Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott
- Автор: Раджниш Бхагван Шри
- Язык: немецкий
- Жанр: Эзотерика
Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
Immer wenn ich eine Ehe sehe, kann ich der Versuchung nicht widerstehen, sie etwas aufzumischen, denn wenn man sie nicht aufmischt, sind die Leute einfach immer nur deprimiert, und dann sind sie ein leichtes Opfer für die Priester.
Diese Frage ist wichtig: » Wodurch wurde der Mensch so leicht zum Opfer der Priester ...?« Durch sein Unglück. Es handelt sich also um ein betrügerisches Spiel. Religion ist ein betrügerisches Spiel. Die Priester zerstören zuerst einmal auf jede nur mögliche Art und Weise euer Glück und zwingen euch, euch gegen die Natur zu verhalten: »Was natürlich ist, ist eine Sünde.« Und sobald ihr dann unglücklich seid, haben die Priester ihre Türen offen, und ihr könnt euch bei ihnen Rat holen.
Der Sohn eines Arztes kam von seiner medizinischen Ausbildung nach Hause und sagte zu seinem Vater:
»Nachdem ich jetzt fertig bin, brauchst du nicht mehr zu arbeiten. Du hast dein ganzes Leben lang hart gearbeitet. Ich werde nun deine Arbeit übernehmen, und du kannst dich ausruhen.«
Drei Tage später sagte er zu seinem Vater: »Diese reiche alte Frau, die du seit fast dreißig Jahren behandelst, habe ich innerhalb von nur drei Tagen geheilt. «
Darauf erwiderte der Vater: »Du Idiot! Diese Frau hat unsere Familie ernährt. Dank dieser Frau hast du eine medizinische Ausbildung bekommen. Dank dieser Frau bekommen deine Brüder eine Ausbildung – und du hast sie geheilt? Glaubst du vielleicht, ich hätte sie nicht heilentet, deine Ausbildung unmöglich zu machen.
Sie hat mir die Hälfte meines Einkommens beschert!«
Arme Leute werden vom Arzt rasch geheilt; bei reichen Leuten lässt er sich dagegen Zeit. Das ist nur natürlich, daran ist nichts Falsches. Reiche können es sich leisten; mit Armen verschwendet man nur unnötig seine Zeit. Und nicht nur seine Zeit. Ein Armer fängt vielleicht irgendwann an, um kostenlose Arzneimittel zu betteln, weil er ja kein Geld hat. Ab er einen reichen Mann muss man sich warm halten. Wenn er die eine Krankheit satt hat, gibt man ihm eine andere. Man muss ihm nur die Idee nahe bringen –
»Ich habe das Gefühl, Sie werden bald einen Herzinfarkt bekommen.« Diese Vorstellung genügt schon, und sein Herz fängt an, heftiger zu schlagen, und mitten in der Nacht wird er aufwachen und seinen Herzschlag überprüfen, ob er noch in Ordnung ist oder ob er schon nachlässt. Man muss ihm nur bestimmte Ideen in den Kopf setzen, dann bleibt er dauerhaft Patient. Man sagt ihm zum Beispieclass="underline" »Sie müssen sich unbedingt jede Woche untersuchen lassen. Ihr Körper ist in einem äußerst fragilen Zustand.«
Ärzte leben ein sehr widersprüchliches Leben. Sie sollen die Menschen heilen, doch was würde mit ihnen passieren, wenn sie alle Menschen heilen würden? Wenn eine Gesellschaft vollkommen gesund wäre und niemand mehr krank würde, würden die Ärzte verhungern und sterben. Sie würden zu Bettlern.
Nur in China, unter dem Einfluss Laotses, wurde zum ersten Mal eine neue Methode eingeführt. Aus seinem großen Mitgefühl heraus ging Laotse eines Tages zum Kaiser und sagte: »Die gesamte medizinische Versorgung ist im Grunde falsch aufgebaut, weil die Ärzte von den Krankheiten der Menschen leben, während sie sie doch eigentlich heilen sollten. Damit befinden sie sich in einer widersprüchlichen Situation.« Der Kaiser fragte: »Was schlägst du vor?«
Laotse erwiderte: »Ich schlage vor, dass die Ärzte vom Kaiser dafür bezahlt werden sollten, dass sie die Menschen gesund erhalten. Wenn die Menschen ihre Gesundheit verlieren, wenn sie krank werden, sollte das Einkommen des Arztes reduziert werden.
