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The Vampire Journals - Geliebt: Band 2 (German Edition)

Электронная книга - «The Vampire Journals - Geliebt: Band 2 (German Edition)». Краткое содержание книги:

Caitlin und Caleb machen sich gemeinsam auf die Suche nach dem einzigen Gegenstand, der den drohenden Krieg der Vampire und der Menschheit noch abwenden kann: das verlorene Schwert. Dafür müssen sie allerdings zuerst Caitlins Abstammung zurückverfolgen, denn sie haben immer noch nicht das Rätsel um ihren Vater gelöst. Wer war er und warum hat er sie verlassen? Und ist sie wirklich die Auserwählte? Doch auch die Vampire des Blacktide Clans wollen das alte Schwert ausfindig machen und sind dem Paar dicht auf den Fersen. Trotz der Gefahren wächst die Liebe zwischen Caitlin und Caleb. Ihre verbotene Romanze könnte jedoch alles zerstören, was sie erreichen wollen ...
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Wir Vampire hinterlassen nicht gerne Spuren, und wir möchten nicht, dass die Menschen wissen, dass wir zurückkehren. Das würde zu viel unerwünschte Aufmerksamkeit erregen. Manchmal lassen wir uns beerdigen, wenn es keine Alternative gibt. Dann stehlen wir uns still und leise mitten in der Nacht davon und ziehen weiter.«

Er warf ihr einen Blick zu.

»Es könnte durchaus sein, dass dein Vater hier beerdigt wurde. Wir haben nach lebenden Paines gesucht, aber wir haben uns noch nicht nach toten umgesehen.«

***

Caitlin war betroffen, als sie den kleinen Friedhof betraten. Die Gedanken wirbelten ihr im Kopf herum. Noch nie hatte sie einen derart alten Ort betreten. Am Eingang stand ein großes Schild mit der Aufschrift: Friedhof, 1637. Sie staunte über die Tatsache, dass die Menschen seit fast vierhundert Jahren hierherkamen.

Noch mehr wunderte sie sich darüber, dass einige Touristen über den Friedhof spazierten. Sie hatte angenommen, dass sie die Einzigen sein würden. Doch schließlich handelte es sich um Salem. Außerdem war dieser Friedhof eine besondere Attraktion. Die Besucher betrachteten ihn anscheinend als Museum. Caitlin stellte fest, dass es neben den Gräbern tatsächlich ein Museum gab. Sie fand das nicht in Ordnung. Ihrer Meinung nach sollte dieser Ort mit mehr Pietät behandelt werden.

Der Friedhof war klein und überschaubar, kaum größer als ein Garten. Ein Kopfsteinpflasterweg wand sich zwischen den Gräbern hindurch, und als sie den Weg entlangschlenderten, staunte sie über das Alter der Grabsteine und die seltsamen Schriftzeichen, die schon seit langer Zeit verwittert waren. Die Inschriften waren englisch, aber so altertümlich, dass sie fast wie eine andere Sprache wirkten.

Sorgfältig studierte sie die Namen, wobei sie sich insbesondere auf die Nachnamen konzentrierte.

Aber sie konnte keinen einzigen Paine finden, auch nicht in abgewandelter Form. Sie hatten das Ende des Weges erreicht. Es gab nichts.

Caitlin und Caleb blieben stehen, und sie las die Aufschrift auf einer Gedenktafel. Sie beschrieb einige der furchtbaren Folterungen, die die Hexen erdulden mussten. Eine der Hexen war zu Tode gequetscht worden, hieß es. Caitlin war entsetzt.

»Ich kann nicht fassen, was man ihnen angetan hat«, entrüstete sie sich. »Offenbar mussten alle Hexen einen furchtbaren Tod erleiden.«

»Sie waren keine Hexen«, sagte Caleb ernst.

Caitlin sah ihn an, als sie die Trauer in seiner Stimme hörte.

»Sie waren welche von uns«, fügte er hinzu.

Caitlin riss die Augen auf. »Vampire?«, fragte sie ungläubig.

Caleb nickte und blickte auf die Grabsteine.

Schweigen senkte sich über sie, während Caitlin über diese Information nachgrübelte.

»Ich verstehe nicht«, sagte sie schließlich. »Wieso waren sie hier?«

Caleb seufzte. »Es waren Puritaner. Sie wurden in England nicht wegen ihrer Reform des Christentums verfolgt. Sie wurden verfolgt, weil sie Vampire waren. Deshalb verließen sie Europa und kamen hierher. Um ungehindert leben zu können. Die europäischen Vampire versuchten, der Unterdrückung durch die alte Welt zu entfliehen. Sie wussten, dass sie eine neue Nation gründen mussten, um zu überleben. Also wanderten sie aus. Sie gehörten zu den guten Vampiren, sie wollten sich nicht mit anderen Vampiren oder mit Menschen bekriegen. Sie wollten bloß in Ruhe gelassen werden.

