Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Die Schiffe der Erde [The Ships of Earth - de]
Die Schiffe der Erde [The Ships of Earth - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Schiffe der Erde [The Ships of Earth - de]

Электронная книга - «Die Schiffe der Erde [The Ships of Earth - de]». Краткое содержание книги:

Die Schiffe der Erde [The Ships of Earth - de]
1 ... 11 12 13 14 15 16 17 18 19 ... 101
Перейти на страницу:

»Wenn du versuchst; mich zu provozieren und dazu zu bringen, dich zu erschießen, muß ich dich enttäuschen. Ich habe es der Herrin Rasa versprochen, und ich werde mein Wort halten.«

Aber Luet sah, daß Nafais Worte Wirkung zeigten. Die Spannung in der Gruppe wurde immer stärker, und es war klar, daß alle anderen der Meinung waren, die eigentliche und letzte Auseinandersetzung zwischen ihnen stünde noch bevor, auch wenn Elemak der Ansicht war, er habe bereits gewonnen.

»Wir steigen jetzt auf unsere Kamele«, sagte Elemak. »Und niemand wird zurückkehren, um diesen Meuterer zu retten, oder er wird dasselbe Schicksal wie er erleiden.«

Hätte Luet nicht genau gewußt, daß Nafai und die Überseele irgendeinen Plan haben mußten, hätte sie darauf bestanden, mit ihrem Mann zu sterben. Aber sie kannte ihn selbst nach diesen wenigen Tagen schon gut genug, um zu wissen, daß Nafai in diesem Augenblick keine Furcht empfand. Und obwohl er ein tapferer junger Mann war, wußte sie Folgendes: Würde er wirklich glauben, sterben zu müssen, würde zumindest sie seine Furcht spüren können. Luet wurde klar, daß seine Mutter ähnlich empfinden mußte, denn sie protestierte auch nicht. Statt dessen warteten beide ab und sahen zu, während das kleine Spiel seinen Lauf nahm.

Elemak und Mebbekew wandten sich von Nafai ab. Dann drehte Mebbekew sich noch einmal um, legte den Fuß auf Nafais Schulter und stieß ihn um, so daß er auf der Seite im Sand lag. Da seine Hände an die Fußknöchel gefesselt waren, konnte er nichts tun, um den Sturz zu dämpfen. Doch nun konnte Luet hinter ihn sehen und erkannte deutlich, daß die Fesseln nicht fest zusammengebunden waren, sondern ganz locker saßen.

So lief das Spiel also. Die Überseele tat, was in ihrer Macht stand, um Mebbekew und Elemak dazu zu bringen, straffe Fesseln zu sehen, während die Knoten in Wirklichkeit nur Schlaufen waren. Normalerweise hatte sie nicht die Macht, sie dumm zu machen — oder zumindest nicht genug Macht, um Elemak so unaufmerksam zu machen. Doch Huschidh und Nafai war es gelungen, ihn mit ihren gefährlichen Worten so wütend zu machen, daß die Überseele eine bessere Aussicht hatte, ihn zu verwirren. Auch andere mußten sehen, daß Nafai nicht fest gebunden war, doch zum Glück waren die, die den besten Blick hatten, auch diejenigen, die Elemak wohl kaum darauf hinweisen würden — Herrin Rasa, Huschidh und Schedemei. Was die anderen betraf, so sahen sie mit der Hilfe der Überseele zweifellos das, was zu sehen sie erwarteten und Elemak und Mebbekew ihnen indirekt eingegeben hatten.

»Ja«, sagte Herrin Rasa, »gehen wir zu den Kamelen.« Sie begab sich schnellen Schrittes zu den wartenden Tieren. Luet und Huschidh folgten ihr. Auch die anderen drehten sich um und setzten sich in Bewegung.

Alle bis auf Eiadh. Sie stand starr da und sah zu Nafai. Die anderen, die neben ihren knienden Kamelen standen, drehten sich unwillkürlich um und sahen zu, als Elemak zu ihr ging und eine Hand auf ihren Rücken legte. »Ich weiß, dies bereitet deinem zarten Herz Schmerzen, Edhja«, sagte Elemak. »Aber ein Führer muß manchmal zum Nutzen aller hart sein.«

Sie sah ihn nicht einmal an. »Ich hätte nie gedacht, daß jemand dem Tod so absolut ruhig entgegensehen kann«, sagte sie.

Wunderbar, sagte Luet stumm zur Überseele. Du bringst sie dazu, Nafai noch stärker zu lieben? Wie hilfreich von dir. Das stellt sicher, daß wir niemals Frieden haben werden, selbst wenn Nafai diese Sache lebend überstehen sollte.

›Du hast nur wenig Vertrauen, nicht wahr? Ich kann nicht alles gleichzeitig tun. Was wäre dir lieber? Daß Eiadh deinen Gatten nicht mehr liebt, oder daß dein Gatte lebt und die Karawane zu Volemak weiterzieht?‹

Ich vertraue dir. Ich wünschte nur, du würdest es nicht immer so knapp gestalten.

