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Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott

Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:

Aus dem Englischen übertragen von Renate Schilling Titel der Originalausgabe
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
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Als Impo fragte: »Was ist das Dharma hiervon?«, antwortete Sekito: »Wie traurig! Wie traurig!«

Warum sagte er das? Er sagte es, weil man diese Frage nicht stellt, wenn man »das« kennt. Und wenn man »das« nicht kennt, kann man die Frage nicht stellen.

Seht ihr das Problem? Wenn man das kennt — diesen Augenblick, dieses Sosein, diese Stille — wenn man das kennt, wird man diese Frage nicht stellen. Und wenn man das nicht kennt

... wie kann man diese Frage stellen, ohne es zu kennen?

Das ist der Grund, warum er sagt: »Wie traurig! Wie traurig! «

Jener Mann kennt nur die Frage, ohne zu verstehen, was er damit fragt. Diese Frage kann man nicht stellen, man kann sie nur erfahren. Jener Mann scheint ein gewisses Wissen zu besitzen, er muss Schriften gelesen haben, in denen es beschrieben wird.

Wieder und immer wieder sagte Buddha:

»Dieser Augenblick ist alles.« Wenn man das Geheimnis dieses Augenblicks verstehen kann, hat man die gesamte Existenz verstanden, denn die Existenz befindet sich immer in der Gegenwart. Sie ist niemals in der Vergangenheit, niemals in der Zukunft. Die Vergangenheit ist deine Erinnerung; die Zukunft ist deine Vorstellung. Die Existenz bleibt immer in der Gegenwart. Sie hat keine Vergangenheit und keine Zukunft.

Wenn man also das Sosein versteht, die Gegenwart des gegenwärtigen Augenblicks, hat man alle Geheimnisse und alle Mysterien verstanden. Es gibt nichts, was darüber hinausginge.

Doch Impo stellt diese Frage als ein Gelehrter, nicht als ein Meditierender. Darum sagt Sekito: »Wie traurig! Wie traurig! Du kennst die richtige Frage, doch du hast die richtige Erfahrung noch nicht gemacht. Und ohne die Erfahrung ist die Frage bedeutungslos.

Hättest du die Erfahrung gemacht, hättest du die Frage nicht gestellt, sondern hättest dich einfach an meine Seite gesetzt und das Sosein erfahren. Es umgibt diesen Berg. Dieses Schweigen, diese unendliche Ruhe und Stille ... du hast sie gestört, indem du mit deiner Stange auf meinen Felsen geschlagen hast. Das war die einzige Störung in der Stille des Berges. Abgesehen davon war es vollkommen still. Und ich bin traurig um deinetwillen, weil du nur ein Mensch des Verstandes bist, weil du das Geheimnis des No-Mind nicht kennst.«

Der Verstand kann nichts über die Existenz wissen, er kann nur durch die Schriften, durch die Aussagen anderer etwas wissen. All sein Wissen ist geborgt. Er hat aber keine direkte Erfahrung, und nur direkte Erfahrung befreit. »Wie traurig ...« Darauf hatte Impo nichts zu sagen, er wusste nicht, was er dazu sagen sollte. Er hatte nicht erwartet, dass dieser Mann sagen würde: »Wie traurig! Wie traurig! « Das ist doch keine Antwort auf seine Frage! Und nun ist er verlegen.

Impo wusste darauf nichts zu sagen, also ging er zurück zu

Ma Tzu und erzählte ihm die Geschichte. Darauf wies Ma Tzu

ihn an:

»Geh noch einmal hin, und wenn Sekito sagt: >Wie traurig<,

dann beginne zu weinen.«

Ma Tzu spielt ein Spiel, so wie Sekito ein Spiel spielt.

Zusammen versuchen sie, Impo den gegenwärtigen Augen blick bewusst zu machen. Nun sagt also Ma Tzu: »Du bist in Schwierigkeiten geraten. Ich habe dir von Anfang an gesagt, dass Sekitos Pfad sehr glatt ist. Jetzt weißt du es. Du bist sofort zurückgekommen. Nur eine Frage, und schon hattest du deine Stange vergessen! Jetzt geh noch einmal hin und stelle die gleiche Frage.« Das ist die Strategie von Ma Tzu. Er konfrontiert ihn noch einmal mit dem Problem. Er sagt zu ihm: »Geh und stelle dieselbe Frage, und wenn Sekito sagt: >Wie traurig<, dann beginne zu weinen.«

Also ging Impo erneut zu Sekito und fragte auf dieselbe

Weise:

»Was ist das Dharma hiervon?«

Da begann Sekito zu weinen.

