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READ-E-BOOK » Космическая фантастика » Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]
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Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]

Электронная книга - «Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]». Краткое содержание книги:

Seit längerer Zeit wird vom besiedelten Teil der Galaxis aus ein rätselhafter Stern beobachtet: Nicht nur, dass er auf einer engen Bahn um den Mittelpunkt der Milchstraße läuft und hoch in den galaktischen Halo aufsteigt, nach jeweils 215 Jahren Dunkelperiode strahlt er auch plötzlich für 35 Jahre hell auf, um sich dann wieder zu verdunkeln. Als man feststellt, dass der einzige Planet, der ihn umkreist, von intelligenten Wesen bewohnt ist, rüsten die Dschöng Ho, eine friedliche Händlerzivilisation, ein Raumschiff aus, um Kontakt zu der fremden Spezies aufzunehmen. Zugleich jedoch startet das Schiff einer skrupellosen Aufsteiger-Zivilisation — Menschenabkömmlinge, die während der Isolation in die Barbarei abgesunken waren und inzwischen wieder zu Hochtechnologie und Raumfahrt fähig sind. Doch sie sind Barbaren geblieben: Sie überrumpeln die Händler, töten etliche von ihnen und versklaven den Rest. Und genau so gedenken sie mit der Bevölkerung des Planeten zu verfahren, um ihr wissenschaftliches Know-how zu erbeuten. Sie gehen in eine orbitale Lauerstellung und warten ab, bis die Sonne erneut in die Lichtphase tritt und die Bewohner in ihren ›Tiefen‹ aus dem Kälteschlaf erwachen. Aber sie ahnen nicht, dass auf dem Planeten auch jemand lebt, der von ihrer Anwesenheit weiß…
›Eine Tiefe am Himmel‹ wurde mit dem Hugo Gernsback Award und dem John W. Campbell Award als bester Roman des Jahres ausgezeichnet.
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Eine Minute später fuhr der Stadtbus hinter Thrakt heran. Er sprang hinein, der einzige Fahrgast, obwohl es Vormittag war. »Sie haben Glück«, sagte der Fahrer grinsend. »Der Nächste kommt erst drei Stunden nach Mittag.«

Dreißig Stundenkilometer, vierzig. Der Bus holperte den Großen Boulevard entlang zum Totwald-Hubschrauberplatz. Ich kann in zehn Minuten auf seiner Schwelle stehen. Und plötzlich kam Rachner die Sprusselkotze zu Bewusstsein, die seinen Schlund und seine Esshände überkrustete, die Flecken auf seiner Uniform. Er wischte an seinem Kopf herum, konnte aber nichts mit der Uniform machen. Ein Verrückter, der einen alten Knochen besuchen kommt. Vielleicht passte das. Vielleicht war es auch die letzte Chance, die sie alle hatten.

Ein Jahrzehnt früher, zu freundlicheren Zeiten, hatte Hrunkner Unnerbei die Südländer beim Entwurf von Neu-Untersüdende beraten. Daher wurden ihm aus sonderbare Weise die Dinge vertrauter, nachdem sie die Botschaft von Einklang verlassen und südländisches Territorium betreten hatten. Es gab eine Menge Fahrstühle. Das Südland hatte eine Parlamentshalle verlangt, die einen Kernwaffenschlag aushalten konnte. Er hatte sie gewarnt, dass künftige Waffenentwicklungen ihr Ziel wahrscheinlich unmöglich machen würden, doch die Südländer hatten nicht auf ihn gehört und erhebliche Mittel vergeudet, die man für Dunkelzeit-Landwirtschaft hätte verwenden können.

