Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Das Erbe der Phaetonen [Illustrationen: L. Rubinstein]
Das Erbe der Phaetonen [Illustrationen: L. Rubinstein] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das Erbe der Phaetonen [Illustrationen: L. Rubinstein]

Электронная книга - «Das Erbe der Phaetonen [Illustrationen: L. Rubinstein]». Краткое содержание книги:

Menschlicher Forschergeist sind keine Grenzen gesetzt. Kurz vor dem Jahre 2000 sind Mond und Mars bereits bezwungen. Die Venus dagegen, der Schwesterplanet der Erde, hütet hinter einer dichten Wolkenhülle auch vor den stärksten irdischen Teleskopen ihre Geheimnisse. Deshalb startet die „SSSR-KS 3“, ein sowjetisches Raumschiff, mit zwölf Wissenschaftlern an Bord in Richtung Venus. Die Landung gelingt, doch heftige Gewitter und sintflutartige Regen erschweren die Erkundung des Planeten. Alle bewegt die Frage: Gibt es hier vernunftbegabte Wesen? Sollen es die aufrecht gehenden schildkrötenartigen Geschöpfe sein, die dreien der Kosmonauten zum Verhängnis werden? Phantasiereich und glaubhaft gestaltet der Autor die Begegnung des Erdenmenschen mit Bewohnern einer anderen Welt und mit der ans Wunderbare grenzende Technik eines fremden Raumschiffs, das vor Jahrtausenden auf der Venus niedergegangen ist.
1 ... 80 81 82 83 84 85 86 87 88 ... 138
Перейти на страницу:

„Hast du selber den Geländewagen geführt?“ fragte Belopolski unerbittlich.

Abermals schoß Melnikow das Blut ins Gesicht.

„Natürlich nicht!“ entgegnete er. „Wie können Sie das denken?“

„Es wäre gar nicht so abwegig.“ Belopolski zuckte mit den Schultern. „Wer hat denn die Schale hingeworfen? Und — warum?“

„Wtorow. Genauer gesagt, sie ist hingefallen. Es geschah folgendermaßen…“

„Augenblick!“ unterbrach ihn Belopolski. „Das mußt du mir ausführlich schildern. Aber wir haben einander viel zu erzählen und wollen damit noch ein bißchen warten.“ Die Reinigung der Luft dauerte über anderthalb Stunden.

Während dieser Zeit mußten die Besatzungsmitglieder die Gasschutzanzüge tragen und unterhielten sich so gut wie gar nicht.

Endlich zeigten die Geräte an, daß die Luft an Bord keine Fremdstoffe mehr enthielt. Die Türen der Luftschleuse wurden geschlossen und die Automatik wieder in Betrieb gesetzt. Grün leuchtete das Lämpchen am Steuerpult.

Sobald sich die Zwischentüren öffneten, eilte Belopolski in die Ambulanz. Die ganze Zeit hatte er um Balandin gebangt.

Der Professor war bewußtlos. Aschfahl im Gesicht und mit bläulich angelaufenen Lippen, lag er wie ein Leichnam auf dem Operationstisch.

„Das Herz arbeitet kaum“, antwortete Andrejew auf Belopolskis Frage, „ich mache mir ernstlich Sorgen. Wenn ich ihn eher hätte behandeln können…“

„Was schlagen Sie vor?“

„Sofort amputieren. Das ist die einzige Hoffnung.“

„Aber Sie sagen doch selber, daß das Herz schwach ist.“

„Wenn wir das linke Bein nicht amputieren, hat er keine Stunde mehr zu leben.“ Belopolski schlug die Hände vors Gesicht. Eine Fahrlässigkeit, an der er sich selber für mitschuldig hielt, würde für alle Zeiten Professor Balandin aus den Reihen der Astronauten reißen. Konstantin Jewgenjewitsch spürte, wie ihm ein Kloß zum Halse aufstieg.

„Und man kann gar nichts machen?“

„Nichts. Es ist zu spät.“

„Aber eine Operation wurde ihn retten? Sind Sie dessen sicher?“ Andrejew ließ den Kopf hangen.

„Wir hoffen es“, antwortete er kaum hörbar.

Belopolski wandte sich schweigend ab und ging hinaus.

Die Operation begann.

Vor der verschlossenen Tür der Ambulanz versammelte sich die ganze Besatzung. Niemand verlor ein Wort.

Endlich öffnete sich die Tür.

Im weißen Kittel und mit blutbenetzten Gummihandschuhen trat Korzewski auf die Schwelle. Er war totenbleich.

„Sinowi Serapionowitsch ist gestorben“, sagte er.

Zu den Ufern des Bergsees

Balandins Tod war ein schwerer Schlag für die Besatzung, eine harte Probe auf ihre Tapferkeit, Energie und Zähigkeit. Voller Sorge beobachtete der Kommandant die Männer. Er befürchtete, der tragische Ausgang des im Grunde ersten Versuches, in die Geheimnisse des Planeten einzudringen, könnte ihnen den Glauben an den Sieg der großen Arbeit nehmen. Tief befriedigt und stolz überzeugte er sich davon, daß alle neun einen klaren Kopf behielten.

Keiner ließ den Mut sinken.

