wir unsere Freiheit verkünden, bricht das Kapitol zusammen. Präsident Snow, Ihnen habe ich es zu verdanken, dass ich heute offiziell meine Freiheit verkünden kann.«

Ich war ganz gut, vielleicht sogar umwerfend. Die Geschichte mit dem Brot finden alle unheimlich toll. Und meine Botschaft an Präsident Snow hat in Plutarchs Kopf etwas in Gang gesetzt. Schnell ruft er Finnick und Haymitch zu sich, und sie haben ein kurzes, intensives Gespräch, mit dem Haymitch offenbar nicht glücklich ist. Plutarch scheint sich durchzusetzen - Finnick ist blass, doch schließlich nickt er.

Als Finnick sich anschickt, meinen Platz vor der Kamera einzunehmen, sagt Haymitch zu ihm: »Du musst nicht.«

»Doch. Wenn es ihr hilft.« Finnick knüllt das Seil in seiner Hand zusammen. »Ich bin so weit.«

Ich weiß nicht, was jetzt kommt. Eine Liebesgeschichte über Annie? Ein Bericht über die Missstände in Distrikt 4? Doch Finnick Odair schlägt eine ganz andere Richtung ein.

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Сюжет
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Главный герой
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