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The Vampire Journals - Geliebt: Band 2 (German Edition)

Электронная книга - «The Vampire Journals - Geliebt: Band 2 (German Edition)». Краткое содержание книги:

Caitlin und Caleb machen sich gemeinsam auf die Suche nach dem einzigen Gegenstand, der den drohenden Krieg der Vampire und der Menschheit noch abwenden kann: das verlorene Schwert. Dafür müssen sie allerdings zuerst Caitlins Abstammung zurückverfolgen, denn sie haben immer noch nicht das Rätsel um ihren Vater gelöst. Wer war er und warum hat er sie verlassen? Und ist sie wirklich die Auserwählte? Doch auch die Vampire des Blacktide Clans wollen das alte Schwert ausfindig machen und sind dem Paar dicht auf den Fersen. Trotz der Gefahren wächst die Liebe zwischen Caitlin und Caleb. Ihre verbotene Romanze könnte jedoch alles zerstören, was sie erreichen wollen ...
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»Es tut mir so leid«, entschuldigte sie sich. »Bist du okay?«

»Ja, absolut«, beruhigte er sie. »Vampire sind anders als Menschen: Unsere Haut verheilt sehr schnell. In ein paar Stunden wird nichts mehr davon zu sehen sein. Zum Glück war das nur eine ganz normale Kugel – bei einer Kugel aus Silber hätte die Sache ganz anders ausgesehen. Aber so musst du dir wirklich keine Gedanken machen«, fügte er beschwichtigend hinzu.

Prüfend musterte sie seinen Arm und stellte fest, dass die Wunde tatsächlich schon gut verheilt war. Zu ihrer Verblüffung sah sie nur noch wie ein großer blauer Fleck aus, der vor ihren Augen kleiner zu werden schien.

Ob sie wohl auch über diese Eigenschaft verfügte? Wahrscheinlich nicht, denn schließlich war sie ja nur ein Halbblut. Bestimmt hatten nur richtige Vampire diese erstaunliche Fähigkeit zur Schnellheilung. Ein Teil von ihr wünschte sich, sie wäre eine von ihnen. Unsterblichkeit. Übermenschliche Kräfte. Unverwundbarkeit gegenüber den meisten Waffen. Über einige dieser Eigenschaften verfügte sie, jedoch offensichtlich nicht über alle. Sie hing zwischen zwei Welten, und sie hatte keine Ahnung, für welche sie sich entscheiden sollte.

Nicht, dass sie es sich aussuchen könnte. Die einzige Möglichkeit, ein echter Vampir zu werden, bestand darin, von einem Vampir verwandelt zu werden. Aber Caleb war nicht dazu bereit, denn das war verboten. Außerdem hatte sie das Gefühl, dass er ihr die Verwandlung auch dann nicht nahelegen würde, wenn es erlaubt wäre. Seine Unsterblichkeit machte ihm offensichtlich zu schaffen – er schien Caitlin regelrecht um ihre Sterblichkeit zu beneiden. Sie hatte den Eindruck, dass er es ihr in ihrem eigenen Interesse nicht wünschte, unsterblich zu sein.

»Hast du sie noch?«, wollte er wissen.

Verständnislos sah sie ihn an.

»Die Karte, die ich dir vorhin gegeben habe.«

Natürlich, die war schließlich der Grund, warum sie genau hier gelandet waren.

Schnell steckte sie die Hand in die Tasche und stellte erleichtert fest, dass der Plan noch da war. Zum Glück gab es Reißverschlusstaschen.

Nachdem sie Caleb die Rolle gegeben hatte, rollte er sie auseinander und starrte darauf.

»Wir sind nicht weit weg«, bemerkte er, ließ das Papier sinken und schaute nachdenklich in den Wald. »Das Cottage müsste ganz in der Nähe sein.«

Caitlin sah sich um und kniff die Augen zusammen. Außer Bäumen konnte sie nichts erkennen.

»Ich sehe nichts«, erwiderte sie.

»Die Karte ist ziemlich alt«, erklärte er. »Sie wurde mit der Hand gezeichnet und ist sicherlich nicht besonders genau. Aber die Markierungen deuten auf diese Gegend hin.«

Erneut sahen sie sich um, jedoch ohne Erfolg.

Schließlich meinte Caitlin: »Dieses Cottage stand hier irgendwo vor Hunderten von Jahren. Könnte es nicht vielleicht sein, dass es gar nicht mehr existiert?«

Wieder ließ Caleb prüfend den Blick schweifen. Dann steuerte er durch das raschelnde Laub in eine bestimmte Richtung, und sie folgte ihm.

»Ja«, entgegnete er, »das könnte sein, vor allem, wenn es aus Holz erbaut wurde. Dann existiert es höchstwahrscheinlich nicht mehr. Aber ich hoffe einfach, dass es ein Steincottage ist. Die meisten Cottages, die von Vampiren erbaut wurden, waren aus Stein. Dann könnte es nämlich noch stehen, zumindest teilweise.«

»Selbst wenn es so wäre, glaubst du nicht, dass es inzwischen entdeckt oder auch mutwillig zerstört worden sein könnte?«, fragte sie.

