Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Saga von Garth und Torian
Die Saga von Garth und Torian - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Saga von Garth und Torian

Электронная книга - «Die Saga von Garth und Torian». Краткое содержание книги:

Die Saga von Garth und Torian - Ungeahnte Kräfte wurden frei, als der Magier der Tremonen starb. Torian aus Scrooth, verwantwortlich für den Tod des Zauberers, entgeht mit seinem ehemaligen Gegner Garth dem Inferno – aber nur, um noch gefahrvollere Abenteuer bestehen zu müssen. Denn in der Ruinenstadt Rador wartet die Vergangenheit und ersinnt einen teuflischen Plan...
1 ... 156 157 158 159 160 161 162 163 164 ... 229
Перейти на страницу:

»Hat einer von euch eine Ahnung, wie wir jetzt da rüber kommen?« wollte er erfahren.

Torian seufzte. Aber dann, ganz plötzlich, mußte er lachen. Garths Frage kam ihm beinahe rührend vor.

»Was ist so komisch?« fragte Garth verwirrt.

»Nichts«, antwortete Torian hastig. »Wirklich, Garth, es ist nichts.« Außer vielleicht der Tatsache, fügte er in Gedanken hinzu, daß Garth immer noch nicht begriffen zu haben schien, was geschehen war. Garth, mein Freund, dachte er. Wir haben einen Gott besiegt. Was sollte uns jetzt noch aufhalten können?

Die Arena des Todes

(Mit Frank Rehfeld)

Sie wurden überfallen, als sie sich noch keine zwei Meilen von Burg Conn entfernt hatten. Torian achtete kaum auf das leise Rascheln in den Büschen rechts des Weges, aber er hätte wahrscheinlich ohnehin zu langsam reagiert, wenn ihm nicht Marubur im gleichen Moment einen so harten Stoß versetzt hätte, daß er fast vom Pferd gestürzt wäre. Kaum einen Sekundenbruchteil später hörte er das helle Sirren einer Bogensehne. Der Pfeil zog eine Spur aus brennendem Schmerz über seinen linken Arm. Torian schrie auf und glitt nun wirklich vom Pferd.

Die Bewegung rettete ihm das Leben. Drei, vier weitere Pfeile zischten heran und verfehlten ihn so knapp, daß er noch den Luftzug spürte, dann schien der Boden mit ungeheurer Geschwindigkeit auf ihn zuzurasen. Er wußte selbst nicht, wie er es schaffte, den Sturz mit den Händen gerade noch abzufangen. Dennoch war der Aufprall so hart, daß er sekundenlang wie betäubt liegenblieb.

Mit einem hastigen Ruck riß Marubur ihn wieder auf die Beine. Benommen starrte Torian den Nork an, der mit seinem dunklen Fell und den einfältigen Gesichtszügen an einen plumpen, zu groß geratenen Affen erinnerte. Alles war so schnell gegangen, daß er noch gar nicht richtig begriffen hatte, was eigentlich geschehen war.

Seine Benommenheit schwand jedoch mit einem Schlag, als er fünf weitere Norks mit Schwertern und Beilen in den Händen aus dem Gebüsch brechen sah. Ihr Fell war zerzaust, und die blanke Mordlust in ihren Augen verriet nur zu deutlich, daß sie sich weder mit Torians Habe zufriedengeben würden, noch Interesse an Gefangenen hatten. Sie wollten ihn töten, allein schon deshalb, weil er der Sohn Fürst Limahrts war. Ein Speer verfehlte ihn nur um Haaresbreite und fuhr mit einem pfeifenden Gerausch in den Boden. Blitzschnell zog Torian sein Schwert, und dann waren die Norks auch schon heran.

Er parierte einen Hieb, der ihm fast die Waffe aus der Hand geschlagen hätte, und trieb den Nork mit einem Fußtritt zurück. Fast gleichzeitig fuhr er herum und wehrte einen weiteren Streich ab. Das Schwert des Angreifers traf seine Klinge mit solcher Wucht, daß er mehrere Schritte weit zurücktaumelte. Sein Fuß blieb an einer Baumwurzel hängen, und mit wild rudernden Armen versuchte er das Gleichgewicht zu halten. Vielleicht wäre ihm das sogar gelungen, wenn der Nork nicht sofort nachgesetzt hätte. Wieder gelang es Torian nur mit knapper Not, sein Schwert hochzureißen. Funken stoben auf, als die beiden Klingen aufeinanderprallten. Ein entsetzlicher Schmerz zuckte durch Torians Arm. Die Waffe wurde ihm aus den Fingern gerissen, und er fühlte sich von der Hand eines unsichtbaren Riesen gepackt und durch die Luft gewirbelt.

Der Aufprall auf den steinharten Boden trieb ihm die Luft aus den Lungen, und er sah alles wie durch einen blutigen Schleier. Der Nork wuchs wie ein Berg vor ihm auf und ließ sein Schwert niedersausen.

Verzweifelt wälzte sich Torian zur Seite. Die Klinge des affenartigen Wesens zersplitterte, als sie genau dort auf den Boden prallte, wo sich gerade noch Torians Kopf befunden hatte, doch wenn der Nork überhaupt Schmerz verspürte, zeigte er es nicht. Mit einer blitzschnellen Bewegung warf er den nutzlosen Stumpf des Schwertes fort und riß dafür einen Dolch aus dem Gürtel.

