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READ-E-BOOK » Научная фантастика » Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]
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Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]

Электронная книга - «Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]». Краткое содержание книги:

Der große Kritiker- und Publikumserfolg aus den USA! Connie Willis, preisgekrönt als beste SF-Autorin der 90er Jahre, schickt in diesem Buch Zeitreisende aus der Zukunft in das viktorianische England — ein unvergessliches Abenteuer …
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»Lord Dunsany. Gräßlicher Mensch, aber er hat einen Neffen, der halb Hertfordshire erbt, und Tossie hätte bei Hofe eingeführt werden können und jetzt… jetzt…«

Sie schwankte und Terence griff nach dem Riechsalz, aber sie wehrte es ärgerlich ab. »Mesiel! Sitz nicht so rum! Tu etwas! Es muß doch einen Weg geben, sie aufzuhalten, bevor es zu spät ist!«

»Es ist zu spät«, murmelte Verity.

»Vielleicht nicht. Vielleicht sind sie erst heute morgen fort«, sagte ich, sammelte die heruntergefallenen Blätter ein und überflog sie. Sie waren mit Tossies blumiger Handschrift, Dutzenden von Ausrufungszeichen und einigen großen Tintenklecksen bedeckt. Sie hätte auf dem Basar einen Federhalterwischer kaufen sollen, dachte ich unnötigerweise.

»›Es hat keinen Sinn, uns aufhalten zu wollen‹«, las ich. »›Wenn Ihr diesen Brief lest, sind wir bereits auf dem Standesamt in Surrey getraut worden und auf dem Weg zu unserem neuen Zuhause. Mein liebster Gatte — oh, dieses kostbarste aller Wörter! — meint, daß wir in einer Gesellschaft, die weniger in der archaischen alten Klassenstruktur befangen ist, besser zurechtkämen, und deshalb segeln wir nach Amerika, wo mein Gatte — ach, wieder dieses süße Wort! — vorhat, als Philosoph zu arbeiten. Prinzessin Arjumand begleitet uns, weil ich es nicht übers Herz bringe, mich von ihr zu trennen, und Papa würde sie sicher umbringen, wenn er die Sache mit dem Kalikogoldfisch herausfindet.‹«

»Mein doppelschwänziger perlmuttfarbener Ryunkin?« Colonel Mering fuhr aus dem Sessel hoch. »Was ist mit ihm?«

»›Sie hat ihn gefressen. Oh, lieber Papa, kannst Du Dich in Deinem Herzen überwinden und ihr vergeben und mir auch?‹«

»Wir müssen sie enterben«, sagte Mrs. Mering.

»Auf jeden Fall«, pflichtete ihr Gatte bei. »Dieser Ryunkin hat zweihundert Pfund gekostet!«

»Colleen!« sagte Mrs. Mering. »Ich meine, Jane! Hören Sie auf zu schniefen und holen Sie sofort meinen Sekretär. Ich werde Tocelyn auf der Stelle schreiben und ihr mitteilen, daß wir von diesem Tage an keine Tochter mehr haben.«

»Ja, Ma’am.« Jane putzte sich die Nase an der Schürze ab. Ich starrte ihr nach, als sie hinauseilte, dachte an Colleen-Jane und Mrs. Chattisbourne, die alle ihre Mädchen Gladys nannte, und versuchte mich zu erinnern, was Mrs. Mering über Baine gesagt hatte. ›Ich benutzte ihn, als ich für Lord Dunsany arbeitete.‹ Und was hatte Mrs. Chattisbourne an dem Tag gesagt, als wir die Sachen für den Basar abholten? ›Ich meine stets, daß es nicht der Name ist, der einen Butler ausmacht, sondern die Ausbildung.‹

Colleen-Jane kam schniefend mit dem Sekretär zurück.

»Tocelyns Name wird in diesem Hause nicht mehr ausgesprochen werden«, sagte Mrs. Mering und setzte sich an den Sekretär. »Ebensowenig wird er jemals wieder über meine Lippen kommen. Alle Briefe von ihr werden ungeöffnet zurückgesandt.« Sie griff nach Federhalter und Tinte.

»Woher sollen wir wissen, wohin wir den Brief schicken sollen, in dem steht, daß sie enterbt ist, wenn wir ihre Briefe nicht öffnen?« fragte Colonel Mering.

»Es ist aus, nicht wahr?« sagte Verity deprimiert zu mir. »Wir können nichts mehr tun.«

Ich hörte nicht zu, sondern sammelte die Seiten des Briefes ein, wandte sie um und suchte den Schluß.

»Von heute ab werde ich für immer Trauer tragen«, sagte Mrs. Mering. »Jane, gehen Sie hinauf und bügeln Sie mein schwarzes Wollkleid. Mesiel, wenn dich jemand fragt, mußt du antworten, unsere Tochter sei gestorben.«

Inzwischen hatte ich den Schluß des Briefes gefunden. Tossie hatte ihn unterschrieben. »›Eure reuevolle Tochter Tocelyn‹«, dann aber Tocelynund ihren neuen Namen hingeschrieben. »Hör mal«, sagte ich zu Verity und begann zu lesen.

