Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Botschafter von den Sternen [Close to Critical - de]
Botschafter von den Sternen [Close to Critical - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Botschafter von den Sternen [Close to Critical - de]

Электронная книга - «Botschafter von den Sternen [Close to Critical - de]». Краткое содержание книги:

Tenebra, die Welt der Extreme, hatte sie eingefangen und ließ sie nicht mehr los. Nur der irdische Robotlehrer — eine Maschine konnte den Versuch zur Rettung der beiden Sternenkinder aus der Hölle von Tenebra unternehmen. Eine Temperatur von über 180 Grad, und ein Luftdruck von 800 Atmosphären und eine planetare Oberfläche, die täglich tiefgreifenden Veränderungen unterworfen war, machten der Maschine nichts aus.
Der Autor hat seit Jahren in den Kreisen der SFAnhänger einen ausgezeichneten Ruf, weil er es wie kaum ein anderer versteht, die Reaktionen von Lebewesen in einer fremden Umgebung lebensecht zu schildern.
1 ... 22 23 24 25 26 27 28 29 30 ... 41
Перейти на страницу:

„Wollen wir ihn nicht lieber umgehen?“ fragte John, als diese Tatsache feststand. „Wenn wir nach oben klettern, kommen wir um so eher in den Regen.“

„Das kann uns nur recht sein“, antwortete Nancy ungerührt. „Wenn dort wirklich die Höhlenbewohner sitzen, erwarten sie uns bestimmt nicht aus dieser Richtung, und du siehst gleich, daß ich recht gehabt habe. Außerdem bin ich noch nie auf einem wirklich hohen Hügel gewesen — nach Nicks Beschreibung muß er fast hundert Meter hoch sein. Komm!“ Sie ging bereits voran, ohne auf Johns Antwort zu warten.

Bereits wenige Minuten später fiel ihnen auf, daß sich der Boden unter ihren Füßen veränderte. Statt des sonst üblichen Granits, der reich an Feldspat und anderen mineralischen Einschlüssen war, sahen sie jetzt ein dunkleres glattes Gestein. Allerdings erkannten sie nicht, worum es sich dabei handelte, denn sie hatten noch nie Lava gesehen, und Nick hatte keine Gesteinsproben mitgebracht.

Die Regentropfen sanken jetzt bis fast auf den Boden herab. Noch konnte man ihnen leicht ausweichen, denn das Licht beleuchtete sie ausgezeichnet; aber das Problem bestand darin, daß Nancy ihnen absichtlich nicht auswich. Theoretisch hatte sie recht, denn jeder Tropfen enthielt noch genügend Sauerstoff, aber John brauchte einige Zeit, bis er sich überwand und ihrem Beispiel folgte.

Sie arbeiteten sich einen Abhang hinauf und stellten fest, daß die Lichtquelle tatsächlich nicht mehr weit von ihnen entfernt war. Nancy blieb stehen, um nachzudenken, denn ihr war aufgefallen, daß die Regentropfen nicht mehr senkrecht zu Boden sanken, sondern fast waagerecht darüber hinwegschwebten.

Das war leicht zu erklären, wenn man an einen Aufwind dachte. Bemerkenswert war eigentlich nur die Geschwindigkeit, denn der Luftzug war zu spüren — und das war hier auf Tenebra bereits ein Orkan.

Wenn vor ihnen wirklich ein Feuer brannte, mußte es größer als alles sein, was Fagins Schüler bisher gesehen hatten.

John und Nancy diskutierten über dieses Phänomen. „Wenn Swifts Leute das Feuer angezündet haben, müssen sie den ganzen Landstrich in Brand gesetzt haben“, stellte John fest.

„Unmöglich!“ lautete Nancys Kommentar.

„Vielleicht doch nicht. Wir können uns ja selbst überzeugen; ich glaube, daß es Swifts Leute waren.

Hast du deine verrückte Idee noch nicht aufgegeben?“

„Natürlich nicht. Nachdem der Wind die Tropfen vor sich hertreibt, ist sie sogar leichter durchzuführen.“

„Hoffentlich hast du recht“, meinte John zweifelnd.

Nancy nickte zuversichtlich und ging weiter. Kurze Zeit später hatten sie sich dem höchsten Punkt des Hügels bis auf zweihundert Meter genähert, so daß Nancy beginnen konnte, ihren Plan in die Tat umzusetzen.

Sie suchte sich einen großen Regentropfen, ließ sich von ihm einhüllen und bewegte sich vorsichtig weiter. Ihre Körperwärme verdampfte einen Teil des riesigen Tropfens, aber trotzdem blieb noch genügend Flüssigkeit übrig, um sie völlig einzuhüllen. John blieb vorläufig zurück, weil er zunächst abwarten wollte, wie das Experiment verlief, bevor er selbst den gleichen Versuch unternahm.

In gewisser Beziehung war das Unternehmen ein voller Erfolg; Nancy blieb bei Bewußtsein, bis der Tropfen verdampfte. Andererseits verschwand er jedoch sehr plötzlich, so daß sie schutzlos im Freien stand.

Zum Glück war das jedoch nicht mit der Katastrophe verbunden, die John in diesem Augenblick befürchtete. Nancy blieb drei oder vier Sekunden lang unbeweglich stehen; dann wandte sie sich an ihren Begleiter und rief: „Johnny! Komm schnell!“

John rannte auf sie zu und vergaß dabei fast, daß er sich wegen der Regentropfen vorsehen wollte.

