Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott
- Автор: Раджниш Бхагван Шри
- Язык: немецкий
- Жанр: Эзотерика
Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
nicht von einem reinen Gelehrten kommen. Sie können nicht aus geborgtem Wissen kommen. Sie können nur aus der eigenen Erfahrung aufsteigen.
Zu jener Zeit galten Kengo, Ran und Nangaku als die drei
großen Meister des Landes, und alle drei sagten sie: »Vom
Stonehead dringt das Brüllen eines Löwen an mein Ohr.«
Weil er mit geschorenem Kopf auf einem Felsen saß, wurde Sekito unter dem Namen Stonehead bekannt. Und alle drei Meister sagten: »Vom Stonehead dringt das Brüllen eines Löwen an mein Ohr. Er ist weit entfernt, doch ich kann sein Brüllen hören.«
Der Mönch ging daraufhin zurück zu Sekito und sagte zu ihm,
dass er es ihn wissen lassen solle, wenn er irgendetwas für ihn
tun könne. Bald darauf kam Nangaku, der Meister selbst, mit
seinen Mönchen vorbei, um Sekito zu besuchen.
Das ist ein seltsames Phänomen. Einst war Sekito als Schüler zu Nangaku gegangen. Inzwischen haben sich die Dinge vollkommen verändert, nun geht Nangaku zu Sekito, um ihm seinen Respekt zu erweisen.
Sekito erhob sich, um ihn zu empfangen, und die beiden
begrüßten sich. Später ließ Nangaku zu Sekitos Bequemlichkeit
einen Tempel errichten.
Zen vermittelt einen vollkommen anderen Geschmack – keine Konkurrenz. Nangaku ließ für Sekito einen Tempel auf seinem Berg errichten und kümmerte sich um dessen Bequemlichkeit. Ein Mönch kam regelmäßig zu ihm, um ihn zu fragen, ob er etwas benötige. Doch bald begannen Tausende von Menschen zu Sekito zu kommen. Er wurde einer der größten Zen-Meister. Er war ein sehr direkter Mensch, kein Philosoph oder Theologe; seine Antworten waren sehr einfach, doch auf den Punkt. Sein Schwert war sehr scharf, und mit einem einzigen Hieb konnte er den Intellekt eines Menschen, seinen kompletten Verstand, zerlegen. Er verhalf viel en Menschen zur Erleuchtung. Sehr wenige Meister können sich rühmen, so vielen Menschen zur Erleuchtung verholfen zu haben wie Sekito.
Chinejo schrieb:
Auf einmal Licht,
dann wieder Finsternis,
auch ich ein Glühwürmchen.
Ihr habt bestimmt schon Glühwürmchen gesehen. Sie fliegen umher ... wenn sie die Flügel ausbreiten, sieht man ihr Licht, und wenn sie die Flügel wieder anlegen, verschwindet das Licht.
Auf einmal Licht,
dann wieder Finsternis,
auch ich ein Glühwürmchen.
Chinejo muss bis tief in die Nacht hinein meditiert haben. Und die Stille der Nacht und viele Glühwürmchen um ihn herum, mal dunkel, mal hell, mal dunkel, mal hell, brachten ihn plötzlich so in Einklang mit den Glühwürmchen, dass er sagte: »Auch ich – ein Glühwürmchen. Manchmal bin ich unwissend, manchmal bin ich erleuchtet. Manchmal ist alles dunkel, manchmal wird alles hell.«
Jeder Buddha war in seiner Vergangenheit so unwissend, wie ihr es seid; und jeder, der heute noch unwissend ist, hat eine Zukunft vor sich. Eines Tages kann es plötzlich hell werden; und in diesem Licht verschwindet die Vergangenheit wie ein Traum, und seien es Millionen von Jahren. Buddha pflegte das Alter der Menschen von dem Zeitpunkt an zu rechnen, als sie erleuchtet wurden. Die Jahre davor zählten für ihn nicht.
