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Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott

Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:

Aus dem Englischen übertragen von Renate Schilling Titel der Originalausgabe
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
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Die Erfahrung hat sie bereichert.

Doch eine Heirat erlaubt euch nicht mehr auseinander zu gehen.

Die Liebe verschwindet, doch ihr müsst so tun, als würdet ihr euch immer noch lieben. Und immer wenn man etwas vortäuschen muss, macht es das Herz schwer. Wenn man etwas vortäuscht, wird man unaufrichtig – man selbst weiß es, und der Partner weiß es ebenfalls.

Wenn die Liebe verschwunden ist, kann man dem anderen nichts vormachen. Vielleicht ein paar Tage lang, indem man jeden Tag Eiskrem mitbringt, doch wie lange? Tatsächlich ist die Tatsache, dass man Eiskrem mitbringt, ein Anzeichen dafür, dass die alte Wärme der Liebe verschwunden ist, dass nun die Kälte kommt!

Nur Leute wie Dale Carnegie ... und sie können nur in Amerika erfolgreich sein, nirgendwo sonst. Dale Carnegie ist der einzige Philosoph Amerikas. Sein Buch wurde in Millionenauflagen verkauft, nur knapp unter den Auflagen der Bibel. Sein bekanntestes Buch ist »Wie man Freunde gewinnt«. Alles in diesem Buch ist unaufrichtig. Er sagt: »Jeder Mann sollte seiner Frau einen Kuss geben, bevor er zur Arbeit geht.« Ob er sie liebt oder nicht, ist nicht von Bedeutung, doch er sollte sie küssen und ihr sagen: »Ich liebe dich, mein Schatz.« Und wenn er nach Hause kommt, sollte er sie wieder umarmen, ihr ein paar Rosen mitbringen und sagen:

»Mein Liebling, ich habe den ganzen Tag an dich gedacht. «

Mindestens dreimal am Tag und dreimal in der Nacht sollte er ihr bewusst machen, dass er sie liebt. Und dasselbe gilt auch für die Frau. Beide folgen einfach nur den Anweisungen von Dale Carnegie, ohne dass Liebe da ist. Doch man sagt es einfach immer weiter ...

Der Mann ruft seine Frau ein oder zweimal am Tag an, einfach nur, um ihr zu sagen, dass er sie liebt. Und während er mit ihr telefoniert, sitzt seine Sekretärin auf seinem Schoß! Das passiert in jedem Büro, ohne Ausnahme. Sekretärinnen werden nicht danach ausgewählt, ob sie mehr können als andere ... Wenn sie zum Vorstellungsgespräch bei ihrem Vorgesetzten kommen ...

Ich habe einmal Folgendes gehört. Die erste Sekretärin stellte sich vor und sagte, dass sie sehr viel Erfahrung hätte, und sie hatte alle Zeugnisse und konnte sehr schnell tippen. Dann kam die nächste; sie war jünger, frischer, doch sie hatte keine Erfahrung.

Dann kamen die dritte und die vierte, insgesamt mindestens ein Dutzend. Als schließlich der Personalmanager fragte: »Und, für welche haben Sie sich entschieden?«, antwortete der Direktor: »Für die mit den größten Titten.«

Sekretärinnen werden nach ihren Titten ausgewählt? So laufen die Dinge eben.

Sobald man sich in etwas gefangen fühlt, möchte man sich sofort befreien, es ist wie ein Gefängnis. Euer Gott, eure Priester, sie alle sind eure Gefängniswärter. Sie erschaffen immer neue Gefängnisse für euch – durch die Moral, durch die Ehe, durch die Verantwortung für eure Kinder, alle Arten von Ketten und Verstrickungen. Die ganze Absicht dahinter ist, euch unglücklich zu machen, denn wenn ihr nicht unglücklich seid, geht ihr nicht zur Kirche. Wenn ihr nicht unglücklich seid, seht ihr keine Notwendigkeit zu beten. Nur im Unglück erinnert ihr euch an Gott

– und ihr wisst es! Nur wenn ihr leidet, denkt ihr an Gott, denkt ihr an die Bibel, denkt ihr an die Bhagavadgita, geht ihr in den Tempel

–nur wenn ihr unglücklich seid.

Bertrand Russell hat vollkommen Recht, wenn er sagt:

»Wenn wir die ganze Menschheit glücklich machen könnten, würden die Religionen verschwinden.« Dem stimme ich absolut zu, doch er weiß nicht, wie man die ganze Menschheit glücklich machen kann. Ich weiß es.

