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The Vampire Journals - Geliebt: Band 2 (German Edition)

Электронная книга - «The Vampire Journals - Geliebt: Band 2 (German Edition)». Краткое содержание книги:

Caitlin und Caleb machen sich gemeinsam auf die Suche nach dem einzigen Gegenstand, der den drohenden Krieg der Vampire und der Menschheit noch abwenden kann: das verlorene Schwert. Dafür müssen sie allerdings zuerst Caitlins Abstammung zurückverfolgen, denn sie haben immer noch nicht das Rätsel um ihren Vater gelöst. Wer war er und warum hat er sie verlassen? Und ist sie wirklich die Auserwählte? Doch auch die Vampire des Blacktide Clans wollen das alte Schwert ausfindig machen und sind dem Paar dicht auf den Fersen. Trotz der Gefahren wächst die Liebe zwischen Caitlin und Caleb. Ihre verbotene Romanze könnte jedoch alles zerstören, was sie erreichen wollen ...
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Als Caitlin die Haustür erreichte, drehte sie am Türknauf, doch die Tür war abgeschlossen.

Also streckte Caleb die Hand aus und wollte die Tür mit Gewalt öffnen.

»Warte«, sagte Caitlin schnell.

Caleb hielt inne.

»Darf ich es versuchen?«, fragte sie verschmitzt lächelnd.

Sie wollte einfach wissen, ob sie das konnte. Zwar fühlte sie die Kraft durch ihre Adern strömen, aber sie kannte ihre Grenzen nicht. Auch wusste sie nicht, ob sie die Kraft einfach so abrufen konnte.

Lächelnd machte er ihr Platz. »Bitte, nur zu!«

Vorsichtig drehte sie an dem Knauf, doch er gab nicht nach. Sie nahm ihre ganze Kraft zusammen, aber es tat sich immer noch nichts. Entmutigt und beschämt ließ sie die Hand sinken und wollte schon aufgeben.

Doch da sagte Caleb: »Konzentrier dich! Du gehst vor wie ein Mensch. Hab Vertrauen in deine Kraft. Dreh den Knauf aus deinem Inneren heraus. Vertrau auf deinen Körper.«

Sie schloss die Augen und atmete tief durch. Dann legte sie die Hand erneut auf den Knauf, versuchte, seine Anweisungen zu befolgen, und richtete ihre Konzentration nach innen.

Diesmal war ein lautes Knacken zu hören. Als sie überrascht die Augen öffnete, stellte sie fest, dass sie den Türknauf aufgebrochen hatte. Die Tür war offen.

Stolz lächelte sie Caleb an.

»Sehr gut«, lobte er sie und forderte sie mit einer Handbewegung auf, einzutreten. »Ladys first.«

Das Haus war gemütlich, mit seinen niedrigen Decken, Sprossenfenstern und knarrenden Holzdielenböden. Draußen wurde es schnell dämmrig, daher hatten sie nicht viel Zeit für ihre Suche – sofern sie kein Licht einschalten wollten. Also drehten sie zügig eine Runde durch das Haus und versuchten, sich so schnell wie möglich einen Überblick zu verschaffen.

»Was suchen wir eigentlich?«, wollte Caitlin wissen.

»Das weiß ich genauso wenig wie du«, erwiderte er. »Trotzdem denke ich, dass wir am richtigen Ort sind.«

Am Ende des Flurs stand eine große Infotafel mit Einzelheiten über Hawthornes Leben. Sie blieb stehen und las vor: »Nathaniel Hawthorne war nicht einfach nur ein Autor, der über Salem schrieb, wie viele andere, sondern er lebte auch in Salem. Viele seiner Erzählungen spielen in Salem. Die meisten in seinen Romanen beschriebenen Gebäude existierten tatsächlich, viele stehen sogar heute noch.

Zudem hatte Hawthorne eine persönliche Beziehung zu einigen Ereignissen und Personen seiner Werke. Sein berühmtestes Werk beispielsweise, Der Scharlachrote Buchstabe, erzählt die Geschichte einer Frau namens Hester Prynne, die wegen ihres ehebrecherischen Verhaltens ins Gefängnis gesteckt wurde. Hawthorne hatte eine direktere Verbindung zu jenen Ereignissen, als man meinen sollte, denn sein Großvater, John Hawthorne, war einer der Richter bei den Hexenprozessen von Salem gewesen. Er war mitverantwortlich für die Anklage, die Verurteilung und die Hinrichtung der Hexen. Seine Abstammung stellte eine schwere Bürde für Hawthorne dar.«

Fasziniert sahen Caitlin und Caleb sich an. Hier gab es eindeutig eine enge Verbindung – sie hatten das Gefühl, dass sie auf etwas Wichtiges gestoßen waren. Trotzdem wussten sie immer noch nicht genau, was das war. Offenbar fehlte ihnen noch ein Bindeglied.

Zügig setzten sie ihren Weg durch das Haus fort, musterten aufmerksam die Einrichtung und hielten die Augen offen. Doch als sie das Erdgeschoss komplett durchkämmt hatten, standen sie immer noch mit leeren Händen da.

Zögernd blieben sie vor einer schmalen Holztreppe stehen, die mit einer Samtkordel abgesperrt war. Daran hing ein Schild mit der Aufschrift: Privat, Zutritt nur für Angestellte.

