Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]
Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]

Электронная книга - «Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]». Краткое содержание книги:

Der große Kritiker- und Publikumserfolg aus den USA! Connie Willis, preisgekrönt als beste SF-Autorin der 90er Jahre, schickt in diesem Buch Zeitreisende aus der Zukunft in das viktorianische England — ein unvergessliches Abenteuer …
1 ... 140 141 142 143 144 145 146 147 148 ... 160
Перейти на страницу:

»Nein«, unterbrach ich ihn. »Nehmen Sie die Stelle an. Und hinterlassen Sie nichts, wenn Sie gehen. Verschwinden Sie einfach. Es wird Mrs. Mering guttun, wenn sie die Unzuverlässigkeit häuslichen Personals so bitter zu spüren bekommt, so lernt sie wenigstens ihren neuen Schwiegersohn schätzen. Außerdem wird es sie lehren, nicht das Personal ihrer Freunde abzuwerben.«

»Sehr gut, Sir«, sagte Finch. »Ich danke Ihnen. Ich werde ihr also sagen, daß ich die Stelle nach Mrs. Chattisbournes Teegesellschaft antrete.« Er wandte sich zur Tür. »Und machen Sie sich keine Sorgen, Sir. Kurz vor der Dämmerung ist es immer am dunkelsten.«

Er hob den Türklopfer, und ich beeilte mich, zum Gartenpavillon zu kommen. In letzter Sekunde fiel mir der Overall und der Regenmantel ein, und ich ging in den Weinkeller, um das Bündel zu holen und es in meine Reisetasche zu stopfen, damit ich sie mit durchs Netz nehmen konnte. Der Overall trug ein Luftschutzemblem, und die Firma Burberry hatte erst 1903 damit begonnen, Regenmäntel zu fabrizieren, also erst in fünfzehn Jahren. Das letzte, was wir jetzt noch brauchten, war eine neue Inkonsequenz.

Ich schloß die Reisetasche und machte mich erneut zum Pavillon auf, wobei ich überlegte, ob Verity noch wartete oder bereits nach Oxford gesprungen war, um eine peinliche Abschiedsszene zu vermeiden.

Sie war noch da, in ihrem weißen Hut, die Taschen zu beiden Seiten neben sich abgestellt, als ob sie auf einem Bahnsteig stünde. Ich trat neben sie.

»Tja«, sagte ich und stellte meine Reisetasche ab.

Sie schaute mich durch den weißen Schleier an, und ich dachte, es ist wirklich zu schade, daß ich das Universum nicht allein und mit links gerettet hatte. Und weil ich das nicht hatte, blickte ich auf die Peonien hinter dem Pavillon und sagte: »Wann geht der nächste Zug?«

»In fünf Minuten. Wenn das Netz sich öffnet.«

»Es wird sich öffnen«, erwiderte ich. »Tossie hat Mr. C geheiratet, Terence wird sich mit Maud verloben, ihr Enkel wird während des nächtlichen Luftangriffs auf Berlin dabeisein, die Luftwaffe wird aufhören, Militärflugplätze zu bombardieren und sich London zuwenden, und mit dem Kontinuum wird alles wieder in Ordnung sein.«

»Trotz uns«, sagte Verity.

»Trotz uns.«

Wir starrten auf die Peonien.

»Ich nehme an, du bist froh, daß es vorbei ist«, sagte sie. »Ich meine, jetzt wirst du endlich bekommen, was du wolltest.«

Ich schaute sie an. Sie blickte zur Seite.

»Schlaf, meine ich.«

»Ich bin gar nicht so scharf drauf«, sagte ich. »Ich habe gelernt, ohne auszukommen.«

Wieder starrten wir auf die Peonien.

»Ich nehme an, du kehrst zu deinen Detektivromanen zurück«, sagte ich nach einer weiteren Runde Schweigen.

Verity schüttelte den Kopf. »Sie sind nicht sehr lebensnah. Immer enden sie damit, daß das Verbrechen aufgeklärt und der Gerechtigkeit Genüge getan ist. Miss Marple schlurft niemals zu einem Luftangriff, während andere die Unordnung aufräumen, die sie verursacht hat.« Sie versuchte zu lächeln. »Was machst du jetzt?«

»Vermutlich Wohltätigkeitsbasare organisieren. Ich befürchte, Lady Schrapnell wird mich zu permanentem Dienst in der Wurfbude verdonnern, wenn sie herausfindet, daß des Bischofs Vogeltränke überhaupt nicht da war.«

»Wo nicht da war?«

»In der Kathedrale. Als wir sie verließen, hatte ich klare Sicht auf den Nordgang. Der Pfosten war da, aber keine Vogeltränke. Es ist schrecklich, Lady Schrapnell das sagen zu müssen, sie hatte sich so auf die Kathedrale versteift. Du hattest recht. So seltsam es auch scheinen mag, jemand hat sie in Sicherheit gebracht.«

Verity runzelte die Stirn. »Bist du sicher, daß du auf die richtige Stelle geblickt hast?«

Ich nickte. »Zwischen die dritte und vierte Säule, auf die Chorschranke der Smithschen Kapelle.«

»Aber das ist unmöglich«, sagte sie. »Sie war dort. Ich habe sie gesehen.«

»Wann? Wann hast du sie gesehen?«

»Direkt, nachdem ich durchkam«, sagte Verity.

