Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott
- Автор: Раджниш Бхагван Шри
- Язык: немецкий
- Жанр: Эзотерика
Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
Nun verkehren die Züge aber leider nicht nach der Astrologie.
Der Zug ging um zwölf Uhr nachts, und sein Astrologe sagte: »Sie müssen Ihr Haus um drei Uhr nachmittags verlassen.« Darauf musste ich von drei bis zwölf Uhr mit ihm am Bahnhof warten.
Ich sagte zu ihm: »Das ist doch idiotisch, dass wir hier warten müssen. Am besten wärst du um drei Uhr aus dem Haus gegangen und dann durch die rückwärtige Tür wieder hinein. Das ist doch eine unnötige Tortur ...«
Doch er erwiderte: »Nein, ich musste das Haus verlassen und weggehen.«
Ich sagte zu ihm: »Es gibt Millionen von Hindus, die alle dieselben Fragen stellen, und trotzdem gibt es Zugunglücke.
Möglicherweise haben alle Hindus ihren Priester gefragt, und es wurde ihnen gesagt: >Das ist die richtige Zeit, ein guter Zeitpunkt zum Reisen< – und dann fällt der Zug in den Fluss, weil die Brücke eingebrochen ist.«
In Indien brechen ständig irgendwelche Brücken ein, weil es ein sehr religiöses Land ist, ein sehr spirituelles Land! Es vertraut auf Gott, nicht auf Zement. Daher werden Brücken mit so wenig Zement wie möglich gebaut; der größte Teil ist einfach nur Sand.
Das genügt, damit die Brücke für die Einweihungszeremonie durch den Premierminister hält. Und das ist genug. Wenn zum ersten Mal ein Zug darüberfährt, stürzen der Zug und die Brücke zusammen in den Fluss. Und alle Hindus im Zug haben vermutlich zuvor ihre Astrologen und Priester konsultiert: »Wann ist die beste Zeit? « In Indien sollte es eigentlich keine Unfälle geben.
Ich sagte also zu Dr. Seth Govind Das: »Warum gibt es trotzdem Zugunglücke? Es sollte so etwas in Indien eigentlich nicht geben.«
Einmal hatte er einen Autounfall. Als ich ihn besuchte, fragte ich ihn: »Was war mit deinem Astrologen los?«
Er antwortete: »Wenigstens diesmal solltest du nicht mit mir streiten. Du siehst doch, dass ich mir zahlreiche Knochen gebrochen habe.«
Doch ich sagte: »Genau das ist der richtige Zeitpunkt, um dir klar zu machen, dass du dein ganzes Leben lang dumm warst.
Hattest du deinen Astrologen befragt oder nicht? «
Er antwortete: »Ja, ich hatte ihn befragt.«
»Und warum hattest du dann einen Unfall ?«
Doch die Menschen haben nicht den Mut, mit der Vergangenheit zu brechen, auch wenn sie vollkommen falsch war.
In Indien werden die Ehen von Astrologen bestimmt, und alle Ehen sind Fehlschläge. Ich habe noch keine Ehe gefunden, die kein Fehlschlag war.
Einmal lebte ich in einer Stadt namens Raipur. Ich war ein Professor dort, und ich lebte dort sechs Monate lang. Die Stadt war so altmodisch, dass ich es bald leid war, dort zu leben. Überall standen Anzeigen auf den Wänden: »Kommen Sie zu mir, wenn Sie unter Geistern leiden«, und dazu die Adresse. Oder: »Kommen Sie zu mir, wenn Sie unter Hexen leiden. Ich kann Ihnen helfen, wenn Sie unter schwarzer Magie zu leiden haben.« Die ganze Stadt war voll schwarzer Magie, voller Hexen und Geister.
Direkt in meiner Nachbarschaft wohnte ein berühmter Astrologe, und er wurde immer bei der Planung von Ehen konsultiert, um die Geburtshoroskope zu vergleichen. Ich freundete mich mit ihm an. Irgendwann sprach ich ihn darauf an, dass das Ganze nicht funktionierte: »Es hat nicht einmal in deinem eigenen Fall funktioniert.« S eine Frau schlug ihn immer. Ich fragte ihn also: »Was ist passiert? Du bist so ein großer Astrologe. Du hast Hunderte von Ehen arrangiert. Ohne deine Zustimmung können die Menschen nicht heiraten, weil ihre Horoskope nicht übereinstimmen.« Es muss eine gewisse Übereinstimmung zwischen den Geburtshoroskopen geben. »Was also ist passiert?
