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Entscheidung in der Sechseck-Welt [Quest for the Well of Souls - de]

Электронная книга - «Entscheidung in der Sechseck-Welt [Quest for the Well of Souls - de]». Краткое содержание книги:

Elf bittere Jahre lang war Mavra Chang eine Gefangene der Sechseck-Welt, wo Hunderte verschiedener und unvorstellbarer Rassen existierten, jede in ihrer eigenen, unvorstellbaren Umwelt. Ihre einst menschlichen Begleiter waren längst in fremde Wesen verwandelt. Und auch Mavras Körper war eine monströse, sinnlose Travestie ihrer einstigen Schönheit! Über ihr kreiste Obie, der Planetoid des Supercomputers, der ihr Körper und Willenskraft zurückgeben konnte. Doch das Raumschiff, das allein ihr die Rückkehr zu Obie ermöglicht, scheint für sie unerreichbar.
Dennoch ist Mavra noch nicht bereit, sich dem Schicksal zu ergeben …
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Die Kristallform des Ghiskind prallte mit ihnen zusammen und trennte sie voneinander.

Vistaru, die in der Luft herumflog, wagte nicht einzugreifen, aus Angst, einen Freund zu treffen. Sie schaute sich um und schrie:»Wo ist der verdammte Torshind?«

Wooly brüllte etwas, und Yulin hetzte zur Tür hinaus. Spuckend und die Vordertentakel als Peitschen benutzend, zog sich die Yaxa ebenfalls hinter die Tür zurück, die krachend herunterpolterte.

Vistaru schaute sich entsetzt um. Beide Dillianer waren bewußtlos oder tot, Burodir lag starr am Boden, Renard war ohnmächtig und mit klebrigem Yaxa-Stoff bedeckt.

Sie sah die beiden noch Kampffähigen an.

»Nichts als los auf sie, bevor sie es noch einmal versuchen!«schrie sie.

»Genau!«brüllte Trelig und hieb eine neue Energiekapsel in seine Pistole.

»Los!«

»Laßt mich zuerst hinaus«, sagte der Ghiskind. »Ich bin nicht so leicht zu töten.«

Es gab keinen Widerspruch, und er glitt hinaus, Sekunden später folgten die beiden anderen, als sie nichts hörten.

Der Korridor war verlassen, aber eine dünne Spur hellgrünen Blutes führte zum anderen Raum. Offenbar war die Yaxa verletzt worden.

»Vorsicht«, sagte der Ghiskind. »Wir dürfen ihnen nicht in die Hände spielen. Wir sind jetzt drei gegen drei. Wenn wir einfach hineinstürmen, löschen sie uns aus. Überlegen wir.«

* * *

Obwohl Mavra und Joshi den Plan kannten, vermochten sie so oder so nichts zu tun. Das war nicht ihr Kampf; sie wollten nur eines — ihn überleben.

Als Wooly und Yulin wieder hereingestürzt kamen, wußten die beiden, daß der Plan nur teilweise Erfolg gehabt hatte; Woolys Tentakel wiesen Schnittwunden auf, die sie behinderten, und Yulin hatte am Rücken dicke, rote Schwielen. Der Torshind glitt herein und schlüpfte wieder in seinen Kristallpanzer.

»Macht euch bereit«, sagte der Yugash. »Die Überlebenden werden kommen, sobald sie können. Es wird Stunden dauern, bis sie auf jemanden von den anderen rechnen können, und so lange warten sie nicht.«

Woolys Totenkopf nickte.

»An ihrer Stelle würde ich schon durch die Tür hier kommen. Seht eure Waffen nach und macht euch fertig. Yulin, drehen Sie das Licht herunter, damit der Ghiskind nicht unser Beispiel nachmacht. Mavra und Joshi, bleibt hinten.«

Sie warteten angespannt auf den Gegenangriff, und er ließ auch nicht lange auf sich warten.

Die Tür ging langsam auf, und sie richteten alle ihre Waffen darauf, um zu feuern, sobald das Wesen sichtbar wurde.

Es war der Ptir des Ghiskind gegen den sie nur ihre Energiepistolen einsetzen konnten, aber sie schossen trotzdem.

Das entsprach genau den Vorstellungen des Ghiskind.

Die Schüsse entzündeten eine Reihe von Rauch- und Sprenggranaten an dem Wesen; sie explodierten mit ohrenbetäubendem Knall, so daß die Tür fast aus den Scharnieren gerissen wurde und alles in dichtem, ätzendem, gelbem Rauch verschwand.

Alle waren blind, und Yulin begann zu husten. Dann traf ihn etwas Hartes an Nacken und Hals, warf ihn nieder und raubte ihm halb das Bewußtsein. Seine Pistole schlitterte in den Rauch.

Der Ghiskind, dessen Panzer durch die Explosionen zerrissen worden war, schwebte durch den Raum auf die beiden Pferdewesen zu, die hilflos an der Wand kauerten, schlüpfte in das erstbeste hinein und übernahm es. Mavra, plötzlich lebendig, stürmte auf die Kristallschale des Torshind zu und riß sie nieder. Das Pferd bäumte sich auf und hieb mit den Vorderhufen auf die zerbrechliche Kristallform ein, die zersplitterte.

