Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие детективы » Im Anfang war der Mord
Im Anfang war der Mord - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Im Anfang war der Mord

Электронная книга - «Im Anfang war der Mord». Краткое содержание книги:

Ein exklusiver Cocktail aus dem Besten, was weibliche Kriminalliteratur zu bieten hat!
Erstmals präsentiert sich hier Bestsellerautorin Elizabeth George,»die Meisterin des englischen Kriminalromans «als Herausgeberin: 26 spannende und raffinierte Kriminalgeschichten von den besten Autorinnen der Welt, wie Dorothy L. Sayers, Ruth Rendell, Sara Paretsky, Minette Walters, Marcia Muller, Nadine Gordimer, Joyce Carol Oates und vielen anderen. Mit einer Einführung von Elizabeth George!
1 ... 77 78 79 80 81 82 83 84 85 ... 151
Перейти на страницу:

«Greg, Liebling. «Das war Coralie Harrisons Mitleid erregendes Protestgemurmel.»Was sagen Sie da zu ihm?«, wollte sie von Jemima wissen. Ihre Stimme war ebenso leise wie die von Jemima. Doch die Erklärungen – an Coralie und den Rest von Bow Island — zur Verschwörung von Tina Archer und Greg Harrison hatten gerade erst angefangen.

Der Rest war Sache der Polizei. In ihrer geduldigen Ermittlungsarbeit würde sie den Fall erst groß ausbreiten, dann aufklären und ihn schließlich abschließen. Im Verlauf der Ermittlungen würden die Verschwörer dann zusammenbrechen, diesmal aber wirklich. Der Polizei fiel die unangenehme Aufgabe zu, die neuen Lügen von Tina Archer zu entwirren, die nun schwor, sie erinnere sich wieder und es sei Greg gewesen, der sie in jener Nacht beinahe umgebracht hatte, sie selbst habe absolut nichts damit zu tun. Und Greg Harrison bezichtigte umgekehrt Tina, diesmal mit echter Bösartigkeit:»Es war ihr Plan, die ganze Zeit schon. Sie hat alles eingefädelt. Ich hätte nie auf sie hören sollen!« Bevor sie von Bow Island abreiste, stattete Jemima Joseph Archer in seinem Büro in Bowtown einen Abschiedsbesuch ab. Abgesehen von Miss Izzy selbst hatte die Archer-Tragödie viele Opfer gefordert. Eins davon war die arme Coralie: Sie war überzeugt gewesen, dass ihr Bruder — trotz seines berüchtigten aufbrausenden Temperaments — Miss Izzy niemals niederschlagen würde, um seine Exfrau zu begünstigen. Wie der Rest von Bow Island hatte sie keine Ahnung von der ausgeklügelten Intrige, wonach Greg und Tina öffentlich ihre Feinseligkeit zur Schau stellten und ihre Scheidung bekannt machten, während sie die ganze Zeit vorhatten, Miss Izzy umzubringen, sobald das neue Testament unterzeichnet war. Auf Greg, der seine Frau ostentativ hasste, würde kein Verdacht fallen, und Tina, die ja sichtbare Verletzungen davontrüge, würde bloß Mitleid erregen.

Ein weiteres kleines, viel unwichtigeres Opfer war die zarte Romanze, die sich zwischen Joseph Archer und Jemima Shore hätte entspinnen können. In seinem brütend heißen Büro mit dem sich ständig drehenden Ventilator sprachen sie jetzt über ganz andere Dinge als über den neuen Mond und neue Wünsche.

«Sie sind bestimmt glücklich, dass Sie nun Ihr Museum bekommen«, sagte Jemima.

«Aber dass es auf diese Art zustande kommt, wollte ich ganz bestimmt nicht«, erwiderte Joseph und fügte dann hinzu:»Aber wissen Sie, Jemima, nun hat doch noch die Gerechtigkeit ihren Lauf genommen. Und im tiefsten Herzen wollte Miss Izzy wirklich, dass wir dieses Nationalmuseum bekommen. Wäre sie am Leben geblieben, hätte ich ihr gut zugeredet und sie wäre wieder zur Vernunft gekommen.« «Deshalb haben die ja auch sofort gehandelt. Sie haben sich nicht getraut zu warten, weil sie ja wussten, dass Miss Izzy großen Respekt vor Ihnen hatte«, vermutete Jemima.

Dann schwieg sie, doch ihre Neugier gewann die Oberhand. Eines musste sie noch erfahren, bevor sie ging.

«Das Archer-Grabmal und das alles. Und dass Tina von Sir Valentines zweiter rechtmäßiger Ehe abstammt.

Stimmt das?« «Ja, das stimmt. Vielleicht. Aber für die meisten von uns hier ist das unwichtig. Wissen Sie was, Jemima? Ich stamme auch von dieser berühmten zweiten Ehe ab.

Vielleicht. Und ein paar andere vielleicht auch. Vergessen Sie nicht, Lucie Anne hatte zwei Kinder, und allgemein haben Bo’länder große Familien. Für Tina Archer war es wichtig, für mich nicht. Mir kommt es nicht darauf an.

