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Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott

Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:

Aus dem Englischen übertragen von Renate Schilling Titel der Originalausgabe
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
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weinen.

lmpo wusste wieder nichts zu sagen und kehrte zu Ma Tzu

zurück. Ma Tzu meinte darauf zu ihm: »Ich habe es dir ja gesagt

der Pfad auf dem Stonehead ist glatt!«

Nun, Freunde, zunächst die Fragen. Hier die erste Frage:

Wir Menschen mögen es offensichtlich, wenn man uns sagt,

was wir tun sollen. Wenn wir keinen »Gott« haben, dann haben

wir jemand anderen, der uns sagt, was richtig und was falsch ist,

was gut und was schlecht ist. Woher kommt dieser Widerstand

dagegen, selbst nachzudenken?

Es ist keine Frage des Nachdenkens. Tatsächlich denkt ihr viel zu viel. Die Frage ist, wie man aufhört zu denken und jede Situation, mit der man konfrontiert ist, unmittelbar durchschaut.

Wenn keine Gedanken vorhanden sind, gibt es kein Hindernis, gibt es keinen Staub in euren Augen — dann könnt ihr klar sehen. Und wenn diese Klarheit vorhanden ist, gibt es keine Alternative von gut und schlecht. Mit dieser Klarheit geht ein wahlfreies Bewusstsein einher. Man tut einfach das, was richtig ist — und man muss dafür keine Anstrengung aufbringen. Zu einem Menschen, der bewusst ist, der gewahr ist, der wach ist, kommt das Richtige ohne jede Anstrengung. Er kann sich das Schlechte, das Böse überhaupt nicht vorstellen. Seine ganze Bewusstheit weist ihn einfach auf das Richtige hin.

Das Problem besteht also nicht darin, woher der Widerstand dagegen kommt, selbst nachzudenken. Ihr könnt gar nicht selbst nachdenken, denn die Vision des Guten ist kein Teil des Verstands.

Und ihr kennt nur den Verstand, daher entsteht das ganze Problem überhaupt. Weil ihr nur den Verstand kennt, habt ihr keine Klarheit in euch. Ihr habt Hunderte von Gedanken, die ständig durch euren Verstand rasen. Dort herrscht vierundzwanzig Stunden am Tag Stoßverkehr; Massen von Gedanken bewegen sich hindurch, Wolken ziehen so schnell durch, dass ihr hinter den Wolken vollkommen verborgen seid. Eure Augen sind beinahe blind. Eure innere Empfindsamkeit ist vollkommen von euren Gedanken verdeckt. Mit dem Verstand könnt ihr nicht erkennen, was gut und was schlecht ist. Ihr müsst euch also auf andere verlassen. Diese Abhängigkeit ist vollkommen natürlich, denn der Verstand ist ein abhängiges Phänomen; er hängt von anderen ab; sein ganzes Wissen ist nur geborgt.

Alles, was euer Verstand weiß, stammt entweder von euren Eltern oder von euren Priestern oder von euren Lehrern oder von eurer Gesellschaft. Beobachtet es nur einmal, und ihr werdet nicht in der Lage sein, einen einzigen Gedanken zu finden, der von euch selbst stammt.

Alles ist geborgt; der Verstand lebt von geborgtem Wissen. In jeder Situation braucht er jemanden, der ihn lenkt. Euer ganzes Leben wird von anderen gelenkt. Von Anfang an wird euch von euren Eltern gesagt, was richtig ist und was falsch ist. Dann von euren Lehrern, von euren Priestern, von euren Nachbarn ... doch sie wissen es auch nicht, denn auch sie haben es nur von anderen geborgt.

Dieses Borgen geht schon seit Jahrhunderten so, seit Generationen. Jede Krankheit wird immer von der neuen Generationgeerbt. Es ist nur eine Wiederholung der alten Generation, eine Reflexion, ein Schatten, doch es besitzt keine Originalität. Aus diesem Grund braucht ihr einen Gott, einen obersten Führer. Ihr könnt euch nicht auf eure Eltern verlassen, denn wenn ihr älter werdet, beginnt ihr ihre Falschheiten zu erkennen, ihre Lügen. Ihr beginnt zu erkennen, dass ihre Ratschläge nicht perfekt sind; sie sind fehlbare menschliche Wesen. Doch das kleine Kind glaubte an sie, als ob sie unfehlbar wären.

Es war nicht ihre Schuld, es lag an der Unschuld des kleinen Kindes; das Kind vertraute dem Vater, der Mutter, die es liebte.

