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The Vampire Journals - Geliebt: Band 2 (German Edition)

Электронная книга - «The Vampire Journals - Geliebt: Band 2 (German Edition)». Краткое содержание книги:

Caitlin und Caleb machen sich gemeinsam auf die Suche nach dem einzigen Gegenstand, der den drohenden Krieg der Vampire und der Menschheit noch abwenden kann: das verlorene Schwert. Dafür müssen sie allerdings zuerst Caitlins Abstammung zurückverfolgen, denn sie haben immer noch nicht das Rätsel um ihren Vater gelöst. Wer war er und warum hat er sie verlassen? Und ist sie wirklich die Auserwählte? Doch auch die Vampire des Blacktide Clans wollen das alte Schwert ausfindig machen und sind dem Paar dicht auf den Fersen. Trotz der Gefahren wächst die Liebe zwischen Caitlin und Caleb. Ihre verbotene Romanze könnte jedoch alles zerstören, was sie erreichen wollen ...
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Caitlin wählte ihre nächsten Worte mit Bedacht.

»Meinst du … Beziehungen? Liebesbeziehungen?«

Schweigen legte sich über den Raum. Sie spürte, dass auch er sich Mühe bei der Wahl seiner Worte gab.

»Es gibt alle möglichen Arten von Beziehungen, die eine Rolle spielen, aber im Endeffekt wird eine Liebesbeziehung wahrscheinlich den tiefsten Eindruck hinterlassen«, erwiderte er schließlich. »Aber es steckt mehr dahinter. Am Anfang geht es um die Liebesgeschichte, doch im Laufe der Zeit nimmt die Person einen kleinen Teil von dir in Besitz. Ich weiß nicht, wie ich es sonst erklären soll. Aber es ist das, was einem nach all den Jahrhunderten bleibt.«

Calebs Ehrlichkeit rührte Caitlin. Sie hatte damit gerechnet, dass er ihr erzählen würde, wo er geboren wurde und aufgewachsen war. Aber wie üblich war er weit darüber hinausgegangen. Seine Worte beeindruckten sie sehr. Sie wusste nicht, was sie dazu sagen sollte.

»Nach so langer Zeit«, fuhr er fort, »versucht man automatisch, alle Menschen, die man kennenlernt, einzuordnen und herauszufinden, ob man sie schon in einem anderen Leben gekannt hat. Ich habe festgestellt, dass ich eigentlich jeden, den ich jetzt treffe, bereits in einem anderen Leben kannte. Die anderen erinnern sich nie daran, ich aber schon. Daher warte ich immer auf den Moment, in dem ich begreife, woher ich sie kenne. Irgendwann kommt dieser Moment, und dann ergibt alles einen Sinn.«

Caitlin zögerte mit der nächsten Frage, denn sie fürchtete sich vor der Antwort.

»Was ist denn … mit uns?«

Mit gerunzelter Stirn schaute Caleb ins Feuer, während Caitlin nervös auf seine Antwort wartete. Es dauerte lange, bis er weitersprach.

»Du bist die Einzige, bei der alles irgendwie im Dunkeln bleibt. Ich bin mir sicher, dass wir uns irgendwo schon mal begegnet sind – aber bisher weiß ich nicht, wann und wo das war. Irgendetwas wird vor mir zurückgehalten, und ich verstehe nicht, warum das so ist. Daher kann ich nur vermuten, dass es etwas über dich – über uns – gibt, das ich nicht erfahren soll.«

Wieder war Caitlin sprachlos. Ihre Gefühle für ihn überwältigten sie derart, dass alles, was sie sagen würde, nur falsch verstanden werden konnte.

Völlig verwirrt erhob sie sich und hob mit zitternder Hand ein Holzscheit auf, um es ins Feuer zu werfen. Aber weil sie so nervös war, glitt es ihr aus der Hand und landete mit einem dumpfen Geräusch auf dem Boden.

Caitlin und Caleb erstarrten und sahen sich an. Der Aufprall des Holzscheits hatte irgendwie hohl geklungen. Die Dielenbretter – unter den Dielenbrettern musste sich ein Hohlraum befinden!

Gleichzeitig eilten die beiden zu der Stelle, an der das Stück Holz gelandet war. Als Caleb es zur Seite schob, wirbelte jahrhundertealter Staub auf und legte das blanke Holz frei. Mit den Fingerknöcheln klopfte er auf das Dielenbrett, und erneut war ein hohles Geräusch zu hören.

»Geh mal ein Stück zurück«, forderte er sie auf.

Dann hob er den Arm und schlug mit der Faust kräftig auf das Brett. Das Holz zersplitterte mit einem lauten Krachen. Nun griff er in das Loch und riss mehrere Dielen heraus.

Schließlich nahm Caitlin eine Kerze und hielt sie in den Hohlraum. Das Loch war nicht tief, sie konnten die Erde auf dem Grund erkennen. Obwohl Caitlin die Höhlung sorgfältig ausleuchtete, fanden sie zuerst nichts. Doch als sie die Kerze in eine Ecke hielt, entdeckte sie plötzlich doch etwas. »Da!«

Vorsichtig griff sie danach und zog es langsam heraus. Dann hielt sie den Gegenstand in die Höhe und befreite ihn von zentimeterdickem Staub.

Es war ein kleiner roter Beutel aus Satin, der mit einer Schnur zugebunden war. Was mochte bloß darin sein? Eine Münze? Ein Schmuckstück? Ihr Herz pochte heftig vor Aufregung, als es ihr endlich gelang, die Schnur zu lösen. Vorsichtig griff sie in den Beutel und fühlte kaltes Metall.

