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Die Tribute Von Panem. Flammender Zorn

Электронная книга - «Die Tribute Von Panem. Flammender Zorn». Краткое содержание книги:

Möge das Gute siegen! Möge die Liebe siegen! Das grandiose Finale! Katniss gegen das Kapitol! Schwer verletzt wurde Katniss von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Doch ihre einzige Sorge gilt Peeta, der dem Kapitol in die Hände gefallen ist. Die Regierung setzt alle daran, seinen Willen zu brechen, um ihn als Waffe gegen die Rebellen einsetzen zu können. Gale hingegen kämpft weiterhin an der Seite der Aufständischen, und das, zu Katniss' Schrecken, ohne Rücksicht auf Verluste. Als sie merkt, dass auch die Rebellen versuchen, sie für ihre Ziele zu missbrauchen, wird ihr klar, dass sie alle nur Figuren in einem perfiden Spiel sind. Es scheint ihr fast unmöglich, die zu schützen, die sie liebt.
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Schon wieder so eine Andeutung. Dass im Zug mehr passiert sei. Das, was wirklich passiert ist - in diesen Nächten, in denen ich nur deshalb nicht durchgedreht bin, weil er mich in den Armen hielt -, zählt nicht mehr. Alles ist Lüge, als hätte ich ihn nur ausgenutzt.

Peeta macht eine kleine Geste mit dem Löffel zu Gale und mir. »Seid ihr beide jetzt offiziell ein Paar oder reiten sie immer noch auf der Geschichte von dem tragischen Liebespaar herum?«

»Letzteres«, sagt Johanna.

Peetas Hände zucken so, dass er sie zu Fäusten ballen und dann auf groteske Weise spreizen muss. Würde er mir jetzt am liebsten an die Gurgel gehen? Ich spüre, wie Gale neben mir die Muskeln anspannt, und fürchte eine Auseinandersetzung. Doch Gale sagt: »Ich würde es nicht glauben, hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen.«

»Was?«, fragt Peeta.

»Dich«, sagt Gale.

»Das musst du genauer erklären«, sagt Peeta. »Was ist mit mir?«

»Dass sie dich gegen eine böse Mutation deiner selbst ausgetauscht haben«, sagt Johanna.

Gale trinkt seine Milch aus. »Bist du fertig?«, fragt er mich. Ich stehe auf und wir bringen unsere Tabletts weg. An der Tür hält mich ein alter Mann auf, weil ich das Brot immer noch fest in der Hand halte. Irgendetwas an meinem Gesichtsausdruck, vielleicht auch die Tatsache, dass ich keine Anstalten mache, es zu verbergen, lässt ihn nachsichtig sein. Ich darf mir das Brot in den Mund stopfen und weitergehen. Erst als wir schon fast bei unserer Wohneinheit angekommen sind, sagt Gale wieder etwas. »Damit hatte ich nicht gerechnet.«

»Ich hab dir doch gesagt, dass er mich hasst«, sage ich.

»Aber die Art, wie er dich hasst. Die ist mir so vertraut. So ging es mir auch immer«, gesteht er. »Wenn ich auf dem Bildschirm gesehen hab, wie du ihn küsst. Allerdings war mir immer bewusst, dass ich ein bisschen ungerecht war. Das sieht er nicht.«

Jetzt sind wir an meiner Tür. »Vielleicht sieht er mich einfach so, wie ich wirklich bin. Ich muss jetzt schlafen.«

Bevor ich verschwinden kann, hält Gale mich am Arm fest. »Das denkst du also?« Ich zucke die Schultern. »Katniss, glaub mir als deinem ältesten Freund: Er sieht dich nicht so, wie du wirklich bist.« Er gibt mir einen Kuss auf die Wange und geht.

Ich setze mich aufs Bett und versuche, mir Stoff aus dem Buch über Kriegstaktiken reinzupauken, doch immer wieder durchkreuzen Erinnerungen an die Nächte mit Peeta im Zug meine Gedanken. Nach etwa zwanzig Minuten kommt Johanna herein und wirft sich auf das Fußende meines Betts. »Du hast das Beste verpasst. Delly ist ausgeflippt, weil Peeta dich so mies behandelt hat. Ihre Stimme wurde ganz piepsig. Es war, als würde jemand eine Maus immer wieder mit der Gabel piksen. Der ganze Speisesaal war hin und weg.«

»Und Peeta?«, frage ich.

»Der hat mit sich selbst geredet, als wäre er zwei Personen. Die Wärter mussten ihn wegbringen. Das Gute daran war, dass keiner mitgekriegt hat, wie ich seinen Eintopf aufgegessen hab.« Johanna reibt sich den vollen Bauch. Ich schaue auf ihre schwarzen Fingernägel und frage mich, ob sich die Leute in Distrikt 7 je richtig waschen.

Wir verbringen einige Stunden damit, uns gegenseitig militärische Fachausdrücke abzuhören. Dann gehe ich für eine Weile zu meiner Mutter und Prim hinüber. Als ich wieder in meiner Einheit bin, geduscht habe und in die Dunkelheit starre, frage ich schließlich: »Johanna, hast du wirklich gehört, wie er geschrien hat?«

»Das gehörte dazu«, sagt sie. »Wie die Schnattertölpel in der Arena. Nur dass es echt war. Und es hat nicht nach einer Stunde aufgehört. Tick, tack.«

»Tick, tack«, flüstere ich zurück.

