Kinder der Sonne
- Автор: Горький Максим
- Год: 1905
- Язык: немецкий
- Переводчик: Alexander von Huhn
- Жанр: Русская классическая проза
Электронная книга - «Kinder der Sonne». Краткое содержание книги:
Jelena: Es heißt, daß sie sich ausbreitet?
Tschepurnoi: Na - es geht an. Ist Jelisaweta Fjodorowna zu Hause?
Jelena: Sie ist in ihrem Zimmer.
Tschepurnoi: Und wie geht's ihr?
Jelena: Nicht besonders, wie gewöhnlich.
Tschepurnoi besorgt: Ja, ja - eine tragische Natur.
Jelena: Boris Nikolajewitsch … entschuldigen Sie gütigst, daß ich mich in eine Angelegenheit mische, die mich eigentlich nichts angeht … aber die Sache ist von großer Wichtigkeit.
Tschepurnoi: Um was handelt es sich?
Jelena: Sie hat mir gesagt, daß Sie ihr einen Heiratsantrag gemacht haben …
Tschepurnoi schnelclass="underline" Wie hat sie das gesagt?
Jelena: Was heißt - wie?
Tschepurnoi: Was machte sie für 'n Gesicht? Schnitt sie eine Grimasse? Oder lächelte sie höhnisch?
Jelena verwundert: Wie können sie nur so fragen? Sie war sehr erfreut …
Tschepurnoi: Nein? Wirklich?
Jelena: Ja, ja! So voll stiller Freude … und so gut … Auf der Veranda erscheint Roman.
Tschepurnoi: Und ich? - Narr! Esel!
Roman: Ruft man mich?
Tschepurnoi: Niemand ruft dich … ich schimpfe mich selbst: du Narr!
Jelena: Ich hab ihn rufen lassen … Lassen Sie den Schlosser kommen, Roman.
Roman: Den Jegor?
Jelena: Ja.
Roman: Sofort?
Jelena: Ja, ja.
Roman: Schön. Ab.
Tschepurnoi freudig: Geben Sie mir die Hand, ich will sie küssen … so - Sie haben mir ein großes Geschenk gemacht … da haben wir's … wo man's am wenigsten erwartet, da schlägt's ein. So geht's mit Leid, so geht's mit Freud.
Jelena: Entschuldigen Sie … ich verstehe Sie nicht …
Tschepurnoi: Ah, mein Gott! Wie ist mir denn! Sie hat Ihnen also wirklich mit Freude erzählt, daß ich ihre Hand verlangt habe?
Jelena: Ja … ich versichere Sie.
Tschepurnoi siegesbewußt: Und doch hat sie mir einen Korb gegeben …
Jelena lächelnd: Entschuldigen Sie, es klingt komisch …
Tschepurnoi: Ja, und es ist komisch. Wissen Sie, ich hab mir ja auch gedacht: nicht deshalb, weil ich ihr zuwider bin, will sie mich nicht heiraten, sondern nur aus Furcht vor ihrer Krankheit.
Jelena: Ja, Sie haben recht …
Tschepurnoi: Jetzt weiß ich, was ich tu: ich lauf zu ihr, so schnell, wie die Kugel den Berg hinunter … Ach, ist das ein Glücksfall! Wissen Sie, der Zufall ist doch eine große Sache.
Jelena: Aber, nehmen Sie Ihre Krawatte ab … Sie mag die rote Farbe nicht.
Tschepurnoi lachend: Und ich habe sie absichtlich umgelegt, um sie ein wenig zu necken … Jetzt ist's schon einerlei - rot oder grün, ganz gleich, ohne Krawatte kann ich doch nicht … Geht. Ich danke Ihnen. Jegor in der Tür zum Speisezimmer, verwirrt, zerzaust. Ah, ein alter Bekannter. Nun, gib mir die Hand! So. Woll'n wir uns wieder vertragen! So! O du … Recke und Held du!
Jelena zu Jegor: Gleich werd ich dir sagen.
Jegor dumpf: Gnädige Frau, warten Sie ..
Jelena: Was gibt's?
Jegor: Meine Frau ist krank …
Jelena: Was fehlt ihr?
Jegor: Ihr ist so übel …
Jelena beunruhigt: Seit wann?
Jegor: Seit heute morgen … sie verlangt immer nach Ihnen … hol die gnädige Frau, sagt sie … sonst verreck ich …
Jelena: Warum haben Sie mich denn nicht geholt? … Ach Sie …
Jegor: Ich habe mich geschämt … ich hab doch hier Krawall gemacht …
Jelena: Ach Unsinn … ich geh zu ihr.
Jegor: Warten Sie … ich fürchte …
Jelena: Was?
Jegor: Vielleicht ist's die Cholera …
Jelena: Unsinn, da gibt's nichts zu fürchten …
Jegor bittend, beinahe befehlend: Jelena Nikolajewna, kurieren Sie sie!