Verblüfft starrten beide auf den Gegenstand in ihrer Hand.

Es war ein kleiner Schlüssel.

Sie vergewisserte sich, dass sonst nichts mehr in dem Beutel steckte. Nur dieser Schlüssel.

Caleb nahm ihn ihr aus der Hand, ging dichter ans Feuer und betrachtete ihn ganz genau.

»Kannst du etwas damit anfangen?«, wollte sie wissen.

Er schüttelte den Kopf.

Nachdenklich setzten sie sich wieder ans Feuer und betrachteten den Schlüssel. Als Caitlin ihn umdrehte, fiel ihr auf einmal etwas auf. Sie befeuchtete ihre Fingerspitze und fuhr damit über das Metall. Eine feine Schmutzschicht löste sich und enthüllte eine winzige Gravur: The Vincent House.

Fragend sah Caitlin Caleb an. »Kennst du das?«

Seufzend lehnte er sich zurück und schüttelte den Kopf.

»Ich nehme an, unsere Suche ist noch nicht vorüber«, sagte er schließlich.

Seine Stimme klang enttäuscht. Offensichtlich hatte er damit gerechnet, in diesem Cottage das Schwert zu finden. Er tat ihr leid, und sie fühlte sich irgendwie schuldig, obwohl sie ebenfalls frustriert war. Anscheinend mussten sie sich auf eine noch längere Suche einstellen. Aber zumindest waren sie auf einen weiteren Hinweis gestoßen. Sie steckten nicht in einer Sackgasse, sondern hatten immerhin einen Schlüssel gefunden. Aber wozu passte er?

Bevor sie ihren Gedanken zu Ende führen konnte, krümmte sie sich plötzlich vor Schmerz zusammen. Eine extrem schmerzhafte Hungerattacke überfiel sie, schlimmer als je zuvor. Sie konnte kaum noch atmen.

Plötzlich spürte sie eine Hand auf der Schulter. »Caitlin?«

Er wartete nicht erst auf eine Antwort. Eine starke Hand fasste sie unter einem Arm, dann wurde sie hochgehoben und in Windeseile aus dem Cottage getragen. In hohem Tempo ging es durch das Dickicht in den Wald hinein.

Während die Schmerzen ihr immer wieder durch den Körper schossen, flogen die Bäume rasend schnell an ihr vorüber.

Sie spürte, wie die bekannte Wut sich in ihr aufbaute. Das Verlangen nach Nahrung wuchs. Und das Verlangen, zu töten. Ihr Körper veränderte sich zusehends, während sie sich in Calebs Armen wand und nicht wusste, wie lange sie sich noch im Griff haben würde.

Endlich blieb Caleb stehen und stellte sie auf ihre Füße. Mit kraftvollem Griff hielt er sie an den Schultern fest und sah ihr direkt in die Augen.

»Du musst mir zuhören. Ich weiß, dass dir das jetzt schwerfällt, aber du musst dich konzentrieren.«

Also gab sie sich die größte Mühe, sich auf seine Worte und seine Augen zu konzentrieren. Ihre Welt verschwand in einem roten Nebel, während der Drang zu töten immer größer wurde.

»Du hast einfach bloß Hunger. Du brauchst Blut, und zwar sofort. Wir sind in einem Wald und können zusammen auf die Jagd gehen – ich kann dir beibringen, wie es geht.«

Beibringen. Beibringen. Sie versuchte, sich an seine Worte zu klammern.

Dann spürte sie, wie er sie mit sich zog, und ehe sie sichs versah, waren sie schon in der Nacht verschwunden.

13.

Kapitel

Samantha erwachte bei Tagesanbruch und warf einen Blick neben sich. Da lag dieser Typ bei ihr im Bett, Sam. Es war so einfach gewesen, ihn zu verführen, dass sie beinahe schon ein schlechtes Gewissen hatte. Natürlich wusste sie, dass sie gegen ein Gesetz verstoßen hatte, indem sie mit einem Menschen schlief, aber weil dieses Exemplar so jung und knackig war, hatte sie beschlossen, es nicht zu genau zu nehmen. Warum auch? Niemand würde je davon erfahren. Selbstverständlich würde sie selbst es niemandem erzählen, und diesen Sam würde sie einfach nicht lange genug leben lassen, als dass er es jemandem verraten könnte. Dann und wann – etwa alle hundert Jahre – musste sie sich das gönnen. Diesen Luxus nahm sie sich einfach heraus.

Außerdem hatte er etwas an sich, etwas Besonderes, das ihn für einen Menschen fast erträglich machte. Sogar mehr als erträglich, wenn sie ehrlich zu sich selbst war. Doch sie konnte nicht genau sagen, was es war – das machte ihr mehr zu schaffen als alles andere.

Innerlich aufgewühlt setzte sie sich auf, immer noch nackt, und sprang mit einer einzigen geschmeidigen Bewegung aus dem Bett. Leise spazierte sie durchs Zimmer, sammelte ihre Kleider ein und zog sich schnell an. Als sie durch die Glasschiebetüren nach draußen sah, dämmerte gerade der Morgen. Welch eine Ironie, dachte sie. Nachts zu schlafen und morgens aufzuwachen. Genau wie ein Mensch. Der Gedanke verursachte ihr Übelkeit, aber manchmal musste man eben Zugeständnisse machen.

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