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Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott

Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:

Aus dem Englischen übertragen von Renate Schilling Titel der Originalausgabe
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
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Diese Religionen haben Wahnsinn hervorgebracht und nichts anderes. Das ist ihr einziger Beitrag zur Menschheitsentwicklung: Wahnsinn, ein gespaltenes Bewusstsein, gespaltene Persönlichkeiten. Ein Teil, der Verstand – der vollkommen machtlos ist, denn er besitzt keine Macht über den Körper, er kann nichts im Körper verändern –, dieser Verstand wird gemäß einer bestimmt en Ideologie pro grammiert. Und wenn dieser Verstand feststellt, dass der Körper gegen das Programm handelt, fühlt er sich schuldig, ist er unglücklich. Er macht sich Sorgen, dass nach dem Tod eine große Bestrafung auf ihn zukommt und dass das ewige Höllenfeuer seine Strafe sein wird.

Der Körper hat Bedürfnisse, die ganz natürlich sind. Er braucht Nahrung, er braucht Liebe. Liebe ist ebenfalls eine Form von Nahrung. Wenn niemand dich liebt, verkümmerst du und stirbst. Es gibt dazu wissenschaftliche Experimente mit Affen. Bei einem Experiment, das bereits durch Wiederholung bestätigt wurde, wurden junge Affenbabys in ein Labor gebracht, und es wurden ihnen zwei verschiedene Affenmütter zur Verfügung gestellt. Beide Mütter waren künstlich. Eine bestand nur aus Draht und Rohrleitungen, aus denen das Affenbaby Milch trinken konnte.

Aber es konnte das Drahtgestell nicht umarmen, und es konnte beim Trinken aus den Rohren keine Mutterliebe spüren, keine Zuneigung, keine Wärme.

Einem anderen Affenbaby wurde eine etwas andere Version einer künstlichen Mutter gegeben. Das Drahtgestell war mit Wolle und Fell bedeckt. Es war eine künstliche Mutter, nicht echt, aber warm wie eine Mutter. Sie wurde elektrisch erwärmt, so dass das Affenbaby aufgrund der Abdeckung einen warmen Körper spüren konnte. Im Innern enthielt sie Flaschen mit Milch, die ständig warm gehalten wurden. Sie hatte Brüste für das Affenkind, nicht einfach nur Rohrleitungen, sondern fast wie echte Brüste – aus Plastik, aber warm, so dass die Milch warm austrat. Und das Affenbaby konnte diese Mutter umarmen.

Seltsamerweise bewiesen all diese Experimente, dass das Kind, das Wärme bekommt und eine gewisse Vorstellung davon, dass es bei einer Mutter lebt, am Leben bleibt; das andere Kind stirbt. Es stirbt innerhalb von drei Monaten, obwohl es ausreichend ernährt wird, obwohl es versorgt wird. Nur eines fehlt ihm: die warmen Brüste der Mutter. Nur eines fehlt ihm: ein Gefühl von Liebe.

Selbst vorgetäuschte, künstliche Wärme hilft dem Kind zu wachsen.

In den USA wurden die Indianer fast vollständig ausgerottet.

Nur einige wenige blieben übrig, die heute in Reservaten leben und eine Rente bekommen, weil die Amerikaner ihr Land benutzen –

ursprünglich gehörte das ganze Land ihnen. Doch sie sind nur wenige, und daher ist es kein großes Problem. Man hielt es für besser, ihnen eine Rente zu geben, ihnen Geld zu geben, als mit einer Revolte rechnen zu müssen.

Doch Geld ist zerstörerisch, wenn man keine Arbeit hat. Arbeit gibt einem das Gefühl, dass man etwas leistet, dass man etwas wert ist, dass man zum Leben beiträgt, zum Ganzen, dass man die Menschen, die man liebt, versorgen kann. Doch die Indianer bekommen keine Arbeit. Das gibt ihnen das Gefühl, dass sie nicht gebraucht werden. Wenn sie sterben, freut sich die Regierung, freut sich die Nation, denn dadurch lässt sich das Geld für die Rente sparen.

Und was soll ein Mensch mit Geld anfangen, wenn er keine Arbeit hat? Er wird anfangen, Alkohol zu trinken, er wird spielen und wetten, er wird zu Prostituierten gehen. Und im Rausch wird er anfangen zu streiten, und manchmal kommt es auch zu Vergewaltigung und Mord. Und wenn es zu Verbrechen kommt, steckt die amerikanische Regierung sie sofort ins Gefängnis.

