Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Космическая фантастика » Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]
Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]

Электронная книга - «Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]». Краткое содержание книги:

Seit längerer Zeit wird vom besiedelten Teil der Galaxis aus ein rätselhafter Stern beobachtet: Nicht nur, dass er auf einer engen Bahn um den Mittelpunkt der Milchstraße läuft und hoch in den galaktischen Halo aufsteigt, nach jeweils 215 Jahren Dunkelperiode strahlt er auch plötzlich für 35 Jahre hell auf, um sich dann wieder zu verdunkeln. Als man feststellt, dass der einzige Planet, der ihn umkreist, von intelligenten Wesen bewohnt ist, rüsten die Dschöng Ho, eine friedliche Händlerzivilisation, ein Raumschiff aus, um Kontakt zu der fremden Spezies aufzunehmen. Zugleich jedoch startet das Schiff einer skrupellosen Aufsteiger-Zivilisation — Menschenabkömmlinge, die während der Isolation in die Barbarei abgesunken waren und inzwischen wieder zu Hochtechnologie und Raumfahrt fähig sind. Doch sie sind Barbaren geblieben: Sie überrumpeln die Händler, töten etliche von ihnen und versklaven den Rest. Und genau so gedenken sie mit der Bevölkerung des Planeten zu verfahren, um ihr wissenschaftliches Know-how zu erbeuten. Sie gehen in eine orbitale Lauerstellung und warten ab, bis die Sonne erneut in die Lichtphase tritt und die Bewohner in ihren ›Tiefen‹ aus dem Kälteschlaf erwachen. Aber sie ahnen nicht, dass auf dem Planeten auch jemand lebt, der von ihrer Anwesenheit weiß…
›Eine Tiefe am Himmel‹ wurde mit dem Hugo Gernsback Award und dem John W. Campbell Award als bester Roman des Jahres ausgezeichnet.
1 ... 185 186 187 188 189 190 191 192 193 ... 226
Перейти на страницу:

Ritser war nur als Flachbild zugegen, das ihn im Sessel des Kapitäns an Bord der Hand zeigte. Keins von seinen Worten würde an unschuldige Ohren dringen. »Ja, Hülsenmeister! Wir werden das Bild jeden Moment haben. Wir haben einen funktionierenden Spioboter in die Parlamentshalle gekriegt. He, Reynolt, Ihr Melin hat da etwas richtig hingekriegt.«

Anne befand sich im Obergeschoss von Hammerfest. Sie war nur als privates Bild in Tomas’ Datenbrille zugegen und als Stimme in seinem Ohr. Momentan war ihre Aufmerksamkeit in mindestens drei Richtungen gespalten. Sie führte eine Art Blitzkopfanalyse durch, beobachtete eine Übersetzung von Trixia Bonsol an der Wand über sich und verfolgte den Datenfluss von der Hand. Die Blitzkopf-Situation war so kompliziert wie nur jemals. Sie reagierte nicht auf Ritsers Worte.

»Anne? Wenn Ritsers Spionbilder kommen, leiten Sie sie direkt zu Benny weiter. Trixia kann eine Übersetzung darübersprechen, aber ich möchte, dass wir auch etwas Originalton bekommen.« Tomas hatte bereits einige von den Spioboter-Übertragungen gesehen. Sollten die Leute bei Benny lebende Spinnen aus der Nähe und in Bewegung sehen. Das würde die Lügen nach der Eroberung auf subtile Weise erleichtern.

Anne schaute nicht von ihrer Arbeit weg. »Ja, Herr Hülsenmeister. Ich sehe, dass Vinh und Trinli hören, was Sie sagen.«

»Durchaus.«

»Schön. Ich möchte nur, dass Sie wissen… unsere inneren Feinde haben das Tempo angezogen. Ich sehe, dass überall in unserer Automatik herumgepfuscht wird. Haben Sie ein Auge auf Trinli. Ich wette, er sitzt da und fummelt an seinen Ortern herum.« Annes Blick huschte für einen Augenblick hoch und traf auf die Frage in Naus Augen. Sie zuckte die Schultern. »Nein, ich bin mir noch nicht sicher, dass er es ist. Aber ich bin sehr nahe dran. Halten Sie sich bereit.«

Eine Sekunde verstrich. Annes Stimme kam wieder, jetzt aber hier und im Krämertemp allgemein zu hören. »Gut. Hier haben wir eine Liveübertragung aus der Parlamentshalle in Südende. Das ist es, was ein Mensch wirklich sehen und hören würde.«

Nau schaute nach links, wo seine Datenbrille Qiwis Blickpunkt im Temp zeigte. Die Hauptfacetten auf Bennys Bildschirmen flackerten. Einen Moment lang war nicht klar, was sie da sahen. Es gab einen Wirrwarr von Rot- und Grüntönen, durchdringendes Blau. Sie schauten in eine Art Grube. Steinleitern waren in die Wände gehauen. Moos oder haarige Felle wuchsen aus Stein hervor. Die Spinnen wimmelten wie schwarze Schaben.

