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The Vampire Journals - Geliebt: Band 2 (German Edition)

Электронная книга - «The Vampire Journals - Geliebt: Band 2 (German Edition)». Краткое содержание книги:

Caitlin und Caleb machen sich gemeinsam auf die Suche nach dem einzigen Gegenstand, der den drohenden Krieg der Vampire und der Menschheit noch abwenden kann: das verlorene Schwert. Dafür müssen sie allerdings zuerst Caitlins Abstammung zurückverfolgen, denn sie haben immer noch nicht das Rätsel um ihren Vater gelöst. Wer war er und warum hat er sie verlassen? Und ist sie wirklich die Auserwählte? Doch auch die Vampire des Blacktide Clans wollen das alte Schwert ausfindig machen und sind dem Paar dicht auf den Fersen. Trotz der Gefahren wächst die Liebe zwischen Caitlin und Caleb. Ihre verbotene Romanze könnte jedoch alles zerstören, was sie erreichen wollen ...
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Kyle trat vor und verneigte sich.

»Mein Meister«, sagte er.

Eine lastende Stille lag über der Versammlung.

Schließlich hob Kyle den Blick.

»Sicherlich wird es Euch freuen zu erfahren, mein Meister, dass unsere Arbeit zur vollsten Zufriedenheit erledigt werden konnte. Die Pest wurde in jeden Winkel der Stadt getragen. Innerhalb weniger Tage wird sie die Menschen in die Knie gezwungen haben.«

Unbehagliches Schweigen folgte auf seine Worte, während der Meister weiterhin auf Kyle hinunterstarrte. Diese eisblauen Augen – wie immer bekam Kyle eine Gänsehaut.

Schließlich senkte er den Kopf, weil er diesen Blick einfach nicht mehr aushalten konnte.

»Du hast deine Sache gut gemacht, Kyle«, sprach der Meister. Seine Stimme war tief und rau. »Andere Clans erstatten bereits Bericht. Es werden immer mehr.«

»Dieser Krieg wird großartig werden, mein Meister«, erwiderte Kyle. »Es ist mir eine große Ehre, ihn für Euch zu führen.«

Erneut entstand eine bedrückende Stille.

»Dieser Krieg wird in der Tat großartig werden«, fuhr Rexus schließlich fort. »Bereits in wenigen Tagen wird New York uns gehören, und dann ist es nur noch eine Frage von Wochen, bis alle Menschen unsere Sklaven sein werden.«

Ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. Dabei lief Kyle ein Schauer den Rücken hinunter, denn wenn Rexus lächelte, konnte das nur eins bedeuten: eine schlechte Nachricht.

»Leider muss ich dir mitteilen«, fuhr Rexus fort, »dass du nicht da sein wirst, um diese Freude mit uns zu teilen.«

Ein plötzlicher Schmerz durchzuckte Kyles Brust, als er voll Furcht aufsah. Er war sprachlos. Wo sollte er denn sein? Wollte Rexus ihm einen Auftrag an einem anderen Ort erteilen?

»Nicht hier?«, fragte er schließlich ratlos. Seine Stimme überschlug sich, und er schämte sich dafür. »Mein Meister, ich fürchte, ich verstehe nicht. Ich habe doch schon alles perfekt erledigt.«

»Das weiß ich. Und das ist auch der Grund, warum du überhaupt noch atmest«, erklärte Rexus kalt.

Kyle schluckte.

»Allerdings stehen deine früheren Fehler nach wie vor im Raum. Ich vergesse nie etwas, Kyle.«

Erneut schluckte Kyle und spürte, wie seine Kehle trocken wurde. Genau das war es, wovor er sich gefürchtet hatte.

»Du hast dieses Halbblut entkommen lassen. Jetzt führt sie möglicherweise einen Vampir von einem anderen Clan zu dem Schwert. Falls das so sein sollte, ist unser Krieg gefährdet.« Er beugte sich vor, sodass Kyle dem Blick aus den eisblauen Augen nicht ausweichen konnte. »Ernsthaft gefährdet.«

Kyle war nicht so dumm, sich zu verteidigen. Das würde die Sache nur noch schlimmer machen. Also verharrte er einfach auf den Knien und wartete. Dabei zitterte er vor Wut und Angst. Man hatte ihn hereingelegt – er hatte ihren Krieg perfekt vorbereitet, und trotzdem würde man ihn bestrafen.

In den nachfolgenden Sekunden des Schweigen fragte Kyle sich nervös, wie seine Zukunft wohl aussehen würde.

»Kyle aus dem Blacktide Clan, du hast deine Pflichten vernachlässigt und unseren heiligen Schwur gebrochen. Hiermit verurteile ich dich dazu, mit Weihwasser übergossen zu werden. Danach wirst du aus unserem Clan verbannt werden und nicht mehr zu uns gehören. Du wirst leben, doch es wird ein einsames Leben sein. Du wirst für immer ein Ausgestoßener sein. Für immer.«

Kyle riss voller Furcht und Verblüffung die Augen auf, als sofort Dutzende von Vampiren neben ihm auftauchten, seine Arme packten und ihn wegzerrten. Diese Strafe war einfach zu hart. Sie war unfair.