Nancy stand kaum fünf Meter von einem riesigen Krater entfernt, dessen Durchmesser fast drei Kilometer betragen mußte. Sie beglückwünschte sich selbst zu der Tatsache, daß der Regentropfen rechtzeitig verdampft war; aber die Hitze, die aus dem Krater aufstieg, zeigte ihr, daß dies kein Zufall gewesen war, denn hier waren überhaupt keine Tropfen mehr zu sehen. Der Boden des Kraters glühte und schien an einigen Stellen sogar aus einer helleren Flüssigkeit zu bestehen, die ein besonders starkes Licht ausstrahlte.

Raeker oder selbst Easy hätten einen Vulkan selbstverständlich sofort erkannt, aber Fagins Schüler hatten noch nie davon gehört und starrten dieses Phänomen erstaunt an.

„Ist dir schon aufgefallen, daß das hier ein wunderbarer Platz für ein Dorf wäre?“ fragte John nach einigen Minuten. „Wir brauchten dann wenigstens keine Feuer anzuzünden.“

„Und wovon sollten wir leben?“ erkundigte sich Nancy. „Die Pflanzen, die auf diesem dunklen Gestein wachsen, sind ziemlich verschieden von denen, die wir kennen; vielleicht würde das Vieh sie nicht fressen.“

„Das ließe sich leicht feststellen…“

„Außerdem hat das nichts mit unserem Auftrag zu tun. Das Licht hier ist zwar sehr interessant, aber vorläufig unwichtig. Wir müssen an unsere Arbeit denken, John.“

„Es regnet aber“, stellte John fest, „und uns hat niemand gesagt, daß wir auch nachts suchen sollen.

Wir könnten wenigstens hier schlafen.“

„Richtig, denn…“ Nancy wurde plötzlich unterbrochen, als sie John zustimmen wollte. Etwa dreihundert Meter von den beiden entfernt brach ein riesiges Stück der Kraterwand mit Donnergetöse los und stürzte nach unten. Selbst die dichte Atmosphäre von Tenebra vermochte den Fall nicht zu bremsen, so daß die ungefähr zehntausend Tonnen die dünne Schicht erstarrter Lava am Boden des Kraters ohne weiteres durchbrachen. Das Ergebnis ließ keinen Zweifel an dem flüssigen Zustand des heißen Materials — oder hätte keinen Zweifel daran gelassen, wenn die beiden Eingeborenen noch zugesehen hätten. John und Nancy hatten ihren Beobachtungsposten jedoch schon längst verlassen und befanden sich bereits auf der Flucht ins Tal, bevor die Felsmassen sich völlig gelöst hatten.

Sie legten über zwei Kilometer zurück, bevor sie endlich haltmachten. Der Lichtschein hinter ihnen war so hell, daß sie sich ohne Mühe auf der Karte davon überzeugen konnten, daß dies der Berg sein mußte, von dem Nick gesprochen hatte. Als diese Tatsache feststand, mußten sie noch entscheiden, was jetzt zu tun war. Am liebsten wären sie sofort in das Lager zurückgekehrt, um Fagin von ihrer Entdeckung zu berichten; andererseits lag noch eine Aufgabe unerledigt vor ihnen, bei der es um Leben oder Tod ging.

„Ich finde, wir warten lieber“, meinte John. „Wir können hier übernachten, morgen das Gebiet absuchen und wie vereinbart den Rückmarsch antreten.

Schließlich wäre es Unsinn, wegen dieser neuen Entdeckung alles stehen und liegen zu lassen.“

„Wahrscheinlich hast du recht“, stimmte Nancy etwas zögernd zu, „aber hier können wir auf keinen Fall übernachten. Auf diesem schwarzen Gestein wächst nicht genügend Holz, und die Regentropfen werden schon durchsichtig.“

„Das ist mir auch aufgefallen“, antwortete John.

„Am besten brechen wir gleich auf — nein, erst müssen wir eine Fackel haben. Vielleicht haben wir später nicht mehr genügend Zeit.“

Nancy war einverstanden. Zehn Minuten später traten sie den Weitermarsch an, wobei sie sich nach Süden wandten, wo in der Karte mehrere Hügel verzeichnet waren. Sie waren beide nicht völlig davon überzeugt, daß man nachts marschieren konnte, obwohl Nick davon erzählt hatte; aber schon bald darauf wurden sie abgelenkt.

Wieder war vor ihnen ein Lichtschein sichtbar geworden. Er war schwächer, weil die glühenden Massen in dem Krater den Horizont hell beleuchteten, aber trotzdem konnte kein Zweifel daran bestehen, daß auf einem der Hügel vor ihnen ein Feuer brannte.

„Willst du es diesmal wieder mit deinem Spezialtrick versuchen?“ erkundigte sich John.

Nancy warf einen kurzen Blick auf die gefährlich durchsichtigen Regentropfen und ließ sich nicht zu einer Antwort herab. Ihr Begleiter hatte allerdings auch keine erwartet und stellte nun statt dessen eine vernünftige Frage.

1 ... 22 23 24 25 26 27 28 29 30 ... 41
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)