Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Saga von Garth und Torian
Die Saga von Garth und Torian - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Saga von Garth und Torian

Электронная книга - «Die Saga von Garth und Torian». Краткое содержание книги:

Die Saga von Garth und Torian - Ungeahnte Kräfte wurden frei, als der Magier der Tremonen starb. Torian aus Scrooth, verwantwortlich für den Tod des Zauberers, entgeht mit seinem ehemaligen Gegner Garth dem Inferno – aber nur, um noch gefahrvollere Abenteuer bestehen zu müssen. Denn in der Ruinenstadt Rador wartet die Vergangenheit und ersinnt einen teuflischen Plan...
1 ... 151 152 153 154 155 156 157 158 159 ... 229
Перейти на страницу:

Zwei Schritte vor seinem Ufer blieben sie stehen. Der See enthielt kein Wasser, sondern eine schwarze, irgendwie zäh aussehende Substanz, die Torian ein wenig an flüssigen Teer erinnerte und von der ein entsetzlicher Gestank emporstieg.

Er wollte sich weiter nähern, aber Garth hielt ihn mit einer raschen, warnenden Handbewegung zurück und schüttelte zusätzlich den Kopf.

»Was ist das?« fragte Torian verwirrt.

»Unser Feind, wie wir bislang gedacht haben, Torian«, antwortete Garth leise. »Dies ist Ch’tuon!«

Er mußte wohl länger als fünf Minuten wie versteinert dagestanden haben, ohne einen klaren Gedanken fassen zu können – wenn er in diesen Minuten überhaupt irgend etwas dachte –, denn das nächste, woran Torian sich erinnerte, war Garths Hand, die ziemlich unsanft an seiner Schulter rüttelte, und die Stimme des Diebes, die immer wieder seinen Namen rief. So mühsam, als müßte er gegen unsichtbare Stricke ankämpfen, wandte er sich von der entsetzlichen schwarzen Masse zu seinen Füßen ab, setzte dazu an, etwas zu sagen, brachte aber nur einen unverständlichen würgenden Ton hervor und schüttelte ein paarmal den Kopf.

»Alles in Ordnung?« fragte Garth besorgt.

Torian nickte – was eine glatte Lüge war –, atmete tief ein und spürte plötzlich Übelkeit in sich aufsteigen. Ch’tuon. Oberste finstere Gottheit der Schwarzen Magier! Das war alles, woran er denken konnte. Immer und immer wieder.

»Aber es ist unmöglich«, flüsterte er schließlich. »Ch’tuon ist…«

»Was?« unterbrach Garth ihn. »Ein überirdisches Wesen, das in irgendwelchen Sphären jenseits unserer Welt haust?« Er schüttelte den Kopf, lachte leise und humorlos und deutete auf den schwarzen See. »Wenn dieses Wesen wirklich ein Gott ist, dann wird es wohl Zeit, unsere Vorstellung von Göttern gründlich zu überdenken. Ich habe während meiner Gefangenschaft Kontakt mit ihm gehabt. Er hat mich aus Cathars Bann befreit.«

»Er? Dann ist er also doch erwacht«, murmelte Torian matt. Er fühlte – nichts. Nur Leere. Alles erschien ihm plötzlich so sinnlos. Alles, was er getan, all die Gefahren und Entbehrungen, die er überstanden hatte, all die entsetzlichen Dinge, die er mitangesehen hatte und die Unschuldigen widerfahren waren, stellten sich nun als vollkommen sinnlos heraus. Das Ungeheuer lebte. Es existierte. Und wenn es das nicht bereits gewesen wäre, dann hätte es sich wahrscheinlich über ihre albernen Anstrengungen schwarz gelacht.

»Nein, er ist nicht erwacht«, widersprach Garth. »Und ich bin nicht sein Diener oder sein Werkzeug geworden. Warum sollte ein Gefangener dem anderen nicht helfen? Dieses Wesen da ist alt, vielleicht älter als diese Welt. Ich weiß nicht, woher es kam, aber ich weiß, daß sein Kommen eine Art… Unfall darstellte. Ch’tuon ist nicht das, was wir in ihm gesehen haben. Er ist stark; seine Dienerkreatur im Tempel des Toten Gottes war ein Nichts gegen seine Macht. Ch’tuon ist stark genug, ganz Caracon ohne Mühe zu verwüsten, aber es gäbe keinen Grund für ihn, das zu tun. Cathar hat dich nicht belogen, wenn es auch nicht ganz der Wahrheit entsprach, als er behauptete, die Magier würden sterben, wenn sie die Schattenburg nicht bewachten. Aber es ist nicht die Burg. Es ist Ch’tuon. Er schläft, und deshalb konnten sie ihn sich durch falsche Versprechungen unterwerfen. All ihre Macht ist in Wahrheit die seine. Er und wir – wir sind Verbündete.«

