Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Политические детективы » Odessa-Komplott. Tom Sydows zweiter Fall.
Odessa-Komplott. Tom Sydows zweiter Fall. - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Odessa-Komplott. Tom Sydows zweiter Fall.

Электронная книга - «Odessa-Komplott. Tom Sydows zweiter Fall.». Краткое содержание книги:

Berlin, 31. August 1948. Die verstümmelte Leiche einer Stadtstreicherin wird in der Nähe des Lehrter Bahnhofs gefunden. Nichts Besonderes im Berlin der Nachkriegszeit und so glaubt Hauptkommissar Tom Sydow zunächst an einen Routinefall. Doch warum sammelte das Mordopfer Zeitungsausschnitte über den stadtbekannten Kriegsgewinnler, Schieber und Spekulanten Paul Mertens? Bei seinen Ermittlungen kommt Sydow einer Organisation auf die Spur, deren Verbindungen in höchste Kreise von Justiz und Politik zu reichen scheinen ...
1 ... 35 36 37 38 39 40 41 42 43 ... 49
Перейти на страницу:

»Aus reinem Interesse, Herr Borodin. Bin eben ein Hundertprozentiger, wissen Sie.«

»Ja, wenn das so ist, Herr Kommissar«, gab der Ukrainer zurück, das für ihn typische Lächeln im Gesicht, »gibt es etwas, womit ich Ihnen vermutlich weiterhelfen kann.«

»Und das wäre?«

»Das hier«, sprach Borodin, während sein Lächeln auf einen Schlag erlosch. Dann griff er in die Brusttasche und zog ein vergilbtes Foto hervor, das er Sydow mit versteinerter Miene präsentierte. »So, Herr Kommissar«, schob er hinterher, von seinem Tonfall her nicht wiederzuerkennen. »Wie wär’s, wenn wir den Spieß einfach umdrehen? Kommt Ihnen außer dem Herrn auf der linken Seite, den wir beide unter dem Namen Paul Ewald kennen, sonst noch jemand bekannt vor?«

Im Begriff, dem Ukrainer eine Antwort zu geben, versagte Sydow die Sprache. Außer Ewald, der am linken Bildrand posierte, waren zwei weitere Männer zu sehen. Um zu erkennen, um wen es sich handelte, musste er sich keine große Mühe geben. Was ihm viel größere Schwierigkeiten bereitete, war, beim Anblick der drei Männer nicht die Beherrschung zu verlieren. »Unsere Ehre heißt Treue«, stieß er mit Blick auf die Rückseite hervor, sprang auf und steckte das Foto ein. »Dann wollen wir mal sehen, wie weit ihr mit euren großkotzigen Sprüchen kommt.«

*

»Mensch, Krokowski, haben Sie mich vielleicht erschreckt!« Beim Verlassen der Villa, über der sich ein sintflutartiger Regen ergoss, hätte Sydow seinen Adlatus beinahe über den Haufen gerannt, und da jede Minute zählte, hörte er nur mit einem Ohr hin.

»Mit einem Wort, Herr Hauptkommissar«, bekannte Theo Lingen der Zweite zerknirscht, »von wertvollen Indizien, so zum Beispiel Notizen, Aufzeichnungen und Akten, keine Spur.«

»War ja auch nicht anders zu erwarten«, erwiderte Sydow lapidar, was dazu führte, dass Krokowski indigniert die Stirn runzelte.

»Schon gut, Eduard«, lenkte sein Vorgesetzter schuldbewusst ein. »Nicht Ihre Schuld, sondern meine.« Sydow sah auf die Uhr. »Können Sie bitte so gut sein und mir einen Gefallen tun?«

»Selbstverständlich, Herr Hauptkommissar.«

»Kümmern Sie sich um Frau … um Frau Mertens, nehmen Sie ihre Aussage zu Protokoll und sehen Sie zu, dass beim Abtransport der Toten nichts in die Hosen geht.«

Krokowski strahlte über das ganze Gesicht. »Auf mich können Sie sich verlassen, Herr Kriminalhauptkommissar von …«

»Sydow, Eduard, ganz einfach Sydow«, erstickte der Kripo-Beamte den Redeschwall des Kriminalassistenten bereits im Keim. »So – und jetzt machen Sie, dass Sie wieder ins Trockene kommen.«

»Und ich?«, fragte Gladys McCoy, nachdem Krokowski wieder verschwunden war.

»Sie, Gnädigste?«

»Gladys, Herr von Sydow, ganz einfach Gladys«, witzelte die Agentin des Secret Service, kritisch beäugt von Borodin, der dem Frieden immer noch nicht über den Weg traute. »Ihre Befehle, Sir?«

Trotz der Anspannung, unter der er stand, konnte sich Sydow ein Grinsen nicht verkneifen. So gesehen war Miss Zuckerpüppchen ja ganz in Ordnung, und wenn er ehrlich war, wäre er ohne sie glatt aufgeschmissen gewesen. »Meine Bitte, Miss, wäre die, dass Sie sich zunächst mal um den jungen Mann hier kümmern. Um auf Nummer sicher zu gehen, würde ich vorschlagen, dass Sie ihn ins britische Hauptquartier bringen. Dort dürfte er fürs Erste sicher sein.«

