Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Entscheidung in der Sechseck-Welt [Quest for the Well of Souls - de]
Entscheidung in der Sechseck-Welt [Quest for the Well of Souls - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Entscheidung in der Sechseck-Welt [Quest for the Well of Souls - de]

Электронная книга - «Entscheidung in der Sechseck-Welt [Quest for the Well of Souls - de]». Краткое содержание книги:

Elf bittere Jahre lang war Mavra Chang eine Gefangene der Sechseck-Welt, wo Hunderte verschiedener und unvorstellbarer Rassen existierten, jede in ihrer eigenen, unvorstellbaren Umwelt. Ihre einst menschlichen Begleiter waren längst in fremde Wesen verwandelt. Und auch Mavras Körper war eine monströse, sinnlose Travestie ihrer einstigen Schönheit! Über ihr kreiste Obie, der Planetoid des Supercomputers, der ihr Körper und Willenskraft zurückgeben konnte. Doch das Raumschiff, das allein ihr die Rückkehr zu Obie ermöglicht, scheint für sie unerreichbar.
Dennoch ist Mavra noch nicht bereit, sich dem Schicksal zu ergeben …
1 ... 38 39 40 41 42 43 44 45 46 ... 68
Перейти на страницу:

Sie waren von pragmatischer Einstellung. Sie verstanden, was der seltsame Silbermond am südlichen Horizont zu bedeuten hatte, und erkannten die damit verbundenen Gefahren, so daß sie bereit waren, andere dorthin gelangen und die Drohung beseitigen zu lassen — zu welchem Zweck auch immer. Um sich rückzuversichern, unterstützten die Wohafa beide Seiten.

Die Wohafa erzeugten große Plattformen auf einem seltsamen, blauweiß glühenden Energiefeld und transportierten zuerst die Yaxa- und dann die Ortega-Gruppe durch das Hex, wobei sie den Zeitabstand zwischen den beiden Expeditionen sorgfältig einhielten. Die etwa sechshundert Kilometer, die dabei zurückgelegt werden mußten, ließen sich auf diese Weise in nicht einmal einem Tag bewältigen.

Uborsk, ein halb-technisches Hex, war eine größere Herausforderung, aber es grenzte an Wohafa und Bozog und hing teilweise von deren Lieferungen ab. Es konnte sich nicht leisten, mit den Nachbarn zusammenzustoßen, ohne schwere Belastungen hervorzurufen, unter denen es selbst am meisten zu leiden gehabt hätte.

Die Uborsk waren gigantische Gallertklumpen, mit einem Umfang von etwa vier Metern, die in einem Meer von weichem, körnigem Material lebten, das in der Sonne funkelte. Es war klar, daß die Zivilisation der Uborsk dem Blick der Besucher aus dem Süden völlig verborgen war.

Aus den durchscheinenden Klumpen konnten jedoch Tentakel, Arme, alles, was sie brauchten, hervordringen. Um den Handel zwischen Bozog und Wohafa zu erleichtern, hatten die Uborsk den Bau eines leistungsfähigen Eisenbahndammes zwischen den beiden hoch-technischen Hexagons an der Grenze von Slublika zugelassen. Die Züge waren nahezu endlose Reihen von flachen Güterwagen, angetrieben durch Verbrennungsmotoren, in regelmäßigen Abständen auf den fast vierhundert Kilometer langen Schienen, wie bei einem Endlos-Förderband. Für die Genehmigung und Wartung der Anlage erhielten die Uborsk Rohstoffe von den Wohafa und Fertiggüter von den Bozog, die sie selbst nicht produzieren konnten. Es war ein vernünftiger Kompromiß, der die Leute aus dem Süden überraschte; Interhex-Zusammenarbeit langfristiger Art war im Süden selten und im Norden um so bemerkenswerter, als die drei beteiligten Hexagons von so verschiedener Art waren, daß man sich selbst mit Schutzanzügen längere Zeit nur unter Schwierigkeiten im jeweils anderen aufhalten konnte.

Die mit den Transportsystemen verbundene Politik erwies sich für die beiden Gruppen jedoch als ein wenig ärgerlich; als die zweite Gruppe nach Wohafa kam, war ein Abstand von fünfviertel Stunden festgelegt worden, und dabei blieb man. Die Nachzügler durften nicht aufschließen, und die erste Gruppe konnte nichts vorbereiten, um ihre Konkurrenten auszuschalten.

So fuhr die führende Gruppe unter Wooly und Ben Yulin viel früher, als sie erwartet hatte, in einen surrealistisch anmutenden Bahnhof in Bozog ein.

Es war ein erstaunlich helles Land; der hellblaue Himmel erinnerte an den Süden, zumindest an die größeren Höhen, und auf nahen Bergen schien Schnee zu liegen. Dürre, knorrige Bäume standen in der Landschaft, und die Tatsache, daß sie purpurrot waren und orangerotes Laub trugen, störte nicht im mindesten. Nur die Mittagstemperatur, die von den Instrumenten angezeigt wurde, ließ starke Verschiedenartigkeit erkennen: minus dreißig Grad Celsius.

Die Bozog waren jedoch keine fernen Verwandten der südlichen Bewohner. Sie waren eher noch fremdartiger und rätselhafter als alle anderen Wesen, die sie bisher kennengelernt hatten.

Ein Bozog-Funktionär rollte auf Kugellagerfüßen heran. Er war sehr dünn, mehr oder weniger rund und erhob sich nicht mehr als 30 oder 40 Zentimeter über den Boden.

