Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие приключения » Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)
Das flammende Kreuz: Roman (German Edition) - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)

Электронная книга - «Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)». Краткое содержание книги:

Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)
1 ... 134 135 136 137 138 139 140 141 142 ... 424
Перейти на страницу:

»Da lachen ja die Hühner«, sagte ich anklagend zu ihm. »Ha!«

Ich dehnte meine Schultern und lehnte mich an die schräge Wand unseres Unterschlupfes. Jamies Warnung zum Trotz schien es nicht nötig zu sein, ein Auge auf Mrs. Beardsley zu haben; sie hatte gehorsam Feuer gemacht, sich dann zwischen den Ziegen zusammengerollt und war – da auch sie aus Fleisch und Blut war und die Ereignisse des Tages sie erschöpft hatten – sofort eingeschlafen. Ich konnte hören, wie sie auf der anderen Seite des Feuers friedlich schnarchte, untermalt von den gesammelten Keuch- und Grunzlauten ihrer Begleiter.

»Was glaubst du überhaupt, woraus du gemacht bist?«, fragte ich den schweren Kopf, der auf meinem Oberschenkel ruhte. »Aus vulkanisiertem Gummi?« Meine Finger strichen unabsichtlich über sein Haar und glätteten es sanft. Einer seiner Mundwinkel zog sich plötzlich zu einem Lächeln hoch, das so hinreißend war, dass ich fast erschrak.

Es war so schnell vorbei, wie es gekommen war, und ich starrte ihn verblüfft an. Nein, er schlief tief und fest; er atmete heiser, aber regelmäßig, und seine langen, mehrfarbigen Wimpern lagen dunkel auf seinen Wangen. Ich strich ihm erneut ganz sanft über den Kopf.

Und da; das Lächeln flackerte auf wie ein Flämmchen und verschwand wieder. Er seufzte tief, kuschelte seinen Kopf fester an mich, entspannte sich dann vollständig und sein Körper wurde schlaff.

»Oh, Himmel, Jamie«, sagte ich leise, und beißende Tränen stiegen mir in die Augen.

Es war Jahre her, dass ich ihn zuletzt so im Schlaf hatte lächeln sehen. In den Anfangstagen unserer Ehe – in Lallybroch.

Als kleiner Junge hat er das immer gemacht, hatte seine Schwester Jenny mir damals erzählt. Ich glaube, es bedeutet, dass er glücklich ist.

Meine Finger gruben sich in das weiche, dichte Haar in seinem Nacken und spürten seinen festen, runden Schädel, die warme Kopfhaut und die haarfeine Linie der uralten Narbe, die sich darüberzog.

»Ich auch«, flüsterte ich ihm zu.

Kapitel 30

Satans Brut

Mrs. MacLeod und ihre beiden Kinder waren bei Evan Lindsay und seiner Frau untergekommen, und da die beiden MacLeodbrüder ebenso wie Geordie Chisholm und seine beiden ältesten Söhne mit der Miliz unterwegs waren, war die Enge im Haus damit beträchtlich gelindert. Allerdings reichte das noch nicht annähernd, dachte Brianna, denn schließlich war Mrs. Chisholm nach wie vor da.

Das Problem bestand nicht in Mrs. Chisholm als solcher; das Problem bestand in Mrs. Chisholms fünf kleineren Kindern, die allesamt Jungen waren und – von Mrs. Bug – kollektiv als »Satans Brut« bezeichnet wurden. Mrs. Chisholm erhob – vielleicht verständlicherweise – Einspruch gegen diese Terminologie. Die anderen Bewohner des Hauses äußerten ihre Meinung zwar nicht ganz so direkt wie Mrs. Bug, doch sie waren sich bemerkenswert einig. Dreijährige Zwillinge konnten nun einmal diese Wirkung hervorrufen, dachte Brianna, die Jemmy mit beklommenem Blick betrachtete, wenn sie sich die Zukunft ausmalte.

Momentan legte er keine Anzeichen für künftige Zerstörungswut an den Tag, sondern lag im Halbschlaf auf dem Teppich in Jamies Studierzimmer, wohin Brianna sich in der vagen Hoffnung auf eine Viertelstunde annähernder Einsamkeit zurückgezogen hatte, um zu schreiben. Ein Rest von Respekt vor Jamie reichte aus, um die kleinen Verbrecher aus diesem Zimmer fernzuhalten, zumindest meistens.

Mrs. Bug hatte den achtjährigen Thomas, den sechsjährigen Anthony und den fünfjährigen Toby Chisholm davon in Kenntnis gesetzt, dass Mrs. Fraser eine bekannte Hexe sei; eine Weise Frau, die sie mit Sicherheit sofort in Kröten verwandeln würde – kein großer Verlust für die Gesellschaft, wie sie ihnen zu verstehen gab –, falls in ihrem Sprechzimmer irgendetwas kaputt gehen sollte. Das hielt sie zwar nicht davon fern – ganz im Gegenteil; sie waren fasziniert –, aber es hatte bis jetzt verhindert, dass sie allzu viel Schaden anrichteten.