Der Nebel begann sich zu lichten, so daß Trelig und Vistaru, die ihre Atemgeräte trugen, eingreifen konnten.

Der Torshind gab seinen Körper auf und schlüpfte in den nächstbesten — in Wooly. Die Yaxa war überrascht, aber der Torshind kannte das Yaxa-System gut und war fast augenblicklich fähig, die volle Kontrolle zu übernehmen. Er fuhr herum und spie die bräunliche Substanz auf Trelig.

Das Material warf den Frosch nicht nieder, wie das bei dem Agitar der Fall gewesen war, aber für kurze Zeit war er blind. Wooly wandte sich dem Pferd zu, das Torshinds Panzer ganz zertrat, und hob die Pistole.

Joshi, noch völlig entgeistert, weil Mavra sich in den Kampf gestürzt hatte, bemerkte die Bedrohung als einziger. Ohne zu überlegen, sprang er hoch und warf sich zwischen die Yaxa und Mavra, die sich gerade umdrehte.

Die Pistole wurde mit voller Ladung abgefeuert und hüllte Joshi in ein blendendes elektrisches Licht ein, das wie ein Fotonegativ flackerte und dann erlosch.

Als Mavra das sah, explodierte etwas in ihr, und der Ghiskind wurde mit unerwarteter Gewalt hinausgestoßen.

»Joshi!«kreischte sie auf und stürzte auf die Yaxa zu.

Der Ghiskind verlor die Orientierung und schwebte über ihr dahin, als sei er an ihr festgenagelt. Vistaru, die aus dem Rauch geflogen kam, sah, was geschehen war, und stürzte sich auf die Yaxa hinab.

In diesem Augenblick erhob sich Ben Yulin schwankend und sah eine rasche Bewegung. Er packte eine Satteltasche und schleuderte sie auf Vistaru, die zu Boden gerissen wurde und unter der Tasche liegenblieb.

Sie hob den Kopf und sah Mavras Pferdekörper auf die Yaxa zufliegen, die ihre Pistole hob.

»Kally! Um Gottes willen, wehr dich! Setz dich durch! Mein Gott, Kally! Sie ist unsere Enkelin!« kreischte die Lata.

Ein Tentakel versuchte den Abzug zu betätigen, aber es ging nicht. Der Yaxa-Körper wand sich, und Mavra Tschang prallte gegen ihn, riß ihn um und landete auf dem Falter-Wesen.

Inzwischen sah Trelig zu, wie Yulin seine Pistole aufhob, und sprang auf den Minotaurus zu. Yulin fuhr herum, sah den Frosch, duckte sich blitzschnell — und der Makiem flog über ihn hinweg.

Wie ein Schwimmer warf Trelig sich mitten in der Luft herum, seine kräftigen Füße mit den Schwimmhäuten prallten an die Wand und schnellten ihn wieder nach vorn. Er landete auf dem Boden, überschlug sich und richtete die Pistole auf Yulin.

Und Yulins Pistole war auf Trelig gerichtet.

Der Ghiskind, über Mavra, erholte sich von dem geistigen Schlag, den er abbekommen hatte. Weder er noch irgendein anderer Yugash hatten je einen Geist von solcher Stärke erlebt.

Inzwischen löste Mavra sich von der zuckenden Yaxa, um nicht zerquetscht zu werden. In dem schimmernden, gelbschwarzen Schädel ging offenbar ein Kampf auf Leben und Tod vor sich.

Trelig und Yulin starrten einander an.

»Patt«, sagte Trelig glucksend. »Wie wäre es mit einem Waffenstillstand, Ben? Wir sind alte Freunde. Warten wir ab, was bei der Sache herauskommt. Sie und ich, auf Neu-Pompeii wieder zusammen!«

Yulins große, braune Augen glänzten, seine Miene wurde weich. Die Pistole senkte sich ein wenig.

»Okay, Antor. Aber diesmal als Partner. Ja?«

Trelig hielt eines seiner Augen auf Yulin gerichtet, während das andere das am Boden ablaufende Drama verfolgte.

Und es war jetzt klar, wer gewann.

Langsam und schwankend löste sich der Torshind aus dem Yaxa-Körper; Wooly sank zusammen und erschlaffte.

Der Ghiskind stürzte sich sofort auf die geisterhaft leuchtende rote Form. Als die beiden zusammenprallten, wurden ihre Umrisse zu einem verschwommenen, stumpfroten Energiebündel, einer Kugel matten Feuers, die zwei Meter über dem Boden schwebte.

Währenddessen konnte Vistaru die schwere Satteltasche von sich wälzen und stand wankend auf. Sie schaute sich um, sah Yulin und Trelig keine drei Meter voneinander entfernt im gelblichen Dunst stehen.

Mavra lag verkrümmt am Boden, atmete aber noch. Große, dicke Tränen rannen aus den Pferdeaugen.

Der Kampf zwischen den beiden Yugash hatte an Heftigkeit zugenommen. Die Energiekugel wurde dichter, kompakter und leuchtender. Dann gab es nur noch eine einzige, glühende, rote Kugel, fast zu grell für die Augen. Sie hatte die Größe einer Grapefruit.

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