Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Триллеры » Der Borowski-Betrug
Der Borowski-Betrug - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Borowski-Betrug

Электронная книга - «Der Borowski-Betrug». Краткое содержание книги:

Er wurde aus der See gezogen — mehr Leichnam als Mann. An seinen Namen kann er sich nicht erinnern. Er ist ein Mensch ohne Vergangenheit und ohne Zukunft — gejagt von mächtigen Feinden; geliebt von einer schönen Frau, die nicht glauben kann, daß er wirklich das ist, was sich langsam herauskristallisiert: Ein Berufsmörder!
1 ... 70 71 72 73 74 75 76 77 78 ... 150
Перейти на страницу:

Es ist vorbei. Ich habe meine Pfeile gefunden. Geh zurück nach Kanada und sag um unser beider willen nichts. Ich weiß, wo ich dich erreichen kann.

Er faltete den Bogen zusammen, schob ihn in einen Umschlag und griff nach seiner Brieftasche. Er entnahm ihr die französischen und die Schweizer Banknoten, schob sie hinter das Blatt und verklebte den Umschlag. Dann schrieb er vorne MARIE darauf.

Er hätte so gerne meine Liebe, meine große Liebe hinzugefügt.

Aber das tat er nicht. Das konnte er nicht.

Die Badezimmertüre öffnete sich. Er schob den Umschlag in die Jackentasche.»Das ist aber schnell gegangen.«

«Ja wirklich? Das fand ich nicht. Was hast du denn gemacht?«

«Ich habe einen Kugelschreiber gesucht«, antwortete er und griff danach.»Wenn mir dieser Bursche etwas sagen kann, möchte ich es mir aufschreiben.«

Marie stand jetzt an der Kommode und blickte auf das trockene, leere Glas.»Du hast ja fast nichts getrunken.«

«Doch, ich habe nur das Glas nicht benutzt.«

«Ach so. Gehen wir?«

Sie warteten im Korridor auf den polternden Lift, und das Schweigen, das zwischen ihnen stand, war unerträglich. Er griff nach ihrer Hand. Als seine Finger die ihren berührten, hielt sie sie fest, blickte ihn an, und ihre Augen verrieten ihm, daß sie schon ahnte, was er nun vorhatte.

O Gott, wie ich dich liebe. Du stehst neben mir, wir berühren uns, und ich sterbe. Aber du kannst nicht mit mir sterben. Das darfst du nicht. Ich bin Cain.

«Alles wird gut«, sagte er.

Die schmiedeeiserne Liftkabine kam vibrierend zum Stillstand. Jason zog das Gitter auf und stieß dann plötzlich einen halblauten Fluch aus.»Mein Gott, jetzt habe ich es vergessen!«

«Was denn?«

«Meine Brieftasche. Ich habe sie heute nachmittag in der Schublade gelassen, falls es in Saint-Honore Ärger geben sollte. Warte in der Halle auf mich.«

Er schob sie mit leichtem Druck in die Liftkabine und drückte mit der freien Hand den Knopf.»Ich komme gleich nach. «Er schob das Gitter zu und konnte daher ihre verstörten Augen nicht mehr sehen. Er wandte sich ab und ging schnell zu ihrem Zimmer zurück.

Drinnen holte er den Umschlag aus der Tasche und legte ihn vor die Stehlampe auf dem Nachttisch. Er starrte ihn an, und der Schmerz war unerträglich.

«Leb wohl, meine Liebe«, flüsterte er.

Borowski wartete in dem leichten Nieselregen vor dem Hotel >Meurice< auf der Rue de Rivoli und blickte Marie durch die Glastüre nach. Sie stand an der Rezeption und hatte soeben den Aktenkoffer in Empfang genommen. Im Augenblick bat sie offenbar einen etwas verblüfften Empfangschef nach der Rechnung. Sie war im Begriff, ein Zimmer zu bezahlen, das weniger als sechs Stunden in Benutzung gewesen war. Zwei Minuten verstrichen, ehe man ihr die Rechnung gab. Widerstrebend; man schätzte es nicht, wenn Gäste im >Meurice< sich so benahmen.

Marie kam wieder heraus, trat neben ihn und gab ihm den Koffer, ein gezwungenes Lächeln um die Lippen, die Stimme etwas außer Atem.

«Dieser Mann war gar nicht mit mir einverstanden. Ich bin sicher, daß er jetzt überzeugt ist, daß ich das Zimmer mit ein paar Freiern mißbraucht habe.«

«Was hast du ihm gesagt?«fragte Borowski.

«Daß ich es mir anders überlegt hätte, sonst nichts.«

«Gut, je weniger man sagt, desto besser. Dein Name steht auf der Meldekarte. Überleg dir einen Grund, weshalb du dort warst.«

«Überleg dir?… Ich soll mir das überlegen?«Sie sah ihm in die Augen, ihr Lächeln war verflogen.

