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READ-E-BOOK » Научная фантастика » Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]
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Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]

Электронная книга - «Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]». Краткое содержание книги:

Der große Kritiker- und Publikumserfolg aus den USA! Connie Willis, preisgekrönt als beste SF-Autorin der 90er Jahre, schickt in diesem Buch Zeitreisende aus der Zukunft in das viktorianische England — ein unvergessliches Abenteuer …
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»Ned«, drängte Verity. »Was ist denn?«

»Wir haben die Sache ganz falsch herum angepackt«, sagte ich. »Du hast keine Inkonsequenz erzeugt.«

»Aber — die Zwischenfälle«, stammelte sie. »Und der erhöhte Schlupfverlust im Jahr 2018. Es muß eine Inkonsequenz gegeben haben.«

»Gab es auch«, sagte ich. »Und, dank meiner erstaunlichen kleinen grauen Zellen, weiß ich jetzt, wann sie geschah. Und wodurch sie verursacht wurde.«

»Wodurch?«

»Ganz langsam, mein lieber Watson. Ich gebe dir einen Hinweis. Verschiedene Hinweise, besser gesagt. Ultra. Der Mondstein. Die Schlacht von Waterloo. Feind hört mit.«

»Feind hört mit? Ned…«

»Carruthers. Der Hund, der nachts nicht bellte. Federhalterwischer. Tauben. Der am wenigsten Verdächtige. Und Feldmarschall Rommel.«

»Feldmarschall Rommel?«

»Die Schlacht in Nordafrika«, sagte ich. »Wir benutzten Ultra, um Rommels Versorgungskonvoi zu orten und zu versenken und schickten vorsichtshalber davor ein Aufklärungsflugzeug los, das von dem Konvoi gesichtet werden konnte, damit die Nazis nicht mißtrauisch wurden.«

Ich erzählte ihr von dem Nebel und dem Flugzeug, das deshalb den Konvoi nicht fand, dem gleichzeitigen Eintreffen der Royal Air Force und der Flotte und, was Ultra danach getan hatte — das Telegramm, die ausgestreuten Gerüchte, die Nachrichten, die zum Abfangen bestimmt waren. »Wenn die Nazis herausgefunden hätten, daß wir Ultra besaßen, würde das den Ausgang des Krieges verändert haben, also mußte der Geheimdienst ein kompliziertes Manöver ausführen, um den Ausrutscher auszubügeln.« Ich strahlte sie an. »Verstehst du? Es paßt alles zusammen.«

Es paßte alles zusammen. Carruthers, der in Coventry steckte, ich, der ich Terence davon abhielt, Maud zu treffen, Professor Overforce, der Professor Peddick in die Themse stieß, sogar diese elenden Wohltätigkeitsbasare.

Die pelztragenden Damen bei Blackwell’s, Hercule Poirot, Professors Peddicks Reden von dem Großen Plan, all das hatte versucht, es mir zu sagen, und ich war zu vernagelt gewesen, es zu erkennen.

Verity schaute mich besorgt an. »Ned«, sagte sie. »Wieviel Sprünge hast du genau hinter dir?«

»Fünf«, sagte ich. »Der zweite war der zu Blackwell’s, wo ich dem Gespräch dreier pelztragender Matronen lauschte, die eine äußerst erhellende Diskussion über Detektivromane führten, und den ersten, der mich ins Labor im Jahr 2018 brachte, wo ich Lizzie Bittner sagen hörte, sie täte alles um zu verhindern, daß die Kathedrale von Coventry an eine Schar Spiritisten verkauft werde.«

Das Netz begann leicht zu schimmern.

»Was also, wenn eine Inkonsequenz eingetreten war?« fragte ich. »Ein Ausrutscher? Und das Kontinuum, bemüht, den Lauf der Geschichte zu schützen, setzte ein kompliziertes System von Backups und Verteidigungsstrategien in Gang, um das Problem zu beseitigen. Wie Ultra mit seinen Telegrammen und der falschen Fährte. Einen verwickelten Plan, der das Ersäufen von Katzen, Seancen und Wohltätigkeitsbasare und das Durchbrennen von Liebespärchen enthielt. Und Dutzende von Agenten, die sich ihres Auftrags und seines wahren Zwecks nicht einmal bewußt waren.«

Die Peonien glitzerten hell. »In bester Tradition kann ich, wie alle Detektive, dies zunächst nicht beweisen«, sagte ich. »Also, Watson, auf zur Spurensuche.« Ich nahm Veritys Taschen und stellte sie neben die Peonien. »›Schnell, Watson! Eine Droschke!‹«

»Wo fahren wir hin?« fragte sie mißtrauisch.