Eines Tages saß ein großer Herrscher jener Zeit, Prasenjita, bei Buddha und stellte ihm Fragen. Da kam ein alter Mönch – der wohl mindestens fünfundsiebzig Jahre alt war – und sagte zu Prasenjita:
» Bitte vergib mir. Ich warte schon einige Zeit, denn ich muss vor Sonnenuntergang gehen. Ich muss ins nächste Dorf gehen« – ein buddhistischer Mönch darf nicht bei Nacht umhergehen –, »deshalb bin ich etwas in Eile. Ich muss dich daher einen Augenblick stören, nur um Buddhas Füße zu berühren und ihn zu fragen, ob er eine Botschaft für mich hat. Ich sehe ihn vielleicht nie wieder, denn wer weiß schon, was morgen ist? « Also berührte er Buddhas Füße, und Buddha fragte: »Wie alt bist du?«
Der alte Mann antwortete: »Vier Jahre.«
Prasenjita traute seinen Ohren nicht und konnte der Versuchung nicht widerstehen, sich einzumischen. Er sagte:
»Was? Vier Jahre? Du musst mindestens fünfundsiebzig sein.«
Buddha antwortete darauf: »Prasenjita, das verstehst du nicht. In meinem Ashram zählen wir nur die Jahre, die jemand als erleuchtetes Wesen verbracht hat. Davor waren nur Dunkelheit und Träume, Alpträume und Elend – nicht wert, dass man sie zählt. Du hast recht, er ist fünfundsiebzig Jahre alt in der gewöhnlichen Welt
, doch dies hier ist nicht die gewöhnliche Welt. Er lebt in einem außergewöhnlichen Ashram. Soweit es mich betrifft, ist er vier Jahre alt. Ich habe ihn nur gefragt, ob er sich daran erinnert. Und er erinnert sich. Er weiß, was wahres Leben ist – nur diese vier Jahre.
Die einundsiebzig Jahre davor waren ohne Belang, sie spielen keine Rolle, sie sind ohne jede Bedeutung. Man braucht sie nicht zu zählen.«
Und Buddha sagte zu dem Mönch: »Geh mit meinem Segen, denn deine Erinnerung ist korrekt.« Nun die Meditation: Sei still, schließe deine Augen und spüre, wie dein Körper vollkommen still wird. Das ist der richtige Augenblick, um nach innen zu schauen.
Sammle deine Energie, dein komplettes Bewusstsein, und mit einer Dringlichkeit, als wäre dies der letzte Moment deines Lebens, dringe vor zu deinem Zentrum – schneller und schneller, tiefer und tiefer.
Während du deinem Zentrum immer näher kommst, breitet sich eine große Stille über dir aus. Sie fällt fast wie sanfter Regen auf dich nieder, so greifbar. Noch ein wenig näher, und ein großer Frieden steigt aus deiner inneren Quelle auf und umgibt dich mit einem Strahlen, das du noch nie gesehen hast, mit einer Gnade, die nicht von dieser Welt ist.
Noch ein Schritt, und du befindest dich im innersten Zentrum deines Wesens.
Zum ersten Mal siehst du dein ursprüngliches Gesicht. Hier im Osten haben wir das Gesicht Buddhas als Symbol für das ursprüngliche Gesicht jedes Menschen übernommen. Du stehst deinem eigenen verborgenen Buddha gegenüber.
Dies ist dein verborgenes Strahlen. Dies ist deine wahre Natur, dein Dharma.
Der Buddha besitzt nur eine einzige Eigenschaft, die des Gewahrseins.
Nimm wahr, dass du nicht der Körper bist, nimm wahr, dass du nicht der Verstand bist, nimm wahr, dass du nur ein Zeuge bist.
Und plötzlich bist du eins mit dem Buddha.
Sowie sich deine Wahrnehmung vertieft, taucht eine große Ekstase in dir auf. Sie beginnt in dir aufzutauchen wie eine Lotusblume, die sich in der Morgensonne öffnet, so voller Frische.
Auf ihren Blütenblättern liegen noch die Tautropfen der Nacht und glänzen in der Morgensonne wie Perlen.
In diesem Augenblick zählst du zu den glücklichsten Menschen auf Erden. In deinem eigenen Zentrum zu sein, ein Buddha zu sein ist die großartigste Erfahrung des Lebens.
Um dieses Wahrnehmen noch tiefer werden zu lassen ...
Entspanne dich ... lass los ... doch bleibe im Wahrnehmen.
Langsam, ganz langsam, beginnst du wie Eis im Ozean zu schmelzen, als getrennte Einheit zu verschwinden und zu der ozeanischen Weite, Ewigkeit, Unendlichkeit zu werden.
Das ist deine innerste Natur. Das ist dein Geburtsrecht – ein Buddha zu sein. Du bist über den Verstand hinausgegangen und hast die Quelle deines Wesens erreicht, von der du gekommen bist.
Und wenn die Quelle und das Ziel eins geworden sind, ist der Kreis vollendet. Dieses Vollenden des Kreises ist Erleuchtung. Jeden Tag wird sie tiefer und tiefer.