Aber im Laufe der Zeit folgten ihnen die bösen Vampire hierher, es wurden immer mehr. Die frühen Kriege in den Kolonien wurden nicht zwischen Menschen geführt, in Wahrheit handelte es sich um Kriege zwischen guten und bösen Vampirclans.

Die Hexenverfolgung in Salem war nur eine Fassade für die Verfolgung von Vampiren.

Wo Gutes ist, folgt Schlechtes. Es existiert ein immerwährender Kampf zwischen Licht und Dunkelheit. Die Hexen, die in Salem verfolgt und gehängt wurden, waren alle gute Vampire.

Deshalb würde es absolut Sinn ergeben, wenn dein Vater hier begraben wäre. Salem ist überhaupt naheliegend. Auch dein Kreuz ergibt Sinn. Alles deutet auf dasselbe hin, nämlich dass du die auserwählte Erbin bist. Der Schlüssel für die Suche nach dem Schwert, das sie versteckt haben und das uns alle retten soll.«

Caitlin ließ ihren Blick erneut über den Friedhof schweifen. Ihr schwirrte der Kopf von Calebs Bericht über die Geschichte der Vampire. Sie wusste nicht, was sie davon halten sollte. Aber eine Sache war klar: Hier gab es niemanden namens Paine. Sie befanden sich wieder in einer Sackgasse.

»Hier ist nichts«, sagte sie schließlich.

Caleb sah sich ein weiteres Mal aufmerksam um und sagte dann enttäuscht: »Du hast recht.«

Caitlin befürchtete, dass ihre Suche diesmal endgültig gescheitert war. Aber sie konnte nicht zulassen, dass sie hier endete.

»Die Rose und der Dorn, die Rose und der Dorn«, flüsterte sie immer wieder vor sich hin und wollte die Antwort erzwingen.

Aber es funktionierte nicht.

Caleb wanderte den Weg entlang, während Caitlin eine andere Richtung einschlug und dabei vor sich hin grübelte.

Bald entdeckte sie eine weitere Gedenktafel, die an einen Baum genagelt war. Zuerst las sie bloß, um sich abzulenken, aber je mehr sie las, desto aufgeregter wurde sie.

»Caleb!«, rief sie. »Komm schnell her!«

Er eilte zu ihr.

»Hör dir das an: Nicht alle Hexen, die verfolgt wurden, liegen auf diesem Friedhof begraben. Tatsächlich handelt es sich nur um einen Bruchteil. Auf der Liste der ›Beschuldigten‹ standen über einhundertdreißig weitere Hexen. Einige entkamen, manche wurden woanders begraben. Die vollständige Liste befindet sich in den Aufzeichnungen des Museums

Sie sahen sich an und dachten beide das Gleiche. Unvermittelt drehten sie sich um und starrten auf das Museum am Rande des Friedhofs.

***

Die Sonne stand schon tief, als sie das Museum erreichten, und die Eingangstür wurde ihnen buchstäblich vor der Nase zugeschlagen. Caleb trat vor, streckte die Hand aus und verhinderte, dass sie ganz geschlossen wurde.

Das verdrießliche Gesicht einer alten Dame erschien im Türspalt.

»Tut mir leid, aber für heute ist Feierabend«, sagte sie. »Kommen Sie doch morgen wieder, wenn Sie möchten.«

»Entschuldigen Sie bitte«, antwortete Caleb höflich, »wir brauchen nur wenige Minuten. Leider können wir morgen nicht wiederkommen.«

»Fünf Uhr ist schon vorbei«, erwiderte sie barsch. »Wir schließen jeden Tag um fünf. Es gibt keine Ausnahmen, so sind die Regeln. Ich kann dieses Museum nicht für jeden offen halten, der später kommt. Wie ich bereits sagte, können Sie morgen wiederkommen. Guten Abend.«

Erneut wollte sie die Tür schließen, doch Caleb hinderte sie wieder daran. Zum zweiten Mal erschien ihr Gesicht im Türspalt – diesmal richtig verärgert.

»Hören Sie, wollen Sie, dass ich die Polizei rufe …?«

Plötzlich erstarrte sie mitten im Satz, als ihr Blick und Calebs sich begegneten. Mehrere Sekunden lang starrte sie ihn an, bis sich ihr Gesichtsausdruck schließlich veränderte und sanfter wurde. Dann begann sie überraschenderweise zu lächeln.

»Hallo, Leute«, sagte sie heiter. »Wie schön, dass ihr hier seid. Kommt doch herein.« Mit einem Lächeln öffnete sie die Tür weit und trat zur Seite.

Caitlin sah Caleb schockiert und verblüfft an. Was hatte er bloß getan?

Was auch immer es war, sie wollte es ebenfalls lernen.

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