»Ins Labor. 2057. Um die Lokalzeitungen von Coventry zu überprüfen und wer den Blumenausschuß von 1888 bis 1940 leitete.«

Ich nahm ihren Arm, und wir traten in den schimmernden Kreis. »Und dann«, sagte ich, »werden wir des Bischofs Vogeltränke holen gehen.«

Das Licht wurde intensiver. »Warte mal!« Ich trat noch einmal aus dem Kreis, um meine Reisetasche zu holen.

»Ned!«

»Ich komm’ ja«, sagte ich. Ich öffnete die Reisetasche, nahm den Strohhut heraus, schloß die Tasche wieder und trug sie in den Kreis. Dort stellte ich sie ab und setzte mir den Hut in einer forschen Schräge auf, auf die Lord Peter ziemlich stolz gewesen wäre.

»Ned…« Verity trat zurück, die grünbraunen Augen weit geöffnet.

»Harriet.« Ich zog sie wieder in das bereits glühende Licht.

Dann küßte ich sie, und der Kuß dauerte einhundertsechsundneunzig Jahre.

27. Kapitel

»Rasch, Hastings! Ich bin blind gewesen, schwachsinnig. Ein Taxi rasch!«

Hercule Poirot

Die Unfähigkeit, meinen Standort im Raumzeitgefüge zu bestimmen • Carruthers weigert sich, nach Coventry zurückzugehen • Das Rätsel um Veritys Sprung klärt sich auf • Carruthers geht nach Coventry… • Finch ist es immer noch nicht erlaubt, über seinen Auftrag zu sprechen • Mehr Zeitschriften • In der Untergrundbahn nach Coventry • Warum Menschen nie ihre zeitgenössischen Transportmittel schätzen • Ich rezitiere Gedichte • Der Verbrecher gesteht • Des Bischofs Vogeltränke wird schließlich gefunden

Wann, oh wann, wird es mir endlich gelingen, bei der Ankunft festzustellen, wo genau im Raumzeitgefüge ich mich befinde? Sicher, mir ging eine Menge im Kopf herum, vor allem, was ich Verity sagen wollte, wenn ich endlich Zeit dazu fand, und was ich jetzt im Moment tun sollte, aber das war keine Entschuldigung.

»Wo ist Mr. Dunworthy?« fragte ich Miss Warder in der Sekunde, als wir durchkamen. Ich wartete nicht ab, bis sich die Schleier hoben, sondern griff nach Veritys Hand und kämpfte mich hindurch zur Konsole.

»Mr. Dunworthy?« fragte Miss Warder verständnislos. Sie war herausgeputzt, trug ein gemustertes Kleid und ihre Haare waren frisch gelockt, was ihr einen beinahe freundlichen Ausdruck verlieh.

»In London«, sagte Carruthers, der gerade ins Labor kam. Er war genauso herausgeputzt und hatte den Ruß vollständig abgewaschen. »Aha, du hast Verity gefunden.« Er lächelte ihr zu. »Du hast nicht zufällig die Vogeltränke entdeckt, als du in Coventry warst?«

»Nein. Was macht Dunworthy in London?«

»Lady Schrapnell fiel zu guter Letzt noch ein, daß des Bischofs Vogeltränke möglicherweise am selben Ort verstaut sein könnte, wo die Schätze des Britischen Museums während des Blitzkriegs gelagert waren, nämlich in einem unbenutzten Tunnel der Untergrundbahn.«

»Ist sie aber nicht«, sagte ich. »Ruf ihn an und sag ihm, er soll sofort hierherkommen. T. J. ist doch hoffentlich nicht bei ihm, oder?« Ich schaute auf die aufeinandergetürmten Monitore, auf denen er seine Waterloo-Simulationen hatte laufen lassen.

»Nein«, erwiderte Carruthers. »Er zieht sich um. Er wird gleich hier sein. Was soll das alles?«

»Wo ist Lady Schrapnell?« fragte ich.

»Lady Schrapnell?« Miss Warders Stimme klang, als hätte sie den Namen noch nie gehört.

»Ja, Lady Schrapnell«, sagte ich. »Die Kathedrale von Coventry. Der Fluch unseres Lebens. Lady Schrapnell.«

»Ich dachte, du wolltest um keinen Preis mit ihr zusammentreffen«, sagte Carruthers.

»Ich will auch jetzt nicht mit ihr zusammentreffen. Es kann aber sein, daß ich sie in ein paar Stunden brauche. Weißt du, wo sie steckt?«

Er wechselte einen Blick mit Miss Warder. »Bei der Kathedrale vermutlich.«

»Einer von euch muß das herausfinden«, sagte ich. »Fragt sie, wie ihr Terminplan für den Rest des Tages aussieht.«

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