Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Suche nach dem Auge der Welt
Die Suche nach dem Auge der Welt - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Suche nach dem Auge der Welt

Электронная книга - «Die Suche nach dem Auge der Welt». Краткое содержание книги:

In dem abgeschiedenen Dorf Emondsfelde erzählt man sich noch immer die alten Geschichten um den Dunklen König und die Magierinnen der Aes Sedai, die das Rad der Zeit drehen. Niemand ahnt, auch der junge Bauernsohn Rand al'Thor nicht, wieviel Wahrheit in diesen Legenden steckt. Dann jedoch berfallen blutrnstige Trollocs, die Häscher des Dunklen Königs, das Dorf und brennen den Bauernhof von Rands Familie nieder. Die Magierin Moiraine verhilft dem Jungen in letzter Minute zur Flucht. Eine phantastische Reise beginnt, während der Rand in sein Schicksal hineinwachsen wird, der Wiedergeborene Drache und der Retter der Welt zu sein ... Dieser Band vereint — wie in der Originalausgabe — den kompletten Auftakt zu Robert Jordans Meisterwerk Das Rad der Zeit.
1 ... 207 208 209 210 211 212 213 214 215 ... 253
Перейти на страницу:

»Wir sollten das Eigentum dieses Bürgers nicht beschädigen, wenn wir es vermeiden können.« Moiraine betrachtete eine Weile lang das Schloß ganz intensiv. Plötzlich berührte sie das rostige Eisen leicht mit ihrem Stab, und das Schloß öffnete sich problemlos. Schnell nahm Loial das Schloß ab, schwenkte die Türflügel auf und lehnte sie nach hinten, wo sie von den Scharnieren festgehalten wurden. Moiraine ging die so enthüllte Rampe hinunter und leuchtete mit dem glühenden Ball voraus. Aldieb schritt vorsichtig hinter ihr her. »Zündet die Laternen an, und kommt herunter«, rief sie leise. »Es ist genug Platz. Bald wird es draußen hell.«

Rand band hastig die Laternen an den Stangen vom Packpferd los, aber schon bevor die erste entzündet war, wurde ihm bewußt, daß er Mats Gesichtszüge erkennen konnte. In wenigen Minuten würden die Straßen mit Menschen angefüllt sein, und der Ladeneigentümer würde herunterkommen, um sein Geschäft zu öffnen. Alle würden sich fragen, wieso die Gasse mit Pferden verstopft sei. Mat murmelte nervös irgend etwas darüber, Pferde ins Haus mitzunehmen, aber Rand war froh, als er seines die Rampe hinunterführte. Mat folgte, zwar brummelnd, aber nicht weniger schnell.

Rands Laterne baumelte an der Stange hin und her, und wenn er unvorsichtig war, schlug sie gegen die Decke. Weder Roter noch das Packpferd fanden sich so leicht mit der Rampe ab. Aber dann war er unten und wich Mat aus. Moiraine ließ ihr schwebendes Licht ersterben, aber als die anderen sich zu ihnen gesellten, erleuchteten die Laternen den sie umgebenden Raum.

Der Keller war genauso lang und breit wie das Haus darüber. Eine Menge Raum wurde von gemauerten Säulen eingenommen, die sich von einem schmalen Sockel nach oben hin erweiterten, bis sie unter der Decke fünfmal so dick waren. Der Raum schien aus einer ganzen Reihe von Gewölbebögen zu bestehen. Es gab eine Menge Platz, und doch fühlte sich Rand eingeengt. Loials Kopf berührte die Decke. Wie sie schon an dem verrosteten Schloß gesehen hatten, war der Keller lange Zeit über nicht benützt worden. Der Boden war leer, abgesehen von ein paar kaputten Fässern, die mit allem möglichen Kram gefüllt waren, und einer dicken Staubschicht. Staubkörner, von so vielen Füßen aufgewirbelt, tanzten im Laternenschein.

Lan war der letzte, der eintrat, und sobald er Mandarb die Rampe hinuntergeführt hatte, stieg er zurück und zog die Türflügel zu.

»Blut und Asche«, grollte Mat. »Wieso haben sie eines dieser Wegetore an einem Ort wie diesem erbaut?«

»Er war nicht immer so wie jetzt«, sagte Loial. Seine polternde Stimme hallte in dem höhlenähnlichen Raum wider. »Nicht immer. Nein!« Der Ogier war zornig, erkannte Rand völlig überrascht. »Einst haben hier Bäume gestanden. Alle Arten von Bäumen, die an diesem Ort gedeihen konnten; jede Art von Baum, den die Ogier hier zum Wachsen bringen konnten. Die Großen Bäume, hundert Spannen hoch! Schatten unter den Zweigen und eine kühle Brise, die den Duft von Blatt und Blüte auffing und das Angedenken an den Frieden im Stedding bewahrte. All das hat man dafür gemordet!« Seine Faust krachte gegen eine Säule.

Die Säule schien unter dem Schlag zu erzittern. Rand war sicher, daß er das Brechen von Ziegelsteinen gehört hatte. Eine Sturzflut trockenen Zements staubten die Säule herunter.