Torian hörte auf zu denken, sondern handelte nur noch rein instinktiv, wie es ihn die Waffenmeister seines Vaters gelehrt hatten, wieder und wieder, in den endlosen Trainingsstunden, die er schlagartig nicht mehr so überflüssig fand wie sonst oft in den letzten Jahren. Er ließ seine Füße vorschnellen, schloß seine Beine wie eine Zange um die Knie seines Gegners und riß sie mit aller Kraft zurück. Der Nork stürzte, und sofort warf sich Torian auf ihn. Er verkrallte seine Hände in das Fell und schlug den Kopf ein paarmal mit aller Kraft auf den Boden. Erst beim vierten Schlag erschlaffte der Nork, und Blut sickerte aus seinem Hinterkopf.

Als Torian kaum wieder auf den Beinen war und herumfuhr, sprang eine weitere der Kreaturen mit einer gewaltigen Streitaxt in den Händen auf ihn zu. Erneut versuchte er sich mit einem raschen Satz zur Seite zu retten, aber mit Entsetzen erkannte er, daß er es nicht mehr schaffen konnte. Die blitzende Klinge der Axt sauste auf ihn zu und hätte ihm mit einem einzigen Hieb den Kopf von den Schultern getrennt, doch plötzlich verharrte sie in der Luft. Ein Zittern durchlief den Nork, und ein ungläubiger Ausdruck trat in seine Augen, dann entglitt die Axt seinen Händen, und er stürzte wie ein gefällter Baum zu Boden. Aus seinem Rücken ragte der Griff eines Dolches.

Er war der letzte der Angreifer gewesen. Mit einer gleichgültigen Bewegung zog Marubur seinen Dolch aus dem Leichnam, säuberte die Klinge am Fell des Toten und steckte ihn wieder ein.

»Danke«, stieß Torian Carr Conn hervor und kam sich unsagbar albern dabei vor, sich bei einem Sklaven zu bedanken. Schließlich war es Maruburs Pflicht, ihn zu beschützen, aber er fühlte trotzdem ein kurzes, heftiges Gefühl der Dankbarkeit. Erst jetzt, da alles vorbei war, wurde ihm mit Entsetzen bewußt, wie knapp er dem Tod entronnen war. Er begann am ganzen Körper zu zittern und ließ sich auf einen Felsbrocken am Wegrand sinken, weil er plötzlich das Gefühl hatte, daß seine Beine ihn nicht mehr trügen. Es war doch etwas anderes, Kampfübungen mit Männern zu absolvieren, die seine Freunde waren, als wirklich um sein Leben zu kämpfen.

»Sie werden immer dreister«, murmelte Marubur. »Irgendwann stellen sie sich direkt neben das Portal der Burg und warten, bis jemand herauskommt, um ihn zu erschlagen. Aber Euer Vater glaubt ja nicht, daß von den Aufständischen wirklich Gefahr droht. Vielleicht wird ihm das zu denken geben.«

Torian verstand den leisen Tadel in den Worten des alten Norks. Natürlich hatte er schon davon gehört, daß sich einige Norks gegen die Sklaverei auflehnten, aber auch er hatte sie bislang nicht ernstgenommen. Marubur hatte ihn schon mehr als einmal gedrängt, die Burg nicht ohne Eskorte zu verlassen, aber er hatte über diesen Rat nur schallend gelacht. Das Ergebnis sah er nun vor sich, und ihm war plötzlich gar nicht mehr zum Lachen zumute.

»Du hast recht«, sagte er, nur um überhaupt etwas zu sagen. »Ich werde mit meinem Vater sprechen, damit er eine Strafexpedition unternimmt. Wir werden diese Rebellen aus dem Land scheuchen, daß ihnen Hören und Sehen vergeht.«

Marubur antwortete nicht, dafür zeigte sein Gesicht deutlich, daß er Torians Optimismus in diesem Punkt keineswegs teilte. Torian lagen bereits einige scharfe Worte auf der Zunge, aber er schluckte sie hinunter. Dies war kaum der richtige Ort zum Streiten, und Marubur kaum der richtige Gesprächspartner. Auch wenn der Nork ihm gerade das Leben gerettet hatte – sogar gleich zweimal —, so blieb er doch nichts anderes als ein Angehöriger einer Rasse zu groß geratener Affen, die durch eine Laune der Natur gerade intelligent genug waren, den Menschen als Sklaven zu dienen. Mehr nicht.

Er ging auf sein Pferd zu und schwang sich mit einer übertrieben kraftvollen und dadurch – wie er selbst wußte, und das machte ihn noch zorniger – beinahe lächerlichen Bewegung in den Sattel. »Komm schon«, fauchte er. »Oder willst du hier Wurzeln schlagen?«

»Ihr seid verletzt, Herr«, sagte der Nork.

Unwillkürlich blickte Torian an sich hinab. Er hatte die Pfeilwunde fast vergessen, und erst jetzt, als Marubur ihn darauf aufmerksam machte, spürte er wieder den Schmerz. Ziemlich starke Schmerzen sogar, und er erschrak, als er auf seinen Arm blickte. Er hatte Glück gehabt, denn ihn hatte nur ein Streifschuß getroffen. Die Wunde war nicht sehr tief, aber sie blutete stark und tat höllisch weh.

1 ... 156 157 158 159 160 161 162 163 164 ... 229
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)