Caleb warf Caitlin einen Blick zu.

»Jetzt sind wir schon so weit gekommen«, meinte er und löste die Kordel.

Aufgeregt stiegen sie die Treppe hinauf. Ihre Schritte hallten auf den harten Holzstufen wider. Das ganze Haus ächzte und stöhnte, als wolle es sich über die ungebetenen Besucher beschweren.

Die Decken im Obergeschoss waren sogar noch niedriger, sodass Caleb kaum aufrecht stehen konnte. Zwar war es inzwischen deutlich dunkler geworden, doch sie konnten noch genug erkennen. Das Zimmer, in dem sie standen, war wunderschön und sehr gemütlich – es war mit breiten Holzdielen, Sprossenfenstern und geschmackvollen Stilmöbeln ausgestattet. In der Mitte befand sich eine gemauerte Feuerstelle, die offensichtlich häufig benutzt worden war. Die Rußspuren hatten bis heute überdauert.

Caitlins Blick fiel auf eine weitere Infotafel, die sich mit der Geschichte von Elizabeth Paine beschäftigte.

Wieder las Caitlin laut vor: »Hester Prynne, die Figur, die im Mittelpunkt des Romans Der scharlachrote Buchstabe steht, wurde verfolgt, weil sie den Namen des Vaters ihres illegitimen Kindes nicht preisgeben wollte. Viele Gelehrte sind heute der Meinung, dass der Roman in Wahrheit auf dem Leben einer Frau basierte, die in Salem gelebt hatte: Elizabeth Paine. Keinem der Wissenschaftler ist es jedoch bislang gelungen, etwas über die Abstammung von Elizabeths Kind herauszufinden, weil sie es ablehnte, den Namen des Vaters zu verraten. Einer Legende zufolge soll er ein geheimnisvoller Fremder gewesen sein, der mit einem Schiff aus Europa gekommen war. Angeblich war Elizabeth eine verbotene Romanze mit ihm eingegangen.

Elizabeth wurde wegen ihres Ehebruchs aus Salem verbannt und lebte allein mit ihrem Kind in einem kleinen Cottage im Wald außerhalb der Stadt. Die genaue Lage ihres Cottages ist bis dato unbekannt.«

Sprachlos sah Caitlin Caleb an.

Schließlich flüsterte sie: »Eine verbotene Romanze? Zwischen …?«

Caleb nickte. »Ja. Eine Romanze zwischen einem Vampir und einem Menschen. In der Geschichte geht es in Wahrheit nicht um Ehebruch, sondern um Vampire – und um das Kind, das aus dieser Beziehung hervorging. Das Kind von Elizabeth und einem Vampir. Das Kind war ein Halbblut.«

Caitlin fühlte sich, als würde ihr der Boden unter den Füßen weggezogen. Die Entdeckung überwältigte sie förmlich.

Außerdem hatte sie das Gefühl, dass die Geschichte sich wiederholte, viele Generationen später. Alles lief nach dem gleichen Muster ab: eine verbotene Romanze, zwei Rassen, sie und Caleb. Sie traten in die Fußstapfen ihrer Vorfahren. War das Leben an sich einfach eine endlose Wiederholung von Ereignissen?

Prüfend sah sie sich im Raum um. Das schwindende Licht erschwerte die Suche, obendrein wusste sie immer noch nicht, wonach sie überhaupt suchten. Aber es bestand zumindest kein Zweifel mehr daran, dass sie den richtigen Ort gefunden hatten.

Caleb spazierte neugierig durch das Zimmer und betrachtete alles ganz genau. Beide waren sich ganz sicher, dass das, was sie suchten, hier zu finden war. Vielleicht war es ja sogar das Schwert?

Doch es gab nur wenige Möbelstücke, in denen offensichtlich nichts versteckt war.

»Hier, ich hab etwas!«, rief Caleb schließlich aus.

Caitlin eilte zu ihm hinüber. Er stand neben einer kleinen antiken Truhe.

Mit der Hand tastete er die Seite des Möbelstücks ab. »Sieh dir das mal an.«

Sanft nahm er ihre Hand und führte sie an die Stelle, die er gefunden hatte. Plötzlich spürte sie es – eine kleine Einkerbung in der Form eines Kreuzes.

»Was ist das?«, wollte sie wissen.

»Ich weiß es nicht«, antwortete er. »Ich weiß nur eins: Diese Einkerbung gehört eigentlich nicht in dieses Möbelstück. Und ich habe eine Vermutung – ich wette, diese ungewöhnliche Form entspricht ganz genau der Form deines Kreuzes.«

Verständnislos erwiderte sie seinen Blick. Wovon redete er überhaupt? Doch auf einmal begriff sie und fasste nach ihrer Halskette.

»Ich glaube, dass dein Kreuz in Wahrheit ein Schlüssel ist«, erklärte er.

Schnell nahm sie die Kette ab, und dann schoben sie das Kreuz gemeinsam in die Einkerbung. Begeistert stellten sie fest, dass es ganz genau hineinpasste. Ein leises Klicken war zu hören, als sie das Kreuz vorsichtig nach rechts drehten. Plötzlich öffnete sich ein hohes, schmales Fach.

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