Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Das Erbe der Phaetonen [Illustrationen: L. Rubinstein]
Das Erbe der Phaetonen [Illustrationen: L. Rubinstein] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das Erbe der Phaetonen [Illustrationen: L. Rubinstein]

Электронная книга - «Das Erbe der Phaetonen [Illustrationen: L. Rubinstein]». Краткое содержание книги:

Menschlicher Forschergeist sind keine Grenzen gesetzt. Kurz vor dem Jahre 2000 sind Mond und Mars bereits bezwungen. Die Venus dagegen, der Schwesterplanet der Erde, hütet hinter einer dichten Wolkenhülle auch vor den stärksten irdischen Teleskopen ihre Geheimnisse. Deshalb startet die „SSSR-KS 3“, ein sowjetisches Raumschiff, mit zwölf Wissenschaftlern an Bord in Richtung Venus. Die Landung gelingt, doch heftige Gewitter und sintflutartige Regen erschweren die Erkundung des Planeten. Alle bewegt die Frage: Gibt es hier vernunftbegabte Wesen? Sollen es die aufrecht gehenden schildkrötenartigen Geschöpfe sein, die dreien der Kosmonauten zum Verhängnis werden? Phantasiereich und glaubhaft gestaltet der Autor die Begegnung des Erdenmenschen mit Bewohnern einer anderen Welt und mit der ans Wunderbare grenzende Technik eines fremden Raumschiffs, das vor Jahrtausenden auf der Venus niedergegangen ist.
1 ... 81 82 83 84 85 86 87 88 89 ... 138
Перейти на страницу:

Daß der mächtige Geländewagen an den Baumstapeln vorfuhr, schien die Seebewohner gar nicht zu stören. Sie setzten ihre Arbeit fort, ohne sich um ihn zu kümmern. Die Menschen waren klug genug, die Scheinwerfer nicht einzuschalten, und Wtorow konnte durch die Fenster des Wagens hindurch soviel fotografieren, wie er wollte, was er natürlich auch tat. Die überempfindlichen Filme, die eigens für ihn hergestellt worden waren, ermöglichten sogar bei Nacht ziemlich klare Aufnahmen.

Es war ein ungewöhnlich reizvolles Bild. Tag für Tag fuhr der große Geländewagen für mehrere Stunden zu dem Wehr.

Außer Wtorow fuhren nacheinander alle Besatzungsmitglieder einmal mit; alle wollten die Venusianer arbeiten sehen. Die aufmerksame Beobachtung des Arbeitsprozesses ließ auch außerordentlich wichtige Schlüsse über die geistige Entwicklung der Seebewohner zu.

Die Arbeit wurde hauptsächlich von den Reptilen geleistet.

Bei ihnen standen einige Venusianer, die offenbar Befehle erteilten und Anweisungen gaben. Wie sie dies taten, konnten die Menschen nicht erkennen. Keine Gesten, keine Laute. Es entstand der Eindruck, daß die Venusianer die Weisungen durch Gedankenübertragung erteilten und die Schildkröten sich ihrem Gedankenbefehl unterordneten. Aber das war natürlich unmöglich. Hinter dem ganzen verbarg sich ein Geheimnis.

Während Belopolski die Reptile beobachtete, sah er immer wieder das Bild vor sich, wie ihr Geländewagen verschleppt worden war. Die Handlungsweise der Reptile hatte an jenem verhängnisvollen Abend durchdacht gewirkt. Sie hatten das Kettenfahrzeug nach allen Regeln der Kriegskunst erobert. Das ließ sich einzig und allein damit erklären, daß auch Venusianer zugegen gewesen waren, obwohl weder Belopolski noch Balandin welche bemerkt hatten.

Ein noch schwierigeres Manöver hatten die Reptile bei dem Überfall auf Knjasews Wagen ausgeführt. Zwar waren sie dabei ganz gewiß von den Venusianern geleitet worden; trotzdem ging ihre Leistung über die Grenzen gewöhnlicher Dressur weit hinaus. Auf der Erde waren selbst Affen, Elefanten und hochentwickelte Tiere solcher Handlungen nicht fähig. Die Venusianer hatten ja die Begegnung mit dem Geländewagen nicht voraussehen und die Reptile zuvor „unterrichten“ können, wie sie sich in solch überraschender Situation zu verhalten hätten.

Nach langer Überlegung äußerte schließlich auch Korzewski seine Vermutungen zu dem Fragenkomplex.

„Alles, was wir über die vermeintlichen Schildkröten erfahren haben“, begann er, „beweist, daß sie keine Vernunft besitzen und ebensowenig wie andere Tiere logischer Folgerung fähig sind. Was sie tun, tun sie mechanisch, ohne den Sinn zu verstehen. Aber die Art, wie sie beim Zusammentreffen mit uns gegen die Scheinwerfer vorgingen, laßt sich mit einer langen, vorbereitenden Dressur nicht erklären. Ich nahm damals an, sie kannten den Krieg. Das war ein Irrtum; die Reptile können keinen Krieg führen. Aber sie verstehen einen Schild zu benutzen, sich unter seinem Schutz einem Objekt zu nähern und es mit Steinen anzugreifen. Wie ist das zu erklären? Nur durch die Jagd. Durch die Jagd auf irgendein großes, gefährliches Tier. Die ›Schildkröten‹ sind darauf dressiert worden, mit Schilden und Steinen zu jagen, und sie haben bei der Begegnung mit uns in gewohnter Weise gehandelt. Den Unterschied zwischen dem üblichen Wild und unserem Fahrzeug haben sie nicht begriffen. Wir dachten, sie zielten auf unsere Scheinwerfer. Irrtum.

