Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Космическая фантастика » Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]
Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]

Электронная книга - «Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]». Краткое содержание книги:

Seit längerer Zeit wird vom besiedelten Teil der Galaxis aus ein rätselhafter Stern beobachtet: Nicht nur, dass er auf einer engen Bahn um den Mittelpunkt der Milchstraße läuft und hoch in den galaktischen Halo aufsteigt, nach jeweils 215 Jahren Dunkelperiode strahlt er auch plötzlich für 35 Jahre hell auf, um sich dann wieder zu verdunkeln. Als man feststellt, dass der einzige Planet, der ihn umkreist, von intelligenten Wesen bewohnt ist, rüsten die Dschöng Ho, eine friedliche Händlerzivilisation, ein Raumschiff aus, um Kontakt zu der fremden Spezies aufzunehmen. Zugleich jedoch startet das Schiff einer skrupellosen Aufsteiger-Zivilisation — Menschenabkömmlinge, die während der Isolation in die Barbarei abgesunken waren und inzwischen wieder zu Hochtechnologie und Raumfahrt fähig sind. Doch sie sind Barbaren geblieben: Sie überrumpeln die Händler, töten etliche von ihnen und versklaven den Rest. Und genau so gedenken sie mit der Bevölkerung des Planeten zu verfahren, um ihr wissenschaftliches Know-how zu erbeuten. Sie gehen in eine orbitale Lauerstellung und warten ab, bis die Sonne erneut in die Lichtphase tritt und die Bewohner in ihren ›Tiefen‹ aus dem Kälteschlaf erwachen. Aber sie ahnen nicht, dass auf dem Planeten auch jemand lebt, der von ihrer Anwesenheit weiß…
›Eine Tiefe am Himmel‹ wurde mit dem Hugo Gernsback Award und dem John W. Campbell Award als bester Roman des Jahres ausgezeichnet.
1 ... 183 184 185 186 187 188 189 190 191 ... 226
Перейти на страницу:

»Oberst Thrakt, sind Sie es?« Die Worte waren abgehackt und undeutlich, doch die Stimme klang vage vertraut. »Oberst? Sprechen Sie über eine Sicherheitsleitung?«

Thrakt fluchte laut. »Verdammt noch mal, nein!«

»Oh, Gott sei Dank!«, erklang die fast vertraute Stimme. »Dann haben wir eine Chance. Sicherlich können nicht einmal die sich mit allem leerem Geschwätz der Welt abgeben.«

Die. Die Betonung drang durch Thrakts Kater. Er brachte das Mikrofon dicht an seinen Schlund, und seine nächsten Worte klangen fast locker neugierig. »Wer sind Sie?«

»Entschuldigung, hier ist Obret Nedering. Bitte legen Sie nicht auf. Wahrscheinlich erinnern Sie sich nicht an mich. Vor fünfzehn Jahren habe ich einen Kurzlehrgang in Fernerkundung gegeben. An der Weißenberg-Uni. Sie haben teilgenommen.«

»Ich… ach ja, ich erinnere mich.« Es war sogar ein ziemlich guter Lehrgang gewesen.

»Ja? Oh, gut, gut! Also werden Sie wissen, dass ich kein Spinner bin. Herr Oberst, ich weiß, wie beschäftigt Sie gerade jetzt sein müssen, aber ich bitte Sie, gewähren Sie mir nur eine Minute von Ihrer Zeit. Bitte.«

Thrakt kamen plötzlich die Straße und die Gebäude rings um ihn zu Bewusstsein. Das Vergnügungsviertel von Calorica erstreckte sich rund um den Boden des Vulkankraters, wohl des wärmsten Ortes, den es an der Oberfläche der Welt noch gab. Doch es war nur eine verblichene Erinnerung an die Zeit, da Calorica die Spielwiese der Superreichen gewesen war. Die Bars und Hotels gingen allmählich ein. Selbst der Schneefall hatte längst aufgehört. Der Schnee, der sich in der Durchfahrt hinter ihm häufte, war zwei Jahre alt, mit Flecken von Sprussel-Erbrochenem und Streifen von Urin. Mein Hightech-Befehlsstand.