»›Bitte, sagt Terence, daß ich weiß, daß er mich nie vergessen kann, aber es versuchen muß und uns unser Glück nicht neiden soll, denn Baine und ich sind vom Schicksal füreinander bestimmt.‹«

»Falls sie wirklich hingegangen ist und diesen Menschen geheiratet hat«, sagte Terence, dem es langsam dämmerte, »bin ich von meinem Versprechen entbunden.«

Ich ignorierte ihn. »›William, mein lieber Schatz, glaubt nicht ans Schicksal‹«, las ich unbeirrt weiter, »›und meint, daß wir Geschöpfe unseres freien Willens seien, aber er glaubt, daß Ehefrauen eigene Meinungen und Ideen haben sollten, und was könnte es anderes gewesen sein als Schicksal? Denn wenn Prinzessin Arjumand nicht verschwunden wäre, wären wir niemals nach Coventry gegangen…‹«

»Hör auf«, bat Verity. »Bitte, nicht weiter.«

»Du mußt auch den Schluß hören«, sagte ich. »›… nach Coventry gegangen. Und hätte ich die Urne nicht gesehen, wären wir niemals ein Paar geworden. Ich werde schreiben, sobald wir uns in Amerika häuslich niedergelassen haben. Eure reuevolle Tochter‹«, ich betonte jedes Wort,»›Mrs. William Patrick Callahan.‹«

26. Kapitel

»Sieh mal an! Mir kommt’s vor, als hätten wir das Pferd die ganze Zeit über von hinten aufgezäumt!«

Lord Peter Wimsey

Ein tiefer Fall • Wie Detektivromane enden • Mrs. Mering gibt dem Colonel die Schuld • Begreifen, was es bedeutet • Ein glückliches Ende für Cyril • Mrs. Mering gibt Verity die Schuld • Eine Seance wird angekündigt • Kofferpacken • Vorahnungen • Mrs. Mering gibt mir die Schuld • Finch ist es immer noch nicht gestattet, zu sprechen • Warten auf den Zug • Des Bischofs Vogeltränke • Begreifen, was es bedeutet

Nun, wie das Ende eines Detektivromans von Agatha Christie war es gerade nicht, wo Hercule Poirot alle im Salon zusammenruft, um die Identität des Mörders bekannt zu geben und jedermann mit seiner erstaunlichen detektivischen Spürnase zu überraschen.

Und auch nicht von Dorothy Sayers, wo der Held zu seinem weiblichen Helfershelfer sagt: »Geben wir nicht ein verteufelt gutes Detektivpaar ab? Wie wär’s, wenn wir die Partnerschaft auf Dauer schließen würden — was meinst du?« und dann einen Heiratsantrag in Lateinisch folgen läßt.

Wir gaben nicht mal ein halbwegs erfolgreiches Detektivpaar ab. Wir hatten den Fall nicht gelöst. Der Fall hatte sich trotz uns gelöst. Schlimmer noch, wir waren solch ein Hindernis gewesen, daß wir außer Gefecht gesetzt werden mußten, bevor der Lauf der Geschichte sich selbst korrigieren konnte. So ist’s eben, wie die Welt endet — nicht mit einem Donnerschlag, sondern mit einem durchgebrannten Pärchen.

Nicht, daß es kein Gewimmer gab — Mrs. Mering tat in dieser Hinsicht ihr Bestes, gar nicht zu reden von Tränen, Jammern und verzweifeltem Pressen des Briefes an ihren Busen.

»Oh, meine Tochter, mein Herzblatt!« schluchzte sie. »Mesiel, steh nicht so rum! Tu was!«

Colonel Mering blickte unbehaglich um sich. »Meine Liebe, was soll ich tun? Nach Tossies Brief zu urteilen, sind sie bereits auf hoher See.«

»Ich weiß auch nicht. Halte sie auf, laß die Heirat annullieren, benachrichtige die Royal Navy!« Sie hielt inne, griff sich ans Herz und rief: »Madame Iritosky versuchte mich zu warnen! ›Gebt acht vor dem Meer!‹ rief sie.«

»Pah! Scheint mir, sie hätte uns besser vorwarnen können, falls sie wirklich Kontakt zur Anderen Seite hätte!« schnaubte der Colonel. Doch Mrs. Mering hörte nicht zu. »Dieser Tag in Coventry, als ich die Vorahnung hatte — oh, wenn ich nur gewußt hätte, was es bedeutete! Vielleicht hätte ich sie retten können!« Sie ließ den Brief zu Boden flattern.

Verity bückte sich und hob ihn auf. »›Ich werde schreiben, sobald wir uns in Amerika häuslich niedergelassen haben‹«, las sie leise. »›Eure reuevolle Tochter, Mrs. William Patrick Callahan.‹« Sie schüttelte den Kopf.

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