Das alles ist Vergangenheit. So wie ich das sehe, war Miss Izzy die Letzte der Archers. Soll sie in ihrem Grabe ruhen.« «Was wünschen Sie sich denn für sich selber? Oder für Bow Island, wenn Ihnen das lieber ist?« Joseph lächelte, und in seinem Lächeln schimmerte plötzlich jener gut aussehende Fischer durch, der sie auf Bow Island willkommen geheißen hatte, und ihr fröhlicher Tanzpartner.»Kommen Sie eines Tages nach Bow Island zurück, Jemima. Machen Sie eine Sendung über uns, über unsere Geschichte und das alles, dann erzähle ich’s Ihnen.« «Mach ich vielleicht sogar«, sagte Jemima Shore.

Der Fall der Andromache von Pietro

von SARA PARETSKY

Sara Paretsky (*1947) wurde in Ames/Iowa geboren und studierte an der University of Kansas in Lawrence sowie an der University of Chicago, wo sie mit einer Promotion in Geschichte abschloss. Nachdem sie sich als Verfasserin von Geschäftstexten und als Direktmarketingmanagerin einer Versicherungsgesellschaft betätigt hatte, wandte sie sich mit Indemnity Only (1982.; dt. Schadenersatz) der Belletristik zu. Zum ersten Mal tritt hier die Chicagoer Privatdetektivin V.I. Warshawski auf, eine von zwei berühmten Privatdetektivinnen, die im Epoche machenden Jahr 1982 ihr Debüt feierten. Was fiktive Spürnasen angeht, so ist Warshawski Spezialistin. Paretsky schreibt im St. James Guide to Crime & Mystery Writers (4. Auflage, 1996):»Wie vor ihr Lew Archer blickt sie tiefer und betrachtet auch die ›Kehrseite des Dollars‹, jene Seite, wo Menschen, korrumpiert durch Macht und Geld, kriminelle Entscheidungen treffen, um ihre Positionen zu sichern. Alle ihre Fälle setzen sich mit dem einen oder anderen Aspekt von Wirtschaftskriminalität auseinander, wo leitende Angestellte ohne Rücksicht auf die kleinen Leute, die für sie arbeiten, ihre Positionen festigen oder ihre Firmen stützen. «Diese allgemeine Richtung bietet Raum für die verschiedensten Themen, von der Medizin bis zur Politik, von der Religion bis zum Gesetzesvollzug.

Neben ihrer eigenen schriftstellerischen Arbeit hat Paretsky auch viel für die Förderung von Kriminalautorinnen im Allgemeinen getan, indem sie beispielsweise deren Werk in Anthologien herausgab und die höchst erfolgreichen» Sisters in Crime «gründete.

Paretsky wird seit jeher in einem Atemzug mit Sue Grafton genannt, deren Privatdetektivin Kinsey Millhone ebenfalls 1982 zum ersten Mal in Erscheinung trat. Die beiden Autorinnen sind einander vom Können her ebenbürtig, wobei Paretskys V.I. Warshawski etwas härter und politisch in jedem Fall entschiedener auftritt als Graftons Millhone. Die ständigen Vergleiche haben bei Paretsky dazu geführt, wie sie kürzlich in einem Gespräch in der Zeitschrift Crime Time gesteht, dass sie Grafton nun nicht mehr lesen kann, was sie vorher mit Vergnügen tat, weil sie befürchtet, unbewusst beeinflusst zu werden.

Wie viele Privatdetektivinnen verfügt V.I. Warshawski über ein weitläufiges Netz von Freunden, die von Buch zu Buch wiederkehren. Zwei davon, Lotty Herschel und Max Loewenthal, tauchen in» Der Fall der Andromache von Pietro «auf, einer Geschichte, die — wenn man bedenkt, wie oft sie schon in Anthologien erschienen ist —, längst den Status eines modernen Klassikers erreicht hat.

I

«Du hast dich nur wegen seiner Kunstsammlung bereit erklärt, ihn einzustellen. Da bin ich mir ganz sicher.« Lotty Herschel bückte sich, um ihre Strümpfe zurechtzuzupfen.»Und hör auf, mit den Augenbrauen zu wackeln — du siehst aus wie ein pubertärer Groucho Marx.« Gehorsam glättete Max Loewenthal seine Augenbrauen, sagte aber:»Es ist wegen deiner Beine, Lotty. Sie erinnern mich an meine Jugend. Wenn wir in den U-Bahnstationen auf das Ende des Fliegeralarms gewartet haben, haben wir uns immer die Damen angeguckt, die auf der Rolltreppe herunterkamen. Der Luftzug hat ihnen die Röcke aufgebauscht.« «Erzähl keine Geschichten, Max. Ich war auch in diesen U-Bahnstationen, und soweit ich mich erinnere, waren die Damen immer mit Mänteln und Kindern bepackt.« Max kam von der Tür herüber und legte den Arm um Lotty.

«Genau das schweißt uns zusammen, Lottchen. Ich bin ein Romantiker, und du bist durch und durch logisch.

Außerdem weißt du genau, dass wir Caudwell nicht wegen seiner Sammlung eingestellt haben. Obwohl ich sie unbedingt sehen will. Die Klinikleitung möchte am Beth Israel Hospital ein Transplantationsprogramm aufbauen.

1 ... 77 78 79 80 81 82 83 84 85 ... 151
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)