Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Эзотерика » Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott
Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott

Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:

Aus dem Englischen übertragen von Renate Schilling Titel der Originalausgabe
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
1 ... 65 66 67 68 69 70 71 72 73 ... 83
Перейти на страницу:

»Wenn ich Recht habe und dadurch die Gefühle von jemandem verletzt werden, sollte ich dann dafür bestraft werden? Dieser Mensch braucht psychologische Behandlung. Wenn seine religiösen Gefühle so schwach sind, zeigt das, dass es nur Glaubenssätze sind. Er weiß gar nicht, was Religion ist. Und wenn die Wahrheit den Menschen wehtut, was schlagen Sie dann vor?

Soll ich anfangen zu lügen?« Die Richter schauten sich dann immer an – was sollten sie tun? Sie können nicht sagen, dass ich anfangen soll zu lügen, also sind sie hilflos.

Als ich zum ersten Mal vor Gericht stand, gab man mir die Wahl zwischen Bibel, Koran und Bhagavadgita, je nachdem, zu welcher Religion ich mich bekannte. Der Richter forderte mich auf, ein es der Bücher aufzunehmen – sie lagen alle drei auf dem Tisch – und darauf zu schwören, dass ich nur die Wahrheit sagen würde und nichts anderes.

Ich antwortete: »Das kann ich nicht tun, und zwar aus dem einen Grund: Alle diese drei Bücher sind voller Lügen. Es ist vollkommen absurd, auf ein Buch zu schwören, das voller Lügen ist. Sie sind doch ein intelligenter Mensch. Zweitens kann ich solch einen Eid nicht schwören, weil ich immer die Wahrheit sage. Einen Eid zu schwören würde bedeuten, dass ich nur dann die Wahrheit sage, wenn ich es schwöre. Die Schlussfolgerung ist klar. Es bedeutet, dass ich kein wahrhaftiger Mensch bin. Damit beleidigen Sie mich vor Gericht. Wenn ich Sie beleidige, heißt es, das Gericht wurde beleidigt. Doch Sie beleidigen mich, indem Sie mich auffordern, einen Eid zu schören. Ich kann keinen Eid schwören, weil ich einfach immer nur die Wahrheit sage. Ein Eid kommt überhaupt nicht in Frage.«

Der Richter schaute mich an und sagte: »Ich verstehe, doch das verschafft uns ein Problem. Ohne den Eid kann der Fall nicht aufgenommen werden.«

Ich antwortete: »Das ist nicht mein Problem. Wer möchte, dass er aufgenommen wird? Die andere Partei möchte das. Ich kann sofort wieder nach Hause gehen.«

Darauf meinte der Richter: »Ich werde für Sie eine Ausnahme machen, weil Sie versprechen, dass Sie die Wahrheit sagen werden.«

Ich erwiderte: »Das habe ich nicht gesagt. Ich habe gesagt, dass ich immer nur die Wahrheit sage. Und das ist das Problem. Diese Menschen fühlen sich von der Wahrheit verletzt. Ich habe gesagt, dass es keinen Gott gibt, und sie glauben an einen Gott. Nun müssen sie beweisen, dass es einen Gott gibt. Das ist ihr Problem, nicht meins. Ich wiederhole einfach nur, dass es keinen Gott gibt.

Jetzt sollen sie die Existenz Gottes beweisen, mit Zeugen, mit Nachweisen.«

»Was glauben Sie?«, fragte ich den Richter. »Glauben Sie an Gott? Haben Sie irgendeinen Beweis, einen Zeugen, der Gott gesehen hat? Können Sie sagen, dass Sie selbst Gott gesehen haben?«

Er antwortete: »Es scheint fast so, als wären Sie hier der Richter und ich der Angeklagte.« Darauf sagte ich: »Die Wahrheit ist immer siegreich. Das steht direkt hinter Ihnen. Lesen Sie es.«

Der Fall wurde abgewiesen. Hunderte von Fällen wurden abgewiesen. Doch die Gesellschaft belohnt weiter diejenigen, die euch trösten. Es spielt keine Rolle, dass sie euch mit einer Lüge trösten.

Einmal geschah es, dass ein Mann starb und seine Frau vollkommen verzweifelt war und weinte und weinte. Einer meiner Nachbarn ging zu ihr und sagte: »Machen Sie sich keine Sorgen, die Seele ist unsterblich. Ihr Mann ist nicht gestorben, das war nur sein Körper; seine Seele ist unsterblich und kann nicht sterben. Sie brauchen also nicht unnötig zu verzweifeln, zu weinen und traurig zu sein; dazu besteht überhaupt keine Veranlassung.«

Ich hörte das, weil ich zufällig in der Nähe stand. Ich dachte bei mir: »Warte nur. Wenn jemand aus der Umgebung dieses Mannes stirbt, werde ich zu ihm gehen.« Zwei Jahre später starb sein Vater.

Also ging ich gleich zu ihm.