«Ich meine, wir werden uns etwas überlegen. Natürlich.«

«Natürlich.«

«Gehen wir. «Sie gingen auf die Ecke zu, neben ihnen hallte der Verkehr auf der Straße. Der Nieselregen hatte sich verstärkt, der Nebel war dichter geworden. Er nahm ihren Arm— nicht, um sie zu führen, nicht einmal aus Höflichkeit — nur um sie zu berühren, um ein Stück von ihr zu halten. Es blieb ihnen nur noch so wenig Zeit.

Ich bin Cain. Ich bin der Tod.

«Können wir nicht langsamer gehen?«fragte Marie gereizt. Sie war ganz außer Atem.

«Was?«Jetzt erst bemerkte Jason, daß er gerannt war; ein paar Sekunden lang war er wieder in dem Labyrinth gewesen, das von ihm Besitz ergriffen hatte. Er blickte nach vorne. An der Ecke war ein leeres Taxi neben einem grellbunten Zeitungskiosk zum Stillstand gekommen, und der Fahrer schrie dem Händler durch sein offenes Fenster etwas zu.»Ich will dieses Taxi erwischen«, sagte Borowski, ohne seine Schritte zu verlangsamen.»Es wird gleich scheußlich regnen.«

Sie erreichten die Ecke, beide außer Atem, während das leere Taxi davonrollte und nach links in die Rue de Rivoli einbog, Jason sah Marie im grellen Licht des Zeitungskiosks an; sie zuckte unter dem plötzlichen Wolkenbruch zusammen. Nein. Sie zuckte nicht zusammen; sie starrte etwas an… ungläubig, erschreckt. Und dann schrie sie ohne Warnung auf, das Gesicht verzerrt, die Finger ihrer rechten Hand gegen den Mund gepreßt. Borowski packte sie, zog ihren Kopf an seine Mantelbrust; aber sie hörte nicht auf zu schreien.

Er drehte sich herum und versuchte, die Ursache ihrer Hysterie zu erkennen. Dann sah er es und wußte in jener unglaublichen halben Sekunde, daß der Countdown abgebrochen werden mußte. Er hatte das letzte Verbrechen begangen; er konnte sie nicht verlassen, nicht jetzt, noch nicht.

Ganz oben an dem Zeitungskiosk hing eine Morgenzeitung, deren schwarze Schlagzeilen im grellen Licht herausplärrten:

MÖRDER

FRAU WEGEN MORD IN ZÜRICH GESUCHT VERDÄCHTIG DES MILLIONENDIEBSTAHLS

Unter den Balkenlettern war ein Foto von Marie St. Jacques abgebildet.

«Hör auf!«flüsterte Jason und schob sich so vor sie, daß der neugierige Zeitungshändler sie nicht sehen konnte, griff nach Münzen in die Tasche. Er warf das Geld auf den Zahlteller, packte sich zwei Zeitungen und schob sie in die finstere, vom Regen gepeitschte Straße.

Jetzt hatte das Labyrinth sie beide.

Borowski öffnete die Tür und führte Marie hinein. Sie stand bewegungslos da, sah ihn an, das Gesicht bleich und erschreckt, ihr Atem unregelmäßig, eine hörbare Mischung aus Furcht und Wut.

«Ich hol dir was zu trinken«, sagte Jason und ging an die Kommode. Während er einschenkte, wanderten seine Augen zum Spiegel und er empfand den übermächtigen Drang, das Glas zu zerschmettern, so verabscheuungswürdig war ihm sein eigenes Abbild. Was, zum Teufel, hatte er getan? O Gott!

Ich bin Cain. Ich bin der Tod.

Er hörte sie aufstöhnen und fuhr herum, zu spät, um sie aufzuhalten, zu weit entfernt, um einen Satz zu machen und ihr das schreckliche Ding aus der Hand zu reißen. Herrgott, das hatte er vergessen! Sie hatte den Umschlag auf dem Nachttisch gefunden und las jetzt seinen Brief. Der Schrei, den sie ausstieß, war ein durchdringender, schrecklicher Schmerzensschrei.

«Jasonnnn!…«

«Bitte! Nein!«Er rannte zu ihr, packte sie.»Das bedeutet jetzt nichts mehr! Nichts!«Er schrie sie hilflos an, sah die Tränen aus ihren Augen strömen, über ihre Wangen laufen.»Hör mir zu! Das stimmt jetzt nicht mehr.«

«Du wolltest mich verlassen! Mein Gott, du wolltest mich verlassenl« Ihre Augen wurden glasig, zwei blinde Kreise der Panik.»Ich habe es gewußt. Gespürt!«

«Ich wollte, daß du es spürst!«sagte er und zwang sie, ihn anzusehen.»Aber das ist jetzt vorbei. Ich werde dich nicht verlassen. Hör mir zu. Ich werde dich nicht verlassen!«

Wieder schrie sie.»Ich konnte nicht atmen… es war so kalt!«

Er zog sie an sich, nahm sie in die Arme.»Wir müssen ganz von vorne beginnen. Versuch zu begreifen. Die Situation ist jetzt ganz anders — und ich kann nicht ungeschehen machen, was war — aber ich werde dich nicht verlassen.«

1 ... 70 71 72 73 74 75 76 77 78 ... 150
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)