»Willkommen in Bozog«, sagte er würdevoll, ganz wie der Leiter einer kleinen Handelskammer, der durchreisende Würdenträger begrüßt. »Wir sind über Ihre schnelle und sichere Ankunft erstaunt und erfreut. Wenn Sie mir durch die Stadt folgen, werden wir den letzten Abschnitt Ihrer Reise vorbereiten.«

Sie folgten ihm und registrierten die Flüssigkeit seiner Bewegungen; der Funktionär schien eher zu fließen, als daß er rollte, und quoll beinahe um die Ecken.

Die Stadt war niedrig gebaut und mit einem unglaublich komplizierten Geflecht von breiten Rampen versehen. Es gab auch Fahrzeuge, die mechanischen Kopien der Bozog glichen — niedrig, flach, in der Mitte mit zwei Frachtwölbungen. Ein Bozog-Fahrer legte sich auf die vordere Plattform und schien keine Steuerung zu bedienen, obwohl alles sehr schnell und gefahrlos ablief.

Die seltsamen Wesen bei der Arbeit zu beobachten, zeigte, wie sie ihre Zivilisation betrieben. Unter jedem Bozog gab es offenbar Millionen klebriger Wimpernhaare, so daß ein Bozog, der sich auf irgend etwas legte, damit sehr gut zurechtkam. Für komplizierte oder schwierige Arbeiten bewiesen die beiden orangeroten Kreise auf ihrem Rücken außerordentliche Vielseitigkeit. Aus jedem vermochten ein langer, orangefarbener Arm oder viele kleinere herauszugreifen — der Stoff schien eine viskose Flüssigkeit zu sein, die von den Bozogs in jede beliebige Form gebracht und so erhalten werden konnte —, und zwar bis zur Grenze der Masse in den Körpern.

Ein letzter Zug brachte sie zum Startplatz. Er glich in gewisser Weise der Uborsk-Eisenbahn, da auch er aus einer langen Reihe von flachen Waggons bestand, aber er schien auf weichen, lautlosen Reifen oder Raupen durch einen U-förmigen Kanal zu laufen und wurde von einem viel moderneren System angetrieben als jenem in dem halb-technischen Hex.

Unterwegs gab Wooly das Zeichen, daß sie auf internen Funkverkehr schalten sollten. Sie näherten sich dem Ende der Reise, und es wurde Zeit, zu besprechen, wie es weitergehen sollte.

»Es ist offenkundig, daß wir mit unserem Hauptproblem noch nicht konfrontiert wurden«, sagte sie.

Yulin nickte.

»Die anderen sind nur wenige Stunden hinter uns. Es gibt keine Möglichkeit, sofort zu starten. Die Bozog haben erklärt, daß sie das Schiff erst aus Uchjin holen müssen. Wir werden also noch da sein, wenn sie kommen.«

»Man könnte ja einen Kompromiß schließen«, meinte Joshi.

»Ich meine, warum fliegen wir nicht einfach alle?«

»Kompromisse mit dem Ghiskind sind nicht möglich«, erklärte der Torshind. »Wir vertreten völlig widersprüchliche Ansichten, Ziele und Weltanschauungen. Was die übrigen betrifft — im Grunde zählt dort nur Trelig. Möchte einer von Ihnen ihm noch einmal die Macht über die Welt übertragen, die er geschaffen hat? Yulin? Wissen Sie alles, was es über Neu-Pompeii zu wissen gibt? Würden Sie uns trauen, wenn Trelig dort wäre?«

Yulin schüttelte langsam den Bullenkopf.

»Sie kennen die Antwort. Das Ganze ist eine Festung. Nicht einmal die gesamte Kom-Macht wäre imstande, dort einzudringen, wenn sie nicht die ganze Flotte und die Schreckenswaffen einsetzen könnte. Selbst ich bin die meiste Zeit auf das Obie-Projekt an der Unterseite beschränkt gewesen — ich durfte nur in den Pausen hinauf, und auch da nur in die Luxusräume. Nein, die Unterseite kenne ich sehr gut, aber die Oberseite und die kleinen Details nicht.«

Mavra hatte plötzlich Kopfschmerzen. Sie ärgerte sich und schüttelte gereizt ihren Pferdekopf. Es war ein scharfer, örtlich begrenzter Schmerz, so, als hätte jemand einen glühenden Draht in ihr Gehirn geschoben.

Und plötzlich gab es eine Explosion.

Sie erinnerte sich. Erinnerte sich an alles. Als sie das erstemal nach Neu-Pompeii gekommen war, hatte Antor Trelig seine politischen Gäste durch den gigantischen Computer Obie laufen lassen und hatte ihnen Pferdeschwänze verliehen, um seine Macht zu demonstrieren. Der Computer, konstruiert und gebaut von Dr. Gilgam Zinder, stand Trelig nicht freundlich gegenüber. Er gehorchte demjenigen, der von der Konsole aus die Befehle gab — aber es war wie bei einem Teufelspakt, wie Yulin sich beklagt hatte. Wenn es irgendeine Lücke gab, fand Obie sie — und Mavra war eine gewesen. Als sie durch den Computer geschleust wurde, hatte Obie entschieden, daß sie am besten geeignet war, von Neu-Pompeii zu entkommen, Zinders Tochter Nikki zu befreien und sie fortzuschaffen, bevor Zinder und seine nahezu menschliche Maschine Treligs und Yulins Pläne durchkreuzten: Die Umkehrung des Wahrscheinlichkeitsfeldes hatte sie alle zur Sechseck-Welt versetzt.

1 ... 38 39 40 41 42 43 44 45 46 ... 68
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)