»Höre mich an!« rief Nafai.

»Betteln hilft dir jetzt auch nicht mehr«, sagte Elemak. »Oder willst du eine letzte aufrührerische Rede halten?«

»Er hat nicht zu uns gesprochen«, sagte Eiadh. »Er hat zu ihr gesprochen. Zur Überseele.«

»Überseele, ich habe mein Vertrauen in dich gesetzt. Befreie mich nun aus dem mörderischen Griff meiner Brüder. Gib mir die Kraft, die Fesseln zu zerreißen, die meine Hände binden!«

Wie sah es für die anderen aus? Luet konnte es nur vermuten. Sie sah, daß Nafai zuerst die eine, dann die andere Hand problemlos aus den Stricken zog und sich dann ohne großen Anmut erhob. Doch die anderen sahen bestimmt, was sie am meisten fürchteten — wie Nafai die Fesseln einfach zerriß und dann majestätisch und mit einer gefährlichen Geste aufsprang. Zweifellos konzentrierte die Überseele ihren gesamten Einfluß auf die anderen und sparte nur die aus, die ihren Zwecken bereits dienten. Luet, Huschidh und Herrin Rasa sahen alles so, wie es geschah. Die anderen sahen zweifellos auch etwas, und selbst, wenn es nicht den Tatsachen entsprach, war es doch voller Wahrheit: daß Nafai die Macht der Überseele hatte, der Erwählte war, der wahre Führer.

»Du wirst diese Kamele zu keiner Stadt führen, die der Menschheit bekannt ist!« rief Nafai. Seine Stimme klang angespannt und hart, während er versuchte, die weite Strecke zwischen ihm und dem fernsten Kamel zu überbrücken, wo Vas gerade Sevet beim Aufsteigen half. »Deine Meuterei gegen die Überseele ist beendet, Elemak. Aber die Überseele ist gnädiger als du. Die Überseele wird dich leben lassen — doch nur, wenn du schwörst, nie wieder Hand an mich zu legen. Nur, wenn du versprichst, die Reise zu vollziehen, die wir angetreten haben — zuerst zu Vater und dann weiter zu der Welt, die die Überseele für uns vorbereitet hat!«

»Was ist das für ein Trick?« rief Elemak.

»Der einzige Trick ist der, mit dem du dich selbst getäuscht hast«, sagte Nafai. »Du hast geglaubt, wenn du mich mit Stricken fesselst, kannst du auch die Überseele fesseln, aber darin hast du dich geirrt. Du hättest diese Expedition führen können, wärest du gehorsam und klug gewesen, doch du warst nur von Machtlust und Neid erfüllt, und daher bleibt dir jetzt nichts mehr übrig, als der Überseele zu gehorchen oder zu sterben.«

»Drohe mir nicht!« rief Elemak. »Ich habe den Pulsator, du Narr, und ich habe die Todesstrafe über dich ausgesprochen!«

»Töte ihn!« schrie Mebbekew. »Töte ihn jetzt, oder du wirst es auf ewig bereuen!«

»Wie tapfer von dir«, sagte Huschidh, »deinen Bruder dazu zu drängen, wozu du selbst nie den Mut hättest, kleiner Meb.« Ihre Stimme war so scharf, daß er zurücktrat, als hätte sie ihn geschlagen.

Elemak hingegen trat nicht zurück. Statt dessen ging er einen Schritt nach vorn und richtete den Pulsator auf Nafai. Luet sah, daß er entsetzt war — er glaubte wirklich, daß Nafai ein Wunder bewirkt hätte, indem er sich so leicht von seinen Fesseln befreite —, doch ob er nun entsetzt war oder nicht, er war entschlossen, seinen jüngsten Bruder zu töten, und die Überseele konnte ihn unmöglich aufhalten. Sie hatte nicht die Macht, Elemak von einem festen Vorsatz abzulenken.

»Elja, nicht!« Der Schrei kam von Eiadh. Sie lief zu ihm, griff nach ihm, zerrte an dem Ärmel der Hand, die die Waffe hielt. »Um meinetwillen«, sagte sie. »Wenn du ihn anrührst, Elja, wird die Überseele dich töten, weißt du das nicht? Es ist das Gesetz der Wüste — du hast es selbst gesagt. Meuterei ist Tod! Rebelliere nicht gegen die Überseele.«

»Das ist nicht die Überseele«, sagte Elemak. Seine Stimme zitterte jedoch vor Furcht und Unsicherheit — und zweifellos packte die Überseele jeden Fetzen Zweifel in seinem Herzen und vergrößerte ihn mit den Worten, die Eiadh bittend an ihn richtete. »Das ist mein arroganter kleiner Bruder.«

»Du hättest es sein sollen«, sagte Nafai. »Du hättest derjenige sein sollen, der die anderen dazu bringt, sich an den Plan der Überseele zu halten. Die Überseele hätte niemals mich gewählt, wärest du nur bereit gewesen, ihr zu gehorchen.«

1 ... 11 12 13 14 15 16 17 18 19 ... 101
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)