»Verbündete?« stieß Torian schrill hervor und blickte wieder auf die schwarzglänzende Masse zu seinen Füßen herab. Es war ein unbeschreiblich widerwärtiger Anblick – ein glatter, mattglänzender Spiegel, der nur auf den ersten Blick leblos zu sein schien. Sah man genauer hin, gewahrte man ein ganz sanftes Pulsieren und Beben, ein Zucken wie von einem riesigen fauligen Organ, das sich dicht unter der Oberfläche dieser Alptraummasse verbarg. »Diese Kreatur verkörpert alles, was wir bekämpft haben. Ch’tuon ist – «

»Böse?« Garth ergriff ihn abermals bei der Schulter und schüttelte ihn. »Torian – hör mir zu!« bat er beschwörend. »Wir haben nicht mehr viel Zeit! Dieses Wesen ist nicht böse. Es ist uns nur fremd. Es gehorcht einer anderen Moral. Begreifst du, was ich dir sagen will?«

Torian nickte, aber es war nur ein bloßer Reflex auf den Klang der Stimme, keine wirkliche Antwort. Trotzdem fragte er: »Können wir es töten oder zerstören?«

Garth trat einen halben Schritt zurück und ließ resignierend die Arme sinken. »Du verstehst gar nichts«, beklagte er dumpf. »Vielleicht könnten wir es wirklich vernichten. Wir könnten es beispielsweise verbrennen. Oder die Ausgänge dieser Höhle verstopfen, so daß es erstickt. Es ist lebende Materie. Es muß atmen. Aber es würde nichts nützen. Und es gäbe auch keinen Grund, dies zu tun.«

Seine Worte versetzten Torian jäh in Zorn, der wahrscheinlich nichts als eine Schutzreaktion seines Geistes war, damit er nicht gänzlich den Verstand verlöre. »Wie bitte?« keuchte er. »Es würde nichts nützen? So wie bei Cathar? Oder – «

»Torian, bitte!« unterbrach ihn Garth scharf. »Ich will es dir ja erklären. Hör mir zu. Hör mir nur eine Minute zu. Es gibt keinen Grund, etwas nur deshalb zu zerstören, weil es fremd ist. Damit würde deine Moral noch unter die der Schwarzen sinken. Und es würde nichts nützen, Ch’tuon zu vernichten.« Wieder huschte ein fast wehleidiges Lächeln über Garths Züge. »Es ist so schwer, zu verstehen«, murmelte er hilflos. »Ich weiß auch nicht viel; nicht mehr, als Ch’tuon mir verraten hat, und das war wenig genug.«

»Und du glaubst ihm so einfach?« preßte Torian hervor.

»Es war kein… Gespräch im eigentlichen Sinne. Es schloß allein die Möglichkeit einer Lüge aus. Das hier – « Garth wies auf den See »- ist nicht mehr als vergängliche Materie. Ein Teil des wirklichen Ch’tuon, das…« Er suchte nach Worten. »… in unsere Welt hineinragt. Würden wir versuchen, es zu vernichten, würde er mit höchster Wahrscheinlichkeit erwachen, uns als Feinde betrachten und töten. Aber selbst wenn wir ihn vernichten könnten, würde er irgendwo neu entstehen.«

»Irgendwo?«

Garth zuckte mit den Achseln. »Hier, in der Burg, in einer anderen Stadt – vielleicht am anderen Ende der Welt. Aber er würde sich an uns rächen, und er würde uns finden. Deshalb wäre es nicht nur sinnlos, sondern auch gefährlich, das hier zu zerstören. Außerdem würde es Cathar verraten, wo wir sind.«

»Warum hast du mich dann hierher gebracht?« fragte Torian zornig. »Während wir hier herumstehen, tötet Cathar vielleicht Shyleen.«

»Das wird er ganz bestimmt nicht tun«, widersprach Garth. »Er braucht sie als Druckmittel gegen uns, aber das wird ihm nichts helfen. Ich habe dich aus einem ganz bestimmten Grund hierher geführt. Ich möchte dir etwas zeigen. Du sollst begreifen, daß nicht Ch’tuon, sondern Cathar unser wahrer Feind ist. Ch’tuon braucht uns als Verbündete, um sein Ziel zu erreichen, und wir brauchen ihn. Deshalb muß ich dir etwas zeigen.«

Etwas in seiner Stimme ließ Torian alarmiert aufschauen. Etwas, das ihm ganz und gar nicht gefiel. »Und was?« fragte er.

»Dies hier«, antwortete Garth. Und damit ergriff er Torians Hand, so schnell, daß dieser keine Gelegenheit mehr fand, sich zu widersetzen.

Es war ähnlich wie die Male zuvor, als Torian durch Cathars Augen geblickt hatte. Die Welt kippte um, aus Weiß wurde Schwarz, aus Schwarz Weiß, alle Farben waren fort, aber statt ihrer vermochte er andere Dinge zu sehen, Dinge, die dem normalen menschlichen Auge auf immer verborgen blieben: die pulsierenden Kraftlinien des komplizierten Gefüges, das alles durchdrang, und die düsteren, spinnwebartigen Linien magischer Ströme, an denen sich die Magier zu orientieren vermochten, weil sie ein Teil ihrer Welt waren.

1 ... 151 152 153 154 155 156 157 158 159 ... 229
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)