Weltraum-Mollusken erobern die Erde
- Автор: Хайнлайн Роберт Энсон
- Год: 1979
- Язык: немецкий
- Жанр: Научная фантастика
Электронная книга - «Weltraum-Mollusken erobern die Erde». Краткое содержание книги:
Jeder Mensch, der in den Dienst der Eroberer aus dem All gepreßt wurde, hatte sein eigenständiges Denken verloren. Für ihn gab es nur noch Befehle, die auf die völlige Versklavung der Menschheit hinzielten.
Der weltberühmte amerikanische Autor schrieb mit diesem Roman die Geschichte einer unheimlichen Invasion.
»Um dich zu fangen.«
»Mich?«
»Um dich erneut zu beherrschen.«
Das war nicht ausgeschlossen. Vielleicht war jeder Wirt, der ihnen entkam, ein gezeichneter Mann. In diesem Fall drohte den Abgeordneten des Kongresses besondere Gefahr. Das wollte ich mir vormerken und es melden, damit man der Sache nachging.
Andererseits hatten sie es vielleicht gerade auf mich abgesehen. Was fanden sie an mir Besonderes? Ich war
Geheimagent. Mehr noch - der Titanier, der mich beherrscht hatte, hatte erfahren, was ich über den Alten wußte und daß ich Zutritt zu ihm hatte. Ich hatte das sichere Gefühl, daß sie in dem Alten ihren gefährlichsten Gegner sahen; auch das mußte meinem Parasiten bekannt sein; denn er verfügte über meine ganze Seele.
Dieses Schneckenwesen war sogar dem Alten begegnet und hatte mit ihm gesprochen. Doch halt! Dieses Geschöpf war tot. Meine Theorie stürzte zusammen.
Aber sogleich lebte sie wieder auf. »Mary, hast du deine Wohnung seit jenem Morgen, als wir miteinander dort frühstückten, noch einmal benützt?« fragte ich.
»Nein, warum?«
»Betritt sie auf keinen Fall mehr. Ich erinnere mich nun: während ich damals befallen war, hatte ich beschlossen, dir dort eine Falle zu stellen.«
»Du hast es aber nicht getan, oder?«
»Nein, aber ein anderer könnte es indessen besorgt haben. Vielleicht lauert dort jetzt das Gegenstück zum alten John wie eine Spinne und wartet darauf, daß wir beide kommen.« Ich erläuterte ihr McIlvaines Ansicht über ein >Gruppengedächtnis<. »Damals dachte ich, er jage einem Hirngespinst nach, wie es Gelehrte gern tun. Aber nun erscheint mir seine Annahme die einzige zu sein, die allem gerecht wird.«
»Einen Augenblick, mein Lieber. Nach McIlvaines Vorstellung ist ein Parasit mit jedem anderen zu einem höheren Wesen vereint; stimmt das? Mit anderen Worten: der Titanier, der mich letzte Nacht überfiel, war im Grund der gleiche, der dich befehligte und auf deinem Rücken saß. - Oh, Liebster, ich werde ganz wirr im Kopf - ich meine ...«
»Im wesentlichen hast du es richtig erfaßt. Getrennt sind sie Einzelwesen; berühren sie sich, dann verschmelzen ihre Erinnerungen, und X wird gleich Y. Wenn das stimmt, hat der Parasit der letzten Nacht alles im Gedächtnis, was er über mich erfahren hat; doch muß er mit jenem beisammen gewesen sein, der mich beherrschte, oder mit einem anderen, der über eine beliebig lange Kette von Parasiten seine Erfahrungen mit dem meinen ausgetauscht hat. Nach allem, was ich über ihre Gewohnheiten weiß, könnte ich eine Wette darauf eingehen. Sie wissen, wo deine Wohnung liegt und wo meine Hütte steht. Wir stehen bei ihnen auf einer Liste.«
Ich wollte gerade noch erwähnen, daß der Alte besonders vorsichtig sein müsse, weil sie es vor allem auf ihn abgesehen hätten, als zum erstenmal, seit ich den Urlaub angetreten hatte, mein Funktelefon ertönte. Ich antwortete, und ehe der Sprecher noch etwas sagen konnte, erschallte die Stimme des Alten: »Persönlich melden.«
»Wir sind auf dem Wege«, erklärte ich. »In etwa dreißig Minuten treffen wir ein.«
»Wenn möglich, noch früher. Du benutzt Kai fünf; sage Mary, sie solle bei Ell eins hereinkommen. Eilt euch.« Ehe ich ihn fragen konnte, woher er wußte, daß Mary bei mir war, schaltete er ab.
»Hast du gehört?« fragte ich sie.
