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Weltraum-Mollusken erobern die Erde

Электронная книга - «Weltraum-Mollusken erobern die Erde». Краткое содержание книги:

Sie besaßen keinen eigenen Willen mehr ...
Jeder Mensch, der in den Dienst der Eroberer aus dem All gepreßt wurde, hatte sein eigenständiges Denken verloren. Für ihn gab es nur noch Befehle, die auf die völlige Versklavung der Menschheit hinzielten.
Der weltberühmte amerikanische Autor schrieb mit diesem Roman die Geschichte einer unheimlichen Invasion.
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Mit leiser Stimme sagte Mary: »Lebenslänglich.«

Der Schreiber blickte erstaunt drein. »Meine Dame, wissen Sie auch, was Sie tun? Der Vertrag, der erneuert werden kann und einen Optionszusatz enthält, ist genauso dauerhaft, und Sie brauchen nicht vor Gericht zu gehen, wenn Sie sich's anders überlegen.«

Ich knurrte: »Sie hören doch, was die Dame sagt!«

»Schon gut, schon gut. Wollen Sie getrennte Ausfertigung, im gegenseitigen Einverständnis, oder wünschen Sie sich bindend zu.«

»Bindend verpflichten«, antwortete ich, und Mary nickte.

»Das hätten wir«, murmelte er und klapperte auf der Schreibmaschine. »Jetzt geht es um die Hauptsache: wer zahlt und wieviel? Gehalt oder eine einmalige Abfindung?«

»Gehalt«, erwiderte ich, denn ich besaß nicht genug, um ein entsprechendes Kapital bereitzustellen.

Mit fester Stimme erklärte Mary: »Keines von beiden.«

»Wie bitte?« Der Beamte traute seinen Ohren nicht.

»Keines von beiden«, wiederholte Mary, »es soll kein Geschäftsvertrag werden.«

Der Schreiber hörte zu tippen auf. »Meine Dame, seien Sie keine Närrin«, meinte er väterlich. »Sie hörten, daß der Herr bereit ist, seine Pflicht zu erfüllen.«

»Nein.«

»Wollen Sie sich nicht lieber zuvor mit Ihrem Rechtsanwalt beraten? Im Vorraum ist eine öffentliche Fernsprechzelle.«

»Nein.«

»Nun, weiß der Teufel, wozu Sie dann eine Eheerlaubnis wollen. Das begreife ich nicht.«

»Ich auch nicht«, pflichtete Mary ihm bei.

»Sie wollen also keinen Kontrakt?«

»So meine ich es nicht. Schreiben Sie nur nieder, was ich angegeben habe: Kein Gehalt!«

Der Beamte machte ein ratloses Gesicht, beugte sich aber wieder über seine Maschine. »Das wäre alles«, meinte er schließlich. »Sie haben sich die Sache sehr einfach gemacht, das kann man wohl sagen.«

»Schwören Sie jetzt beide feierlich, daß nach Ihrem besten Wissen und Gewissen die oben angeführten Tatsachen wahr sind, daß Sie diese Vereinbarung eingehen, unbeeinflußt von Drogen oder anderem ungesetzlichen Zwang, und daß keine verheimlichten anderen Bindungen noch andere gesetzliche Hindernisse für den Vollzug und die standesamtliche Eintragung des oben erwähnten Vertrags bestehen!«

Wir beeideten alles. Er zog das Blatt aus der Schreibmaschine. »Ihre Daumenabdrücke, bitte. Gut, das kostet zehn Dollar einschließlich Bundessteuer.« Ich bezahlte, er schob das Dokument in den Kopierapparat und drückte den Hebel. »Abschriften werden mit der Post an die Adresse Ihrer Seriennummer geschickt. Welche Art Zeremonie wünschen Sie nun? Vielleicht kann ich Ihnen bei der Wahl behilflich sein.«

»Wir wollen keine besondere Feier«, wehrte Mary ab.

»Dann habe ich genau das, was für Sie paßt - den alten Dr. Chamleigh.«

»Nein.« Diesmal sagte ich es.

»Sie können uns doch auch trauen? Also los. Dann haben wir es hinter uns!«

Er war sichtlich überrascht. »Wußten Sie das nicht? In diesem Staat trauen Sie sich selbst. Seit Sie Ihre Daumenabdrücke unter den Ehekontrakt gesetzt haben, sind Sie ein Paar.«

Ein Ach entrang sich mir, während Mary sich überhaupt nicht äußerte. Wir verließen das Rathaus.

Auf dem Landeplatz im Norden der Stadt mietete ich ein Flugauto. Der Blechkasten war mindestens zehn Jahre alt, aber er konnte vollautomatisch gesteuert werden, und darauf kam es mir allein an. Ich zog eine Schleife um die Stadt, überquerte den Manhattan-Krater und stellte die Hebel aufs Ziel ein. Ich war glücklich, aber schrecklich nervös und - dann legte Mary die Arme um mich. Nach einer geraumen Weile hörte ich das abwechselnd laute und leise Piepsen des Richtstrahlsignals meiner Hütte. Ich löste mich aus der Umarmung und landete. Schläfrig flüsterte Mary: »Wo sind wir?«

»Vor meinem Häuschen in den Bergen«, erklärte ich ihr.