»Was bereits gewebt ist, kann nicht mehr ungewebt werden«, sagte Moiraine sanft. »Es wird die Bäume nicht wieder wachsen lassen, wenn du das Gebäude über uns zum Einstürzen bringst.« Loials herunterhängende Augenbrauen ließen ihn zerknirschter aussehen, als es ein menschliches Gesicht jemals fertiggebracht hätte. »Mit deiner Hilfe, Loial, können wir vielleicht die Haine, die immer noch stehen, davor bewahren, unter den Schatten zu fallen. Du hast uns dorthin gebracht, wohin wir wollten.«

Als sie sich auf eine der Wände zubewegte, erkannte Rand, daß diese Wand sich von den anderen unterschied. Sie bestanden aus gewöhnlichem Ziegelstein, diese jedoch aus fein behauenem Stein, mit verspielt verschlungenen Reben und Blättern verziert, die selbst unter dieser Staubschicht blaß hervorschimmerten. Ziegelstein und Zement waren alt, doch etwas an diesem Stein sagte aus, daß er lange dort gestanden hatte, lange, bevor der Ziegelstein gebrannt wurde. Spätere Baumeister, die auch schon vor Jahrhunderten dahingegangen waren, hatten das, was bereits bestand, in etwas Neues eingebaut, und wiederum später hatten Menschen es zum Teil eines Kellers gemacht.

Ein Teil der reliefgeschmückten Wand, genau im Zentrum, war noch üppiger geschmückt als der Rest. So gut ausgearbeitet der Rest auch war, im Vergleich hierzu erschien er wie eine rohe Kopie. Obwohl sie aus dem harten Gestein herausgearbeitet waren, erschienen diese Blätter weich, in einem Augenblick eingefangen, als sie gerade von einer sanften Sommerbrise bewegt wurden. Trotzdem fühlte man das Alter an ihnen — so viel älter als der Rest des Steins, wie dieser älter als die Ziegelsteine war. So alt und noch älter. Loial sah sie an, als befände er sich lieber irgendwo anders, selbst draußen auf der Straße, wieder mal mit einem Mob auf den Fersen.

»Avendesora«, murmelte Moiraine, und ihre Hand ruhte dabei auf einem in Stein gehauenen dreiteiligen Blatt. Rand suchte die verzierten Teile ab: Es war das einzige Blatt dieser Art, das er finden konnte. »Das Blatt vom Baum des Lebens ist der Schlüssel«, sagte die Aes Sedai, und das Blatt löste sich und fiel in ihre Hand. Rand blinzelte, und von hinten her hörte er überraschtes Nach-Luft-Schnappen. Das Blatt schien genauso wie alle anderen ein Teil der Wand gewesen zu sein. Ganz selbstverständlich fügte die Aes Sedai es nun eine Handspanne tiefer in das Muster ein. Das Blatt mit seinen drei Spitzen paßte hinein, als sei dieser Platz dafür vorgesehen gewesen, und so war es nun wieder Teil eines Ganzen. Sobald es sich dort befand, änderte sich die gesamte Natur der zentralen Steinplatte.

Er war jetzt sicher, daß er sah, wie die Blätter von einer nicht fühlbaren Brise bewegt wurden. Er bildete sich beinahe ein, sie grünten unter dem Staub — ein Gewebe kräftigen Frühlingsgrüns hier in dem von Laternen erleuchteten Keller. Zuerst fast unmerklich öffnete sich ein Spalt in der Mitte des uralten Frieses. Er weitete sich, als die beiden Hälften langsam herausklappten, bis sie in rechtem Winkel abstanden. Die Rückseiten des Tores waren genauso geschmückt wie die Vorderseiten; das gleiche üppige Gewirr von Ranken und Blättern, die beinahe zu leben schienen. Dahinter, wo sich Erdboden oder der Keller des nächsten Gebäudes befinden sollte, spiegelten sich ihre Gestalten schwach in einem matten, reflektierenden Glimmen. »Ich habe gehört«, sagte Loial halb trauernd und hab ängstlich, »daß die Wegetore einst wie Spiegel glänzten. Einst ging der, der die Wege benützte, durch die Sonne und den Himmel. Einst.«

»Wir haben keine Zeit zu warten«, sagte Moiraine.

Lan ging an ihr vorbei. Er führte Mandarb und hatte die an der Stange befestigte Laterne in der Hand. Sein schattenhaftes Spiegelbild kam auf ihn zu und führte ein Schattenpferd. Mensch und Spiegelbild schienen an der schimmernden Oberfläche ineinander zu fließen, und dann waren beide verschwunden. Einen Augenblick lang scheute der schwarze Hengst, als ihn ein scheinbar ununterbrochener Zügel mit dem trüben Umriß seines eigenen Spiegelbilds verband. Der Zügel straffte sich, und auch das Streitroß verschwand.

Eine Weile lang standen alle da und starrten das Wegetor an. »Beeilt Euch«, trieb Moiraine sie an. »Ich muß als letzter durch. Wir können das nicht offen stehen lassen und riskieren, daß es jemand durch Zufall findet.

Schnell!«

Mit einem schweren Seufzer schritt Loial in das Schimmern hinein. Das große Pferd warf den Kopf auf und versuchte, sich von der Oberfläche fernzuhalten, aber es wurde einfach hindurchgezogen. Sie waren genauso vollständig verschwunden wie der Behüter und Mandarb. Zögernd streckte Rand seine Laterne in Richtung auf das Tor aus. Die Laterne sank in ihr Spiegelbild ein. Die beiden verschmolzen, bis sie verschwunden waren. Er zwang sich weiterzugehen, beobachtete, wie die Stange Stück um Stück verschwand, und dann schritt er auf sich selbst zu und betrat das Tor. Er öffnete überrascht den Mund. Etwas Eisiges glitt an seiner Haut entlang, als schreite er durch einen Vorhang aus kaltem Wasser. Die Zeit dehnte sich; die Kälte umschloß ein Haar nach dem anderen und zitterte sich Faden um Faden durch seine Kleidung.

1 ... 207 208 209 210 211 212 213 214 215 ... 253
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)