»Und dann?«

»Dann kommt der aufregende Teil. Zumindest, was den weiteren Verlauf des Abends angeht.« Sydow wischte sich die Regentropfen aus dem Gesicht und sah Gladys McCoy eindringlich an. »Was ich damit sagen will, Gladys, ist, dass …«

»… es nicht von Nachteil wäre, wenn Ihnen möglichst viele Elitesoldaten der britischen Garnison zur Verfügung stehen, stimmt’s?«

»Stimmt«, erwiderte Sydow, knöpfte sein Jackett zu und machte sich auf den Weg zu seinem VW, der auf der gegenüberliegenden Straßenseite geparkt war. »Also – bis bald!«

»Bis bald«, wiederholte die MI6-Agentin besorgt, bedeutete Borodin, ihr zu folgen und hastete in der entgegengesetzten Richtung davon. Einem plötzlichen Impuls nachgebend, blieb Sydow mitten auf der Straße stehen und hob die Hand zum Gruß.

Aber da war das ungleiche Paar, ohne das seine Bemühungen zum Scheitern verurteilt gewesen wären, längst verschwunden.

*

»Dann mal ran an die Bouletten«, sprach Sydow mit grimmiger Miene, kramte seinen Schlüssel aus der Tasche und schloss die Fahrertür auf. Wenigstens saß er jetzt im Trockenen, wenngleich nicht sonderlich bequem. Innerhalb der nächsten halben Stunde würde es ziemlich ungemütlich werden, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Sache stand auf Messers Schneide, und er fragte sich, ob es klug war, seinem Widersacher ganz allein gegenüberzutreten.

Dergestalt mit sich selbst beschäftigt, steckte Sydow den Zündschlüssel ins Schloss und wollte den Motor anwerfen. Daraus wurde jedoch nichts.

Dass er nicht alleine war, wurde ihm erst bewusst, als er einen schwachen, kaum wahrnehmbaren Zigarillogeruch bemerkte. Meine Lieblingsmarke!, fuhr es ihm absurderweise durch den Kopf, aber da hatte er den gut 30 Jahre alten Mann mit dem südländischen Teint bereits im Rückspiegel entdeckt.

Bevor er etwas sagen konnte, ergriff dieser das Wort. »Guten Abend, Herr Kommissar«, begrüßte er ihn auf deutsch, dies allerdings mit leicht russischem Akzent. »Wenn Sie erlauben, würde ich gerne ein paar Takte mit Ihnen reden.«

Auf alles gefasst, griff Sydow nach seiner Waffe. Bevor er sie jedoch aus dem Halfter ziehen konnte, spürte er die Mündung einer Pistole im Genick. »Nicht doch, Herr Kommissar«, ermahnte ihn der ungebetene Gast und beugte sich ohne Anzeichen von Hast nach vorn. »Ob Sie es nun glauben oder nicht, meine Absichten sind durchweg friedlicher Natur.« Die Stimme mit dem slavischen Timbre sank zu einem eindringlichen Flüstern herab. »Bevor wir alle vor die Hunde gehen.«

»Darf man fragen, mit wem ich die unerwartete Ehre habe?«

Zunächst hatte es den Anschein, als würde Sydow keine Antwort bekommen, und während der Mann sich besann, schielte Sydow nach seiner Waffe. Kurz davor, sie zu ziehen, hielt ihn ein Räuspern in seinem Rücken davon ab. »Nun gut, Herr Kommissar«, gab Sydows Gesprächspartner widerwillig klein bei. »Wenn Sie darauf bestehen: Mein Name ist Kuragin – Juri Andrejewitsch Kuragin.«

»Angenehm«, versetzte Sydow mit beißender Ironie.

Kuragin lachte kurz auf. »Nicht so voreilig, Herr Kommissar«, zahlte er es ihm mit gleicher Münze heim. »Angesichts dessen, was ich zu berichten weiß, wird Ihnen das Lachen bald vergehen.«

›Und er versammelte sie an den Ort, der auf Hebräisch Harmagedon heißt. Und der siebente Engel goss seine Schale aus in die Luft; und es kam eine laute Stimme aus dem Tempel vom Thron her, die sprach: Es ist geschehen. Und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner; und es geschah ein großes Erdbeben, desgleichen nicht geschehen ist, seitdem ein Mensch auf der Erde war, ein so gewaltiges, ein so großes Erdbeben. Und die große Stadt wurde in drei Teile gespalten, und die Städte der Nationen fielen, und der großen Stadt Babylon wurde vor Gott gedacht, ihr den Kelch des Grimmes des Weines seines Zorns zu geben. Und jede Insel verschwand, und Berge wurden nicht gefunden. Und ein großer Hagel, wie zentnerschwer, fällt aus dem Himmel auf die Menschen nieder; und die Menschen lästerten Gott wegen der Plage des Hagels, denn seine Plage ist sehr groß.‹

Offenbarung des Johannes 16, 16–21.

ARMAGEDDON

(Berlin, nach Sonnenuntergang)

30

Checkpoint Charly, amerikanischer Sektor | 19.48 h

An sich hätte Pjotr aus Archangelsk Verdacht schöpfen müssen. Die Wachablösung war viel zu früh dran, der Armeejeep, der die Friedrichstraße in südlicher Richtung entlangraste, erheblich zu schnell. Vom Herumstehen war Pjotr jedoch so müde, dass er sich nicht einmal nach ihm umdrehte.

1 ... 35 36 37 38 39 40 41 42 43 ... 49
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)