Das war ein großartiger Schachzug von zwei Meistern, die nicht miteinander gesprochen hatten, die sich nicht kannten, die sich niemals getroffen hatten! Doch beide waren erleuchtet.

Dieser Mönch kann die Sprache der Erleuchtung nicht verstehen. Als Ma Tzu ihn mit einer Antwort zurückschickte, wusste er sehr wohl, dass Sekito nicht »Wie traurig! Wie traurig! «

wiederholen würde, denn kein Erleuchteter wiederholt sich jemals.

Er reagiert immer neu auf die neue Situation.

Nun, dies ist eine neue Situation. Beim ersten Mal kam Impo, ohne zu wissen, was er sagen würde; nun kommt er und weiß genau, was er sagen wird. Das hat die gesamte Situation vollkommen verändert. Dieser Mann kommt nun und kennt seine alte Reaktion. Doch die alte Reaktion passt nicht mehr. Und die Antwort von jemand anderem kann nicht die eigene Antwort sein.

Ma Tzu sagte zu ihm: »Geh noch einmal hin. Er wird wieder sagen: >Wie traurig! Wie traurig!. Dabei wusste er genau, dass er das nicht sagen würde! – »Und wenn er das sagt, dann beginne zu weinen.« Er gab ihm eine Antwort vor.

Doch eine Antwort, die von jemand anderem gegeben wird, nutzt nichts, denn ein Erleuchteter reagiert in jedem Augenblick neu und frisch. Als Sekito erneut gefragt wurde:

»Was ist das Dharma hiervon?«, begann er zu weinen.

Das bedeutet: »Das ist zu viel! Beim ersten Mal hat es mich schon traurig gemacht, doch diese Traurigkeit scheint dich nicht berührt zu haben. Du stellst immer noch dieselbe Frage! Das bringt mich zum Weinen! «

Wieder hat der arme Impo keine Antwort, denn ihm war gesagt worden, er solle weinen. Nun, da Sekito selbst weint, was soll er da tun?

Impo wusste wieder nichts zu sagen und kehrte zu Ma Tzu

zurück. Ma Tzu meinte darauf zu ihm: »Ich habe es dir ja gesagt

der Pfad auf dem Stonehead ist glatt!«

»Wo ist deine Stange? Du bist zweimal ausgeglitten! Du beschämst mich! « – das sagt Ma Tzu damit. »Als mein Schüler bist du zweimal ausgeglitten und konntest nicht antworten.«

Das erinnert mich an eine kleine Geschichte, die euch helfen wird, das besser zu verstehen. Es gab einmal zwei Tempel in Japan, die miteinander verfeindet waren. Der eine war ein Shinto-Tempel und der andere ein Zen-Tempel. Und seit Jahrhunderten lagen sie im Streit miteinander und argumentierten gegeneinander. Beide hatten Meister, und beide hatten junge Helfer, denn die Meister waren alt und brauchten jemanden zur Unterstützung, um Gemüse einzukaufen oder das Essen zu kochen.

Beide sagten zu ihren Jungen: »Sprich nicht mit dem Jungen von diesem anderen Tempel – auf keinen Fall! Wir sind seit Jahrhunderten miteinander verfeindet, wir reden nicht miteinander.«

Doch Jungs sind nun mal Jungs, und weil es beiden verboten worden war, waren sie beide neugierig ... Eines Tages, als sie zum Markt gingen, um Gemüse zu holen, begegneten sie sich auf der Straße. Und einer der Jungen fragten den anderen – der Shinto-Junge, der vom Shinto-Tempel kam, fragte den Zen-Jungen:

»Wohin gehst du?«

Und der Zen -Junge antwortete: »Wohin der Wind mich führt.«

Er hatte seinem Meister gelauscht, allen möglichen Dingen, und hatte dabei einen Geschmack von Zen bekommen. Er sagte also:

»Wohin der Wind mich führt.«

Der Shinto-Junge war schockiert. Was sollte er darauf antworten? Er hätte sich gern mit dem anderen Jungen angefreundet, doch dieser schien daran überhaupt nicht interessiert; er hatte ihn vollkommen auflaufen lassen. Es gab keine Möglichkeit zu einem Gespräch – was sollte er darauf antworten? Der andere hatte gesagt: »Wohin der Wind mich führt.«

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