Thrakt duckte sich in den Windschatten. »Ich denke, ich kann Ihnen einen Moment widmen.«

»Oh, danke! Sie sind meine letzte Hoffnung. Alle meine Anrufe bei Professor Unterberg sind abgeblockt worden. Kein Wunder, jetzt, wo ich begriffen habe…« Thrakt hörte geradezu, wie der Kupp seine Gedanken zusammennahm und versuchte, nicht zu schwafeln. »Ich bin Astronom draußen auf der Paradies-Insel, Oberst. Letzte Nacht sah ich« — ein Raumschiff, groß wie eine Stadt, dessen Triebwerke den Himmel erhellten… und das von der Luftverteidigung und allen Datennetzen ignoriert wird. Nederings Beschreibungen waren knapp und unverblümt und dauerten knapp eine Minute. Der Astronom fuhr fort: »Ich bin kein Spinner, glauben Sie mir. Das ist es, was ich gesehen habe! Gewiss gibt es Hunderte von Augenzeugen, aber für die Luftverteidigung ist es irgendwie unsichtbar. Oberst, Sie müssen mir glauben.« Sein Ton sackte in unbehaglicher Selbsterkenntnis ab, der Einsicht, dass niemand, der bei Verstand war, solch eine Geschichte glauben konnte.

»Oh, ich glaube Ihnen«, sagte Rachner leise. Es war eine Vision blühenden Verfolgungswahns — und erklärte alles.

»Was haben Sie gesagt, Oberst? Leider kann ich Ihnen nicht viel schlagende Beweise schicken. Unsere Kabelverbindung haben sie vor einer halben Stunde unterbrochen. Ich benutze ein Amateurfunkgerät, um die weiter…« Mehrere Silben wurden zu zusammenhanglosem Geplapper verzerrt. »Das ist also wirklich alles, was ich Ihnen zu sagen hatte. Vielleicht ist das ein tiefstgeheimer Plan seitens der Luftverteidigung. Wenn Sie dazu nichts sagen können, verstehe ich es. Aber ich musste versuchen durchzukommen. Das Schiff war so groß und…«

Einen Augenblick lang glaube Thrakt, der andere schweige überwältigt. Doch die Stille dehnte sich etliche Sekunden lang aus, und dann plärrte eine elektronische Stimme aus dem winzigen Lautsprecher des Telefons: »Meldung 305. Netzfehler. Bitte wiederholen Sie Ihren Anruf später.«

Rachner schob das Telefon langsam wieder in seine Jacke. Sein Schlund und seine Esshände waren taub, und es lag nicht nur an der kalten Luft. Einmal hatten seine Netzsicherheits-Kupps eine Studie über automatisches Schnüffeln erstellt. Genug Rechenleistung vorausgesetzt, war es im Prinzip möglich, jede Datenübertragung in Klartext nach Schlüsselwörtern zu durchforsten und Sicherheitsreaktionen auszulösen. Im Prinzip. In Wahrheit hinkte die Entwicklung der notwendigen Computer immer hinter der Größe der aktuellen öffentlichen Datennetze hinterher. Aber nun sah es so aus, als hätte jemand ebendiese notwendige Kapazität.

Ein tiefgeheimer Plan seitens der Luftverteidigung? Unwahrscheinlich. Im Laufe des letzten Jahres hatte Rachner Thrakt gesehen, wie die Rätsel und Ausfälle von allen Seiten heranrückten. Selbst wenn der Einklang-Geheimdienst und Pedure und alle Geheimdienste der Welt zusammengearbeitet hätten, hätten sie nicht die nahtlosen Lügen erzeugen können, die Thrakt gespürt hatte. Nein. Womit immer sie konfrontiert waren, war größer als die Welt, etwas Böses, das alles Spinnenmaß übertraf.