»Wo?«

»Im Nordgang. An der Stelle, wo wir gestern waren.«

Die Luft knisterte etwas, und das Netz begann zu schimmern. Verity bückte sich, hob ihre Taschen hoch und trat aufs Gras hinaus.

»Moment mal.« Ich packte ihren Arm. »Sag mir genau, wann und wo du sie gesehen hast.«

Sie schaute nervös auf das schimmernde Netz. »Sollten wir nicht…« — »Wir nehmen den nächsten«, sagte ich. »Sag mir genau, was passiert ist. Du kamst im Allerheiligsten an…«

Verity nickte. »Die Sirenen heulten, aber ich hörte keine Flugzeuge, und in der Kirche war es dunkel. Auf dem Hauptaltar brannte ein kleines Licht und noch eins vor dem Kruzifix. Ich dachte, es wäre besser, nahe beim Netz zu bleiben, für den Fall, daß es sich gleich wieder öffnete. Also versteckte ich mich in einer der Sakristeien und wartete ab. Nach einer Weile sah ich durch die Tür Fackeln und daß die Brandwache in die Kathedrale kam, um hinauf aufs Dach zu gehen. Einer von den Männern sagte: ›Sollen wir nicht besser damit anfangen, die Sachen aus den Sakristeien zu holen?‹, deshalb schlich ich mich in die Mercersche Kapelle und versteckte mich dort. Von dort aus konnte ich den Absetzort im Auge behalten.«

»Und dann fing die Mercersche Kapelle Feuer.«

Verity nickte. »Ich wollte zur Sakristeitür, aber überall war Rauch, und offenbar lief ich im Kreis herum. Schließlich fand ich mich im Chor wieder. Dort habe ich mir dann die Hand an dem Bogengewölbe aufgeschürft. Ich erinnerte mich, daß der Turm nicht brannte, also ging ich auf die Knie runter und arbeitete mich am Geländer entlang, bis ich im Kirchenschiff anlangte, wo weniger Rauch war und ich wieder aufstehen konnte.«

»Und was war dann?«

»Ich weiß nicht«, sagte sie mit einem besorgten Blick zum Netz. »Wenn es sich nun nicht wieder öffnet? Vielleicht sollten wir in Oxford weiter über das alles reden.«

»Nein«, sagte ich. »Wann hast du dich im Kirchenschiff hingestellt?«

»Ich weiß es nicht genau. Kurz bevor sie damit begannen, die Sachen rauszutragen.«

Der Schimmer flammte zum Lichtschein auf. Aber ich ignorierte es. »Also gut. Du krochst ins Kirchenschiff…«

»Ich kroch ins Kirchenschiff hinunter, und nachdem ich halbwegs unten war, wurde der Rauch weniger, und ich konnte das Westportal sehen. Ich hielt mich an der nächsten Säule fest und stand auf, und dort war sie, direkt vor der Chorschranke. Auf dem Pfosten, mit einem üppigen Bukett gelber Chrysanthemen darin.«

»Bist du sicher, daß es des Bischofs Vogeltränke war?«

»Sie ist unverwechselbar«, antwortete sie. »Ned, was soll das alles?«

»Was hast du dann getan?«

»Okay, sagte ich mir, nun hast du wenigstens etwas zustande gebracht. Du kannst Ned sagen, daß sie während des Angriffs in der Kirche war. Falls du hier heil rauskommst. Ich wollte zur Turmtür, aber der Gang war durch eine Bank blockiert, die umgefallen war und um die mußte ich herumlaufen. Bevor ich den Turm erreicht hatte, kam die Brandwache und holte die Gegenstände.«

»Und?« bohrte ich weiter.

»Ich lief geduckt in die Cappersche Kapelle hinüber und versteckte mich dort.«

»Wie lang warst du dort?«

»Ich weiß es nicht genau. Vielleicht eine Viertelstunde. Jemand von der Brandwache kam herein und holte die Altarbücher. Ich wartete, bis der Mann wieder fort war, dann ich ging ins Freie, um dich zu suchen.«

»Durch das Südportal?«

»Ja«, sagte sie mit einem Blick aufs Netz, das schrumpfte und blasser wurde.

»Standen Menschen auf den Stufen, als du herauskamst?«

»Ja. Wenn wir die Chance verpassen, nach Hause zu kommen…«

1 ... 140 141 142 143 144 145 146 147 148 ... 160
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)