Denn dann hat er nicht gut genug für seine Patienten gesorgt. Es sollte also vollkommen anders funktionieren als im Moment: Der Arzt sollte dafür bezahlt werden, die Menschen gesund zu erhalten, und wenn jemand krank wird, wird sein Einkommen reduziert. Das gibt der ganzen medizinischen Versorgung eine vollkommen andere Ausrichtung.«
So haben Erleuchtete den Menschen immer wieder neue Perspektiven gegeben, doch die Menschen haben sie anfangs oft nicht verstanden. Die Menschen konnten nicht verstehen, dass man für seine Gesundheit bezahlen sollte. Man ist gesund – was hat der Arzt damit zu tun? Und der Arzt bekommt weniger, wenn man krank wird? Das ist ein vollkommen richtiger Ansatz, auch wenn er erst einmal seltsam wirkt.
Genauso verhält es sich mit den Priestern. Wenn jeder ohne Schuld wäre ... Das ist der Grund, warum mich alle für einen gefährlichen Menschen halten – weil meine ganze Anstrengung dahin geht, euch von Schuldgefühlen zu befreien, von Sünde, von der ganzen Vorstellung von Moral. Es gibt nur eines, was ich euch vermitteln möchte, und das ist Klarheit jenseits des Verstands. Aus dieser Klarheit her aus könnt ihr dann alles entstehen lassen: eure Liebe, eure Moral, euer Verhalten. Doch das macht Priester vollkommen überflüssig. Das macht Religion en und Kirchen überflüssig, und es macht Gott überflüssig. Wer betet schon noch zu Gott, wenn er glückselig ist? Wer betet schon noch zu Gott, wenn das Leben ein einziger Tanz ist? Wozu?
Wenn du gesund bleiben kannst, wenn du dich gut ernähren kannst ... Wenn du ein langes Leben leben kannst, hundertfünfzig Jahre alt und immer noch jung ... Das ist möglich. Ihr müsst nur mal die Gegebenheiten betrachten. Im Alter von fünfundsiebzig sterben die meisten Menschen. Mit fünfundachtzig sterben schon weniger Menschen. Mit fünfundneunzig sterben nur sehr wenige Menschen. Über hundert stirbt sehr selten jemand. Und über hundertundachtzig sind die Chancen groß, dass man überhaupt nicht mehr stirbt. Das ist einfache Mathematik! Wer hat schon mal von jemandem gehört, der mit über hundertachtzig gestorben wäre?
Dafür gibt es keinen Präzedenzfall.
Wissenschaftler sagen, dass der menschliche Körper das Potential hat, mindestens dreihundert Jahre lang zu leben, wenn alles natürlich verläuft. Es ist das nicht natürliche Leben, das die Menschen nicht nur unglücklich macht, sondern ihr Leben auch von dreihundert Jahren auf fünfundsiebzig verkürzt. Schon mit sechzig Jahren beginnen die Menschen zu denken: »Es ist besser zu sterben, wozu sollte ich noch weiterleben? «
Ein alter Mann heiratete ein junges Mädchen. Er war neun zig, und das Mädchen war erst neunzehn. Seine Söhne – einer war siebzig, der andere sechzig Jahre alt – sagten zu ihm:
»In diesem Alter solltest du nicht mehr heiraten. Wir müssen uns ja schämen. Jeder wird über dich lachen.«
Er antwortete: »Das geht euch nichts an. Ich habe mich in diese Frau verliebt, und ich werde sie heiraten.« Er heiratete sie also, und der Arzt, der den alten Mann betreute, sagte zu ihm: »Sie heiraten
... das ist in Ihrem Alter sehr gefährlich. Es wäre besser, Sie würden noch jemanden zur Miete bei sich aufnehmen.« Damit meinte er, dass er sich einen jungen Mann als Untermieter suchen sollte, der sich um die junge Frau kümmern würde. Doch der alte Mann verstand es falsch.
Neun Monate später traf der Arzt den alten Mann auf dem Markt und fragte ihn: »Wie geht's?« Der alte Mann antwortete:
»Großartig! Meine Frau ist schwanger.«
Der Arzt wollte wissen: »Und haben Sie jemanden zur Miete aufgenommen? «
Daraufhin meinte der alte Mann: »J a, und sie ist auch schwanger! «
Das ist Leben!
Lebt total und lebt natürlich; dann werdet ihr keine Religion brauchen, dann werdet ihr keine Priester brauchen, dann werdet ihr keinen Gott brauchen. Dann wird es niemanden geben, der euch ausbeuten kann, der eure Intelligenz zerstören kann, der euer Leben zerstören kann, der euch krank und unglücklich machen kann.
... Seht ihr jetzt, warum ich gefährlich bin?