Ritser Brughel schaute von den Bildern aus dem Parlament auf und schüttelte fast ehrfürchtig den Kopf. »Das sieht aus wie die Vision eines frenkischen Propheten von der Hölle.«

Nau deutete mit einem Kopfnicken Zustimmung an. Bei der Zeitlücke von zehn Sekunden musste müßiges Geplauder vermieden werden. Doch Brughel hatte Recht; so viele auf einen Haufen zu sehen, war noch schlimmer als die früheren Bilder von den Spiobotern. Die gemütlichen, vermenschlichenden Übersetzungen vermittelten ein sehr unwirkliches Bild von den Spinnen. Ich frage mich, wie viel uns in Bezug auf ihr Denken entgangen ist. Er rief ein anderes Bild von der Szene auf, diesmal von den Blitzkopf-Übersetzern anhand der Spinnen-Nachrichtensendungen synthetisiert. Auf diesem Bild wurde aus der steilen Grube ein flaches Amphitheater, die hässlichen Farbspritzer waren ordentliche Mosaiken, die in den Teppich eingelassen waren (der nicht mehr wie struppiges Haar aussah). Das Holz glänzte überall poliert (statt fleckig und rissig zu sein). Und die Wesen selbst waren irgendwie ruhiger, ihre Gesten hatten beinahe eine Bedeutung in menschlicher Körpersprache.

In beiden Darstellungen erschienen drei Gestalten am Eingang zum Parlament. Sie kletterten (gingen) die Steintreppe hinab. Die Luft war erfüllt von Zischen und Klicken, dem wahren Klang dieser Wesen.

Die drei verschwanden am Grunde der Grube. Einen Augenblick später erschienen sie wieder und stiegen auf der anderen Seite hinauf. Ritser kicherte. »Die Mittelgroße vorn muss die Spionagechefin sein, das ist die, die Bonsol ›Viktoria Schmid‹ nennt.« Eine Einzelheit stimmte exakt an der Geschichte der Übersetzer: Die Kleidung des Wesens war tiefschwarz, doch es war eher ein Haufen verknüpfter Flicken als eine Uniform. »Das haarige Ding hinter Schmid muss der Ingenieur sein, ›Hrunkner Unnerbei‹. So putzige Namen für solche Monster.«

Die drei kletterten auf einen gewölbten Steinstachel hinaus. Eine vierte Spinne, die sich schon auf dem unsicheren Bau befand, kraxelte zum spitzen Ende vor.

Nau wandte den Blick von der Halle der Spinnen, um die Menge bei Benny zu betrachten. Sie schwiegen und schauten schockiert zu. Selbst Benny Wens Gehilfen regten sich nicht, ihr Blick hing an den Bildern von der Spinnenwelt.

»Eröffnungsworte durch den Sprecher des Parlaments«, sagte eine Blitzkopf-Stimme. »Die Sitzung des Parlaments ist eröffnet. Ich habe die Ehre…« Zu den verständlichen Worten schickte Ritsers Spioboter die Wirklichkeit: ein Zischeln, Ticken und Klappern, die zustoßenden Gesten mit Vorderbeinen, die in nadelscharfen Spitzen endeten. In Wahrheit sahen diese Wesen aus wie die Statuen, die die Dschöng Ho beim Landeskommando gefunden hatte. Doch wenn sie sich bewegten, hatten sie die Grazie von Raubtieren, die einem das Blut gefrieren ließ, manche Gesten langsam, manche unglaublich schnell. Am seltsamsten war, dass bei all ihrer überlegenen Sicht ihre Augen kaum auszumachen waren. Entlang der bogenförmigen Kanten ihres Kopfes gab es Flecken, die glasig glatt wirkten, hier und da vorgewölbt und mit Ausstülpungen, die vielleicht Kühlpunkte für das thermische Infrarotsehen waren. Das vordere Ende des Spinnenkörpers war eine albtraumhafte Fressmaschine. Die rasiermesserscharfen Mandibeln und klauenförmigen Hilfsglieder waren in ständiger Bewegung. Doch der Kopf der Wesen saß fast unbeweglich an der Brust fest.

Der Sprecher verließ die Spitze der Steinnadel, und General Schmid kletterte hoch, wobei sie mit dem anderen die schwierige Passage aneinander vorbei abstimmte. Schmid schwieg einen Augenblick, als sie die Spitze erreicht hatte. Ihre Vorderbeine winkten mit einer kleinen Spiralbewegung, als ermutige sie Dumme, sich ihrem Schlund zu nähern. Vom Sprecher kamen Zischeln und Klappern. Auf dem ›übersetzten‹ Bild erschien über ihr eine Beschriftung: Lächelt ihrem Publikum sanft zu.

»Meine Damen und Herren des Parlaments.« Die Stimme war stark und schön — Trixia Bonsols Stimme. Nau bemerkte, dass Ezr Vinhs Kopf bei ihrem Klang leicht ruckte. Die Diagrammkurven von Vinh gingen mit der üblichen konfliktgeladenen Intensität in die Höhe. Er wird zu gebrauchen sein, gerade lange genug, dachte Nau.

»Ich bin gekommen, um für meinen König zu sprechen und mit seiner ganzen Autorität. Ich bin gekommen in der Hoffnung, dass ich genug anzubieten habe, um Ihr Vertrauen zu gewinnen.«

»Meine Damen und Herren des Parlaments.« Reihe um Reihe schauten die Gewählten auf Viktoria Schmid. Sie hatte ihre ganze Aufmerksamkeit, und Hrunkner spürte, wie die Persönlichkeitskraft der Generalin so stark wie nur je strömte. »Ich bin gekommen, um für meinen König zu sprechen und mit seiner ganzen Autorität. Ich bin gekommen in der Hoffnung, dass ich genug anzubieten habe, um Ihr Vertrauen zu gewinnen.

Wir befinden uns an einem Punkt der Geschichte, wo wir allen Fortschritt, der gemacht wurde, zerstören können — oder wir können alle Anstrengungen der Vergangenheit ernten und ein grenzenloses Paradies erringen. Diese beiden Zukünfte sind die beiden Seiten der einen Situation, in der wir uns befinden. Die lichte Zukunft hängt vom Vertrauen zueinander ab.«

1 ... 185 186 187 188 189 190 191 192 193 ... 226
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)