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READ-E-BOOK » Научная фантастика » Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]
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Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]

Электронная книга - «Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]». Краткое содержание книги:

Der große Kritiker- und Publikumserfolg aus den USA! Connie Willis, preisgekrönt als beste SF-Autorin der 90er Jahre, schickt in diesem Buch Zeitreisende aus der Zukunft in das viktorianische England — ein unvergessliches Abenteuer …
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»Ihr Terminplan?« wiederholte Carruthers, und Miss Warder sagte gleichzeitig: »Gehen Sie selbst, wenn Sie das wissen wollen.« Es brauchte offenbar mehr als ein paar Locken, um sie freundlich werden zu lassen. »Ich geh’ nicht das Risiko ein, daß sie mir noch mehr Arbeit aufs Auge drückt! Ich mußte für sie bereits die Altartücher bügeln und…«

»Macht nichts«, sagte ich. Im Augenblick brauchte ich Lady Schrapnell nicht, und es gab andere, wichtige Dinge zu tun. »Ich brauche Kopien vom Coventry Standard und Midlands Daily Telegraph vom fünfzehnten November bis… wann bist du aus Coventry zurückgekommen?« fragte ich Carruthers. »An welchem Tag?«

»Vor drei Tagen. Am Mittwoch.«

»An welchem Tag in Coventry?«

»Zwölfter Dezember.«

»Vom fünfzehnten November bis zwölften Dezember«, sagte ich zu Miss Warder.

»Kommt nicht in Frage!« erwiderte sie. »Ich muß die Altartücher bügeln und drei Rendezvous hereinbringen. Und sämtliche Chorgewänder sind zu pressen. Leinen! Als ob es nicht genügend andere Materialien gäbe, in die sie den Chor hätte einkleiden können, die nicht bereits auf dem Weg durchs Kirchenschiff zum Chor knittern! Nein, sie muß Leinen haben! ›Gott steckt im Detail‹, sagte sie. Und nun erwarten Sie von mir, daß ich auch noch Zeitungskopien…«

»Ich geh’ schon«, sagte Verity. »Brauchst du Seitenfaksimiles oder nur Artikel, Ned?«

»Faksimiles.«

Verity nickte. »Die kann ich in der Bodleiana machen. Ich komm’ dann sofort zurück.« Sie schenkte mir eines ihrer strahlenden Naiadenlächeln, und weg war sie.

»Du mußt für mich nach Coventry gehen«, sagte ich zu Carruthers.

»Coventry?« Carruthers wich so heftig zurück, daß er mit Miss Warder zusammenprallte. »Da geh’ ich nicht mehr hin. Ich habe das letzte Mal genug Probleme gehabt, wieder heimzukommen.«

»Du sollst nicht zum Angriff springen«, sagte ich. »Was ich brauche, ist…«

»Und ich geh’ auch nicht in die Nähe. Hast du das Kürbisfeld vergessen? Und diese verdammten Bluthunde? Ausgeschlossen.«

»Du sollst nicht in der Zeit zurückgehen«, sagte ich. »Alles, was ich brauche, sind ein paar Sachen aus dem Kirchenarchiv. Du kannst die Untergrundbahn nehmen. Ich möchte, daß du herausfindest…«

T. J. betrat das Labor. Er war ebenfalls gut angezogen, mit weißem Hemd und seiner kurzen akademischen Robe. Ich überlegte, ob Lady Schrapnell irgendeine Art Kleiderordnung eingeführt hatte.

»Einen Augenblick noch, Carruthers«, sagte ich »T. J., tun Sie mir einen Gefallen. Sie haben doch die Simulation dieser Inkonsequenz. Verändern Sie den Fokus.«

»Den Fokus?« fragte er verdutzt.

»Das Gebiet, wo die Inkonsequenz erschien.«

»Sagen Sie bloß nicht, es gibt noch eine Inkonsequenz«, sagte Miss Warder. »Das fehlte uns grade noch! Ich habe fünfzig leinene Chorgewänder zu pressen, drei Rendezvous…« Ich ignorierte sie und sagte zu T. J.: »Sie sagten doch, eine Selbstkorrektur könne sich in die Vergangenheit erstrecken, nicht wahr?«

Er nickte. »Einige der Modelle zeigten vorsorgliche Selbstkorrekturen.«

»Und Sie sagten auch, daß es sich bei dem einzigen Mal, als Sie einen wichtigen Gegenstand von seinem Platz in Raumzeitgefüge entfernen konnten, um eine Selbstkorrektur gehandelt hätte.«

Wieder nickte er.

