Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Историческая проза » Der Graf von Monte Christo
Der Graf von Monte Christo - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Graf von Monte Christo

Электронная книга - «Der Graf von Monte Christo». Краткое содержание книги:

Mit erst neunzehn Jahren steht der französische Seemann Edmond Dantes vor dem Abgrund: Zwei schurkische Freunde haben ihn seiner Geliebten und seiner Zukunft beraubt, boshafte Intrigen haben ihn ins Gefängnis gebracht. Nach vierzehn schmachvollen Jahren jedoch gelingt ihm die Flucht aus seinem düsteren Kerker im Château d`If. Als begüterter Graf von Monte Christo kehrt er ins Leben zurück und bewegt sich fortan in den höheren Kreisen der Pariser Gesellschaft – beseelt nur von einem Gedanken: Rache. Nun ist er derjenige, der die Fäden zieht, um seinen Peinigern das Handwerk zu legen …
1 ... 196 197 198 199 200 201 202 203 204 ... 276
Перейти на страницу:

Schon gut, schon gut, jagte Andrea verdrießlich; bei Gott! wenn du mich gestört hast, damit ich mit dir frühstücke, so soll dich der Teufel holen!

Mein Sohn, sagte Caderousse pathetisch, während man ißt, plaudert man; und dann, du Undankbarer, macht es dir keine Freude, deinen alten Freund einmal zu sehen? Ich meinesteils weine vor Freude.

Schweige doch, Heuchler, versetzte Andrea; du solltest mich lieben?

Ja, ich liebe dich; oder der Teufel soll mich holen! Es ist eine Schwäche, ich weiß wohl, aber sie ist stärker als ich.

Was dich nicht abhält, mich wegen irgend einer Schufterei kommen zu lassen.

Geh doch! rief Caderousse, seinbreites Messer an seiner Schürze abwischend, wenn ich dich nicht liebte, würde ich das elende Leben ertragen, das du mich führen läßt? Sieh doch nur, du trägst auf deinem Rücken das Kleid deinesBedienten, und hast folglich einenBedienten, ich habe keinen und muß mein Gemüse selbst ausklauben. Du machst pfui über meine Küche, weil du an der Tafel des Hotel des Princes oder im Café de Paris speisest. Ich könnte auch speisen, wo ich wollte; nun! warumberaube ich mich dessen? Um meinem kleinenBenedetto keine Mühe zu machen. Gestehe nur, daß ich es könnte, wie?

Ein ganz unzweideutigerBlickbekräftigte den Sinn dieser Worte.

Gut, wir wollen annehmen, du liebst mich, sagte Andrea; warum hast du mich aber hergelockt?

Um dich zu sehen, Kleiner.

Um mich zu sehen, wozu? Da wir zum voraus alles abgemacht haben.

Ei! lieber Freund, gibt es Testamente ohne Kodizille? Doch dubist gekommen, um vor allem zu frühstücken, nicht wahr? Wohl, so setze dich, und laß uns mit diesen Sardellen und dieser frischenButter anfangen, die ich, wie du es gern hast, auf Weinblätter gelegt habe. Ah! ja, du musterst mein Zimmer, meine vier Strohstühle, meineBilder zu drei Franken. Verdammt! was willst du, das ist kein Hotel des Princes!

Dubist alsobereits deiner Lage überdrüssig, dubist nicht mehr glücklich, du, der das Aussehen einesBäckers haben wollte, der sich von den Geschäften zurückgezogen?

Caderousse stieß einen Seufzer aus.

Nun! was kannst du sagen? Hat sich dein Traum nicht verwirklicht?

Ich kann sagen, daß es wirklich ein Traum ist: EinBäcker, der sich zurückgezogen, der ist reich, der hat Renten.

Bei Gott, du hast Renten. — Ich?

Ja, du, da ich dir deine zweihundert Frankenbringe.

Caderousse erwiderte, die Achseln zuckend: Es ist demütigend, so auf ungern gegebenes Geld angewiesen zu sein, das heute oder morgen ausbleiben kann. Du siehst wohl, daß ich für den Fall, daß dein Wohlstand nicht fortdauert, sparen muß. Ei! mein Gott! das Glück ist unbeständig. Ich weiß wohl, daß dein Glück groß ist, Böser, du wirst Danglars' Tochter heiraten.

Wie! Danglars'?

Gewiß Danglars'! Soll ich denn sagen: desBarons von Danglars? Das wäre, als obich sagte: des GrafenBenedetto… Danglars war ein Freund von mir, und wenn er nicht ein schlechtes Gedächtnis hätte, so müßte er mich zu deiner Hochzeit einladen… da er doch auchbei der meinigen gewesen ist… Verdammt! er war damals nicht so stolz, der kleine Kommis des Herrn Morel. Ich speiste mehr als einmal mit ihm und dem Grafen von Morcerf. Du siehst, ich habe schöneBekanntschaften, und wenn ich sie ein wenig kultivieren wollte, so würden wir uns in denselben Salonsbegegnen.

Still doch, deine Eifersucht läßt dich Regenbogen sehen.

Es ist gut, meinBenedetto; man weiß, was man redet. Mittlerweile setze dich und laß uns essen!

