Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott
- Автор: Раджниш Бхагван Шри
- Язык: немецкий
- Жанр: Эзотерика
Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
Es gibt drei Religionen in der Welt: eine, die aus Gautama Buddhas Inspiration entstand, eine andere, die aus Adinathas Inspiration entstand, und eine dritte, die aus Laotses Inspiration entstand, dem Tao. Diese drei sind die höchsten Gipfel, die je erreicht wurden, und sie alle kennen keinen Gott.
Verglichen mit ihnen sind der Islam, das Christentum, der Hinduismus und das Judentum recht kindisch. Sie sind gut als Spielzeug, als Trost, doch sie lösen keine Probleme, und sie geben dem Menschen keine Freiheit. Sie führen ihn nicht über Geburt und Tod hinaus. Sie machen ihn nur zum Sklaven.
Ich hasse Sklaverei, und meine ganze Anstrengung geht dahin, euch von allem zu befreien, was euch bindet. Erst wenn ihr von allen Fesseln befreit seid, könnt ihr eure wahre Schönheit erreichen, einen Glanz, auf den selbst Kaiser neidisch sein werden.
Nun zu den Sutren:
Als Impo sich von Ma Tzu verabschiedete, fragte dieser:
»Wohin gehst du?«
Ma Tzu war einer der großen erleuchteten Meister; doch er war nicht nur groß, er war auch seltsam. Es gab keinen anderen, der mit ihm vergleichbar wäre. Sein ganzes Verhalten war einfach absolut einzigartig. Es heißt, dass er auf allen vieren ging, wie ein Tier.
Weil er so im Einklang mit der Natur war, gab er die Vorstellung auf, auf zwei Beinen stehen zu wollen. Er sagte: »Durch das Stehen auf zwei Beinen entwickelte sich der Verstand.« Das ist der Grund, warum Tiere keine Religion haben, warum sie keinen Gott haben.
Tiere sind weit besser dran; sie gehen nicht zur Kirche, sie verneigen sich nicht vor irgendeinem Stein, der Gott darstellen soll.
Tiere gehen daran einfach vorbei; kein Esel macht sich etwas daraus. Nur der Mensch scheint so dumm zu sein.
Wenn Tiere eine Sprache haben – und es gibt unter den Wissenschaftlern den Verdacht, dass sie eine haben; sie haben Symbole, und sie besitzen eine gewisse Sprache, wenn auch von anderer Art als die der Menschen –, dann müssen sie wohl über die Menschen lachen. Sie müssen sich wohl heimlich zuzwinkern:
»Schaut euch nur diesen Kerl an, der sich vor einem Affengott verneigt!«
Ma Tzus Vorstellung war, dass das Gehirn sich entwickelte, weil der Mensch auf zwei Beinen stand. Und darin zeigt sich ein tiefes Verständnis. Das Gehirn kann sich nicht entwickeln – darin ist sich die Wissenschaft mit Ma Tzu einig – das Gehirn kann sich nicht entwickeln, wenn man auf allen vieren geht, denn wenn man sich horizontal, wie ein Tier, bewegt, ist die Blutzufuhr zum Gehirn so stark, dass sich die zarten, empfindlichen Nerven im Gehirn nicht entwickeln können. Die starke Blutzufuhr zerstört sie. Als der Mensch sich auf zwei Beine erhob, wurde die Blutzufuhr im Kopf geringer, weil das Blut sich gegen die Schwerkraft bewegen muss.
Alles wird durch die Schwerkraft nach unten gezogen, und das Herz muss das Blut nach oben pumpen. Das ist eine schwierige Aufgabe. Das ist der Grund, warum nur Menschen einen Herzinfarkt erleiden, Tiere nicht. Nur der Mensch ist ständig krank, weil er die ganze Zeit gegen die Schwerkraft kämpfen muss. Die Erde zieht alles nach unten, und der Mensch hebt alles nach oben, gegen die Schwerkraft. Also ist es ein ständiger Kampf.
Ma Tzu bewegte sich also auf allen vieren, um über den Verstand hinauszugehen und im Einklang mit der Natur zu sein.
Alle lachten über ihn und sagten: »Wie seltsam!«
Und er wirkte wie ein Tiger. Er hatte so glänzende Augen, dass er einen wie ein Tiger ansehen konnte. Die Schüler, die sich um Ma Tzu versammelten, waren Menschen mit viel Mut, denn er pflegte die Leute anzufallen und zu schlagen. Ma Tzu entwickelte das Schlagen und Prügeln und Anfallen von Leuten als Meditationstechnik! Ihr glaubt es vielleicht nicht, doch er schaffte es, mehr Menschen zur Erleuchtung zu führen als selbst Gautama Buddha, denn er hatte ein Geheimnis entdeckt. Wenn er jemanden ansprang, setzte dessen Verstand aus. Dann konnte dieser Mensch nicht mehr denken: »Was passiert hier?« Er konnte es sich nicht erklären, denn so et was war ihm noch nie passiert.
Der Verstand kennt nur das, was schon einmal passiert ist; der Verstand weiß nur das, was er gelernt hat. Kein Mensch hat einen je angesprungen; niemand ist je auf allen vieren gegangen. Wenn jemand Ma Tzu zum ersten Mal auf allen Vieren gehen sah, war er schockiert: Was ist das? Und dann schaut er einen an, als wäre er ein Tiger – ein weiterer Schock – und plötzlich packt er einen – und er war ein sehr starker Mann, wie ein Gorilla – und sitzt einem auf der Brust und fragt: »Kapiert?«
Da muss man einfach sagen: »Kapiert!«, denn wenn man das nicht tut, macht er vielleicht irgendetwas Schlimmeres. Er schlägt einen vielleicht, er prügelt einen, was auch immer. Doch wenn er einen anspringt, hört der Verstand auf zu funktionieren. Wenn etwas vollkommen Absurdes geschieht, kann der Verstand nicht mehr funktionieren. Der Verstand ist ein rationaler und logischer Mechanismus. Mit Absurdität kann er nichts anfangen. Als Impo also zu Ma Tzu sagte, dass er gehen wolle, fragte Ma Tzu: »Wohin gehst du?«
Impo antwortete: »Ich gehe zu Sekito.«
Sekito war zu dieser Zeit bereits sehr berühmt, und viele Leute gingen zu ihm.
Ma Tzu warnte ihn: »Der Weg auf dem Stonehead ist glatt!«
Du kannst gehen, doch denke daran, dieser Sekito Stonehead ...
Weil er immer auf einem Felsen saß und seinen Kopf glatt geschoren trug, so dass er ebenfalls wie ein Fels aussah, wurde er
»Sekito Stonehead« genannt. Er war ebenfalls ein einzigartiger Meister. Selbst Ma Tzu erkannte seine Einzigartigkeit an, und wenn Ma Tzu jemanden anerkannte, dann bedeutete das wirkliche Anerkennung.
Ma T zu sagte also: »Sei vorsichtig. Der Pfad auf dem Stonehead ist sehr glatt.«
Impo erwiderte: »Ich nehme die Stange eines Seiltänzers mit
...«
Ihr habt vielleicht schon jemanden gesehen, der auf dem Hochseil ging. Wenn jemand auf dem Seil geht, hält er eine Stange in der Hand, um zu balancieren. Er muss ständig balancieren, sonst fällt er vom Seil. Der ganze Trick besteht darin, die Balance zu halten, und dafür braucht man eine Hilfe ... manchmal hat man das Gefühl, dass man sich etwas mehr nach links bewegt, dann hält man die Stange etwas mehr nach rechts, so dass sie einen ausbalanciert. Und wenn man das Gefühl hat, dass man sich nach rechts bewegt, hält man die Stange mehr nach links. Die Stange ist nur eine Hilfe, um zwischen rechts und links die Balance zu halten, damit man in der Mitte bleiben kann. Ohne eine solche Stange kann kein Akrobat auf dem Seil gehen. Die Stange ist das ganze Geheimnis. Sie ist seine Stütze; andernfalls fällt er, wenn er sich zu sehr zu einer Seite bewegt und nichts hat, um ihn zu stützen und das Gewicht auszugleichen.
Impo sagte also: » Ich nehme die Stange eines Seiltänzers mit.«
Er sagte: »Mach dir keine Sorgen. So glatt der Weg von Sekito Stonehead auch sein mag, ich habe eine Stange bei mir, ich bin schon auf dem Seil gegangen. Mach dir keine Sorgen; ich werde mein Gleichgewicht ganz sicher halten.«
Ich kann jederzeit eine Vorstellung damit geben.« Und damit
brach er auf.
Als Impo zu Sekito kam, ging er einmal um Sekitos Zen-Stuhl
herum, schwang seine Stange mit einem Schrei und fragte:
»Was ist das Dharma hiervon?«
Das ist eine wichtige Frage. Er fragt: »Was ist die Wahrheit hiervon? « Indem er mit der Stange auf den Stein schlägt, auf dem Sekito sitzt, fragt er: »Was ist die Natur dieses Augenblicks? « In Gautama Buddhas Sprache: Was ist die Bedeutung von Tathata, der Vollkommenheit des Seins? Buddhas ganze Lehre lässt sich auf dieses eine Wort reduzieren: Sosein, Dasein, Sein, der gegenwärtige Augenblick. Was ist die Bedeutung dieses gegenwärtigen Augenblicks?