Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott
- Автор: Раджниш Бхагван Шри
- Язык: немецкий
- Жанр: Эзотерика
Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
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Und er schickt einen Propheten nach dem anderen, die sich untereinander bekämpfen und dafür sorgen, dass die Menschen sich gegenseitig umbringen – er ist so involviert und beschäftigt! Und was bekommt er dafür? Nur diese Fanatiker!
Wenn es einen Gott gibt, ist der Mensch nicht nur ein Sklave, sondern eine Marionette. Dann ist er nicht wirklich Mensch. Wenn Gott den Menschen aus Lehm geformt und ihm dann Leben eingehaucht hat, wie die Christen glauben, dann ist der Mensch nur eine künstlich geschaffene Marionette. Alle Fäden sind dann in Gottes Hand. In jedem Augenblick kann er ihn zerstören, so wie er ihn in einem bestimmten Augenblick aus einer Laune heraus erschaffen hat ... Und was hat er davor getan? Man muss diese Frage einfach stellen, denn nach den Christen hat er die Welt erst vor sechstausend Jahren erschaffen. Das ist vollkommener Unsinn, denn in Indien wurden Städte mit großer Kultur und Zivilisation gefunden – Mohenjo Daro und Harappa, die von christlichen Forschern ausgegraben wurden. Sie konnten es nicht glauben – Gott zerstörte diese Städte vor siebentausend Jahren ... bevor er die Welt erschaffen hatte! Und in China wurde ein menschliches Skelett gefunden, das als Pekingmensch bezeichnet wird und das achtzigtausend Jahre alt ist.
Ganz sicher ist die Welt sehr viel älter als euer Gott. Vielleicht hat der Mensch vor sechstausend Jahren Gott erschaffen – das ist möglicherweise richtig. Doch Idioten sind eben Idioten ...
Ein großer, gelehrter Bischof war sehr verwirrt von diesen Dingen, dem Pekingmenschen, Harappa und Mohenjo Daro, und von der Behauptung eines berühmten Gelehrten aus Pune, eines gewissen Lokmanya Tilak, dass die Veden der Hindus neunzigtausend Jahre alt sind. Und sein Beweis dafür ist nicht widerlegbar. Im Rig Veda wird bis ins kleinste Detail eine bestimmte Sternenkonstellation beschrieben, die sich den Astronomen nach vor neunzigtausend Jahren ereignete. Der Rig Veda muss von Menschen geschrieben worden sein, die diese Konstellation gesehen hatten, denn sonst hätten sie sie nicht so detailliert beschreiben können; und seither ist diese Konstellation nicht wieder aufgetaucht. Vielleicht wird es sie irgendwann in der Zukunft wieder einmal geben, doch in den letzten neunzigtausend Jahren gab es sie kein zweites Mal. Die Beschreibung ist daher ein klarer Beweis, dass der Rig Veda von Menschen geschrieben wurde, die diese Konstellation gesehen hatten; ohne sie gesehen zu haben, hätten sie nicht so genau beschreiben können, welcher Stern sich in welcher Position befand. Und sie beschrieben alles so exakt, dass man es nicht besser hätte machen können. Als dieser Bischof nun all diese Dinge hörte ...
Und im Himalaja, auf dem höchsten Gipfel des Himalaja, wurden Skelette von Meerestieren gefunden. Das bedeutet einfach, dass es zu irgendeiner Zeit – vielleicht vor hundert Millionen Jahren – ein Meer dort gab, wo heute der Himalaja liegt. Anders könnten Meerestiere aus dem Ozean nicht auf den Gipfel des Himalaja gelangen. Die einzige Möglichkeit – und inzwischen ist es wissenschaftlich nachgewiesen – besteht darin, dass der Himalaja sich aus dem Ozean erhob. Und als er sich aus dem Ozean erhob, wurden zahlreiche Fossilien mit auf den Gipfel gehoben. Der Himalaja wurde immer weiter hochgehoben, und diese Fossilien wurden mit Schnee bedeckt. Und als sich die lange Bergkette, die den Himalaja bildet, erhob, wich der Ozean zurück.
Der Hind Mahasagar, der große Indische Ozean, befand sich früher dort, wo heute der Himalaja liegt – vor einhundert Millionen Jahren. Diese Tiere beweisen es, weil sie einhundert Millionen Jahre alt sind. Es gibt Möglichkeiten, das Alter von Skeletten festzustellen, und diese Methoden sind inzwischen sehr genau.
