Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott
- Автор: Раджниш Бхагван Шри
- Язык: немецкий
- Жанр: Эзотерика
Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
Während des Zweiten Weltkriegs geschah es einmal in der Schweiz, dass ein Mann eine Kugel im Ohr hatte. Die Kugel wurde operativ entfernt, und das Ohr heilte, doch danach passierte etwas Seltsames: Der Mann konnte den ganzen Tag lang die nächste Radiostation hören – und sie ließ sich durch nichts abschalten.
Er erzählte es den Krankenschwestern, die ihm aber nicht glaubten. »Das müssen Sie sich einbilden. Es kann gar nicht sein.
Wie sollten Sie in der Lage sein, den Radiosender zu hören?«
Er bat sie, die Ärzte zu rufen. Doch auch die Ärzte glaubten ihm nicht. Da meinte er: »Dann macht doch irgendein Experiment, wenn ihr mir nicht glaubt. Ich werde noch wahnsinnig! Es lässt sich einfach nicht abschalten!«
Also beschlossen sie schließlich – weil der Mann vollkommen normal zu sein schien, auch wenn das, was er sagte, nicht normal klang –, ein Experiment zu machen, um ihn zufrieden zu stellen.
Sie stellten ein Radio in einen angrenzenden Raum und sagten zu dem Mann: »Schreiben Sie einfach einmal alles auf, was Sie hören.« Und ein Arzt saß im anderen Raum beim Radio und schrieb alles auf, was die Radiostation sendete. Und als die Aufzeichnungen verglichen wurden, waren sie vollkommen identisch! Also musste man das Ohr dieses Mannes nochmals operieren, damit er wieder normal wurde.
Doch das eröffnet die Möglichkeit, dass man eines Tages vielleicht überhaupt keine Radios mehr benötigt. Man hat einfach einen kleinen Knopf im Ohr, und darauf befinden sich alle Stationen. Man dreht ihn zu der Station, die man hören möchte, und kann sie dann unmittelbar über das Ohr empfangen. Man braucht dann kein Radio oder sonstige Geräte mehr.
Das führt mich zu einer weiteren Vorstellung, was vielleicht einmal möglich sein wird. So wie Radiowellen dauernd vorhanden sind, verlaufen auch ständig Fernsehwellen um uns herum. Es wäre also durchaus möglich, dass wir eines Tages nur noch eine spezielle Brille aufsetzen müssen. Die Augen reagieren empfindlich auf bestimmte Wellen, und auf der Brille befinden sich alle Fernsehstationen. Man stellt also die Station an der Brille ein, setzt sie auf und genießt alles im Stillen, ohne dass jemand anderer dabei belästigt werden muss.
Wir sind uns vieler Dinge, die um uns herum vor sich gehen, nicht bewusst. Selbst unseres eigenen Wesens sind wir uns nicht bewusst, und auch nicht der Dinge, die in uns vorgehen.
Sekito hat Recht.
Im Licht ist Dunkelheit, doch sei dieser Dunkelheit nicht
verhaftet. In der Dunkelheit ist Licht, doch suche nicht nach
diesem Licht. Licht und Dunkelheit gehören zusammen, so wie
der vordere und der hintere Fuß beim Gehen zwei Beine
desselben Menschen, derselben Realität. Jedes Ding hat seinen
eigenen inneren Wert und ist mit allem anderen in seiner
Funktion und Position verbunden. Das Relative gehört zum
Absoluten wie eine Schachtel zu ihrem Deckel; das Absolute wirkt
zusammen mit dem Relativen wie zwei Pfeile, die sich in der Luft
begegnen.
Die ganze Existenz funktioniert in Kooperation mit dir. Das ist Erfolg: Wenn du mit der Existenz im Einklang bist wie zwei Pfeile, die sich in der Luft begegnen. Das ist Versagen: Wenn du von deiner Seite aus nicht kommst und die Existenz auf dich wartet, während du irgendwo abgebogen bist. Du kannst überall hingehen, doch du wirst keine Befriedigung verspüren, solange du nicht zur Existenz gehst und ihr begegnest. Dann wird dein Herzschlag zum Herzschlag des ganzen Universums. Das ist Erfolg, und das ist Erleuchtung.
