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Entscheidung in der Sechseck-Welt [Quest for the Well of Souls - de]

Электронная книга - «Entscheidung in der Sechseck-Welt [Quest for the Well of Souls - de]». Краткое содержание книги:

Elf bittere Jahre lang war Mavra Chang eine Gefangene der Sechseck-Welt, wo Hunderte verschiedener und unvorstellbarer Rassen existierten, jede in ihrer eigenen, unvorstellbaren Umwelt. Ihre einst menschlichen Begleiter waren längst in fremde Wesen verwandelt. Und auch Mavras Körper war eine monströse, sinnlose Travestie ihrer einstigen Schönheit! Über ihr kreiste Obie, der Planetoid des Supercomputers, der ihr Körper und Willenskraft zurückgeben konnte. Doch das Raumschiff, das allein ihr die Rückkehr zu Obie ermöglicht, scheint für sie unerreichbar.
Dennoch ist Mavra noch nicht bereit, sich dem Schicksal zu ergeben …
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»Mir ging es genauso«, sagte Mavra, wütend nicht nur über ihr Versagen, sondern auch darüber, daß sie in den Kampf nicht hatte eingreifen können. »Es war, als legte sich plötzlich ein bleiernes Gewicht auf mich.«

Der Torshind sagte:»Ich glaube, es trifft hier niemanden eine Schuld. Es ist durchaus möglich, daß die Pugeesh das bewirkt haben, um uns zu überrumpeln. Ich habe gehört, daß es anderswo solche Dinge gibt.«

»Ach, verdammt!«zischte Mavra. »Doch nicht noch ein magisches Hex!«

»Nennen Sie es, wie Sie wollen«, erwiderte der Torshind. »Ich glaube, wir sollten von jetzt an doppelt wachsam sein. Wie viele Zylinder haben wir noch? Ich glaube, daß man sie nur mit Napalm aufhalten kann. Sie scheinen auf Silikon aufgebaut zu sein.«

Yulin suchte murrend im Munitionssack.

»Nein. Das ist nicht so gut. Mehr als zwei solcher Gefechte können wir damit nicht durchstehen.«

»Dann versuchen wir es mit Diplomatie«, sagte der Torshind. »Was haben wir zu verlieren? Schalten Sie mein Funkgerät auf Außenübertragung.«

Yulin war noch immer zu aufgeregt. Wooly tat, was der Torshind verlangt hatte.

Der Yugash bewegte sich an den Rand des Lagers.

»Pugeesh!«rief er, und seine Stimme dröhnte in die Nacht hinaus. »Pugeesh! Wir sollten miteinander sprechen! Wir sind müde Reisende, nichts sonst. Wir bedrohen Sie nicht! Wir wollen nur Ihr Land durchqueren! Niemand sonst braucht zugrunde zu gehen, auf keiner Seite! Wir bitten um die Erlaubnis, weiterziehen zu dürfen!«

Sie warteten. Es kam keine Antwort, aber auch weitere Angriffe blieben aus. Sie verbrachten den Rest der Nacht ruhelos, während die Feuer langsam niederbrannten und schwarzer Rauch in den Nachthimmel stieg.

* * *

Etwa vierzig Kilometer hinter ihnen trug die andere Gruppe einen ähnlichen Kampf mit anderen Waffen aus.

Trelig und Burodir kauerten hinter Felsen und feuerten mit Leuchtspurmunition auf die Angreifer. Sie erzielte Wirkung, aber nicht genug; die Pugeesh waren zwar riesenhaft, bestanden aber aus wenig Substanz. Eine Flammenwand war viel wirksamer als Projektile.

Die Dillianer, die sich bewußt waren, welch große Zielscheiben sie darstellten, fanden Handgranaten viel erfolgreicher. Die Splitter der explodierenden Granaten richteten weit mehr Schaden an.

Eines der Spindelwesen griff an, und eine große Klaue wollte Renard packen. Der Anzug des Agitar stammte von einem Neuzugang seiner Rasse; an verschiedenen Kontaktpunkten ließ er die elektrische Entladung zu, deren alle männlichen Agitar fähig waren. Die Klaue ergriff ihn, und er hob den Arm und ließ die Ladung hineinzucken.

Es zischte und knisterte, und der Pugeesh schrumpfte zu einer unglaublich kleinen, brennenden Kugel zusammen. Die anderen Pugeesh zögerten, dann traten sie den Rückzug an.

Der Zugriff hatte den Anzug nicht beschädigt, aber er war sehr schmerzhaft gewesen. Renard hoffte, daß seine Schulter nur geprellt, nicht gebrochen war.

»Na, wenigstens sind sie nicht wild auf den Tod!«rief Trelig.

»Vielleicht ist das gut für uns«, meinte der Ghiskind. »Achtet darauf, daß der Ptir nicht verschwindet«, sagte er, dann zog er sich aus dem Körper zurück, und der rote Mantel schwebte in die Dunkelheit, hinter den noch anwesenden, aber zögernden Pugeesh her.

Die Wesen sahen den Yugash herankommen und schleuderten Steine, die harmlos hindurchflogen. Einer ergriff einen spitzen Speer und durchstieß den Yugash, ebenfalls ohne Wirkung.