Sie bewarfen den ganzen Wagen mit Steinen. Daß dabei die Scheinwerfer getroffen wurden, ist reiner Zufall.“

„Also haben die Venusianer uns in jenem Augenblick nicht persönlich angegriffen?“ fragte Wtorow.

„Keinesfalls!“ entgegnete der Biologe. „Überlegen Sie einmal — sie haben doch unseren Wagen nicht verfolgt! Vergessen Sie nicht, daß ihre Vernunft nicht die der Erdenbewohner ist.“ Die Astronauten pflichteten Korzewski bei. Wenn man die Handlungsweise der Venusianer so deutete, wurde vieles verständlich.

Die Arbeiten am Wehr wurden gegen Morgen eingestellt.

Die Stämme, die am Fluß gelegen hatten, waren zum See abtransportiert und an ihrer Stelle neue gestapelt worden. Wieder bestand nur jeder zweite Stapel aus geschälten Stämmen, während die anderen Bäume Rinde und Äste enthielten. Korzewski maß diesem Umstand besondere Bedeutung bei.

„Daraus geht eindeutig hervor, daß nicht nur die Reptile, sondern auch die Venusianer selber nach einem ein für allemal gegebenen Schema verfahren“, erklärte er. „Kann man doch mit Gewißheit sagen, daß diese Arbeit bereits jahrhundertelang geleistet wird. Und trotzdem ist sie äußerst primitiv.“ Den Menschen war tatsächlich aufgefallen, daß man vieles ertragreicher und mit weniger Kraftaufwand hätte ausführen können. Dazu bedurfte es lediglich einiger elementarer Vorstellungen von Arbeitsorganisation. Aber die Venusianer hatten davon keine Ahnung.

Nicht die geringste Spur einer Technik. Alles wurde mit den Händen, mit nackter Körperkraft getan. Das Hebelgesetz, das den Venusianern viel hätte helfen können, war völlig unbekannt.

Selbst die einfachsten Steinbeile, von den Menschen der Erde schon vor undenklichen Zeiten benutzt, harrten bei ihnen noch der Erfindung.

„Bald wird sich hier alles ändern“, sagte Belopolski, „wir werden sie lehren, sinnvoll zu arbeiten. Die Venusianer sind im Vergleich mit uns Wilde. Aber sie sind unsere jüngeren Brüder. Es ist Pflicht des Erdenmenschen, ihnen alles zu geben, was sie brauchen, um sich das Leben und die Arbeit zu erleichtern. Und das wird geschehen!“

„Ohne eine gemeinsame Sprache…“, begann Korzewski.

Aber der Expeditionsleiter fiel ihm ins Wort.

„Es wird geschehen!“ wiederholte er. „Und wir werden eine gemeinsame Sprache finden. Auf welche Weise sie miteinander reden, ist für uns noch ein Geheimnis. Aber dieses Geheimnis müssen und werden wir lüften.“ Toporkow, der dem Wortwechsel zuhörte, sah Belopolski hintergründig lächelnd an.

„Was würden Sie sagen“, fragte er, „wenn ich dieses Geheimnis bereits enträtselt hätte?“

„Sie?“ Igor Dmitrijewitsch zuckte mit den Schultern.

„Man braucht kein Biologe zu sein, um in ein biologisches Geheimnis einzudringen. Es kann sein, daß die Technik uns Menschen die Möglichkeit liefert, mit den Venusianern zu sprechen oder zumindest uns mit ihnen zu verständigen.“

„Was wissen Sie denn?“

„Erstens weiß ich nicht, sondern glaube zu wissen. Das ist nicht ein und dasselbe. Und zweitens werde ich Ihnen vorläufig nichts sagen. Das Mißtrauen, Konstantin Jewgenjewitsch, das in Ihrem Ausruf ›Sie?‹ lag, galt sicher nicht mir persönlich, sondern der Technik, die ich vertrete. Es will Ihnen nicht gefallen, daß ein Ingenieur ein biologisches Geheimnis lüftet. Aber ich fühle mich für meine Berufskollegen gekränkt. Ich habe einen Plan. Wenn er verwirklicht ist, werde ich Ihnen davon berichten.

Eher nicht.“ Die Sternfahrer glaubten zunächst, Toporkow scherze. Aber Igor Dmitrijewitsch schien wirklich gekränkt zu sein. Obwohl Korzewski ihn sehr herzlich bat, sich nicht in Schweigen zu hüllen, blieb er stumm. Der Biologe mußte seine Versuche schließlich, voller Groll auf Belopolski, aufgeben.

„Woher konnte ich wissen, daß Igor so empfindlich ist“, sagte der Kommandant kaum merklich lächelnd, „und darum geht es doch wohl auch gar nicht. Er will einfach nichts sagen, bevor er sich nicht überzeugt hat, daß es stimmt.“

„Dann hätte er auch keine Andeutungen machen sollen!“

„Tja, da ist nichts zu machen! Fassen wir uns in Geduld!“ Der ungeduldige Biologe versuchte noch mehrmals in Toporkow zu dringen, erreichte aber nichts. Igor Dmitrijewitsch konnte manchmal sehr dickköpfig sein.

Dennoch erfuhr ein Mitglied der Expedition früher als die anderen von dem Plan. Es war Saizew. Ohne die Hilfe des Ingenieurs und Mechanikers war das Vorhaben nicht zu verwirklichen. Aber Toporkow verpflichtete ihn zum Schweigen, und der Oberingenieur des Raumschiffes wußte zu schweigen.

1 ... 81 82 83 84 85 86 87 88 89 ... 138
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)