Worauf ich hinauswill, ist die seltsame Tatsache, dass fast alle Indianer, die ins Gefängnis kamen, angeblich durch Selbstmord starben. Aber ich kenne die amerikanischen Gefängnisse – ich war in fünf verschiedenen Gefängnissen –, und es gibt dort nichts, womit man Selbstmord begehen könnte. Man darf nicht einmal seine Uhr mit in die Zelle nehmen. Die Zelle ist vollkommen leer, sie enthält nichts. Es wird strengstens dafür gesorgt, dass die Insassen keinen Selbstmord begehen können. Doch ich kann verstehen, wie diese Menschen gestorben sind. Sie wurden entweder ermordet oder sie sind einfach verkümmert. Sie starben an Verkümmerung – ihr Leben war sinnlos geworden. Es war vorher schon sinnlos gewesen, und nun war es noch sinnloser. Und sie waren zu dreißig oder vierzig Jahren oder zu lebenslänglich verurteilt worden. In dieser Zelle zu leben, in der es keine Liebe gibt – auch wenn man Nahrung erhält –, wo niemand sie als menschliches Wesen anerkennt, beraubt sie aller Würde.

Ich habe das Gefühl, dass ein Mensch durchaus an Verkümmerung sterben kann; schließlich gab es nichts, womit sie hätten Selbstmord begehen können. Möglicherweise dachten die Polizisten und Gefängniswärter, dass es sich um Selbstmord handelte. Doch sie begingen keinen Selbstmord. Man zwang diese Menschen in einen Raum, wo sie weder gebraucht noch geliebt, noch respektiert wurden – ohne Stolz. Da verkümmerten sie einfach. Das Leben hatte keinen Sinn mehr für sie, keine Bedeutung

... Warum weiter in dieser Sklaverei leben, in dieser Würdelosigkeit, mit dieser Demütigung?

Die ganze Menschheit ist verkümmert, weil die Religionen sie ständig gelehrt haben, sich gegen die Natur zu verhalten. Und man kann nicht gegen die Natur leben, also wird man notgedrungen zu einer gespaltenen Persönlichkeit. Auf der Vorderseite ist man ein Christ, ein Hindu, ein Mohammedaner, zeigt man den Menschen eine Maske, ein falsches Gesicht. Und auf der Rückseite folgt man der eigenen Natur. Dann beginnt man natürlich im Innern einen Konflikt zu verspüren.

Dieser Konflikt ist die Grundlage dafür, dass die Priester euch ausbeuten können; weil ihr so unglücklich seid, braucht ihr jemanden, der euch raten kann, der euch einen Weg aus dieser Qual zeigen kann.

Also sorgen die Religionen zuerst für Angst, Unglück, Elend, Leid. Und sie machen das, indem sie euren Verstand gegen die Natur programmieren – das ist die einfachste Methode. Wenn man sich gegen die eigene Natur wendet, wird man automatisch unglücklich, leer, überflüssig, verliert man seine ganze Lust am Leben. Dann braucht man natürlich gute Ratschläge, und die Priester haben immer damit geprahlt, dass sie einen Weg aus dem Unglück kennen: Gebet.

»Gott wird für dich sorgen, wenn du nur an ihn glaubst.«

Das ist die ganze Strategie aller Religionen. Zuerst erzeugen sie Unglück, Angst und Schuldgefühle, dann werden die Leute ganz von allein zu ihnen kommen, zu den Priestern, denn alle Priester haben seit Jahrhunderten ihre heiligen Schriften – die eigentlich nicht besonders heilig sind – als ihr Monopol verwaltet.

In Indien zum Beispiel wurden die heiligen Schriften der Hindus erst gedruckt, als die Briten an die Herrschaft kamen. Und die Hindus waren sehr dagegen, sie zu drucken, denn sobald sie gedruckt sind, sind sie für alle verfügbar.

Vorher hatten sie handgeschriebene Schriften gehabt, und bestimmte Familien hatten das Monopol darauf besessen – sie waren vom Vater an den Sohn weitergegeben worden wie ein Erbe

– sie waren ihr Eigentum. Und die Öffentlichkeit durfte niemals wissen, was in diesen heiligen Schriften stand. Also waren sie allein die weisen Männer.

Die Hälfte der Menschheit, nämlich die Frauen, durfte die heiligen Schriften überhaupt nicht lesen. In Indien durfte die Hälfte der Bevölkerung, die Frauen, und zusätzlich ein weiteres Viertel der Bevölkerung, die Unberührbaren, nicht einmal einen Tempel betreten oder einem Brahmanen zuhören, wenn er Mantren aus den Veden rezitierte. Darauf stand die Todesstrafe.

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