Rosen. Wolfsmutationen. Tribute. Zuckergussdelfine. Freunde. Spotttölpel. Stylisten. Ich.

Heute Nacht schreit alles in meinen Träumen.

18

Mit aller Macht stürze ich mich ins Training. Ich sauge alles auf - Konditionstraining, Exerzieren, Waffenübungen, Vorträge über Taktik. Ich werde mit einer Handvoll Leute in eine eigene Gruppe eingeteilt, und das gibt mir Hoffnung, dass ich eine Kandidatin für den Kampfeinsatz bin. Die Soldaten nennen diese Gruppe den Block, aber in meinen Arm sind die Buchstaben S. N. tätowiert, das steht für »Simulierter Nahkampf«. Mitten in Distrikt 13 wurde ein künstlicher Häuserblock des Kapitols nachgebaut. Der Ausbilder teilt uns in Gruppen zu acht Personen ein, und wir versuchen Aufträge auszuführen - eine Stellung erobern, ein Zielobjekt zerstören, einen Unterschlupf suchen -, als müssten wir uns wirklich durchs Kapitol kämpfen. Das Ganze ist so aufgebaut, dass alles schiefgeht, was nur schiefgehen kann. Ein falscher Schritt löst eine Landmine aus, ein Scharfschütze taucht auf einem Dach auf, das Gewehr klemmt, das Weinen eines Kindes lockt uns in einen Hinterhalt, der Staffelführer - bei dieser Übung nur eine Stimme - wird von einem Minenwerfer getroffen, und wir müssen uns überlegen, was wir ohne Befehle machen. Wir wissen natürlich, dass wir nur so tun, als ob, und dass wir nicht wirklich getötet werden können. Wenn man eine Landmine auslöst, hört man die Explosion und dann muss man umfallen und sich tot stellen. Aber es fühlt sich doch ziemlich echt an - die feindlichen Soldaten in der Uniform der Friedenswächter, das Durcheinander nach einer Rauchbombe. Selbst mit Giftgas greifen sie uns an. Johanna und ich schaffen es als Einzige, rechtzeitig die Masken aufzusetzen. Der Rest unserer Gruppe ist zehn Minuten lang ohnmächtig. Und das angeblich harmlose Gas, von dem ich ein paar Züge eingeatmet habe, beschert mir für den Rest des Tages hartnäckige Kopfschmerzen.

Cressida und ihr Team filmen Johanna und mich auf dem Schießplatz. Auch Gale und Finnick werden gefilmt. Das gehört zu einer neuen Serie von Propos, in der gezeigt wird, wie die Rebellen sich auf den Einmarsch ins Kapitol vorbereiten. Im Großen und Ganzen läuft alles recht gut.

Da taucht Peeta plötzlich bei unserem morgendlichen Training auf. Die Handschellen sind ab, aber noch immer wird er auf Schritt und Tritt von zwei Wärtern begleitet. Nach dem Mittagessen sehe ich ihn weiter hinten auf dem Platz, wie er mit einer Gruppe von Anfängern exerziert. Ich weiß nicht, was die sich denken. Wenn ein Streit mit Delly schon dazu führt, dass er mit sich selbst redet - wieso bringen die ihm dann bei, wie man ein Gewehr zusammensetzt?

Als ich Plutarch darauf anspreche, versichert er mir, das sei nur für die Kamera. Sie haben Bildmaterial von Annies Hochzeit und von Johanna, wie sie mit dem Gewehr auf Ziele schießt, aber ganz Panem fragt sich, was mit Peeta ist. Sie sollen sehen, dass er für die Rebellen kämpft, nicht für Snow. Und wenn sie vielleicht ein paar Aufnahmen von uns beiden bekommen könnten … Wir müssen uns ja nicht unbedingt küssen, aber man sollte uns ansehen, dass wir froh sind, gemeinsam wieder da zu sein …

In diesem Moment breche ich das Gespräch ab. Dazu wird es nicht kommen.

Wenn ich einmal Leerlauf habe, was selten vorkommt, beobachte ich gespannt die Vorbereitungen für den Einmarsch. Ausrüstungen und Proviant werden vorbereitet und Divisionen zusammengestellt. Alle, die für einen Auftrag eingeteilt werden, bekommen einen ganz kurzen Haarschnitt verpasst, das Zeichen, dass man in die Schlacht zieht. Es wird viel über die Eröffnungsoffensive gesprochen, die darauf abzielt, die Eisenbahntunnel hinauf ins Kapitol zu sichern.

Nur wenige Tage bevor die ersten Truppen ausrücken sollen, teilt York Johanna und mir überraschend mit, dass sie uns für die Prüfung empfohlen hat und dass wir uns sofort melden sollen. Die Prüfung besteht aus vier Teilen: einem Hindernisparcours zum Feststellen der Kondition, einem schriftlichen Test über Taktik, einem Test in Waffenbeherrschung und einer simulierten Kampfsituation im Block. Bei Teil eins bis drei habe ich nicht mal Zeit, nervös zu werden, und bestehe alles gut. Im Block gibt es dann so etwas wie einen Rückstau, weil erst ein technischer Defekt behoben werden muss. Wir tauschen Informationen aus. Es scheint so zu sein, dass man allein hindurch muss. Keiner weiß, was uns erwartet. Ein Junge sagt leise, er habe gehört, die Prüfung ziele auf die persönlichen Schwächen jedes Einzelnen ab.

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Главный герой
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