Jamies Tintenfass stand auf dem Tisch bereit, ein ausgehöhlter kleiner Kürbis, mit einer großen Eichel ordentlich verkorkt, und daneben stand ein getöpfertes Gefäß mit ordentlich angespitzten Truthahnkielen. Die Mutterschaft hatte sie gelehrt, zufällige Gegebenheiten auszunutzen; das tat sie nun – sie griff zum Federkiel und schlug das kleine Tagebuch auf, in dem sie ihre persönlichen Aufzeichnungen festhielt.

Letzte Nacht habe ich vom Seifekochen geträumt. Ich habe selber noch nie Seife gemacht, aber ich hatte gestern den Boden geschrubbt und hatte den Geruch der Seife noch an den Händen, als ich ins Bett gegangen bin. Es ist ein widerlicher Geruch nach Säure und Asche, und dazu der schreckliche Gestank, den das Schweinefett ausströmt, wie etwas, das schon lange tot ist.

Ich habe Wasser in einen Kessel mit Holzasche gegossen, und es hat sich schon beim Gießen in Lauge verwandelt. Giftiger Qualm ist in großen Wolken aus dem Kessel aufgestiegen; er war gelb, der Rauch.

Pa hat mir eine große Schüssel Talg gebracht, den ich unter die Lauge mischen sollte, und es waren Babyfinger darin. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich daran etwas seltsam gefunden habe – zu diesem Zeitpunkt.

Brianna hatte versucht, die lauten Geräusche von oben zu ignorieren, die sich anhörten, als hüpften mehrere Personen auf einem Bett herum. Die Geräusche brachen abrupt ab, gefolgt von einem durchdringenden Schrei, in dessen Folge es wiederum laut klatschte, so als träfe Haut auf Haut, und weitere Schreie in verschiedenen Tonlagen erschollen.

Sie zuckte zusammen, schloss fest die Augen, und ihr schauderte, als der Konflikt eskalierte. Noch eine Sekunde, und jetzt donnerten sie die Treppe herunter. Mit einem Blick auf Jemmy, der unsanft geweckt worden war, aber keine Angst zu haben schien – mein Gott, er fing ja schon an, sich daran zu gewöhnen, dachte sie –, legte sie den Federkiel nieder und stand seufzend auf.

Mr. Bug war dazu da, sich um die Farm und das Vieh zu kümmern und Bedrohungen für Leib und Leben abzuwehren; Mr. Wemyss war dazu da, um Brennholz zu hacken, Wasser zu schleppen und dafür zu sorgen, dass das Haus nicht zusammenfiel. Aber Mr. Bug war schweigsam und Mr. Wemyss ängstlich; Jamie hatte Brianna offiziell die Verantwortung überlassen. Also war sie bei allen Konflikten Berufungsgericht und Richterin. Ehrwürden junior sozusagen.

Ehrwürden junior warf die Studierzimmertür auf und funkelte den Pöbel an. Mrs. Bug, rot im Gesicht – wie üblich – und vor bitteren Vorwürfen kurz vor dem Überkochen. Ditto Mrs. Chisholm, die vor lauter mütterlicher Entrüstung kaum an sich halten konnte. Die kleine Mrs. Aberfeldy, angelaufen wie eine Aubergine, presste ihre zweijährige Tochter Ruth schützend an ihre Brust. Tony und Toby Chisholm, beide in Tränen aufgelöst und mit Rotz beschmiert. Toby hatte einen roten Handabdruck auf der Wange; das strähnige Haar der kleinen Ruthie schien auf der einen Seite seltsam kürzer zu sein als auf der anderen. Sie fingen alle gleichzeitig an zu reden.

»… wilde Rothäute!«

»… mein Baby und sein schönes Haar

»Sie hat angefangen!«

»… es wagen, meinen Sohn zu schlagen!«

»Wir haben doch nur skalpieren gespielt, Ma’am …«

»… Iiiiiiiiiii!«

»… und ein großes Loch in mein Federbett gerissen, der kleine Teufel!«

»Seht Euch an, was sie getan hat, die alte Schachtel!«

»Seht Euch an, was sie getan haben!«

»Aber Ma’am, es ist doch nur …«

»AAAAAAAAAAAAA!«

Brianna trat in den Korridor hinaus und knallte die Tür hinter sich zu. Es war eine massive Tür, und der Knall brachte das Geschrei zum Schweigen. Auf der anderen Seite begann Jemmy zu weinen, aber sie ignorierte ihn fürs Erste.

1 ... 134 135 136 137 138 139 140 141 142 ... 424
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)