Die geisterhafte Erscheinung erreichte den Körper des Speerträgers und verschmolz damit. Der Pugeesh drehte sich herum, wand sich und griff urplötzlich seine Genossen in der Dunkelheit an.

Entsetzt stießen sie schrille Schreie aus.

Die Besitzergreifung war jedoch von kurzer Dauer; zu entsetzt, um etwas unternehmen zu können, fiel der arme Pugeesh einfach tot um.

Der Ghiskind schlüpfte heraus, zufrieden mit seiner Demonstration, und näherte sich einem anderen Pugeesh. Sie wichen angstvoll zurück.

Verärgert darüber, in diesem Augenblick nicht mit ihnen sprechen zu können, trat der Yugash den Rückzug an und kehrte in den Ptir zurück.

»Ich habe den Wilden gerade einen Beweis für meine Kräfte geliefert«, sagte er. »Vielleicht kann ich jetzt mit ihnen reden.«

Der Ptir huschte auf sie zu, und diesmal empfingen sie ihn nicht feindselig. Sie hatten die Verwandlung beobachtet.

Der Ghiskind hielt an und sagte über sein Funkgerät:»Pugeesh! Hört zu! Wir werden euer Land durchqueren. Wir tun euch nichts, wenn ihr uns nicht wieder angreift. Tut ihr das noch einmal, werdet nicht nur ihr darunter leiden, sondern eure ganze Welt auf Generationen, das verspreche ich euch. Ihr sollt weder unsere Körper noch unseren Geist berühren, und wir werden es genauso halten, darauf könnt ihr euch verlassen. Seid ihr damit einverstanden?«

Eine Weile rührte sich nichts, dann gab es Gemurmel. Der Yugash erhielt keine konkrete Antwort, aber bald danach hörte man die Geräusche vieler Wesen, die sich entfernten. Wie sich zeigte, blieben nur zwei oder drei als Beobachter in der Nähe.

Der Yugash kehrte zu den anderen zurück.

»Ich glaube nicht, daß sie uns noch einmal belästigen. Wenn sie es dennoch tun, müssen wir einen Knalleffekt inszenieren.«

»Vielleicht haben sie bei der Yaxa-Gruppe vor uns mehr Glück gehabt«, sagte Trelig hoffnungsvoll.

Vistaru, während des Kampfes völlig hilflos, weil sie zu klein war, um eine Waffe zu bedienen, und ihr Anzug sie am Fliegen ebenso hinderte wie am Gebrauch ihres Stachels, seufzte.

»Arme Mavra!«sagte sie nur.

Keiner von ihnen konnte noch einmal schlafen, und beim ersten Licht setzten sie ihre Reise fort.

Zwei Stunden später erreichten sie das Lager der anderen Gruppe, sahen die Spuren der Auseinandersetzung, und Vistaru registrierte erleichtert, daß keine Leichen herumlagen, die nicht von den Pugeesh stammten.

»Zu schade«, sagte Antor Trelig. »Sie scheinen immer noch vor uns zu sein.«

Wohafa

Ob es auf das Versprechen, die Kämpfe, die Drohung oder andere Faktoren zurückzuführen war, die Pugeesh griffen nicht mehr an. Beide Gruppen hatten das Gefühl, beobachtet zu werden, aber als die Zeit verging und sich nichts mehr tat, fühlten sie sich weniger bedroht.

Wohafa bot einen unheimlichen Anblick. Eine düstere, kupferfarbene Landschaft unter einem dunkelroten Himmel, an dem wasserfreie, weiße Wölkchen dahinzogen. Es blitzte so häufig, daß das Land wie von einem Stroboskop beleuchtet zu sein schien, wo alles sich ruckartig und in Zeitlupe bewegte.

Die Wohafa selbst waren sonderbare Wesen, Kugeln aus strahlend gelbem Licht, aus denen Hunderte blitzartiger Arme zuckten. Eine Kreuzung zwischen Wesen aus Materie und solchen aus Energie, manipulierten sie Objekte mit Energiearmen, schienen aber Masse und Gewicht zu besitzen.

Als hoch-technologisches Hex besaß Wohafa eine große Menge von Maschinen und künstlichen Gegenständen, aber zumeist spiegelten auch diese die Zweideutigkeit ihrer Hersteller wider und sahen aus wie unregelmäßige Klumpen, die ohne erkennbare Energiequelle und zu keinem erkennbaren Zweck funktionierten.

Sie stellten fest, daß das Bauen in Wohafa durch Materie-in-Energie-in-Materie-Umwandlung erfolgte, als sie sahen, wie Felsen, an denen Wohafa sich betätigten, sich auflösten und in neuen und offenbar geplanten Formen wiedererstanden.

Die Wohafa waren neutral, und das half ihnen beträchtlich. Da sie enge Beziehungen zu den Bezog und einer Reihe anderer hoch-technischer Hexagons im Norden unterhielten, standen sie fast täglich mit dem Süden in Verbindung und stellten das, was Kunden wünschten, aus dem Gestein her, dessen Atomstruktur sie veränderten.

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