Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Saga von Garth und Torian
Die Saga von Garth und Torian - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Saga von Garth und Torian

Электронная книга - «Die Saga von Garth und Torian». Краткое содержание книги:

Die Saga von Garth und Torian - Ungeahnte Kräfte wurden frei, als der Magier der Tremonen starb. Torian aus Scrooth, verwantwortlich für den Tod des Zauberers, entgeht mit seinem ehemaligen Gegner Garth dem Inferno – aber nur, um noch gefahrvollere Abenteuer bestehen zu müssen. Denn in der Ruinenstadt Rador wartet die Vergangenheit und ersinnt einen teuflischen Plan...
1 ... 133 134 135 136 137 138 139 140 141 ... 229
Перейти на страницу:

Das Mädchen fuhr zu ihm herum. »Du willst – «

»Unser Leben hängt davon ab. Was immer das dort draußen sein mag, es kommt näher. Und es ist schneller als wir. Ich muß herausfinden, was es ist, um uns schützen zu können.«

»Aber warum Torian?« begehrte Shyleen auf. »Ich bin die Tochter eines Magiers und kann dir helfen, aber er verfügt über keinerlei magische Kräfte. Es könnte seinen Geist vernichten.«

»Das wird es nicht. Unsere Kräfte allein reichen nicht aus, und er ist stärker, als du denkst. Schließlich habe ich meinen Geist schon einmal mit dem seinen verbunden.«

»Nein!« stieß Torian hervor, der erst jetzt zu begreifen begann, was Cathar vorhatte. Der Magier sprach nicht aus, daß es ihm um die Kraft des Parasiten ging, aber Torian verstand auch so. Er erinnerte sich der entsetzlichen Sekunden auf der Lichtung im Flüsterwald, während der er die Welt sekundenlang durch die Augen des Magiers gesehen hatte. Er würde lieber sterben, als sich noch einmal darauf einzulassen.

»Unser aller Leben hängt vielleicht davon ab«, beschwor ihn Cathar, als hätte er seine Gedanken gelesen. »Unseres und das der Männer im Lager. Dir wird nichts passieren, das schwöre ich. Uns bleibt nicht mehr viel Zeit.« Er griff in die Tasche seiner Kutte. Als er die Hand wieder herauszog, hielt er einen Stein zwischen den Fingern, rund und glatt wie eine Münze und von einem unglaublich tiefen Schwarz.

»Bei den Dämonen, was bedeutet das alles?« fragte Garth. Seine Stimme hatte eine Winzigkeit von ihrer gewohnten Stärke verloren. Obwohl er nichts von Magie verstand, spürte wohl auch er, daß das, dessen Zeuge er wurde, mehr als außergewöhnlich war. Etwas Unheimliches, mit Worten kaum zu Beschreibendes ging von dem schwarzen Stein in Cathars Hand aus. Er bekam keine Antwort, statt dessen trat Cathar in die Mitte der Plattform. Der Stein war in seiner zur Faust geschlossenen Rechten verborgen.

Ein sonderbar angespannter Ausdruck lag auf seinen Zügen. Keine Furcht, dachte Torian schaudernd, aber doch etwas, das ihr sehr nahe kam.

Zehn, fünfzehn endlose Sekunden lang schwieg Cathar, und die Stille wurde fast greifbar. Dann ging er in die Hocke, legte den Stein vor sich auf den Boden und bedeckte ihn mit der flachen Hand. So verharrte er einen kurzen Moment lang, dann öffnete er die Hand. Seine Hände begannen zu zittern, aber sonst geschah nichts. Der münzförmige Stein lag einfach da, reglos und so tot wie ein Stein nur sein konnte, von einem unheimlichen, lichtschluckenden Schwarz. Und doch schien er sie höhnisch anzugrinsen. Mit einem Male war Torian kalt, entsetzlich kalt. Er versuchte sich einzureden, daß es nur die Kälte wäre, welche die Angst in seinem Inneren auslöste, aber er mußte rasch erkennen, daß die Kälte keine Einbildung war, sondern Realität. Die Temperaturen sanken rapide, bis sein Atem als grauer Dampf vor seinem Gesicht erschien und seine Finger klamm und steif wurden.

Für endlose Minuten hockte Cathar einfach nur da, in fast absurder Haltung, scheinbar mitten in der Bewegung erstarrt, dann erwachte er schließlich mit einem Ruck aus seiner Lähmung.

»Eure Hände«, sagte er und richtete sich auf. Der Stein blieb vor ihm auf dem Boden liegen. »Bildet einen Kreis.« Shyleen gehorchte sofort. Sie ergriff die Hand des Magiers, und nach kurzem Zögern reihte sich auch Torian in den noch offenen Kreis ein und packte die schlanke Hand des Mädchens und Cathars dürre Finger. Sie fühlten sich kalt und trocken wie altes Pergament an. Torian verstand immer noch nicht völlig, was der Magier vorhatte, aber die Erinnerung an das Geschehene und ein Blick auf das, was sich ihnen aus der Wüste näherte, ließen ihn erkennen, daß jetzt nicht die Zeit für Fragen und lange Erklärungen – die er zum größten Teil wohl ohnehin nicht verstehen würde – war. Ob es ihm behagte oder nicht, er mußte dem Magier wieder einmal vertrauen. Garth und der Rattengesichtige wichen in den hintersten Winkel der Plattform zurück.