Mein Vater wollte wissen, wo ich hinging. Ich antwortete:

»Dahin, wo du auch hingehst«, denn er ging zur Beerdigungsprozession. Es war ein Nachbar, der gestorben war, und ein alter Freund. Er sagte also: »Er war ein alter Freund von mir. Aber warum willst du hingehen? «

Ich erwiderte: »Ich werde mich um seinen Sohn kümmern, denn dieser Idiot hat zu einer Frau, deren Mann gestorben war, gesagt:

>Weine nicht, die Seele ist unsterblich.< Jetzt will ich sehen, ob er weint oder nicht.«

Natürlich weinte er. Ich sagte also zu ihm: »Hör auf zu weinen.

Du hast zu dieser armen Frau gesagt, dass die Seele unsterblich ist.

Was ist jetzt los mit dir? Glaubst du, dass die Seele deines Vaters nicht unsterblich ist? Also hör auf zu weinen.«

Er antwortete: »Sie sind ein seltsamer Mensch. Ich bin in tiefer Trauer.« Ich erwiderte: »Und was war vor zwei Jahren? Als der Mann jener Frau gestorben war, hast du ihr wunderbare Dinge gesagt. Alles Lügen! Deine Tränen beweisen, dass du gelogen hast.

Wenn es wahr gewesen wäre, würdest du jetzt nicht weinen. Die Seele deines Vaters ist unsterblich.«

Er sagte: »Das weiß ich. Aber was soll ich tun? Ich bin trotzdem traurig.«

Da sagte ich zu ihm: »Jene Frau hat es auch gewusst.«

Alles Wissen ist nur geborgt; daher ist all dieses geborgte Wissen eine Lüge. Im tiefsten Innern seid ihr nicht damit im Einklang. Im tiefsten Innern habt ihr Zweifel.

Deine Frage bedeutet also: Wenn es keinen Gott gibt, entsteht plötzlich das Problem, an wen wir uns wenden sollen, um zu entscheiden, was gut und was schlecht ist. Und du denkst, dass das daran liegt, dass es einen gewissen Widerstand gibt, selbst darüber nachzudenken. Aber es ist nicht so, wie du denkst. Es ist keine Frage des Widerstands gegen eigenständiges Denken. Denken kann das Problem nicht lösen.

Nehmen wir an, ein Mann ist in einen Graben gefallen. Ist es nun gut oder schlecht, ihn herauszuziehen? Lässt sich das durch Denken entscheiden? Du denkst vielleicht, dass es gut ist, den Mann zu retten. Aber wenn du ihn rettest und er am nächsten Tag einen Mord begeht, dann bist du mitverantwortlich, bist du mindestens zu fünfzig Prozent mitverantwortlich für den Mord.

Wenn du den Mann nicht gerettet hättest, hätte es keinen Mord gegeben.

Es gibt eine Sekte in Indien, die Terapanth, die sagen: Misch dich nicht in das Leben anderer ein. Wenn jemand ertrinkt, geh einfach weiter; hör nicht hin. Wenn er um Hilfe ruft, dann hör nicht hin, denn er leidet unter dem Karmas einer vergangenen bösen Taten. Wenn du dich einmischst, begehst du zwei Verbrechen.

Erstens mischst du dich in sein persönliches Leben ein. Er musste wegen seiner bösen Taten leiden. Er muss leiden, und du hältst ihn davon ab. Er wird also irgendwann wieder ins Wasser fallen müssen. Es ist besser, man lässt es ihn gleich erledigen und lässt ihn mit seinen vergangenen bösen Taten abschließen. Und zweitens übernimmst du eine enorme Verantwortung, wenn du ihn rettest.

Vielleicht vergewaltigt er irgendwann eine Frau oder bringt irgendjemanden um. Vielleicht wird er zum Dieb oder Ähnliches, und du wirst dann Verantwortung dafür tragen. Wenn du ihn rettest, hast du dir also unnötigerweise eine Verantwortung aufgeladen, die dein eigenes spirituelles Wachstum stören wird.

Die Anhänger von Terapanth sagen also: »Gib einem Bettler nichts. Er ist ein Bettler, weil er unter dem Karma seiner vergangenen Leben leidet.« Sie glauben nicht an Wohltätigkeit, sie glauben nicht an Mitgefühl, sie glauben nicht, dass man jemandem helfen sollte, der in Schwierigkeiten steckt. Man sollte sich fern halten, denn sonst übernimmt man eine Verantwortung, die zu groß für einen werden könnte. Die vordringlichste Aufgabe besteht darin, sich von den eigenen bösen Taten zu befreien. Wie könnte man da noch die Verantwortung für andere Menschen übernehmen?

Auf diese Weise kann man niemals erleuchtet werden. Die Anhänger dieser Sekte sind also vollkommen unmenschlich geworden; nichts ist für sie von Bedeutung.

1 ... 65 66 67 68 69 70 71 72 73 ... 83
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)