Um Mitternacht wurde der stählerne Sarg, den Knjasew aus Reserveplatten gebaut hatte, am Waldrand in eine tiefe Grube hinabgelassen. Das Grab wurde sorgfältig eingeebnet, damit es die Venusianer nicht entdeckten. So würde die Erde der Venus den Leichnam bis zum Eintreffen der nächsten Expedition bewahren.

Ein gesunder und normaler Mensch denkt gewöhnlich nicht ans Sterben. Auch bei der Vorbereitung der Expedition hatte niemand bedacht, was die Besatzung der „SSSR-KS 3“ tun solle, wenn jemand tödlich verunglückte. Nirgends an Bord konnte der Leichnam bis zur Rückkehr auf die Erde geborgen werden.

Den toten Kameraden zu den Musterstücken aus Fauna und Flora der Venus in die Kühlkammer zu tragen, empfanden alle als unwürdig. Sie hielten es für besser, daß Balandins und — auf der Arsena — Orlows Leichnam bis zur nächsten Expedition an Ort und Stelle blieben.

Nachdem die Astronauten Sinowi Serapionowitsch beigesetzt hatten, führten sie unter der Leitung Paitschadses, der an Balandins Stelle trat, die wissenschaftliche Forschungsarbeit mit doppelter Energie fort. Es blieb ihnen nicht mehr viel Zeit.

Schnell und unmerklich vergingen die Stunden der Venusnacht. Die angestrengte Arbeit half vergessen. Nicht den Menschen, aber den Schmerz, den sein Tod verursachte.

Mehrmals beobachtete die Besatzung das zauberhafte Nordlicht der Venus. Alle bedauerten, daß es auf der Erde ein solch unvergleichlich schönes Schauspiel nicht gab. Wtorows Aufnahmen konnten nur eine unvollkommene Vorstellung von der Phantasmagorie der Farben vermitteln.

Je näher der Morgen rückte, desto seltener und matter leuchtete das Nordlicht auf.

Der Verkehr mit den Venusianern war völlig abgebrochen.

Nur noch einmal kamen sie in großer Zahl — es mochten etwa hundert sein — zum Schiff. Sie standen etwa eine Stunde am Waldrand und sahen sich offenbar das Schiff genau an, traten aber nicht näher.

Konstantin Jewgenjewitsch war überzeugt, daß die Expedition am Bergsee den Venusianern erneut begegnen würde.

Die Erlebnisse Belopolskis und seiner Begleiter in der unterirdischen Stadt und auch die Begegnung mit den Venusianern auf der Schneise waren Gegenstand endloser, hitziger Auseinandersetzungen.

Romanow äußerte die Vermutung, daß die Venusianer ihre Gefangenen gar nicht gewaltsam zu den Bergen hatten verschleppen wollen. Vielleicht legten sie ihnen ganz einfach nahe, dorthin aufzubrechen. Belopolski sträubte sich lange gegen diese Auffassung, gelangte aber allmählich doch zu einer anderen Einschätzung der stummen Unterhaltung in der Höhle.

Wenn man es sich richtig überlegte, hatten die Venusianer die Menschen von Anfang an nicht bedroht. Sie waren ihnen sogleich freundschaftlich entgegengekommen. Was die Menschen der Erde als Vergewaltigung empfanden — die Verschleppung des Geländewagens und die dreitägige Gefangenschaft —, konnte in den Augen der Venusianer eine ganz andere Bedeutung haben.

Es konnte sogar ein Ausdruck von Gastfreundschaft sein. Woher sollte jemand die Sitten und Gebräuche dieses Volkes kennen?

Was sich am Raumschiff zugetragen hatte, als sich die Venusianer weigerten, das Schiff zu besteigen, nachdem sie zuvor selber gewünscht hatten, es zu besichtigen, wurde nach langen Erörterungen auch anders beurteilt. Alle faßten es nun so auf, daß die Venusianer ihre Gaste einfach „nach Hause“ begleitet und sie zum Schluß nochmals aufgefordert hätten, sie wieder in der Höhle zu besuchen. An eine Besichtigung des Raumschiffes hätten sie gar nicht gedacht.

Aber ungeachtet dieser erfreulichen Schlußfolgerungen erklärte Belopolski, man dürfe der Einladung der Venusianer nicht leichtfertig folgen, und er lehnte Wtorows Bitte, in die Höhle zu gehen, um dort zu filmen, kategorisch ab.

„Die Gesten der Venusianer bei unserem letzten Zusammentreffen mit ihnen“, sagte er, „können auch bedeuten, daß man uns nicht nur nicht einlädt, die Höhle zu besuchen, sondern im Gegenteil uns den Besuch verbietet. Wir überlassen das also lieber der nächsten Expedition, die für eine derartige Exkursion entsprechend ausgerüstet sein wird.“ Diese Worte machten den Besatzungsmitgliedern klar, daß der Kommandant ihre Meinung nicht teilte.

Er traute den Venusianern offenbar nicht und fürchtete neue Opfer.

Wtorow mußte sich fügen. Ganz überraschend machte er sich bald darauf durch andere wertvolle Aufnahmen verdient.

Schon am Tag nach Balandins Beisetzung beobachteten die Astronauten an den Stromschnellen Bewegung. Wie sich herausstellte, leisteten die Venusbewohner ihre nächtliche Arbeit.

Belopolski schlug vor, sich dies aus der Nähe anzusehen.

1 ... 80 81 82 83 84 85 86 87 88 ... 138
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)