Der Bischof war zornig, weil das alles gegen die Bibel ist. Also erfand er eine Theorie – und deshalb sage ich, Fanatiker wollen die Wahrheit nicht sehen; sie versuchen, weiter an eine Lüge zu glauben, sie erfinden alle möglichen Ausflüchte. Es lohnt sich, sich diese Ausflüchte genauer anzusehen. Der Bischof stellte die Theorie auf, dass Gott die Welt vor sechstausend Jahren erschaffen hat, wie es in der Bibel steht, doch weil er allmächtig ist, erschuf er Meerestiere und legte sie auf den Himalaja. Er erschuf sie so, dass sie hundert Millionen Jahre alt wirken. Er erschuf auch die Ruinen von Harappa und Mohenjo Daro und ließ sie siebentausend Jahre alt wirken; er erschuf das Skelett des Pekingmenschen, so als wäre es achtzigtausend Jahre alt ... alles nur, um den Glauben der Christen zu testen!
Was für eine großartige Logik! Gott scheint ein Schwindler zu sein: »Es ist alles nur eine Frage eures Glaubens.« Doch Tatsache ist, dass diese Erde aus wissenschaftlicher Sicht vier Milliarden Jahre alt ist. Und die Menschheit ist mindestens eine Million Jahre alt und hat sich durch viele verschiedene Stufen hindurch entwickelt, bis hin zu Gautama Buddha, dem höchsten Gipfel, dem Mount Everest des Bewusstseins.
Dieser christliche Fundamentalist sagte: »Wir können froh sein, Gott als unseren Herrn zu haben.« Und was ist mit Gott? Ist er froh, die Verantwortung für euch zu haben? Wenn Gott für alles verantwortlich ist ... und das sollte er sein; wenn er die Welt erschaffen hat, ist er verantwortlich für Adolf Hitler, den Zweiten Weltkrieg, Hiroshima und Nagasaki. Wer sonst? Wenn er sich um die Welt kümmert und die Menschen an ihren Fäden hält, dann hatte er auch die Fäden von Präsident Truman in der Hand, als er die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abwerfen ließ.
Truman ist dann nicht verantwortlich – Gott hatte seine Fäden in der Hand, was hätte er da tun können? Wenn der Marionettenmeister auf eine bestimmte Art und Weise an den Fäden der Puppe zieht, tanzt sie. Wenn der Marionettenmeister anders an ihnen zieht, dann kämpft sie. Wenn er die Fäden loslässt, sinkt die Puppe nieder und schläft. Und wenn er die Fäden wiederaufnimmt, ist die Puppe wieder da und bereit, alles zu tun.
Wenn Gott die Welt erschaffen hat, dann sind wir alle Marionetten; wir besitzen keine Spiritualität und sind einfach nur Staub, aus Staub erschaffen.
Ist Gott glücklich, all diese Marionetten zu haben, die die Welt ins Chaos stürzen? Und er ist dafür verantwortlich! Doch Fanatiker kennen keine Logik. Sein Argument beweist, dass Gott ein Sklave seiner eigenen Sklaven ist; er ist nicht der Herr. Du bist der Herr, und er muss sich um dich kümmern.
Statt die Realität der Dinge genau zu betrachten, erschaffen die Menschen lieber Hypothesen, Lügen, Fiktionen – Vorstellungen, Halluzinationen. Der Verstand hat diese Fähigkeit.
Solange man sich nicht jenseits des Verstandes befindet, kann man nicht sicher sein, dass das, was man sieht, real ist. Erst wenn man sich jenseits des Verstandes befindet, wird man sich dessen bewusst, was real ist. Und in dieser Realität findet sich kein Gott.
Buddha konnte keinen Gott finden. In seinem höchsten Erleuchtungszustand konnte er keinen Gott und keinen Anfang des Universums finden. Mahavira konnte in seiner höchsten Erleuchtung keinen Gott und keine Schöpfung finden. Die Welt, die Existenz, ist ohne Anfang und ohne Ende. Dreiundzwanzig weitere Tirthankaras der Jaina konnten keinen Gott finden, als sie sich in Samadhi befanden. Als sie sich jenseits des Verstandes befanden, gab es keine Angst, keine Furcht, keinen Tod; es gab keine Notwendigkeit für die Hypothese eines Gotte s. Gott verschwand einfach wie ein Schatten des Verstandes.
So wie Träume verschwinden, wenn man aufwacht ...
Erleuchtung ist nichts anderes als ein Erwachen, und alle Träume verschwinden. Und Gott wurde von Tausenden erleuchteter Menschen als Traum erkannt.
Nur die Unwissenden glauben an Gott. Nur jene, die kein Gefühl von Würde haben, glauben an Gott. Menschen, die die Erfüllung ihres Potentials erreicht haben, die wie Lotusblumen erblüht sind, haben alle die Existenz Gottes verneint.