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Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott

Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:

Aus dem Englischen übertragen von Renate Schilling Titel der Originalausgabe
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
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Der unnatürliche Mensch ist krank, ist pathologisch. Er ist dazu bestimmt, von den Priestern ausgebeutet zu werden, oder von den Psychoanalytikern – den modernen Priestern. Sie haben nichts anzubieten. Ihre Psychoanalyse ist genauso Schwindel wie die Religion. Sie sind die neuen Rabbis, die neuen Bischöfe, die neuen Päpste. Sie geben nichts, sie beuten euch einfach nur aus. Auch die Priester haben nichts zur Entwicklung der Menschheit beigetragen, sie haben sie einfach nur ausgebeutet. Sie sind die größten Parasiten in dieser Welt.

Die dritte Frage:

Es scheint, als ob der Gedanke an einen Gott aus dem Gefühl

herrührt, dass es etwas Größeres gibt als uns selbst. Ist dieses

»Größere« das, was du als No-Mind bezeichnest, oder ist es etwas

anderes?

Es gibt nichts Größeres als euch selbst. Eure Religionen haben euch beigebracht, dass ihr alle Sünder seid, dass Heilige besser sind und dass Gott größer ist, dass ihr nur Würmer seid, die auf der Erde kriechen. Eure Religionen haben dafür gesorgt, dass ihr unter einem Minderwertigkeitskomplex leidet. Deshalb sucht ihr ständig nach jemandem, der größer ist. Doch das ist nichts Natürliches, das ist aufgezwungen, einprogrammiert, konditioniert. Ihr wurdet dadurch zu Untermenschen degradiert. Euer ganzer Stolz, eure Würde, eure Ehre, wurden euch genommen. Ihr bleibt ohne Ehre, ohne Selbstachtung, ohne Würde zurück. Natürlich denkt ihr dann, dass jemand anderer größer sein muss.

Und dann gibt es alle möglichen Arten von Betrügern. Ihr kennt nur ihr Äußeres, nicht ihr Inneres. Nach außen hin benehmen sie sich so unnatürlich wie möglich, so dass in euch die Vorstellung entsteht, dass all diese Heiligen euch vollkommen überlegen sind –

denn die Religionen haben euch gelehrt: »Wenn ihr nicht eure Natur überwindet, könnt ihr Gott nicht erfahren.«

Alles, was sie machen, ist Selbstquälerei. Für mich sind sie Masochisten, die eigentlich psychiatrische Hilfe brauchen. Doch die Religionen haben sie als Heilige gepriesen. Sie stehen zwischen euch und Gott, doch Gott ist natürlich am höchsten; er befindet sich über euch im Himmel. Habt ihr jemals darüber nachgedacht, dass die Erde rund ist? Als ich in Amerika war, befand sich Gott über meinem Kopf, doch Amerika befindet sich jetzt direkt unter meinen Füßen. Ich halte meine Füße direkt über Ronald Reagans Kopf.

Gott ist oben, doch die Erde ist rund, und was ist dann oben und was unten? Der Gott von Menschen, die auf der anderen Seite der Erde wohnen, befindet sich unter euren Füßen, und euer Gott befindet sich unter ihren Füßen. Wenn ihr eure Hände zum Gebet erhebt, denkt also daran – ihr lebt auf einer runden Erde. Seid nicht dumm. Es gibt niemand Höheren, niemand Niedrigeren, es ist alles eine einzige Existenz.

Das war es, was Sekitos Erleuchtung auslöste – dass er das Sutra eines alten Meisters las, der sagte, dass jemand, der die Einheit wahrnimmt, das eine Leben in allen Dingen, jemand, der im Einklang mit der Existenz ist, vollkommen eins mit ihr ist.

Niemand ist höher als du, niemand ist niedriger. Es gibt nur eine einzige Existenz, nur ein Leben. Wir sind unterschiedliche Ausdrucksformen dieses einen Lebens, und es ist gut, dass es so viele verschiedene Ausdrucksformen gibt. Das macht das Leben schön, es gibt ihm Vielfalt, es gibt ihm Farbe. Das macht das Leben zu einem Regenbogen. Es ist nicht langweilig, es ist enorm interessant und spannend.

Begib dich auf die Suche, und du wirst immer wieder Neues finden. Die Wissenschaft, die im Außen forscht, entdeckt jeden Tag irgendeine neue Wahrheit. Jene, die im Innern forschen, entdecken jeden Augenblick, je tiefer sie gehen, immer neue Seligkeiten, immer neue Ekstasen. Es gibt Schichten auf Schichten auf Schichten, und das Mysterium nimmt niemals ein Ende.