Caderousse gabdasBeispiel und fing an, mit gutem Appetit zu frühstücken, wobei er alle Gerichte lobte, die er seinem Gaste vorsetzte. Dieser schien entschlossen, zog herzhaft die Pfropfen aus den Flaschen und griff den mit Öl und Knoblauch geschmorten Kabeljau an.

Ah! Gevatter, sagte Caderousse, es scheint, du söhnst dich mit deinem ehemaligen Haushofmeister aus?

Meiner Treu, ja, erwiderte Andrea, bei dem, jung und kräftig, wie er war, für den Augenblick der Appetit den Sieg über alles andere davontrug.

Und du findest das gut, Spitzbube?

So gut, daß ich nichtbegreife, wie ein Mensch, der so gute Dinge ißt, das Leben schlimm finden kann.

Das kommt davon her, daß mein ganzes Glück durch den einzigen Gedanken verdorben wird, daß ich auf Kosten eines Freundes lebe, nachdem ich mir stets meinen Unterhalt mutig selbst erworben habe.

Oh, was tut's? sagte Andrea. Ich habe genug für zwei, laß dich das nicht kümmern!

Wahrhaftig, nein; doch magst du mir glauben oder nicht, am Ende jedes Monats habe ich Gewissensbisse, so daß ich gestern die zweihundert Franken nicht nehmen wollte.

Ja, du wolltest mit mir sprechen; doch waren es wirklich Gewissensbisse?

Wahre Gewissensbisse; und dann ist mir ein Gedanke gekommen. Es ist erbärmlich, immer auf das Ende des Monats warten zu müssen.

Ei! bemerkte philosophisch Andrea, der entschlossen war, seinen Gefährten kommen zu sehen, ei, vergeht das Leben nicht mit Warten? Ich, zumBeispiel, tue ich etwas anderes? Wohl, ich fasse Geduld, nicht wahr?

Ja, weil du statt elende zweihundert Franken zu erwarten, fünf- oder sechstausend, vielleicht zehn-, vielleicht sogar zwölftausend erwartest; denn dubist ein Geheimniskrämer. Du hattest früher auch immer kleineBörsen, Sparbüchsen, die du dem armen Freunde Caderousse zu entziehen suchtest. Zum Glück hatte der fragliche Freund eine feine Nase.

Du fängst wieder an, abzuschweifen und abermals von der Vergangenheit zu sprechen; wozu soll es nützen, frage ich dich, die Dinge so wiederzukäuen?

Ah! dubist einundzwanzig Jahre alt und kannst die Vergangenheit vergessen; ich zähle fünfzig und muß mich ihrer erinnern. Doch gleichviel, kommen wir auf die Geschäfte zurück. Ich wollte dir sagen, wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich realisieren…

Wie! Du würdest realisieren?

Ja, ich würde mir ein Semester zum voraus erbitten, unter dem Vorwand, ich wolle durch Erwerbung von Grundbesitz politischen Einfluß gewinnen, dann würde ich mich mit meinem Semester aus dem Staube machen.

Halt, halt, halt! rief Andrea, das ist vielleicht nicht so schlecht gedacht.

Mein lieber Freund, iß aus meiner Küche undbefolge meine Ratschläge, du wirst dich dabei physisch und moralisch nicht schlechtbefinden.

Doch warumbefolgst du nicht selbst den Rat, den du mir gibst, warum realisierst du nicht ein Semester, ein ganzes Jahr sogar und ziehst dich nachBrüssel zurück? Statt wie ein ehemaligerBäcker wirst du dann aussehen, wie ein in Ausübung seiner FunktionenbegriffenerBankerottierer.

Wie zum Teufel soll ich mich mit zwölfhundert Franken zurückziehen?

Ah! Caderousse, wie anspruchsvoll du wirst! Vor zwei Monaten starbst dubeinahe vor Hunger.

Der Appetit kommtbeim Essen, sagte Caderousse. Auch habe ich einen Plan gemacht.

Caderousses Pläne erschreckten Andrea noch mehr, als seine Gedanken; die Gedanken waren nur der Keim, der Plan war die Verwirklichung. Laß deinen Plan hören, sagte er, der muß hübsch sein!

Warum nicht? Von wem war der Plan, mittels dessen wir die Anstalt des Herrn So und So verlassen haben? Von mir, denke ich; er war darum nicht schlimmer, wie mir scheint, insofern wir nun hier sind.

Ich leugne das nicht, antwortete Andrea, du ersinnst zuweilen etwas Gutes; doch laß deinen Plan hören!

Sage, fuhr Caderousse fort, kannst du mir, ohne einen Sou auszugeben, so etwa 15 000 Franken zukommen lassen… Nein, mit 15 000 Franken ist es nicht genug, mit weniger als 30 000 Franken ist es mir nicht möglich, ein ehrlicher Mann zu werden.

Nein, sagte Andrea trocken, nein, das kann ich nicht.

Du hast mich, wie es scheint, nichtbegriffen, entgegnete Caderousse kalt und mit ruhiger Miene, ich sagte dir, ohne einen Sou auszugeben.

1 ... 196 197 198 199 200 201 202 203 204 ... 276
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)