Der Hauptfahrstuhl war so groß, dass sogar die Reporter mitfahren konnten, und das taten sie. Die südländische Presse war eine privilegierte Klasse, ausdrücklich vom Parlamentsgesetz geschützt — sogar auf staatlichem Eigentum! Die Generalin kam mit der Meute gut zurecht. Vielleicht hatte sie gelernt, als sie zusah, wie Scherkaner mit Journalisten umging. Ihre Kampftruppen hielten sich unauffällig im Hintergrund. Sie machte ein paar allgemeine Bemerkungen, ignorierte dann ihre Fragen höflich und überließ es der südländischen Polizei, ihr die Reporter körperlich aus dem Weg zu halten.

Dreihundert Meter unter der Oberfläche begann ihr Fahrstuhl auf einer elektrischen Mehrschienenbahn seitwärts zu fahren. Hinter den großen Fenstern zogen hell erleuchtete Industriehöhlen vorbei. Die Südländer hatten hier und im Küstenbogen eine Menge geschafft, besaßen aber nicht genug Untergrundfarmen, um alles zu versorgen.

Die beiden Gewählten Vertreter, die sie auf dem Flugplatz begrüßt hatten, waren im Süden einst mächtig gewesen. Doch die Zeiten hatten sich geändert: Es hatte Morde gegeben, Beeinflussungen, alle üblichen Tricks Pedures — und neulich ein geradezu magisches Glück auf Seiten der Sinnesgleichen. Nun standen diese beiden — zumindest öffentlich — allein mit ihrer Freundschaft zum Einklang. Sie wurden jetzt als Speichellecker eines fremden Königs betrachtet. Die beiden standen nahe bei der Generalin, einer nah genug, um vertraulich mit ihr sprechen zu können. Hoffentlich hörten es nur die Generalin und Hrunkner Unnerbei. Verlass dich nicht drauf, dachte Unnerbei.

»Nichts für ungut, Frau General, aber wir hatten gehofft, Ihr König würde in eigener Person kommen.« Der Politiker trug eine elegant geschneiderte Jacke und Beinkleider — und hatte ein Fluidum geistiger Schlampigkeit an sich.

Die Generalin nickte beruhigend. »Ich verstehe, mein Herr. Ich bin hier, um dafür zu sorgen, dass das Richtige getan werden kann, und zwar in Sicherheit. Wird man mir erlauben, mich an das Parlament zu wenden?« In der gegenwärtigen Lage, vermutete Hrunk, gab es keinen ›inneren Kreis‹, den man hätte ansprechen können — soweit man nicht die Gruppe dafür ansah, die von Pedure strikt kontrolliert wurde. Aber eine Abstimmung des Parlaments konnte etwas bewirken, da die strategischen Raketenstreitkräfte noch loyal zum Parlament standen.

»J-ja. Wir haben das arrangiert. Aber die Dinge sind zu weit gegangen.« Er winkte mit der Hand, an der er die Uhr trug. »Ich würde es der anderen Seite zutrauen, eine Fahrstuhlhavarie auszulösen und…«

»Sie haben uns bis hierher kommen lassen. Wenn ich vor dem Parlament sprechen kann, glaube ich, wird es eine Regelung geben.« General Schmid lächelte den Südländer an, fast verschwörerisch.

Fünfzehn Minuten später hatte der Fahrstuhl sie an der Hauptpromenade abgesetzt. Drei Seiten und das Dach traten einfach zurück. Das war eine Verschönerung, die er noch nicht gesehen hatte. Unnerbei als Ingenieur konnte nicht widerstehen: Er erstarrte und blickte nach oben in die gleißenden Lichter und die Dunkelheit, versuchte den Mechanismus zu sehen, der solch eine durchschlagende und stille Wirkung hatte.

Dann schwemmte ihn der Strom von Polizei und Politikern und Reportern von der Plattform…

… und sie stiegen die Stufen zur Parlamentshalle empor.

Oben trennten die südländischen Sicherheitsleute sie schließlich von den Reportern und ihren eigenen Soldaten. Durch fünf Tonnen schwere holzgetäfelte Türen gingen sie… in die Halle selbst. Die Halle hatte schon immer unter der Oberfläche gelegen, in früheren Zeiten einfach oberhalb der hiesigen Tiefe. Jene frühen Machthaber waren eher Banditen gewesen (oder Freiheitskämpfer, je nach der Informationsquelle), deren Streitkräfte das gebirgige Land durchzogen.