»Aber mein Meister, das könnt Ihr nicht machen. Ich habe Euch so viele Jahrhunderte lang als unermüdlicher Krieger gedient!«

Verzweifelt wehrte sich Kyle, doch immer mehr Hände griffen zu und schleppten ihn weg.

»Ich kann sie finden!«, schrie er. »Ich kann sie zurückbringen! Ich bin der Einzige, der sie finden kann. Ihr müsst mir diese Chance geben!«

»Du hast bereits zu viele Chancen gehabt«, erwiderte der Meister mit einem eisigen Lächeln. »Ich werde sie selbst finden. Schließlich habe ich genug gute Soldaten in meiner Armee.«

Das war das Letzte, was Kyle hörte, bevor er durch die Flügeltüren aus dem Raum geschleift wurde.

»Mein Meister!«, schrie Kyle wieder, doch bevor er fortfahren konnte, wurde ihm schon die Tür vor der Nase zugeschlagen.

Überall um ihn herum waren Arme, und bevor er sichs versah, lag er flach auf dem Rücken auf einer Steinplatte.

Immer mehr Vampire beugten sich über ihn und hielten ihn fest. Sie alle sannen auf Rache. Kyle dachte an all die Fehden, die er im Laufe der Jahrtausende ausgefochten hatte. Um das zu erreichen, was er schließlich erreicht hatte, war er vielen auf die Füße getreten. Jetzt war die Zeit für Vergeltung gekommen.

Höhnisch grinsend trat ein Vampir mit einem Eimer in der Hand näher.

»NEEEIIINNN!«, schrie Kyle panisch. Da er diese Art der Bestrafung schon öfter miterlebt hatte, konnte er die furchtbaren Schmerzen erahnen, die ihn erwarteten.

Als er aufsah, neigte sich der Eimer, dann ergoss sich die Flüssigkeit über sein Gesicht.

Seine entsetzlichen Schreie hallten in den Gängen wider.

12.

Kapitel

Während Caitlin sich an Caleb festklammerte und mit ihm durch die kalte Luft flog, ließ die schmerzhafte Hungerattacke allmählich nach, und sie konnte wieder klar denken. Als sie an sich hinuntersah und entdeckte, dass sie beide voller Blut waren, versuchte sie sich zu erinnern, was eigentlich passiert war.

Nach und nach kehrte die Erinnerung zurück: Sie hatten Hawthornes Haus verlassen. Die Polizei war aufgetaucht, dann hatte Caitlin die Kontrolle über sich verloren. Ein Schuss war gefallen. Genau, jetzt wusste sie es wieder: Als sie gerade ihre Zähne in den Hals des Polizisten hatte bohren wollen, hatte Caleb sie weggezogen. Mit Lichtgeschwindigkeit hatte er sie weggerissen und sie so davor bewahrt, einen weiteren Menschen anzugreifen.

Doch er hatte dafür bezahlt, denn der Polizist hatte geschossen und Caleb am Arm getroffen. Sein Blut war überall gewesen, aber offensichtlich hatte die Verletzung ihn nicht beeinträchtigt. Stattdessen war es ihm irgendwie gelungen, alle drei Polizisten auszuschalten, bevor sie überhaupt hatten reagieren können. Dann hatte er Caitlin mit einer einzigen geschmeidigen Bewegung hochgehoben und war mit ihr davongeflogen. Sie bewunderte seine Selbstbeherrschung und die Art und Weise, wie er jede schwierige Situation meisterte. Schließlich hatte er es geschafft, sie dort herauszuholen, ohne dass jemand ernsthaft verletzt worden war – mal abgesehen von seiner eigenen Verletzung. Es war ihr peinlich, dass sie derart unbeherrscht war und schwierige Situationen nicht im Griff hatte. Sie hatte ihn schon wieder in Gefahr gebracht.

Es war bereits dunkel, als Caitlin und Caleb über die Wälder am Rande von Salem flogen. Allmählich beruhigte sie sich wieder. Caleb hielt sie fest, und nach und nach löste sich ihre Anspannung. Auch ihr Hunger und ihre Wut ließen nach.

Als sie schließlich irgendwo mitten im Wald landeten, fühlte sie sich wieder ganz normal. Rückblickend kamen ihr die Ereignisse der vergangenen Stunde jetzt wild und verrückt vor – sie konnte einfach nicht nachvollziehen, warum sie sich derart aufgeführt hatte. Woher war diese plötzliche Wut gekommen? Warum hatte sie die Kontrolle verloren?

Natürlich wusste sie, dass diese Fragen nicht mit Logik zu beantworten waren: Wenn die furchtbaren Schmerzen sie überfielen, drehte sie einfach völlig durch. Dann war sie ihren animalischen Instinkten ausgeliefert – als wäre sie in dem Zustand ein anderer Mensch. Gott sei Dank hatte Caleb eingegriffen, denn sonst hätte sie jetzt diesen Polizisten auf dem Gewissen. Er hatte sie vor einer Riesendummheit bewahrt.

Als sie das Blut an seinem Arm sah, hatte sie wieder ein schlechtes Gewissen. Wegen ihr war er angeschossen worden.

Impulsiv streckte sie die Hand aus und legte sie auf seinen Arm.

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