Hast du das Geburtshoroskop deiner Frau nicht geprüft?«
Er antwortete: »Doch, das habe ich.«
»Was ist dann schief gelaufen?«
Er sagte: »Quäle mich nicht. Meine Frau quält mich schon genug, und nun bist auch du noch gekommen, um mich zu quälen?
«
Ich erwiderte: »Ich will dich nicht quälen. Ich möchte nur wissen, ob du selbst an deine Astrologie glaubst.«
Er war tatsächlich ein aufrichtiger Mensch. Er sagte zu mir:
»Sag es bitte niemandem weiter. Es ist mein Beruf, aber ich glaube nicht wirklich daran. Tatsächlich passiert es manch mal, dass die Geburtshoroskope nicht zusammen passen. Doch der Mann ist reich, und er gibt mir mindestens hundert Rupien, wenn ich ihm die Bestätigung gebe, dass diese Ehe erfolgreich wird. Also ändere ich manchmal die Horoskope. Ich erstelle für das Mädchen ein anderes Horoskop, das zu dem des Jungen passt.«
Die Priester wissen ganz genau, dass es keinen Gott gibt. Sie sind die einzigen, die es wirklich genau wissen. Doch es ist ihr Beruf; sie leben davon, dass sie die Menschen ausbeuten. Also müssen sie darauf bestehen, dass es einen Gott gibt. Gott ist ihr Geschäft. Und wenn es ums Geschäft geht, dann bedeutet es, dass es um ihren Lebensunterhalt geht.
Und es gibt Millionen von Priestern in den unterschiedlichen Religionen. Es gibt sogar in jedem einzelnen Land verschiedene Arten von Priestern, doch alles, was sie machen, ist, die Leute auszubeuten, indem sie ihnen Trost geben:
»Diese Ehe wird großartig.« Und jede Ehe ist eine Tragödie.
Ich habe noch nie eine Komödie vorgefunden.
Die Menschen können nur glücklich sein, wenn sie nicht verheiratet sind. Dann sind sie frei. Dann sind sie in Freiheit zusammen, nicht aufgrund irgendeines Vertrags, nicht aufgrund einer Geschäftsvereinbarung, nicht weil die Gesellschaft es so erzwingt. Nicht aufgrund von Gesetzen, sondern aus Liebe – nur aus Liebe sind sie zusammen, und wenn die Liebe verschwindet ...
Und alles hört einmal auf, denkt daran. Es ist ein Märchen, das von den Dichtern erfunden wurde, dass Liebe ewig währt. Nein, die Liebe, die ihr kennt, ist nicht ewig, und die Liebe, die die Dichter kennen, ist nicht ewig; sie vergeht. Sie bleibt nur dann bestehen, wenn die Liebenden nicht zusammenkommen.
In der ganzen Geschichte der Menschheit gab es nur drei oder vier Paare, die große Liebende waren – weil sie niemals zusammenkamen. Deshalb gab es keinen Streit, deshalb konnte ihre Liebe niemals enttäuscht werden. Die Gesellschaft ließ nicht zu, dass sie zusammenkamen, ihre Eltern erlaubten es nicht.
In Indien gibt es die Geschichten von Laila und Majnu sowie von Shiri und Farhad. Diese Liebenden kamen niemals zusammen, weil die Gesellschaft dagegen war. Sie gehörten unterschiedlichen Kasten, unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, unterschiedlichen Religionen an, also konnten sie nicht heiraten. Sie werden für große Liebende gehalten, und ihre Liebe verging niemals – weil sie niemals begann! Sobald sie beginnt, ist das Ende nicht mehr weit.
Alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende. Wenn man geboren wird, ist der Tod nicht mehr weit entfernt. Jeden Tag kommt er näher.
Sobald man verheiratet ist, wird das Problem schwieriger. Aus Freiheit heraus könnt ihr zusammenleben, weil ihr wisst, dass ihr es in Freiheit tut; ihr könnt jeden Augenblick auseinander gehen.
Voller Freundschaft, in Dankbarkeit füreinander: »Du hast mir so viele wunderbare Augenblicke geschenkt, so wunderbare Tage und Nächte. Wir haben voll Poesie, voll Musik, voller Lieder gelebt.
Diese paar Tage und Nächte waren golden, doch nun ist diese Zeit vorbei, der Frühling ist vergangen, die Flitterwochen sind vorüber.
Es ist besser für uns beide, wenn wir uns trennen.« In großer Dankbarkeit ... es gibt keine Rachegefühle, keinen Hass, keinen Grund für Zorn. Beide haben sich gegenseitig so viel geschenkt, wie ihnen möglich war, und nun sind sie beide reicher als zuvor.