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Weltraum-Mollusken erobern die Erde

Электронная книга - «Weltraum-Mollusken erobern die Erde». Краткое содержание книги:

Sie besaßen keinen eigenen Willen mehr ...
Jeder Mensch, der in den Dienst der Eroberer aus dem All gepreßt wurde, hatte sein eigenständiges Denken verloren. Für ihn gab es nur noch Befehle, die auf die völlige Versklavung der Menschheit hinzielten.
Der weltberühmte amerikanische Autor schrieb mit diesem Roman die Geschichte einer unheimlichen Invasion.
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»Was schert dich der Kater, Weib; du bist mit mir verheiratet.« Aber ich wußte, daß ich einen Fehler begangen hatte. Sind Lebewesen zugegen, die nicht unter dem Einfluß des Mittels stehen, muß man sich vor jähen Gesten hüten. An Pirat hatte ich nicht mehr gedacht; zweifellos glaubte er, wir benähmen uns wie betrunkene Hampelmänner. Ich verhielt mich besonders behutsam und versuchte ihn zu locken.

Es war zwecklos. Er sauste wie der Blitz auf sein Türchen zu. Ich ließ ihn ziehen und ging in die Küche.

Spät abends tauchten wir aus unserem entrückten Zustand wieder auf. Ich fühlte die leichte Gereiztheit, die das Nachlassen der Droge anzeigte, und prüfte die Dauer meiner Reflexe. Als sie wieder normal abliefen, maß ich auch für Mary die Zeit, worauf sie mir mitteilte, daß sie schon seit etwa zwanzig Minuten munter sei. So hatte ich also die Mengen ziemlich genau aufeinander abgestimmt.

»Willst du es nochmals versuchen?« fragte sie.

Ich küßte sie. »Nein, offen gestanden bin ich froh, daß es vorbei ist.«

»Das freut mich.«

Ich hatte den üblichen Heißhunger, der einen nachher immer befällt, und sagte es ihr. »Eine Minute«, bat sie. »Ich möchte nur erst Pirat rufen.«

Sie eilte zur Tür.

»Zieh aber etwas an«, befahl ich. »Draußen wird ein scharfes Lüftchen wehen.«

Sie kehrte ins Schlafzimmer zurück und holte einen Morgenmantel, den ich ihr an dem Tage gekauft hatte, als wir unten im Dorf waren. Sie ging hinaus. Ich legte Holz aufs Feuer und begab mich in die Küche. Während ich überlegte, was wir essen wollten, hörte ich Mary in dem gurrenden Ton, wie er im Umgang mit Kleinkindern und Katzen üblich ist, sagen: »Du böses, böses Tierchen. Du hast Mama geängstigt.«

Ich rief: »Hol ihn herein, schließ die Tür und - hüte dich vor dem schwarzen Mann ...«

Sie gab keine Antwort, und ich hörte auch die Tür nicht einschnappen, und so schlenderte ich ins Wohnzimmer. Mary kam eben herein, aber die Katze hatte sie nicht bei sich. Ich setzte zum Sprechen an, dann fiel mein Blick auf ihre Augen. Sie waren starr und von unaussprechlichem Grauen erfüllt. »Mary!« rief ich und rannte auf sie zu. Sie schien mich zu erkennen, aber sie wandte sich wieder zum Ausgang; ihre Bewegungen waren abgehackt und verkrampft. Als sie sich umdrehte, sah ich ihre Schultern.

Unter dem Morgenmantel zeichnete sich ein Hök-ker ab. Ich sprang auf Mary zu und packte sie bei den Armen. Sie blickte mich an, aus ihren Augen sprach jedoch nicht mehr Entsetzen, sie waren wie erstorben.

Mary stieß mich mit den Knien von sich. Ich stemmte mich dagegen und konnte das Schlimmste abwenden. Gewiß, man soll einen gefährlichen Gegner nicht bei den Armen fassen, aber hier handelte es sich um meine Frau! Bei Mary konnte ich nicht ein Täuschungsmanöver ausführen, um sie dann zu töten.

Das Schneckenwesen allerdings machte sich meinetwegen keine Gewissensbisse. Mary - oder vielmehr der Parasit - bediente sich aller erdenklichen Kniffe, und ich konnte nur eines: mich wehren, ohne sie lebensgefährlich zu verletzen. Dabei mußte ich zu verhindern suchen, daß sie mich mordete. Zugleich trachtete ich danach, das Schneckenungeheuer unschädlich zu machen und es von mir fernzuhalten. Sonst war ich nicht mehr imstande, meine Liebste zu retten.

Ich befreite eine Hand und versetzte ihr einen

Kinnhaken. Der Schlag ließ jedoch ihren Widerstand keineswegs erlahmen. Wiederum versuchte ich, sie mit beiden Armen und Beinen durch eine >Bärenzan-ge< bewegungsunfähig zu machen, ohne sie zu verletzen. Wir fielen zu Boden, Mary obenauf. Ich schob ihr meine Hand vors Gesicht, damit sie mich nicht mehr beißen konnte. Auf diese Weise hielt ich sie fest und bändigte nur mit der Kraft meiner Muskeln ihren starken Körper. Dann wollte ich sie durch Druck auf bestimmte Nerven lähmen, aber sie kannte die gefährlichen Stellen so gut wie ich, und ich konnte von Glück sagen, daß ich nicht selbst außer Gefecht gesetzt wurde.