»Ich wußte nicht, daß du so etwas besitzt, und glaubte, du würdest in meine Wohnung fahren.«

»Und vielleicht in die bewußten Bärenfallen geraten? Jedenfalls heißt es nicht mehr >mein<, sondern >unser< Heim.«

Sie küßte mich wiederum, und ich verpfuschte die Landung. Dann glitt sie aus dem Fahrzeug, während ich das Armaturenbrett in Ordnung brachte. Als ich zu ihr trat, stand sie vor der Hütte und starrte sie an. »Liebster, das ist wundervoll! Gehen wir gleich hinein.«

»Mir gefällt sie auch«, meinte ich, »aber sie ist wirklich nur ein einfacher Schuppen.« Das war sie auch, denn sie besaß nicht einmal eine Badewanne im

Innern. Ich hatte es nicht anders gewollt. Wenn ich hier heraufkam, wollte ich die Großstadt hinter mir lassen. Die Verschalung bestand aus dem üblichen Stahlfaserglas, aber ich hatte sie mit Platten bedeckt, die wie echte Balken aussahen. Das Innere war genauso einfach ein großes Wohnzimmer mit einem richtigen Kamin, dicken Teppichen und vielen niedrigen Sesseln. In einem besonderen Bunker unterhalb der Grundmauern befanden sich die technischen Einrichtungen:    Klimaanlage, Stromerzeuger, Reini

gungssystem, Hörgeräte, Rohrleitungen, Strahlungswarner und Schutzanzüge; kurzum alles, außer der Tiefkühltruhe und der übrigen Küchenausstattung, war >aus den Augen und aus dem Sinn<.

Sogar die Bildschirme des Stereoapparates bemerkte man erst, wenn sie eingeschaltet waren. Das Häuschen sollte soweit wie möglich einem echten Blockhaus ähneln, wenn es auch mit allen Bequemlichkeiten ausgestattet war.

Ich stellte das Combozahlenschloß ein, und die Tür sprang auf. Im Nu war Mary drinnen. »Heda! Komm zurück!« schrie ich.

Sie gehorchte. »Was gibt es denn, Sam? Habe ich etwas verkehrt gemacht?«

»Und ob!« Ich zog sie an den Händen heraus, dann hob ich sie mit Schwung auf beide Arme, trug sie über die Schwelle, und als ich sie wieder absetzte, gab ich ihr einen Kuß. »So, jetzt bist du in dein Haus gelangt, wie es Brauch ist.«

Als wir eintraten, flammte die Beleuchtung auf. Mary sah sich um, dann wandte sie sich zu mir und schlang die Arme um meinen Hals. »Ach Liebling!«

Mary und ich fügten uns in das eheliche Leben, als wären wir seit Jahren verheiratet. Das soll nicht heißen, daß unsere Flitterwochen eintönig waren, und in tausenderlei Dingen mußten wir uns gegenseitig noch genauer kennenlernen. Doch in den lebenswichtigen Fragen schienen wir so einig zu sein, daß wir uns wie alte Eheleute vorkamen. Das galt besonders für Mary.

An jene ersten Tage unseres Beisammenseins erinnere ich mich nicht allzu deutlich. Ich war glücklich; was das hieß, hatte ich gar nicht mehr gewußt, und ich hatte vorher nicht gemerkt, daß mir dieses Gefühl versagt geblieben war.

Den Stereoapparat schalteten wir nicht ein, und wir lasen auch keine Bücher. Niemand besuchte uns, und wir sprachen mit keiner Menschenseele; nur am zweiten Tag gingen wir ins Dorf hinunter spazieren; ich wollte mit Mary Staat machen. Auf dem Rückweg kamen wir an der Hütte des >Ziegen-John<, eines Einsiedlers, vorüber. John übernahm immer die kleinen Hausmeisterpflichten, die sich bei mir ergaben. Als ich ihn erblickte, winkte ich ihm zu. Er erwiderte den

Gruß. Wie seit je trug er einen alten Strumpf als Mütze und hatte eine abgetragene Militärbluse, eine kurze Hose und Sandalen an. Ich dachte daran, ihn warnend an den Befehl zu erinnern, sich bis zur Hüfte zu entkleiden, aber dann ließ ich es bleiben. Statt dessen hielt ich die hohlen Hände vor den Mund und schrie: »Schicke Pirat herauf!«

»Wer ist denn das, Liebling?« fragte Mary.

»Das wirst du gleich sehen.«

Und so kam es auch. Kaum waren wir wieder daheim, schlüpfte Pirat herein, denn ich hatte ihm eine kleine Falltür gebaut, die auf sein »Miau« aufsprang. Pirat war ein großer und verwegener Kater. Er stolzierte herein, erzählte mir, was er von Leuten hielt, die so lange fortblieben, dann rieb er sich zum Zeichen, daß er mir verziehen habe, den Kopf an meinen Fußknöcheln. Ich neckte ihn, dann musterte er Mary. Sie ließ sich auf die Knie nieder und gab Laute von sich, auf die sich Menschen verstehen, die mit Katzen umgehen können; Pirat beguckte sie eingehend und mißtrauisch. Plötzlich sprang er auf ihren Arm, und während er sie mit dem Kopf unter das Kinn stupfte, fing er zu schnurren an.

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