Doch wenn es etwas älter und reifer wird, erkennt es schließlich, dass das, was diese Menschen sagen, nicht notwendigerweise der Wahrheit entspricht. Eines Tages war ich beim Spielen – ich muss so fünf oder sechs Jahre alt gewesen sein ... Ein alter Mann pflegte immer zu meinem Vater zu Besuch zu kommen, ein äußerst langweiliger Mann, und mein Vater war ihn langsam satt. Also rief er mich und sagte zu mir: »Ich sehe, dass dieser Mann im Anmarsch ist; er wird nur unnötig meine Zeit verschwenden, und es ist sehr schwierig, ihn wieder loszuwerden. Ich muss immer weggehen und zu ihm sagen, dass ich einen Termin habe – völlig unnötigerweise, nur um ihn loszuwerden. Und manchmal sagt er sogar: >Ich komme mit dir, dann können wir uns auf dem Weg noch unterhalten.< Aber es ist keine wirkliche Unterhaltung, es ist nur ein Monolog. Er redet und quält die Leute.«

Also sagte mein Vater zu mir: »Ich gehe nach drinnen. Spiel du einfach weiter hier draußen, und wenn er kommt, dann sag ihm einfach, dass dein Vater nicht da ist.«

Mein Vater pflegte zu mir zu sagen: »Sag immer die Wahrheit.«

Also war ich schockiert. Das war ein Widerspruch.

Als der Mann kam und mich fragte: »Wo ist dein Vater? «, antwortete ich: »Er ist drinnen, aber er hat gesagt, dass er nicht da sei.«

Mein Vater hörte das von drinnen, und der Mann kam mit mir ins Haus, so dass er vor ihm nichts zu mir sagen konnte. Zwei oder drei Stunden später, als der Mann endlich wieder gegangen war, war mein Vater ziemlich ärgerlich auf mich und nicht etwa auf diesen Mann.

Er sagte zu mir: »Ich habe dir doch gesagt, dass du zu ihm sagen sollst, dass ich nicht da bin.«

Darauf erwiderte ich: »Genau, und das habe ich ihm ja auch gesagt: >Mein Vater sagt, dass ich Ihnen sagen soll, dass er nicht da ist. Aber er ist da, in Wahrheit ist er drinnen.< Du hast mir beigebracht, ehrlich zu sein, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen.

Also bin ich bereit für die Konsequenzen. Wenn du mich bestrafen möchtest, dann tu das. Aber denke daran, wenn man die Wahrheit bestraft, zerstört man sie. Die Wahrheit muss belohnt werden. Gib mir also eine Belohnung, damit ich weiter die Wahrheit sagen kann, egal, was geschieht.«

Er schaute mich an und sagte zu mir: »Du bist ganz schön schlau.«

Ich antwortete: »Das weißt du doch. Gib mir einfach eine Belohnung. Ich habe die Wahrheit gesagt.«

Er musste mir also eine Belohnung geben; er gab mir eine Rupie. Damals konnte man von einer Rupie fast einen halben Monat lang leben. Und er sagte: »Geh und kauf dir etwas, was dir Freude macht.«

Ich sagte zu ihm: »Du musst immer daran denken. Wenn du zu mir sagst, dass ich eine Lüge erzählen soll, dann werde ich dem anderen sagen, dass du es mir aufgetragen hast. Ich werde nicht lügen. Und jedes Mal, wenn du dir selbst widersprichst, wirst du mich belohnen müssen. Also hör auf zu lügen. Wenn du nicht möchtest, dass dieser Mann dich besucht, solltest du zu ihm sagen, dass du keine Zeit hast und sein langweiliges Gerede nicht hören magst, weil er immer wieder dasselbe erzählt. Warum hast du Angst davor? Warum musst du ihm eine Lüge erzählen?«

Er antwortete: »Das Problem ist, dass er mein bester Kunde ist.«

Mein Vater besaß ein Kleidergeschäft, und dieser Mann war sehr reich. Er pflegte große Mengen für seine Familie, seine Verwandten und seine Freunde einzukaufen. Er war ein sehr großzügiger Mann – nur leider auch sehr langweilig.

Mein Vater meinte also: »Ich muss seine langweiligen Reden ertragen, weil er mein bester Kunde ist und ich es mir nicht leisten kann, ihn zu verlieren.«

Ich entgegnete ihm: »Das ist dein Problem, nicht meines. Du lügst, weil er dein bester Kunde ist, und ich werde ihm das erzählen.«

Er sagte: »Warte!« Doch ich er widerte: »Ich kann nicht warten , denn ich muss ihm sofort sagen, dass du sein langweiliges Gerede nur deshalb erträgst, weil er ein guter Kunde ist – und du musst mir eine Belohnung dafür geben.«

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