»Das ist gut möglich. Es sei denn …«

Sie wartete. »Es sei denn?«

»Es sei denn, dass es von der Vegetation überwuchert wurde. Unter Vampiren gibt es eine Tradition, die eine Möglichkeit darstellt, bestimmte Hinweise über Generationen hinweg weiterzugeben. Wir erbauen ein Cottage aus Stein an einem abgelegenen Ort und bepflanzen es dann rundherum mit Glyzinien, Dornensträuchern und dichtem Gestrüpp. Wenn das Häuschen eine Weile sich selbst überlassen bleibt, wuchern die Pflanzen derart schnell und dicht, dass es für Menschen praktisch nicht mehr aufzuspüren ist. Auf diese Weise können eingeweihte Vampire es noch Jahrhunderte später wiederfinden.«

Erneut sah er sich um.

»Der Vorteil an diesem Wald hier besteht darin, dass er so abgeschieden ist. Das gibt mir Hoffnung.«

»Vorausgesetzt, diese Karte ist keine Fälschung«, überlegte Caitlin laut. »Möglicherweise handelt es sich ja um eine falsche Spur.«

Lächelnd sah Caleb sie an.

»Du hast einen wachen Verstand«, erwiderte er. »Aber vielleicht denkst du zu viel. Es wäre zwar möglich, aber ich glaube nicht daran. Diese Schriftrolle ist echt.«

Als sie weiter in den Wald vordrangen, nahm er sie an der Hand. Das einzige Geräusch, das zu hören war, war das Rascheln des trockenen Laubs. Die Kälte ging ihr durch Mark und Bein.

Auf einmal schlüpfte Caleb aus seinem Ledermantel und legte ihn ihr fürsorglich um die Schultern. Wieder einmal war sie verblüfft darüber, wie er ihre Gedanken lesen konnte. Seine Fürsorge rührte sie.

»Nein«, protestierte sie, »ich kann doch nicht deinen Mantel …«

»Nimm ihn ruhig, ich friere gar nicht.«

Der Mantel fühlte sich wundervoll an. Er war erstaunlich schwer, und Calebs Körperwärme hing noch darin. Caitlin liebte den Ledergeruch. Irgendwie hatte sie den Eindruck, als hätte er das Kleidungsstück schon seit Jahrhunderten getragen. Natürlich war ihr der Mantel viel zu groß, doch trotzdem schien er ihr perfekt zu passen. Außerdem hatte sie darin das Gefühl, zu Caleb zu gehören – so, als wäre sie seine Freundin. Sie liebte dieses Gefühl.

Prüfend schaute Caleb auf die Schriftrolle und wieder in den Wald. Immer noch nichts. Caitlin drehte sich langsam im Kreis und spähte mit zusammengekniffenen Augen in den dämmrigen Wald. Als ihre Augen sich angepasst hatten, glaubte sie auf einmal, etwas entdeckt zu haben.

»Caleb«, rief sie.

Als er sich zu ihr umdrehte, zeigte sie mit dem Finger in den Wald.

»Siehst du das? Ganz da hinten. Das sieht aus wie ein Dickicht, findest du nicht auch?«

Angestrengt blickte er in die angegebene Richtung, dann nahm er ihre Hand und ging mit ihr auf das Gestrüpp zu. »Schließlich haben wir nichts zu verlieren«, meinte er.

Je näher sie kamen, desto optimistischer wurde Caitlin. Das Dickicht war riesengroß und bestand aus einem Wust von undurchdringlichen Zweigen und Dornenranken. Der Gedanke an eine Mauer drängte sich auf. Als sie das Gestrüpp umrundeten, stellten sie fest, dass es um die dreißig Meter tief sein musste. Außerdem war es tatsächlich undurchdringlich. Wenn Calebs Beschreibung auf irgendetwas passte, dann war es das hier. Niemand konnte dieses Dickicht durchdringen – es sei denn, er hätte eine Machete dabei und wäre bereit, in tagelanger Arbeit einen Weg freizuschlagen. Was auch immer sich in der Mitte befinden mochte – falls dort überhaupt etwas war –, es wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit unberührt.

Genauso gut konnte es sich natürlich auch einfach um ein ganz normales Dornengestrüpp handeln, in dem sie als Ergebnis ihrer Bemühungen nichts als weitere Dornen vorfinden würden.

Langsam nickte Caleb. »Tatsächlich«, murmelte er. »Das könnte es sein.«

Nachdem er die Stelle eine Weile nachdenklich gemustert hatte, forderte er sie schließlich auf: »Geh mal bitte ein Stück zurück.«

Caitlin fragte sich, was er wohl vorhatte, folgte aber gehorsam seiner Anweisung.

Sorgfältig zog er seine Ärmel bis über die Hände hinunter, um sie zu schützen, und riss dann mit seiner unglaublichen Kraft an dem Dornengestrüpp. Es war, als würde man einer Kettensäge bei der Arbeit zusehen.

Innerhalb weniger Sekunden hatte er bereits einen schmalen Durchgang gerodet, gerade eben breit genug für eine Person. Er steckte schon tief in der Dornenhecke, als sie ihn plötzlich rufen hörte: »Hier!«

Caitlin folgte ihm auf dem schmalen Weg durch das Astwerk und holte ihn schließlich nach gut zehn Metern ein.

Über seine Schulter hinweg erhaschte sie einen Blick auf eine niedrige Steinmauer.

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