Wer diese Zeilen liest, sollte die große Realität verstanden
haben. Urteile nicht nach irgendwelchen Standards. Wenn du
den Weg nicht siehst, siehst du ihn nicht, auch wenn du in
Wahrheit auf ihm gehst.
Dir ist vielleicht nicht bewusst, dass du ein Buddha bist, doch du trägst den Buddha die ganze Zeit über in dir. Du weißt vielleicht nicht, dass du auf dem Weg zum Letztendlichen bist, doch du bist die ganze Zeit auf dem Weg, ohne es zu wissen. Der ganze Unterschied besteht zwischen Wissen und Nicht-Wissen. Wenn du es nicht weißt, bist du unglücklich, wenn du es weißt, tanzt du voll Freude und Glück.
Wenn du den Weg gehst, ist es nicht nah und nicht fern. Wenn
du in der Täuschung verfangen bist, bist du viele Berge und Täler
davon entfernt.
Nur in deiner Illusion – in den Wahnvorstellungen, den Halluzinationen deines Verstandes – ist es weit entfernt, viele Berge und Täler entfernt. Doch wenn du dich nicht täuschen lässt, wenn du einfach nur still bist ohne Gedanken, befindest du dich mitten darin. Es gibt keinen Abstand zwischen dir und der Wahrheit, es gibt keinen Abstand zwischen dir und der Existenz.
Jetzt in diesem Augenblick braucht es nur ein klein wenig Bewusstheit, und plötzlich wirst du mit diesem unendlichen Glanz, diesem großartigen Wunder der Existenz verschmelzen.
Ich sage respektvoll zu jenen, die nach Erleuchtung streben:
Vergeudet nicht nutzlos eure Zeit.
Das ist seine letzte Aussage: »Wenn du nach Erleuchtung strebst, vergeude nicht deine Zeit. Verschiebe es nicht auf morgen.
« Setze hier und jetzt deine ganze Energie ein, und du wirst erleuchtet werden. Erleuchtung ist deine wahre Natur, also wirst du sie nirgendwo anders finden. Du musst nicht auf irgendeine Pilgerschaft gehen. Du musst nicht zu irgendeinem heiligen Platz gehen. Du musst nicht an irgendeine Theologie glauben, an irgendeine Religion. Du musst dich nur tiefer auf dich selbst einlassen, auf den gegenwärtigen Moment, und plötzlich wird sich das ganze Leben darin zeigen.
Und dann wirst du überrascht feststellen, dass der Buddha in dir selbst verborgen war und nicht in irgendeinem Tempel. Du warst immer schon auf dem richtigen Weg, du hast immer schon den Buddha als deine eigene Natur in deinem Schoß getragen. Du hast ihn dir nur niemals wirklich angesehen.
Alles, was ich euch lehre, ist, nach innen zu schauen, um euer Zentrum zu finden. Das ist das Zentrum der ganzen Existenz.
Buson schrieb:
Ich werde alt -
Süßer Vogel, du verschwindest
In der herbstlichen Dämmerung.
Er sagt damit: »Ich werde alt, so wie ein Vogel in der Herbstdämmerung in der Ferne verschwindet; man sieht ihn bis zu einem bestimmten Punkt, und dann löst er sich im blauen Himmel auf ...« Er sagt damit: »Auch ich werde alt, süßer Vogel, meine herbstliche Dämmerung wird bald kommen. Auch ich werde mich im blauen Himmel der Existenz auflösen.« Das sind die Worte eines Wissenden.
Der Tod ist eine Tür zum Göttlichen, der Tod ist eine Tür zum tiefsten Mysterium der Existenz. Man muss sich einfach nur auflösen. Du bist das einzige Problem, du bist das einzige Hindernis. Lass einfach dieses Problem los, dieses Hindernis, und alles ist nur noch Ekstase und reine Seligkeit.
Und hier noch eine Frage: