Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott
- Автор: Раджниш Бхагван Шри
- Язык: немецкий
- Жанр: Эзотерика
Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
Durch Denken lässt sich nichts entscheiden, weil etwas in einer Situation gut sein kann und in einer anderen schlecht. Manchmal kann Gift Medizin sein, und manchmal ist Medizin Gift – man muss den wechselnden Fluss des Lebens verstehen.
Durch Denken lässt es sich also nicht entscheiden. Man kann es nicht durch logische Schlussfolgerungen entscheiden, sondern nur durch wahlfreies Bewusstsein. Man braucht einen Verstand ohne Gedanken, mit anderen Worten also einen leeren Geist, No-Mind, reine Stille, so dass man die Dinge unmittelbar sehen kann. Und aus dieser Klarheit wird die Wahl von selbst kommen; nicht du bist es, der entscheidet. Du wirst so handeln, wie ein Buddha handelt.
Deine Handlung wird voller Schönheit sein, deine Handlung wird voller Wahrheit sein, deine Handlung wird den Duft des Göttlichen in sich tragen. Du brauchst nicht zu entscheiden.
Ihr aber sucht nach Führung, weil ihr nicht wisst, dass euer innerer Führer in euch selbst verborgen ist. Ihr müsst den inneren Führer finden, und er ist das, was ich als euren Zeugen bezeichne.
Das ist es, was ich als euer Dharma bezeichne, als euren inneren Buddha. Ihr müsst diesen Buddha erwecken, dann wird euer Leben voller Segen sein, voller Seligkeit. Euer Leben wird strahlen voller Güte, voller Göttlichkeit, mehr als ihr euch jemals vorstellen könnt.
Es ist fast wie mit dem Licht. Wenn dein Zimmer dunkel ist, bring einfach Licht hinein. Schon eine kleine Kerze genügt, und die Dunkelheit verschwindet. Und sobald du eine Kerze hast, weißt du, wo die Tür ist. Du musst nicht mehr darüber nachdenken: »Wo ist die Tür?« Nur blinde Menschen denken darüber nach, wo die Tür ist. Menschen, die Augen haben und die Licht haben, brauchen nicht zu denken. Hast du jemals darüber nachgedacht, wo die Tür ist? Du stehst einfach auf und gehst hinaus. Du verschwendest nie auch nur einen einzigen Gedanken daran, wo die Tür ist. Du fängst nicht an, nach der Tür zu suchen und dir den Kopf an der Wand anzuschlagen. Du siehst sie einfach, und dazu braucht es nicht den winzigsten Gedanken. Du gehst einfach hindurch.
Genauso ist es, wenn du dich jenseits des Verstandes befindest.
Wenn es keine Wolken gibt und die Sonne hell am Himmel steht, musst du nicht darüber nachdenken, wo die Sonne ist. Nur wenn die Sonne von Wolken bedeckt ist, musst du darüber nachdenken, wo sie gerade steht.
Euer eigenes inneres Wesen ist von Gedanken, Gefühlen, Emotionen verdeckt, und sie alle sind Produkte des Verstandes.
Entfernt sie einfach, dann wird alles, was ihr tut, gut und richtig sein – nicht weil ihr bestimmte Schriften befolgt, nicht weil ihr bestimmte Gebote befolgt, nicht weil ihr bestimmten spirituellen Führern folgt. Ihr selbst seid der Führer für euer Leben. Und darin besteht die Würde des Menschen – der Führer für sein eigenes Leben zu sein. Das macht den Menschen zum Löwen, das verwandelt ihn von einem Schaf, das immer nach jemandem sucht, der ihm Sicherheit gibt, in einen Löwen.
Doch das ist nicht nur dein Problem, das ist das Problem fast der gesamten Menschheit. Andere haben euch einprogrammiert, was richtig und was falsch ist.
Wenn es also keinen Gott gibt, dann gibt es auch keine heiligen Schriften und keinen Sohn Gottes wie Jesus Christus, der euch errettet, und dann hat der Papst als Vertreter Jesu Christi, der der Sohn Gottes ist, den es nicht gibt, keine Bedeutung! Kann man der Sohn von jemandem sein, der nicht existiert? Der Sohn von jemandem zu sein, der nicht existiert, bedeutet einfach nur, dass man ein Knallkopf ist – und der Papst repräsentiert den Knallkopf Jesus Christus.
Es heißt immer, dass der Papst unfehlbar sei, doch jeder Papst hat anderen Päpsten widersprochen. In diesen zwanzig Jahrhunderten gab es viele Fälle, in denen ein Papst sich auf eine bestimmte Art und Weise verhielt und der nächste dem widersprach und die Regeln änderte. Doch beide können nicht Recht haben.
Beide können nicht unfehlbar sein. Beide können fehlbar sein, aber beide können nicht unfehlbar sein. Einer muss fehlbar sein – doch wenn ein Papst fehlbar ist, wo ist dann die Garantie dafür, dass andere Päpste nicht ebenfalls fehlbar sind?
Und der Papst wird gewählt. Wählt man einen Buddha?
Entscheidet man durch eine Wahl, wer ein Buddha ist? Dann wären eure Politiker Buddhas, und eure Buddhas würden keine Wahl gewinnen, weil eure Buddhas nicht um Stimmen werben. Einem Buddha ist es gleichgültig, ob du ihn für einen Buddha hältst oder nicht. Der Papst wird gewählt. Und es wird euch vielleicht überraschen zu erfahren, dass auch Jesus Christus dreihundert Jahre nach seinem Tod durch eine Konferenz unter Kaiser Konstantin zu einem göttlichen Wesen gemacht wurde. Diese Konferenz ist als das Konzil von Nicäa bekannt. Durch eine Wahl, durch eine Abstimmung wurde entschieden, dass Jesus heilig ist.
Man kann nicht durch eine Abstimmung entscheiden, ob Jesus heilig ist. Man kann nicht durch eine Abstimmung entscheiden, ob Albert Einstein Recht hat oder nicht – durch eine Abstimmung von Leuten, die nichts von Mathematik verstehen, die nichts von Physik verstehen. Menschen, die keine Erfahrung mit dem Heiligen haben, entscheiden für oder gegen Jesus, entscheiden, ob er heilig ist oder nicht. Nach dreihundert Jahren entscheiden Menschen, die Jesus nicht kannten und die keine Vorstellung und keine Erfahrung von Heiligkeit haben, durch eine Abstimmung über seine Heiligkeit!
Es lag natürlich an der Macht Kaiser Konstantins; er zwang die Menschen, für Jesus Christus als Heiligen abzustimmen. Weil sie sich nicht gegen den Kaiser wehren konnten, mussten sie abstimmen. Doch die zweite Frage, über die sie abstimmen sollten, war, dass Jesus in seiner Mission gescheitert war, auch wenn er heilig war und der Messias war.
»Ich bin der wahre Messias«, sagte Konstantin zu der Konferenz, »darum müsst ihr nun für mich stimmen. Ich bin der wahre Messias und ein erfolgreicher Messias.« Er sorgte dafür, dass sich das gesamte Römische Reich zum Christentum bekannte. Das ist der Grund dafür, dass der Vatikan in Italien liegt. Italien war das Zentrum des Römischen Reiches, und unter Konstantin konvertierte das gesamte Römische Reich zum Christentum. Natürlich war er erfolgreicher als Jesus.
Man kann nicht wirklich annehmen, dass Jesus erfolgreich war.
Er wurde gekreuzigt, der arme Kerl, nennt ihr das einen Erfolg?
Kreuzigung? Und auf beiden Seiten hing je ein Verbrecher ... selbst sie lachten ihn aus. Sie wurden ebenfalls gekreuzigt, doch sie hatten wenigstens Verbrechen begangen, keine Frage; sie wussten, dass ihre Bestrafung gerechtfertigt war.
Jesus sagte zu ihnen ... zuerst zu dem einen: »Sorge dich nicht, du wirst mit mir ins Paradies kommen. Ich bin der Sohn Gottes, also werde ich dir helfen, ins Paradies zu kommen.« Dann sagte er dasselbe zu dem anderen, und beide begannen zu lachen. Sie sagten: »Du kannst nicht einmal dich selbst retten! Und du bist kein Verbrecher, das wissen wir. Du hast kein Verbrechen begangen, und doch wirst du gekreuzigt. Du kannst dich selbst nicht retten und versprichst uns, dass du uns retten wirst? «
Doch Konstantin zwang das Konzil von Nicäa, ihn als den wahren Messias anzuerkennen – und ganz sicher war Konstantin erfolgreich; er bekehrte das gesamte Römische Reich zum Christentum.
Jesus hatte nur zwölf Apostel, ungebildete, unkultivierte Zimmerleute und Fischer – kein einziger Rabbi, kein einziger Gelehrter war jemals unter seinen Anhängern. Keine gebildeten, kultivierten Menschen versammelten sich um ihn.
Doch Pontius Pilatus, der Statthalter des Römischen Reichs –
Judäa unterstand damals römischer Herrschaft –, hörte über seine Frau von Jesus. Zufällig fuhr sie vorüber, als Jesus vor einer Menge predigte, also hielt sie ihren Wagen an. Vom Wagen aus hörte sie Jesus, und ihr gefiel, was er sagte. Seine Aussagen waren wunderbar. Sie sagte zu ihrem Mann:
»Dieser Mann hat etwas, eine bestimmte Qualität. Ich habe noch nie jemanden mit solcher Autorität sprechen hören, solch wundervolle Aussagen. Und er ist ungebildet und sehr jung« – er war damals nur dreißig Jahre alt. Mit dreiunddreißig Jahren wurde er gekreuzigt. Pontius Pilatus als Statthalter konnte nicht hingehen und ihm zuhören, aber als Soldat verkleidet konnte er vorbeigehen und von fern unter einem Baum stehen und zuhören, was dieser Mann sagte. Und seine Frau hatte Recht.