Durch tiefe Meditation entsteht Glückseligkeit, und dann empfindet ihr den ganzen Tag, die ganze Nacht hindurch nur noch Glück – ohne jeden Grund. Es quillt einfach aus euch hervor. Es ist eure innerste Natur, euer Dharma. Dann braucht ihr keinen Gott mehr und keine Priester mehr, dann lebt ihr nicht mehr im Unglück und im Gefängnis. In dem Augenblick, in dem ihr das Gefühl habt, dass etwas nicht mehr stimmig ist, dass etwas unaufrichtig geworden ist, eine Maske geworden ist, lasst ihr es einfach los. Ihr bleibt eurem eigenen Bewusstsein treu – das ist eure einzige Verantwortung. Und alles andere wird folgen, und euer Leben wird ein Leben des Feierns sein. Und nicht nur euer Leben wird ein Feiern sein, sondern auch euer Tod. Der Tod zerstört nichts. Die fünf Elemente des Körpers kehren zu ihrer ursprünglichen Quelle zurück, und für das Bewusstsein gibt es zwei Möglichkeiten: Wenn es niemals Meditation erfahr en hat, wird es sich in einen anderen Schoß begeben; wenn es Meditation erfahren hat, wenn es seine eigene Ewigkeit erkannt hat, seine Unsterblichkeit, wird es sich in den Kosmos begeben und sich in dieser Weite auflösen. Und dieses Auflösen ist der groß artigste Moment im Leben. Du bist eins geworden mit der Quelle, aus der du hervorgegangen bist. Du bist zurückgekehrt und in ihr verschwunden.

Echte Religion braucht keinen Gott, braucht keine Priester, braucht keine Gebete. Alles, was es braucht, ist eine Erforschung der inneren Welt.

Diese Erforschung nenne ich Zen. Im Sanskrit heißt sie Dhyan, im Chinesischen Ch'an, im Japanischen Zen. Doch es ist immer dasselbe Wort. Wenn man nach innen geht und den innersten Punkt erreicht, öffnet sich eine Tür in den göttlichen Kosmos. Wenn du an diesem Punkt stehst, bist du ein Buddha. Dadurch verändert sich dein ganzes Leben; es ist eine Metamorphose. Du bist zu einem neuen Menschen geworden.

Wir brauchen dringend diesen neuen Menschen. Es war noch nie so dringend wie heute. Dieser neue Mensch ist die einzige Hoffnung für die gesamte Menschheit. Wenn dieser neue Mensch nicht bald auftaucht, wird der alte Mensch Selbstmord begehen, globalen Selbstmord.

Die dritte Frage:

Einmal hörte ich einen fundamentalistischen Christen sagen:

»Ist dir bewusst, dass ein Sklave mehr Freiheit hat als sein Herr?

Das liegt daran, dass sein Herr die ganze Verantwortung trägt

und der Sklave überhaupt keine Sorgen hat. Wir können froh

sein, Gott als unseren Herrn zu haben!«

Könntest du dazu etwas sagen?

Diese Aussage ist vollkommen richtig in dem Sinne, dass man ebenfalls abhängig wird, wenn man jemanden zum Sklaven macht.

Man muss sich um ihn kümmern, man muss für ihn sorgen. Man hat damit eine große Verantwortung übernommen.

Doch der Sklave, der seine Verantwortung verloren hat, hat damit auch seine Freiheit verloren; er hat außerdem seine Würde verloren, seine Menschlichkeit. Er ist zu einem Arbeitstier geworden; er ist nur noch eine Maschine. Man kümmert sich ja auch um eine Maschine. Man wäscht sein Auto, man macht es sauber, und man weiß, wenn etwas kaputt ist, muss man es reparieren lassen. So wie man sich um seine Maschinen kümmert, kümmert man sich auch um seine Sklaven.

Es ist also wahr, dass ein Herr in gewisser Weise vom Sklaven abhängig wird. Doch der Christ, der das gesagt hat, hat die Konsequenzen seiner Aussage nicht erkannt. Wenn Gott sein Herr ist, bedeutet das, dass Gott sein Sklave ist. Das ist seine Aussage; er sagt: »Ist dir bewusst, dass ein Sklave mehr Freiheit hat als sein Herr? « Gott ist also weniger frei als ihr!

Doch ein Gott, der weniger frei ist als ihr, ist euch unterlegen, ein Gott, der weniger frei ist als ihr, kann euch keine Freiheit schenken. Er selbst ist ja weniger frei. Was sollen wir also mit einem Gott, der nicht einmal so frei ist wie wir, geschweige denn freier? Er ist doch weniger frei als ihr!

Doch Fanatiker verstehen keine Logik, sie verstehen keine Argumente. Fanatiker sind einfach nur blinde Menschen.

Andernfalls hätte dieser Mensch nicht gesagt: »Das liegt daran, dass der Herr die ganze Verantwortung trägt und der Sklave überhaupt keine Sorgen hat. Wir können froh sein, Gott als unseren Herrn zu haben! « Er hätte sagen sollen: »Wir können froh sein, Gott als unseren Sklaven zu haben, denn er übernimmt alle Sorge und Verantwortung, er erschafft die Welt und die Sünde und alle möglichen Probleme und alle möglichen Lösungen, und er hat sogar seinen eigenen Sohn in die Welt geschickt, um sie zu retten!

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