Ein Ausweg blieb mir noch: den Schmarotzer selbst zu packen, aber ich wußte, wie verheerend dies auf den Wirt wirkt. Es konnte Marys Tod sein, ganz bestimmt würde es ihr jedoch furchtbar zusetzen. Daher ging mein Plan dahin, sie bewußtlos zu machen, das Schneckenwesen behutsam zu entfernen und erst nachher zu vernichten. Vielleicht ließe es sich mit Hitze vertreiben.

Es blieb mir keine Zeit, den Gedanken auszuspinnen. Mary grub mir die Zähne in das Ohr. Ich verlagerte meinen rechten Arm und packte den Parasiten.

Nichts geschah. Meine Finger sanken nicht in die schleimige Masse ein, sondert statt dessen entdeckte ich, daß dieses Scheusal einen Lederpanzer besaß. Es war, als hätte ich einen Fußball in der Hand. Als ich den Titanier berührte, bäumte sich Mary auf und riß mir ein Stück vom Ohr ab, aber sie wurde nicht von Krämpfen geschüttelt, die ihr die Knochen brachen. Das Schneckenwesen lebte noch und beherrschte ihre Seele.

Ich bemühte mich, meine Finger darunterzuschieben, aber es gelang mir nicht. Der Parasit haftete wie ein Saugnapf.

Inzwischen wurde ich an anderen Stellen verwundet. So rollte ich mich herum, und während ich Mary weiter umklammert hielt, landete ich auf den Knien und richtete mich mühsam auf. Dann zerrte und schleppte ich sie zum Kamin. Beinahe wäre sie entronnen; aber ich fing sie ein, erwischte sie an einem Büschel Haaren und drückte langsam und mit aller Kraft ihre Schultern über das Feuer.

Ich beabsichtigte nur, den Schmarotzer zu sengen, damit er gezwungen war, sich herabfallen zu lassen. Denn vor der Hitze würde er fliehen. Aber sein Opfer wehrte sich so wild, daß ich ausglitt, mit dem Kopf gegen die Wölbung des Kamins prallte und Mary mit den Schultern auf die Kohlen plumpsen ließ.

Sie schrie gellend auf und war mit einem Satz aus dem Feuer, wobei sie mich mitriß. Ich rappelte mich hoch, noch immer betäubt von dem Aufprall, und sah, daß sie zusammengebrochen war und auf dem

Boden lag. Ihre Haare, ihre schönen Haare brannten lichterloh.

Ebenso der Morgenmantel. Ich hieb auf beides mit den Händen ein. Einen Parasiten trug sie nicht mehr. Während ich die Flammen löschte, blickte ich umher und sah das Schneckenwesen neben dem Kamin auf dem Boden kriechen, und - Pirat schnüffelte daran.

»Weg von dort, Pirat, laß das!« brüllte ich. Der Kater blickte fragend hoch. Ich fuhr in meiner dringenden Rettungsarbeit fort und vergewisserte mich, daß nichts mehr brannte. Erst als ich mich davon überzeugt hatte, verließ ich Mary. Ich nahm mir nicht einmal Zeit nachzusehen, ob sie noch lebte. Mit bloßen Händen wagte ich den Titanier nicht anzurühren, so wandte ich mich um und wollte die Kohlenschaufel holen.

Aber der Parasit lag nicht mehr auf dem Boden, er hatte Pirat überfallen. Der Kater stand wie erstarrt breitbeinig vor mir, und das Schneckenwesen setzte sich eben auf ihm zurecht. Mit einem Hechtsprung stürzte ich mich auf das Tier, und gerade als es die ersten Schritte unter dem Einfluß seines neuen Herrn machte, erwischte ich es an den Hinterbeinen.

Während ich bei jedem Schritt von Klauen und Zähnen zerschunden wurde, eilte ich erneut zum Kamin. Trotz Pirats Gewinsel und Zappeln drückte ich den Schmarotzer mit aller Macht gegen die Glut und ließ nicht locker. Der Pelz des Tieres fing Feuer, meine Hände bekamen Brandblasen, aber ich harrte aus, bis der Titanier geradewegs in die Flammen platschte. Dann nahm ich Pirat und legte ihn nieder. Er wehrte sich nicht mehr. Ich untersuchte ihn noch, ob er an keiner Stelle mehr brannte, dann kehrte ich zu Mary zurück. Sie war noch immer bewußtlos. Ich kauerte mich weinend neben sie.

Eine Stunde später hatte ich Mary versorgt, so gut ich konnte. Auf der linken Kopfseite hatte sie die Haare eingebüßt, und an Schultern und Nacken trug sie Brandwunden. Aber ihr Puls pochte kräftig, sie atmete gleichmäßig, wenn auch kurz und schnell. Meiner Ansicht nach hatte sie nicht viel Körperflüssigkeit verloren. Ich verband die verletzten Stellen, denn ich hatte auch hier auf dem Lande eine gut ausgerüstete Apotheke, und gab ihr eine Injektion, damit sie schlafen konnte. Dann kümmerte ich mich um Pirat.

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