Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Das Ehrenwort. Verrat unter Rittern
Das Ehrenwort. Verrat unter Rittern - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das Ehrenwort. Verrat unter Rittern

Электронная книга - «Das Ehrenwort. Verrat unter Rittern». Краткое содержание книги:

Noch immer wütet auf Krynn der mörderische Krieg zwischen den Heerscharen des Guten und des Bösen. Die Übermacht der tyrannischen Drachenkönigin Takhisis zwingt die Ritter von Solamnia, sich auf Burg Vingaard zurückzuziehen. Huma, einer der Ritter, erkennt in letzter Minute, daß sich sein bester Freund von Paladin, dem Gott des Lichts, abgewandt hat und auf Vingaard in dunkle Machenschaften verstrickt ist. Aber der Kampf gegen den Verräter ist nur ein weiterer Teil von Humas gefährlicher Prüfung...
1 ... 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94
Перейти на страницу:

»Wogegen?«

Er zögerte. »Ihre Freiheit.«

»Hu—« Gwyneth hustete krampfhaft. Sie schloß die Augen. Einen Augenblick lang befürchtete der Ritter, sie wäre tot. Dann aber machte sie die Augen wieder auf und sah ihm fest in die Augen. »Du kannst sie nicht töten – das ist unmöglich. Aber du kannst sie auch nicht freilassen. Ganz Krynn wird ihre Marter büßen. Mein Leben ist das – nicht wert.«

Sie hielt inne. Die Anstrengung des Sprechens brauchte die letzte Kraft auf, die ihr geblieben war.

Huma schützte sie mit seinem Körper, damit der rauhe Wind sie nicht mit seiner ganzen Härte treffen konnte. »Ich lasse dich nicht sterben.«

»Du hast keine Wahl.« Sie lächelte gequält.

»Das kannst du nicht tun«, stammelte Huma, um dann endlich die Worte auszusprechen, die er sich vor langer Zeit schon eingestanden hatte. »Ich liebe dich. Ich schäme mich, daß ich es dir nicht früher sagen konnte. Ich will dich nicht verlieren.«

Ihr Gesicht strahlte trotz der grauenhaften Wunden.

»Ich will – will –, daß du dich so an mich erinnerst, wie ich jetzt – jetzt bin, denn das ist mein wahres Selbst. Als Mensch habe ich zum ersten Mal wirklich gelebt.« Sie holte tief Luft. »Als Mensch habe ich geliebt.«

Ihre Hand glitt aus seiner. »Ich will als Mensch sterben – im Wissen, daß du doch – «, Gwyneth schloß die Augen, weil der Schmerz sie peinigte. Huma hielt sie fest, als sie erzitterte. » – daß du – «

Das Zittern ließ nach. Der Ritter lockerte seinen Griff. Gwyneth hatte die Augen geschlossen, und auf ihrem todesblassen Gesicht lag jetzt eine seltsame Gelassenheit.

»Gwyneth?«

Steerbliicherr! Es isss nicht zu spät!

Huma legte ihren Kopf hin.

Ein Schwanz kam kurz in Sicht und verschwand dann wieder hinter der Anhöhe. Der Himmel war wieder düster. Das anfangs so bösartig majestätische Portal, Takhisis’ Zugang zum Abgrund, war zu einem Schatten seiner selbst verblaßt – doch es war noch da.

Huma ergriff die Drachenlanze und begann, den Abhang hinaufzuklettern. Er bewegte sich automatisch; sein Verstand hatte nur eine vage Vorstellung von dem, was wohl geschehen war. Er war gar nicht mehr richtig anwesend. Ihm wurde noch nicht einmal bewußt, daß er die Anhöhe erreicht hatte, bevor er sich der Drachenkönigin gegenübersah.

Sie lag etwas weiter weg in einem von ihrem Aufprall verursachten Krater.

Huma lag lange einfach nur da. Das Atmen fiel ihm schwer, und er merkte, daß er sich die Rippen gebrochen haben mußte. Immer wieder verschwamm die Szene vor seinen Augen.

Irgendwie brachte er es fertig, die Drachenlanze an den Rand des Kraters zu ziehen und sie mit der Spitze nach vorn darüber zu legen. Der kalte Wind machte ihm nichts mehr aus. Er diente nur dazu, ihm einen klaren Kopf für sein Vorhaben zu verschaffen.

Was – was tust du?

Die Gedanken der Drachenkönigin flimmerten plötzlich durch seinen Kopf. Er war so überrascht, daß die Lanze beinahe über den Kraterrand fiel. Statt dessen zog er sie zurück, um sich damit in eine wacklige, aufrechte Haltung hinzustellen.

Mit der wie ein Speer angelegten Drachenlanze starrte Huma auf die wilde Göttin herab.

Sie lag auf dem Rücken, die Flügel waren verrenkt unter ihr eingeklemmt. Die vier verbliebenen Köpfe schnappten wild nach der abgerissenen Drachenlanze, die immer noch aus ihrem Körper ragte. Jedes Mal, wenn die Köpfe näher kamen, sprühte die Lanze Funken, und immer wieder fuhren sie vor Schmerz zurück.

»Hör mir zu«, sagte Huma.

Zuerst hörte er nur ihr Wüten und die schrecklichen Wut- und Schmerzensschreie.

»Hör mir zu«, wiederholte er.

Sterblicher… was willst du?

Der riesige Drache versuchte aufzustehen. Es gelang ihm nicht.

»Du bist besiegt, Takhisis, Drachenkönigin.«

Das bin ich nicht! Das kann nicht sein!

»Deine Armeen werden gerade aufgerieben. Die Abtrünnigen sind tot oder in alle Winde zerstreut. Die Versammlung der Zauberer wird nach ihnen suchen. Sie werden in Zukunft viel genauer beobachtet werden. Es wird nie wieder einen Galan Drakos geben.«

Weitere Zeit verstrich. Die Drachenkönigin kämpfte sichtlich um ihre Beherrschung.

Was willst du, Sterblicher?

»Das Gleichgewicht muß bestehen bleiben. Ohne das Gute kann das Böse nicht wachsen. Ohne das Böse tritt das Gute auf der Stelle. Ich weiß, daß ich dich nicht töten darf.«

Dann laß mich frei!

Huma taumelte vor dieser Inbrunst kurz zurück. Die Drachenlanze rutschte ihm fast aus der Hand.

»Erst mußt du dich ergeben.«

Der Wind hatte sich gelegt. Der Himmel war seltsam klar. Sonnenlicht wärmte Humas Körper.

Das Portal war kaum noch zu erkennen.

Die Gestalt der Drachenkönigin regte sich nicht mehr. Sie schien fast – tot. Huma zog die Lanze vom Rand zurück und beugte sich vor.

Ein smaragdgrüner Drachenkopf schoß herauf. Huma fuhr zu spät zurück.

Ein dicker, zischender Strom aus giftigem, grünem Gas schoß heraus und umnebelte ihn, bevor er auch nur einen Gedanken fassen konnte. Er stürzte nach vorn, und diesmal ließ er die Lanze wirklich los. Sie rollte den Abhang hinunter. Auch der hilflose Ritter fiel der Drachenkönigin entgegen.

Bei jedem Aufschlag auf die von Steinen übersäte Kraterwand schrie er auf.

Wenn er vorher Schmerzen gehabt hatte, lernte er nun, was wahre Qualen waren. Er schrie und schrie, aber er starb nicht.

Du lebst immer noch! Wie kann man dich überhaupt umbringen? Du bist doch nur sterblich!

Trotz seiner Schmerzen mußte er jetzt lachen.

»Ich gehöre Paladin. Ich gehöre Gwyneth. Keiner von beiden wird zulassen, daß du mich je bekommst.«

Huma zog sich hoch. Er hustete, und seine Hände zitterten. Er hatte viel von dem Gas eingeatmet. Der Fall hatte seinen Körper geschwächt, und er konnte nur noch sitzen bleiben, so entsetzlich drehte sich ihm der Kopf. Er wußte, daß ihm trotz seiner Worte nicht mehr viel Zeit blieb.

»Sie kommen, Takhisis.«

Wer?

»Die anderen Drachenlanzen. Über hundert. Hundertmal Schmerz und Qual. Ich habe dir eine Chance gegeben. Sie werden sich darauf nicht einlassen. Das weißt du.«

Sie können mich nicht töten!

»Sie können dir endlose Qualen bereiten.«

Das dürfen sie nicht! Das Gleichgewicht! Du hast es gesagt.

»Was kümmert sie das Gleichgewicht? Dann doch lieber Frieden, werden sie sagen.«

Langes Schweigen. Huma wollte die Augen schließen, überwand sich jedoch, sie ein letztes Mal zu öffnen.

»Du wirst dich nicht befreien können, bevor sie kommen. Auch wenn ich sterbe, werden sie dich erwischen. Eine Göttin, die der Gnade von Sterblichen ausgeliefert ist.«

Was willst du?

Sie hatte offenbar Mühe weiterzumachen. Nur ein Kopf starrte noch in Humas Richtung. Die anderen drei wackelten krampfhaft.

»Zieh dich aus Krynn zurück.«

Ich-

»Zieh dich sofort zurück!«

Na gut.

»Ruf auch deine Drachen zurück. Sie dürfen nie wieder nach Krynn kommen. Nimm sie mit.«

Lange Pause.

»Schwöre es«, setzte er hinzu.

Sie zögerte.

Einverstanden.

»Ich will hören, wie du bei dem schwörst, was für dich das Heiligste ist.«

Beide bemerkten den einzelnen Drachen über ihnen und hörten den Ruf seines Reiters, eine Stimme, die Huma kannte.

Kaz. Seine Stimme klang unsicher, und der Drache war sichtlich auf der Hut, aber sie kreisten angriffsbereit über ihnen.

»Du hast nicht viel Zeit, Königin.«

Ich schwöre, daß ich mich aus – aus Krynn –, sie wand sich vor Schmerzen, und einen Augenblick lang glaubte Huma, er würde unter ihr begraben werden, – aus Krynn mit allen meinen Kindern zurückziehen werde, solange die Welt besteht. Das schwöre ich bei –

1 ... 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)