»Ebenso, daß unsere Inkonsequenz zu keiner der Waterloo-Simulationen paßte. Ich möchte, daß Sie prüfen, ob sie paßt, wenn Sie den Fokus verändern.«

Gehorsam setzte sich T. J. an die Computerkonsole und streifte die Ärmel seiner Robe hoch. »Wohin?«

»Kathedrale von Coventry«, sagte ich. »Vierzehnter November…«

»Vierzehnter November?« fragten T. J. und Carruthers wie aus einem Mund. Miss Warder schenkte mir einen jener Wie-oft-sind-Sie-eigentlich- gesprungen?-Blicke.

»Vierzehnter November«, wiederholte ich bestimmt. »1940. Die genaue Zeit weiß ich nicht. Irgendwann zwischen sieben Uhr und elf Uhr abends. Ich vermute, halb zehn.«

»Aber das ist während des Angriffs«, sagte Carruthers. »Der Zeitpunkt, dem sich keiner von uns nähern konnte.«

»Was soll das alles, Ned?« fragte T. J.

»Das Geheimnis des Füllfederhalters und Hercule Poirot«, erwiderte ich. »Wir haben das Pferd von hinten aufgezäumt. Was, wenn die Rettung der Katze überhaupt nicht die Inkonsequenz war? Wenn sie Teil einer Selbstkorrektur des Kontinuums war, und die wirkliche Inkonsequenz früher geschah? Oder später?«

T. J. fing an, Zahlen einzutippen.

»Bei Veritys Sprung gab es keinen erhöhten Schlupfverlust«, fuhr ich fort, »obwohl fünf Minuten früher oder später verhindert hätten, daß sie Prinzessin Arjumand rettete, oder wenn das Netz sich nicht geöffnet hätte, aber keine diese beiden Verteidigungsstrategien setzte ein. Und warum schickte der Schlupfverlust mich nach Oxford, um Terence kennenzulernen und ihn davon abzuhalten, Maud zu begegnen, ließ mich ihm Geld für das Boot leihen, damit er Tossie treffen konnte? Was, wenn das die Absicht des Kontinuums gewesen wäre? Und was, wenn alle Zeichen, die wir für Hinweise auf einen Zusammenbruch deuteten — daß ich ins Mittelalter zurückgeschleudert wurde, daß Carruthers in Coventry feststeckte — ebenso Teil einer Selbstkorrektur gewesen sind?«

Koordinatenreihen erschienen. T. J. studierte die Spalten, gab noch mehr Zahlen ein und betrachtete die neuen Muster. »Nur den Fokus?« fragte er.

»Sie sagten, Diskrepanzen entstünden nur in der nächsten Umgebung des Zwischenfalls«, sagte ich.

»Wenn der Zwischenfall aber gar nicht in Muchings End geschah? Wenn es der Angriff auf Coventry war? Was Verity und ich für Diskrepanzen hielten, war vielleicht der Gang der Ereignisse, die geschähen, wenn die Inkonsequenz nicht beseitigt würde.«

»Interessant.« T. J. tippte rasch weitere Zahlen ein.

»Nur den Fokus«, sagte ich. »Dieselben Ereignisse, derselbe Schlupfverlust.«

»Es wird ein bißchen dauern«, sagte er eifrig tippend.

Ich wandte mich Carruthers zu. »Hier, das sollst du für mich in Coventry herausfinden.« Ich griff an Miss Warder vorbei nach einem Handcomputer und diktierte: »Die Namen der im Jahr 1940 in der Kathedrale Tätigen, Laien und Kleriker, sowie die Eheschließungen in der Kathedrale von 1888 bis…« ich zögerte und dachte nach, »bis 1915. Nein, 1920, um ganz zu sicher zu gehen.«

»Und wenn die Unterlagen bei dem Angriff zerstört wurden?«

»Besorgst du dir die Unterlagen über die Kirchenpfründe von der Kirche von England aus dem Jahr 1940. In Canterbury muß es Akten darüber geben und auch noch an diversen anderen Orten. Sie können nicht alle im Blitzkrieg getroffen worden sein.«

Ich drückte auf dem Handcomputer DRUCKEN, wartete, bis das Blatt herauskam und riß es ab. »Das brauche ich so bald wie möglich.«

Carruthers starrte darauf. »Soll ich etwa sofort los?«

»Ja«, sagte ich. »Es ist wichtig. Wenn ich recht behalte, halten wir des Bischofs Vogeltränke noch rechtzeitig vor der Einweihung in Händen.«

»Dann sollten Sie sich beeilen«, sagte Miss Warder trocken. »Die Einweihung ist in zwei Stunden.«

»Die Einweihung?« fragte ich verständnislos. »Aber das ist unmöglich.« Und dann stellte ich endlich die Frage, die ich sofort beim Verlassen des Netzes hätte stellen sollen: »Welcher Tag ist heute?«

Verity kam, beladen mit Faksimiles, hereingerannt. Sie trug jetzt ein Lamellenkleid und Turnschuhe, und ihre Beine waren genauso lang, wie ich sie mir vorgestellt hatte. »Ned, die Einweihung ist in wenigen Stunden!«

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