Jelena: Man muß zum Arzt schicken … Fahren sie gleich …
Jegor: Es braucht kein Doktor zu kommen … ich trau keinem Doktor nicht … Sie müssen selbst …
Protassow erscheint: Aha, Sie da, mein tapferer Krieger …
Jelena: Pawel, warte, seine Frau ist erkrankt …
Protassow: Sehen Sie, Sie haben sie geprügelt …
Jelena: Er glaubt, es ist die Cholera … Ich geh hin und du …
Protassow besorgt: Du - willst hin, Lena? Nein. Jelena … weshalb willst du …
Jelena erstaunt: Und warum nicht?
Protassow: Und wenn es die Cholera …
Jegor grollend und leise: Also, stirb! heißt es, ganz einfach! Sind wir denn nicht auch Menschen?
Jelena: Hören Sie auf, Jegor … Pawel, wie kannst du nur so ungeschickt …
Protassow: Was verstehst du, Jelena? Du bist kein Arzt … und das ist kein Spaß … das ist gefährlich …
Jegor grollend: Aber die, die da am Verrecken sind - die sind nicht in Gefahr …
Protassow zu Jegor: Bitte mich nicht anzubrüllen.
Jelena vorwurfsvolclass="underline" Pawel! Jegor, wir wollen gehen …
Protassow: Ich komme mit … das ist unverständig, Jelena. Alle drei ab ins Speisezimmer; Jegor voran, man kann ihre Stimmen hören.
Jelena: Geh zurück und telefonier nach einem Wagen …
Protassow: Da ist ein Arzt notwendig - aber nicht du, was willst du dort? Kehrt in großer Erregung zurück. Was will sie bei einem solchen Fall? Antonowna, zum Teufel! Mich haben sie nicht mitgehen lassen … Fima, Antonowna! - wo steckt ihr? Seid ihr gestorben? Fima! Fima kommt angelaufen. Ich schreie, als wäre ich angeschossen, und Sie geruhen sich über Ihre Schönheit zu freuen -?
Fima beleidigt: Durchaus nicht! Ich habe die Messer geputzt.
Protassow: Lassen Sie die Messer liegen. Gehen Sie zu Jegor …
Fima entschieden: Dahin geh ich nicht …
Protassow: Warum nicht? Die gnädige Frau ist dort …
Fima frech: Das ist mir ganz einerlei!
Protassow: Aber warum wollen Sie denn nicht hin?
Fima: Weil dort die Cholera ist.
Protassow ahmt ihr nach: Aha! Die Cholera. Aber die gnädige Frau ist hingegangen, Es wird geklingelt.
Fima: Es klingelt.
Protassow: Ja, öffnen Sie! Fima läuft fort - Protassow hinter ihr her.
Protassow: Eine freche Kröte … Ja - ach, das Telefon … hol's der Teufel! Melanija tritt auf. Ach, Sie sind's! Wissen Sie das Neueste? Bei uns auf dem Hof ist die Cholera. - Erfreulich, nicht wahr? Und Jelena ist hingegangen, um zu kurieren, hm? Wie gefällt Ihnen das?
Melanija: Ei, ei, ei! Also bei Ihnen auch! Bei meinem Nachbar, dem Oberst, haben sie gestern den Koch abgeholt … Und Jelena Nikolajewna - ist hingegangen! Wozu denn?
Protassow: Ich weiß nicht. Es ist mir ganz rätselhaft.
Melanija: Wie konnten Sie sie denn gehen lassen!
Protassow: Wie? Ich weiß es nicht … Ach so, das Telefon. Läuft ins Zimmer.
Fima aus dem Speisezimmer: Guten Tag, Melanija Nikolajewna!
Melanija kühclass="underline" Ah … Guten Tag, meine Liebe …
Fima: Ich habe eine große Bitte an Sie.
Melanija: Und die wäre:
Fima: Ich will heiraten.
Melanija: So!
Fima: Einen anständigen Menschen … einen sehr anständigen Menschen!
Melanija: Wer ist es denn?
Fima: Ihr Nachbar …
Melanija springt erstaunt auf: Nicht möglich, der Oberst?
Fima bescheiden: Was denken Sie! Kotscherin Wassilij Wassiljewitsch …
Melanija: Ach den! Der alte Satan … Püh! Der ist ja an die sechzig Jahre alt … hat Rheumatismus in allen Gliedern … wie kannst du dich dazu entschließen, Jefimija? Übrigens - er hat viel Geld … Ach du, Mädchen … du tust mir leid! Laß ihn laufen … und sein Geld auch!
Fima: Ich habe mich schon entschlossen, und alles ist abgemacht.
Melanija: Wirklich! Das tut mir leid. Und was willst du von mir?