Hrunkner hatte beim Entwurf dieser Inkarnation der Parlamentshalle mitgewirkt. Es war eines der wenigen von ihm bearbeiteten Projekte, wo ein hauptsächlicher Zweck des Entwurfs ein Ehrfurcht gebietendes Aussehen war. Vielleicht war die Halle nicht wirklich bombensicher, aber sie sah verdammt spektakulär aus:

Die Halle war eine flache Schale, die Ebenen von sanft gekrümmten Treppen verbunden, jede Ebene ein breiter Streifen mit Reihen von Pulten und Sitzgittern. Die Felswände krümmten sich zu einem enormen Bogen, an dem Fluoreszenzröhren befestigt waren — und ein halbes Dutzend andere Beleuchtungstechniken. Zusammen hatten diese Leuchten fast die Helligkeit und Klarheit eines Tages zur Mitthelle, ein Licht, reichhaltig genug, um alle Farben an den Wänden erkennen zu lassen. Teppichbeläge, so tief und weich wie Vaterfell, bedeckten Treppen und Gänge und das Podium in der Mitte. Gemälde hingen an dem polierten Holz, mit dem jede Wand hinter den Ebenen verkleidet war, Gemälde, die mit Tausenden von Farbstoffen von Künstlern angefertigt worden waren, die jede Illusion zu nutzen wussten. Für ein armes Land hatten sie viel für diesen Ort ausgegeben. Aber immerhin war ihr Parlament ihr größter Stolz, eine Erfindung, die mit Banditenunwesen und Abhängigkeit Schluss gemacht und den Frieden gebracht hatte. Bisher.

Die Türen hinter ihnen fielen zu. Der Schall trug tiefe Echos von der Kuppel und den gegenüber liegenden Wänden heran. Hier drin würden nur die Gewählten sein, ihre Besucher und — hoch oben, wo Hrunkner Ansammlungen von Linsen sah — die Nachrichtenkameras. Die Bögen von Pulten entlang war fast jedes Gitter besetzt. Unnerbei spürte die Aufmerksamkeit von einem halben Tausend Gewählter.

Schmid und Unnerbei und Tim Niederer gingen die Treppe hinab, die zum Podium führte. Die Gewählten waren größtenteils still, schauten zu. Hier gab es Respekt und Feindseligkeit und Hoffnung. Vielleicht würde Schmid ihre Chance bekommen, den Frieden zu bewahren.

Für diesen Tag des Triumphs hatte Tomas Nau in Nordpfote das sonnigste Wetter eingestellt, die Art warmer Nachmittag, der den ganzen Sommertag dauern konnte. Ali Lin hatte gemurrt, aber die notwendigen Veränderungen ausgeführt. Jetzt jätete Ali den Garten unterhalb von Naus Arbeitszimmer, seine Irritation hatte er vergessen. Und wenn schon die Muster des Parks gestört wurden — das Problem zu korrigieren, würde Alis nächste Aufgabe sein.

Und meine Aufgabe ist es, alles unter einen Hut zu bringen, dachte Tomas. Am Tisch gegenüber saßen ihm Vinh und Trinli und waren mit der Ortsbeobachtung beschäftigt, die Nau ihnen aufgetragen hatte. Trinli war unerlässlich für die Tarnlegende, der einzige Krämer, bei dem sich Nau sicher war, dass er die Lügen decken würde. Vinh… nun ja, ein glaubhafter Grund würde ihn in gewissen kritischen Augenblicken von den Geschehnissen trennen, doch das, was er zu sehen bekam, würde Trinlis Aussagen bekräftigen. Das würde schwierig sein, doch falls es zu Überraschungen kam… nun ja, das würde die Angelegenheit von Kal und seinen Männern sein.

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