»Jetzt schließt die Augen«, gebot Cathar leise. »Und laßt euch fallen. Ihr braucht keine Furcht zu haben.«

Torian schloß gehorsam die Augen. Im ersten Moment sah er nichts als Dunkelheit, und dann konnte er trotz seiner geschlossenen Augen wieder sehen. Sekunden vergingen. Dann eine Minute. Zwei. Drei. Dann begann die schwarze Scheibe zu wachsen.

Jedenfalls war es das, was Torian im ersten Moment dachte. Aber gleich darauf erkannte er, daß es nicht stimmte. Der Stein selbst blieb unverändert, aber er schien plötzlich von einem düsteren Halo aus schwarzem Licht umgeben, einer Aura der Finsternis und Kälte, die im gleichen Maße wuchs, wie das Licht der Sonne abnahm. Lautlos und rasch breitete sich die unheimliche Aura aus, bis sie auch den letzten Rest Helligkeit gefressen hatte.

Die Dunkelheit wurde noch tiefer, obgleich Torian dies nicht mehr für möglich gehalten hatte. Aber es gab eine Steigerung von Schwarz, und das war es, was er in diesen Sekunden erlebte, eine Finsternis, die nichts mehr mit der bloßen Abwesenheit von Licht zu tun hatte, sondern auf das Dasein von irgend etwas anderem, unsäglich Fremden zurückzuführen war. Es war, als wäre er aus der Welt heraus – und in einen Kosmos aus Leere und abgrundtiefer Schwärze hineingeschleudert worden. Sein Atem ging schneller, und sein Herz jagte. Er spürte, wie irgend etwas aus dem Nichts heraus nach ihm griff.

Gesichter, erschienen um ihn herum. Unsichtbar und mit Linien aus widerlich zuckendem Schwarz auf finsterem Untergrund gemalt, aber trotzdem auf entsetzliche Weise sichtbar, höllische Fratzen, die böse Verhöhnung menschlichen Seins, dann blitzende Splitter von Rot, die von der Schwärze wieder aufgesaugt wurden, für den millionsten Teil einer Sekunde eine gräßlich verzerrte Gestalt, ein gräßlich aufgedunsener Balg mit viel zu vielen Armen, gewaltigen, vielfach gedrehten Hörnern und einem Kopf, dessen wahrer Anblick so tödlich wie ein Schwerthieb gewesen wäre. Torian wollte schreien, herumfahren und aus dem Kreis ausbrechen, aber er konnte es nicht. Das Entsetzliche, das ihn schier in den Wahnsinn trieb, lähmte ihn auch zugleich, machte ihn unfähig, irgendeinen klaren Gedanken zu fassen, geschweige denn, sich zu bewegen. Irgend etwas griff nach und in seinen Geist, wühlte sich wie eine gigantische glühendheiße Hand durch seine Gedanken und drang bis in die tiefsten, verborgenen Bereiche seiner Seele vor, las seine geheimsten Gedanken und kramte das unterste zuoberst.

Und etwas in ihm starb. Er konnte das grauenerregende Gefühl nicht anders beschreiben: Das Etwas erfüllte ihn mit Kraft, mit schier unglaublicher, übermenschlicher Stärke, aber es stahl ihm auch etwas dafür, verlangte einen Preis, den er jetzt noch gar nicht abzuschätzen in der Lage war. Irgend etwas, das bisher in ihm gewesen war, sein Leben lang, ohne daß er es auch nur gewußt hätte, war fort, als sich die unsichtbare Riesenhand zurückzog.

Einige Sekunden lang herrschte wieder nur Dunkelheit um ihn herum, und er klammerte sich mit aller Inbrunst an den Gedanken, daß der entsetzliche Prozeß vorbei wäre. Aber dem war nicht so, sondern das, was auch immer Cathar vorhatte, begann erst. Die Dunkelheit lichtete sich, und dann –

- dann war die Plattform wieder da, aber aus einem vollkommen fremden, schwindelerregenden Blickwinkel und zu ungeheurer Größe explodiert, zersplittert in Tausende und Abertausende einzelner kleiner Bilder, die sich zu einem verwirrenden Kaleidoskop bizarrer Farben und Formen zusammenfügten. Er sah sich selbst und die anderen, wie sie dastanden, sich an den Händen haltend und einen kleinen Kreis bildend, zu absurden Ausmaßen aufgeblasene Ungeheuer, häßlicher als alles, was er jemals zuvor erblickt hatte; daneben Garth und Bard, groß wie Berge und mit Gesichtern wie zerklüftete Felswände. Dann kippte das ganze Bild nach rechts, begann zu torkeln und auf und ab zu hüpfen und war plötzlich verschwunden, als die Welt rings um ihn herum in einem unglaublich intensiven, blauroten Licht zu erstrahlen begann.

1 ... 133 134 135 136 137 138 139 140 141 ... 229
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)