Ich liebe dieses geheimnisvolle Universum, und ich liebe alles, was aus diesem Mysterium entstanden ist. Es ist unergründlich und lässt sich daher nicht ausdrücken.

Hier nun der zweite Teil des Sutras aus Sandokai:

Sekito schrieb: Ursache und Wirkung stammen

notwendigerweise beide aus der einen großen Realität.

Alles stammt aus der einen großen Realität. Es gibt keine andere Realität; es gibt nur eine Realität, diese eine große Realität. Außen und innen sind einfach zwei Aspekte dieser großen Realität. Jede Ursache, jede Wirkung stammt notwendigerweise aus dieser einen großen Realität.

Die Wörter »hoch« und »niedrig« werden immer relativ

gebraucht.

Achtet nicht auf diese Wörter. Sie sind nur relativ.

Doch selbst eure sogenannten großen Menschen leiden unter seltsamen Vorstellungen. Napoleon Bonaparte, den ihr als großen, erfolgreichen Mann betrachtet, litt immer darunter, dass er nur einen Meter fünfundsechzig groß war. Seine Wachen dagegen waren fast zwei Meter groß. Eines Tages versuchte er ein Bild an der Wand zu befestigen, doch er reichte nicht hoch genug. S eine Leibwache sagte zu ihm:

»Lasst es mich machen, ich bin größer.« Darauf entgegnete er:

»Halt den Mund! Sag nicht >größer<. Sag, du bist >länger< als ich, aber nicht >größer<.«

Eine Wunde, die er das ganze Leben mit sich herumgetragen hatte, wurde dabei berührt.

Der Mann, der die Russische Revolution in die Wege leitete, Wladimir Iljitsch Lenin, litt sein ganzes Leben lang an einem Minderwertigkeitskomplex. Er, der größte Revolutionär der Welt, versteckte sich immer hinter einem Schreib tisch, weil seine Beine kürzer waren als sein Oberkörper, sodass sie vom Stuhl herabhingen und nicht bis auf den Boden reichten. Und er konnte sich auch nicht auf einen niedrigeren Stuhl setzen, weil das seltsam gewirkt hätte: »Warum sitzen Sie auf einem so niedrigen Stuhl?«

Also saß er immer auf einem hohen Stuhl, doch ein Schreibtisch verbarg dabei seine Beine. Seine Beine waren ihm so peinlich, dass er nie jemanden nahe an sich heranließ. Man musste ihm gegenüber auf der anderen Seite des Schreibtisches sitzen, damit man seine Beine nicht sehen konnte. Und er fühlte sich deshalb ganz unnötigerweise unterlegen ...

All eure Vorstellungen von »groß« und »klein« sind relativ – sie entspringen eurem Kopf –, weil ihr ständig vergleicht. Jeder Mensch ist einzigartig, daher ist alles Vergleichen falsch.

Im Licht ist Dunkelheit – weil es keinen wirklichen Unterschied zwischen Licht und Dunkelheit gibt. Der Unterschied ist nur relativ.

Dunkelheit lässt sich als weniger Licht definieren, und Licht lässt sich als weniger Dunkelheit definieren – so wie man dasselbe Thermometer für kaltes und heißes Wasser verwenden kann.

Heißes Wasser ist etwas weniger kalt, und kaltes Wasser ist etwas weniger warm; aber das sind nur verschiedene Abstufungen, und alle Abstufungen sind relativ. Im Grunde ist es dasselbe.

Licht und Dunkelheit sind ein einziges vollständiges Ganzes, die zwei Extreme einer einzigen Realität. Es gibt Tiere, die in der Dunkelheit sehen können. Ihr kennt die Eule, deren Nacht dann anfängt, wenn euer Tag beginnt. Sie geht schlafen, sobald die Sonne aufgeht, weil ihre Augen zu empfindlich sind. Sie kann sie nicht im Licht öffnen, denn das würde ihnen wehtun. Ihre Augen sind so empfindlich, dass sie nur in der Dunkelheit sehen können, doch die Dunkelheit ist vollkommen hell für die Eule, lauter Licht in der Dunkelheit. Also ist es nur eine Frage der Sehfähigkeit der Augen. Mit bestimmten Instrumenten können auch eure Augen in der Dunkelheit sehen, können eure Augen genauso empfindlich werden wie die der Eule.

Ihr könnt keine Radiowellen wahrnehmen, und doch müssen sie vorhanden sein, denn sobald ihr das Radio anmacht, könnt ihr sie empfangen. Auch wenn ihr also das Gefühl habt, dass keine Radiowellen um euch herum vorhanden sind, sind sie doch da – es liegt einfach nur daran, dass eure Ohren nicht fähig sind, sie wahrzunehmen.

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