»Ja, ich war auch eingeschaltet.«
»Das klingt, als wenn der Tanz nun losginge.«
Erst nachdem wir gelandet waren, begriff ich, wie grundlegend die Lage sich gewandelt hatte. Wir hatten die Vorschrift >Rücken frei< befolgt. Von der Losung >Laßt euren Körper von der Sonne bräunen< hatten wir noch nichts vernommen. Als wir ausstiegen, riefen uns zwei Schutzleute an. »Halt!« befahl der eine. »Keine Bewegungen.«
Hätten die Männer nicht Waffen geführt und sich entsprechend benommen, wäre uns nicht aufgefallen, daß sie Polizisten waren. Sie trugen Halfter für die Pistolen, Schuhe, und anstatt einer Hose schmale >Len-denschurze<, die wenig breiter als Trägergurte waren. Ein zweiter Blick zeigte uns ihre Rangabzeichen, die am Halfter befestigt waren. »Herunter mit der Hose, Freundchen!« fuhr der Mann fort.
Ich gehorchte. Nur mit Schuhen und Handschuhen bekleidet stand ich vor ihm und kam mir wie ein Narr vor. Aber mein Telefon und die Pistole hatte ich doch versteckt gehalten, während ich die kurze Hose abstreifte.
Der Schutzmann ließ mich umdrehen. Sein Kamerad sagte: »Er ist sauber. Nun die Frau.« Ich schickte mich an, wieder in die Hose zu schlüpfen, der Polizist hielt mich jedoch davon ab.
»He, Sie wollen wohl Ungelegenheiten bekommen? Lassen Sie das Zeug aus.«
Als ich einwandte, daß ich nicht wegen unsittlicher Enthüllung des Körpers aufgegriffen werden wollte, war er sichtlich verblüfft, dann lachte er und wandte sich an seinen Begleiter: »Hörst du das, Ski?«
Der andere redete mir geduldig zu: »Geben Sie mal acht. Sie dürfen sich nicht widersetzen.«
Er wandte sich an Mary. »Nun Sie, meine Dame, darf ich bitten?«
Ohne Widerrede wollte Mary das kurze Höschen ablegen. Freundlich meinte jedoch der zweite Polizist: »Nicht notwendig, meine Dame, diese Dinger sind so gebaut, daß sich das erübrigt. Drehen Sie sich nur langsam im Kreise herum.«
»Danke«, erwiderte Mary und tat, wie ihr geheißen.
»Wie steht es mit den Verbänden?« bemerkte der erste Schutzmann.
»Sie ist schlimm verbrannt. Sehen Sie das nicht?« brauste ich auf.
Er blickte zweifelnd auf die Mullbinden, die ich unordentlich und viel zu dick herumgewickelt hatte. »Hmmm«, brummte er, »falls sie wirklich Brandwunden hat.«
»Selbstverständlich!« Ich fühlte, wie meine kühle Urteilsfähigkeit flöten ging. Wie ein richtiger, verantwortungsbewußter Ehemann benahm ich mich, mit dem nicht vernünftig zu reden ist, wenn es um seine Frau geht. »Verdammt noch mal, schauen Sie sich das Haar an! Würde man einen Kopf mit solchen Locken entstellen, nur um euch zu foppen?«
»Ein Parasit wäre dazu imstande«, knurrte der Gestrenge finster.
Der Geduldigere mischte sich ein: »Carl hat recht. Ich bedaure, meine Dame, wir werden diese Binden entfernen müssen.«
Aufgebracht platzte ich heraus: »Das dürfen Sie nicht! Wir sind auf dem Weg zum Arzt. Sie werden ...«
Doch Mary sagte gelassen: »Hilf mir, Sam.«
Ich verstummte und begann den Verband an einer Ecke aufzuwickeln, während meine Hände vor Wut zitterten. Kurz darauf pfiff der ältere von den beiden Männern vor sich hin und meinte: »Das genügt. Was meinst du, Carl?«
»Ja, es langt, Ski. Aber sagen Sie, was ist Ihnen denn bloß zugestoßen?«
»Erzähle es ihnen, Sam.«
Ich berichtete. Schließlich sagte der ältere Schutzmann: »Sie sind noch gut weggekommen - nehmen Sie es nicht übel. Jetzt sind es also auch noch Katzen, wie? Von Hunden wußte ich es schon. Auch von Pferden. Schlimme Zeiten für alle. Na - Sie können jetzt weiterfahren.«
»Einen Augenblick noch«, warf der andere ein. »Ski, wenn sie mit diesem Ding auf dem Rücken durch die Straßen fährt, wird wahrscheinlich einer auf sie schießen.«
Der Ältere kratzte sich am Kinn. »Hast recht. Wir müssen einen Wagen der Funkstreife für sie anfordern.«
Das taten sie. Ich hatte die Miete für das entliehene Wrack zu bezahlen, dann begleitete ich Mary bis zu ihrem Eingang. Er lag in einem Hotel, und der Weg führte über einen Privataufzug. Ich stieg mit ihr ein, um Erklärungen zu vermeiden, und ein Stockwerk tiefer, als sie fahren mußte, verließ ich sie. Fast hätte ich mich verleiten lassen, mich ihr anzuschließen, aber der Alte hatte mir befohlen, über Kai fünf zu kommen.
Ich wurde sogleich zum Alten vorgelassen. Er blickte hoch und grollte: »Du bist spät dran.«