Und jetzt endlich hatte er etwas Konkretes. Sein Geist müsste sich zur Gefechtsbereitschaft erheben; stattdessen erfüllte ihn panische Verwirrung. Verdammter Sprussel. Wenn ihnen eine fremdartige Kraft entgegenstand, die so tief, so überaus fähig war — was spielte es für eine Rolle, dass Obret Nedering und jetzt Rachner Thrakt die Wahrheit kannten? Was konnten sie tun? Aber Nedering hatte über eine Minute sprechen können. Er hatte eine Anzahl Schlüsselwörter gesagt, bevor die Verbindung gekappt wurde. Die Fremden waren vielleicht besser als Spinnen — aber sie waren keine Götter.

Der Gedanke ließ Thrakt stutzen. Sie waren also keine Götter. Die Nachricht von ihrem Monsterschiff musste sich in der zivilisierten Welt ausbreiten, langsam und auf direkte Kontakte zwischen kleinen Leuten ohne Zugang zur Macht beschränkt. Aber so war das Geheimnis nicht länger als ein paar Stunden zu verbergen. Und das bedeutete… welchen Zweck auch immer diese groß angelegte Täuschung verfolgte, sie musste darauf ausgerichtet sein, ihre Früchte in den nächsten paar Stunden zu bringen. Jetzt eben riskierte die Chefin ihr Leben unten in Südende und versuchte, sie aus einer Katastrophe herauszuholen, die in Wahrheit eine Falle war. Wenn ich zu ihr durchdringen könnte, zu Belga, zu irgendjemand an der Spitze…

Aber Telefone und Datennetze würden schlimmer als nutzlos sein. Er brauchte direkten Kontakt. Thrakt ging schwankend den verlassenen Bürgersteig entlang. Irgendwo hinter der Ecke war eine Bushaltestelle. Wie lange, bis der Nächste vorbeikam? Er hatte noch seinen privaten Hubschrauber, das Spielzeug eines reichen Kupps… das vielleicht zu schlau mit dem Datennetz verbunden war. Die Fremden könnten ihn einfach übernehmen und abstürzen lassen. Er wischte die Angst beiseite. Im Moment war die Mühle seine einzige Hoffnung. Vom Hubschrauberplatz aus konnte er jeden Ort innerhalb von dreihundert Kilometern erreichen. Wer müsste sich in diesem Umkreis befinden? Er torkelte um die Ecke. Der Große Boulevard erstreckte sich unter einer endlosen Reihe von Dreifarblichtern in die Ferne bis durch den Calorica-Wald. Der Wald war natürlich seit langem tot. Nicht einmal seine Blätter waren übrig, um Sporen zu bilden, da der Boden darunter zu warm war. Die Mitte war für einen Hubschrauberplatz freigemacht worden. Fliegen konnte er von dort nach… Thrakts Blick ging über die Kratermulde. Die Boulevardlichter schwanden zu winzigen Funken. Einmal war er die Kraterwände hinaufgestiegen, zu den Anwesen der Jahre des Schwindens. Aber die wirklich Reichen hatten ihre Paläste aufgegeben. Nur ein paar waren noch bewohnt, von unten her nicht zu erreichen.

Aber Scherkaner Unterberg war dort oben, aus Weißenberg zurückgekehrt. Zumindest war im letzten Lagebericht, den er gesehen hatte, davon die Rede gewesen, an dem Tag, als seine Karriere ihr Ende erreicht hatte. Er kannte die Geschichten von Unterberg, dass der arme Kupp nicht mehr richtig im Kopf sei. Egal. Was Thrakt brauchte, war ein Umweg ins Landeskommando, vielleicht über die Tochter der Chefin, ein Weg, der nicht übers Datennetz führte.

1 ... 183 184 185 186 187 188 189 190 191 ... 226
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)